Buchbesprechung: LINKS – Ende und Anfang einer Utopie

Bücherstapel | Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Eine Rezension von Karin Jacobs

Karin Jacobs

Karin Jacobs

Artur Becker setzt sich in seinem aktuellen Buch “LINKS – Ende und Anfang einer Utopie” philosophisch mit dem linken Spektrum, also den politisch Linksstehenden auseinander.

Dabei fließen seine persönlichen Erfahrungen in der Volksrepublik Polen ein, wo er bis zu seinem 18. Lebensjahr lebte, bevor seine Familie mit ihm 1985 nach Deutschland aussiedelte. Er berücksichtigt die Ideen und Umsetzungen der Linken, von der Französischen Revolution bis in die heutige Zeit. Seine Ausführungen untermauert und bereichert er mit Äußerungen und Interpretationen aus Werken von Theodor Adorno, Karl Marx, Hannah Arendt, Simone Weil und einigen Anderen

“LINKS” ist keine leichte Lektüre, sondern fordert die Lesenden. Ich halte dieses Buch für sehr lesenswert und empfehle es gerade denjenigen, die sich mit Links und linker Politik nicht identifizieren können. Es lädt alle dazu ein, sich mit der Thematik “Was ist eigentlich links?” zu beschäftigen, zeigt Missverständnisse, Fehleinschätzungen sowie Vorurteile auf und behandelt auch das Problem des Schubladendenkens – so regt dieses Buch zum “neu denken” an.

Der Text hat mich auch in seinen Bann gezogen, da er philosophisch ansetzt und mir als Leserin den Freiraum lässt mich politisch mit dem Gelesenen auseinanderzusetzen. Dennoch kam ich beim Lesen teilweise sehr langsam und stockend voran, da meine Gedanken sich immer wieder mit meiner eigenen politischen Einstellung und meiner Mitgliedschaft in der Piratenpartei beschäftigten.

Persönlich fühle ich mich bestätigt, “Links” ist als Ideal (oder Utopie) sozial und fürsorglich, stellt sich gegen Gewalt und Ausbeutung, ist nicht ausgrenzend und vieles mehr – also wirkt dies im besten Fall sehr piratig. Gleichermaßen war das Gefühl, als ich mich 2020 mit den PIRATEN beschäftigt und die Präambel bzw. das Grundsatzprogramm gelesen habe. Daraufhin wurde ich Mitglied der Piratenpartei, die nun mein politisches Zuhause ist.

Also lasst uns die Utopie mit Leben füllen, lasst uns die Fehler vergangener Generationen korrigieren und unsere Zukunft für alle gerecht gestalten!


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