Sahara

Sahara

Bullauge

Eine Kolumne von Ullrich Slusarczyk

Was gab es nicht alles zu lesen über den Staub, der es bis nach Deutschland geschafft hat. Da wurde angezweifelt, dass sowas gar nicht möglich sein kann, nur Fake-News etc. Witzig, weil das Phänomen seit Jahrzehnten in einem der beliebtesten Urlaubsziele der deutschen, der Costa Blanca in Spanien, existiert. Da sind Autos morgens plötzlich mit rotem Staub überzogen. Schlagartig wird die Wäsche reingeholt, etc.

Aber es soll nicht der Staub sein, über den ich reden will, sondern darüber, dass Deutschland zur Wüste wird. Zur Sahara mitten in Europa!

Wie ich darauf komme?

Deutschland gehört zu den Ländern mit dem höchsten Wasserverlust weltweit [1]!

Wir hatten Bäume, die aufgrund des sogenannten „sauren Regen“ gestorben sind [2]. Ein Phänomen der 1980er Jahre. Obwohl die grundlegende Problematik auch heute noch vorhanden ist [3]. Klar ist, dieses Jahr ist schon jetzt ein Superlativ [4].

Ich könnte den ganzen Artikel mit Links voll pflastern, so viel gibt es zu dem Thema. Was es aber nicht gibt, sind Lösungsansätze. Mir ist klar, dass es Krieg gibt. Mit allen damit verbundenen Problemen, wenn auch einiges davon selbstgemacht ist. Immerhin sind wir in vielen Bereich, z.B. Weizen, sogenannte Selbstversorger. Und obwohl wir ein Industrieland sind, sind wir auch ein Agrarland. Und ich habe sogar in der Schule noch gelernt, dass Deutschland sich zu 100 % Selbstversorgen kann. Der Wert stimmt nicht mehr! Aber, wir können schon noch einiges [5].

Es wird immer wärmer und trockener!

Das wird, wie ich glaube, auf absehbare Zeit auch so bleiben. Und damit fliegen uns immer mehr Versäumnisse der Vergangenheit um die Ohren, Flussbegradigungen z.B. Die Ahrtalkatastrophe hat uns das mehr als deutlich gezeigt.

Denn, wir sind uns, denke ich da alle einig. Es wird wieder solche Regenfälle geben. Und was dann? Gibt es schon Pläne, Ideen oder Vorschläge? Natürlich wird das alleine nicht helfen. Und sofort realisierbar ist es wohl auch nicht.

Wassermangel

Was also können wir gegen den Wassermangel tun? Wasser rationieren. Das passiert bereits [6]. Und nicht nur in Straußberg [7]. Aber wir müssen aktiv Wasser wieder dem Kreislauf hinzufügen! Es wird also Zeit, wieder Auen einzurichten. Fließgeschwindigkeiten von Flüssen zu verlangsamen. Starkregenfälle zu sammeln, sodass das Wasser in den Boden einsickern kann.

Entsalzen

Wir sind zwar nicht von Wasser umgeben, wie der afrikanische Kontinent, aber mit der Nord- und Ostsee, haben wir schon ziemlich viel Wasser, das wir nutzen können. Allerdings ist das Wasser viel zu salzhaltig, um direkt genutzt werden zu können.

Wir sind ein Volk von Erfindern und Ingenieuren und nicht nur von Dichtern und Denkern [8]. Es wird Zeit, dass wir uns Methoden ausdenken, wie wir das Wasser schnell und kostengünstig entsalzen können. Und wie wir die Industrie, die einer der Hautverbraucher ist, an den Kosten beteiligen.

Fazit

Wenn das so weitergeht, sinkt unsere Selbstversorgungsrate auf null. Sterben alle unsere Bäume, haben wir kein Trinkwasser mehr. Wir müssten dann unser Wasser bei Nestle kaufen, die es dann, weil bei uns ja keins mehr ist, den “Afrikaner” wegpumpen. Ich sehe keine Kampagnen, Gesetzesvorschläge, nichts.

Die Sahara, sie ist nah [9]!

 

Ullrich Slusarczyk

 

[1] https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2022/03/hydrologen-warnen-deutschland-trocknet-aus

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Saurer_Regen

[3] https://www.igb-berlin.de/news/saurer-regen-war-gestern

[4] https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2022/20220330_deutschlandwetter_maerz2022.pdf?__blob=publicationFile&v=3

[5] https://www.agrarheute.com/media/2020-05/iva-papier_selbstversorungsgrad_hffa.pdf

[6] https://journalistenwatch.com/2022/04/20/wegen-tesla-werk-rasen-giessen-verboten/

[7] https://www.merkur.de/bayern/grundwasser-magnel-bayern-duerre-wasser-trockenheit-spartipps-hurlach-klima-news-91487255.html

[8] https://flaschenpost.piratenpartei.de/2022/01/07/dichter-und-denker/

[9] https://www.kvwasser-nienburg.de/portal/meldungen/wasserstand-des-steinhuder-meeres-bereitet-weiter-sorgen-900000249-10021.html

[9] https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2022/20220126_lfulg_sachsen_news.html

About

Ullrich Slusarczyk 1963 in West-Berlin geboren. Jetzt in Hannover. Sehr viel gemacht im Leben und sehr viel gesehen. Schreibe gerne. Bin für direkte Sprache bekannt, manchmal berüchtigt. Halte nichts davon, Fakten auf einem DIN A4 Blatt breitzutreten, wenn das Wort „Idiot“ ausreicht. Schreibe jetzt hier die Kolumne hauptsächlich. Meine Themen sind: Gesundheit, Digitalisierung, Urheberrecht und Energie. Ich bin kein Wissenschaftler, logisches Arbeiten und Denken ist mir aber nicht fremd. Bin ein Wissenschaftsfan. Lese Science Fiction. Habe Karl May gelesen, aber auch Antoine de Saint-Exupéry oder Stanislav Lem.


Kommentare

Ein Kommentar zu Sahara

  1. Thomas Raster schrieb am

    Na dann sollte Tesla seine Gigafactory in Deutschland wieder schließen, weil dort der Wasserverbrauch extrem hoch ist.

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