Die Grünen und wie sie Etikettenschwindel betreiben

CC BY-ND 2.0 ebrkut

Ein Gastartikel von Arko Kroeger /  @Hellinvernel

Seitdem Greta Thunberg mit ihrer Protestaktion Fridays for Future auf den Klimawandel aufmerksam macht, ist dieser einer der wichtigsten politischen Themen der Welt. Auch bei uns demonstrieren jeden Freitag viele Tausende Schüler völlig zu Recht für ihre Zukunft und für Klimagerechtigkeit. Es kann nicht sein, dass wir durch unseren CO2-Ausstoß Schäden verursachen, und für diese nicht einmal bezahlen. Allein im Jahr 2018 lag der CO2-Ausstoß pro Kopf in Deutschland bei 8,6 Tonnen. Jede Tonne CO2 verursacht laut Umweltbundesamt Schäden in einer Höhe von etwa 180 Euro. Pro Kopf in Deutschland also etwa 1548 Euro an Schäden, die wir durch das CO2 verursachen, ohne dass wir dafür bestraft werden. Das ist ein Verbrechen an der Zukunft unserer Kinder.

Und viele haben erkannt, dass es so nicht weitergehen kann. Deswegen wählen sie die Grünen, in der Hoffnung, dass sie die Klimakrise bewältigen werden. Doch einiges spricht dagegen, dass eine Regierung mit den Grünen das halten kann, was sie verspricht. Da wäre zum einen der CO2-Preis, der wichtigste Teil. Die Grünen fordern eine Steuer von 40 Euro die Tonne. Kein Witz. 40 Euro. Das sind nur 22,22% der Schäden, die CO2 verursacht.

CC BY-SA-2.0 Southpark

Viele Institute haben diverse Rechnungen aufgestellt, um einen CO2-Preis zu ermitteln, der ausreichen würde, um verschiedene Ziele zu erreichen, und so gut wie alle hatten höhere Preise ermittelt. Meistens zwar nicht die 180 Euro, aber mindestens 60 Euro waren immer drin. Zwar soll der Preis auch mit der Zeit steigen, aber es ist dennoch eine bodenlose Unverschämtheit. Und das ist nur der Preis, den die Grünen FORDERN. Doch dann stellt sich noch die Frage, ob die Grünen bei einer Koalition diesen Preis auch tatsächlich raushandeln werden. Und da sieht es leider auch nicht ganz so gut aus.

Schwarz-Grün ist immer noch eine Option für die Grünen, und diese werden sie wahrscheinlich nicht verwerfen, denn sie saugten Stimmen bei allen Parteien ab, besonders aber bei der CDU. Wahrscheinlich wollen die Grünen zu einer Volkspartei mutieren und so den Kanzler stellen. Volksparteien werden in ihrem Wahlprogramm aber schnell etwas beliebiger, außerdem wollen sie möglichst niemandem wehtun.

Grün-Rot-Rot wäre zwar auch eine Option, allerdings ist sowohl bei der SPD als auch bei den Linken fraglich, ob diese wirklich eine wirksame Klimapolitik wollen, denn diese wird allen wehtun, auch den unteren Schichten.

Aber NICHT zu handeln wird noch mehr wehtun, und zwar allen Generationen, nicht nur unserer. Die Herausforderung ist groß, keine Frage, aber es ist wirklich machbar. Doch dafür braucht es mutige Parteien, die sich auch trauen, das umzusetzen, was jetzt vielleicht wehtut, uns aber vor den Schäden bewahrt, die uns durch ein Nichthandeln blühen.

Vielleicht ist es an der Zeit, sich vom Prinzip der Volkspartei zu verabschieden, und sich den Parteien zuzuwenden, die wirklich für das stehen, wofür sich auch gewählt werden. Wie die Piratenpartei.


Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt. Verbindlich einzugebende Felder werden mit diesem Zeichen kenntlich gemacht: *

Weitere Informationen

Archiv aller Artikel