Stuttgart 21 – noch ein Thema für die Piraten?

Wahlprogramm zur Bundestagswahl

Kommentare

9 Kommentare zu Stuttgart 21 – noch ein Thema für die Piraten?

  1. Jochen schrieb am

    Du hast selbst geschrieben, dass das Thema außerhalb der Regionalpresse keinen Anklang findet. Was macht dies also zu einem Wahlkampfthema für das Land? Man kann und soll S21 als warnendes Beispiel für all die Dinge nehmen, die du angeführt hast. Da stimme ich dir vollkommen zu. Aber als Wahlkampfthemafehlt dem ganzen inzwischen die Hitze. Geh 50Km weg von Stuttgart und es interessiert kaum einen mehr. Ich bin davon überzeugt das S21 gebaut werden wird und in Betrieb gehen wird, und so bedauerlich auch das schon ist, wird es noch schlimmer werden. Denn natürlich wird es länger dauern (ich rechne mit etwa 2030) und sehr sehr viel mehr kosten als behauptet. Auch die Bürgerbegehren werden das Projekt meiner Meinung nach nicht aufhalten, höchstens verzögern. Selbst wenn durch den Bau die Mineralquellen permament beschädigt werden würden und sich Teile der Stadt absenken würden, würde das kommen. Und wenn nachher weniger Züge im Knotenpunkt Stuttgart halten können, werden weniger Züge nach Stuttgart fahren. Ja die Folgen von S21 werden Stutgart noch viele Jahre nach der Fertigstellung beschäftigen. Aber verhindert werden, wird es nicht mehr. Die Grünen hätten theoretisch eine Chance dazu gehabt. Sie haben sich anders entschieden. Deswegen glaube ich an keinen politischen Weg mehr um das zu verhindern. Und auch an keinen juristischen, denn Politik und Justiz sich sich da viel zu viel Freund dafür. Proteste werden ignoriert, unterdrückt oder gar rechtswiedrig verhindert. Was bleibt da noch?

    • Sperling schrieb am

      Mit deiner Argumentation hätte man in Wackersdorf den Protest und den Kampf einstellen müssen nachdem der Bau beschlossen war. Apeacement ist keine Lösung.

    • Nico Nissen schrieb am

      Ich habe nie gefordert, dass Stuttgart 21 Wahlkampfthema werden muss, aber es ganz aus dem Programm zu streichen oder unsere bisherigen Versprechen gegenüber den Stuttgart-21-Gegnern zurückzunehmen würde uns unglaubwürdig machen und jedenfalls in Stuttgart einige Stimmen unnötig verschenken.

  2. Also wenn:

    Bespitzelung von Bürgerinitiativen Kündigung und strafrechtliche Verfolgung von Whistleblowern Vetternwirtschaft Ämterpatronage Korruption Lobbyismus Betrug Intransparenz Belügen von Bürgern und damit des Souveräns Einflussnahme der Politik auf Justiz und Kontrollbehörden Politikerwillkür Polizeigewalt Wirtschaftskriminalität vorsätzliche Verschwendung von Steuergeldern Kostenintensiver Rückbau dringend benötigter Verkehrsinfrastruktur Gefährdung des Schienenverkehrs in ganz Süddeutschland Willkürliche Interpretation vom Ergebnis einer gescheiterten Volksabstimmung Gefährdung von Leib und Leben von Bahnkunden Umweltzerstörung

    u.v.m.

    keine Themen für die Piratenpartei sind, dann sollten wir uns ernsthaft überlegen, ob wir zur Landtagswahl antreten wollen

    • Sperling schrieb am

      Korrekt. Und mit S21 kann ich das gut verpacken, im Gegensatz zur medialen Wahrnehmung liefen dort eben all die Dinge die du beschreibst.

    • sebastian schrieb am

      Es wäre wirklich befremdlich, wenn sich gerade die Piratenpartei Baden-Württemberg, nicht mehr uneingeschränkt gegen das kriminelle, unseriöse und unsoziale Milliarden-Verschwendungs-Projekt S21 aussprechen würde. Nur weil die beteiligten Tunnel-Profiteure einen langen und kriminellen Atem (sie verdienen ja Milliarden) haben und die bessere Vernetzung zur Presse, sollten die Piraten kleinbeigeben ? Das empfände ich aber als höchst unpiratig.

  3. Jochen schrieb am

    Wackersdorf ist kein Vergleich. Bei S21 gab es keine Toten. Es gab Alternative Standorte, wenn die auch im Ausland waren. Und die Firma dahinter war meine ich nicht eine Firma die zu 100% dem Bund gehört.. ganz sicher aber ist man von dieser nicht verkehrstechnisch abhängig gewesen. Auch ist die Geschichte mit den Grünen was anderes als in Wackersdorf. und wie gesagt, ausserhalb von Stuttgart interessiert es niemanden mehr. Auch das war bei Wackersdorf anders. Und nochmals: Ja S21 ist ein erschreckendes Beispiel für viele Dinge, die nicht stimmen. Und ja das sollte auch Erwähnung finden. Aber als eigener Punkt außerhalb Stuttgarts? Macht für mich keinen Sinn.

  4. Rüdiger schrieb am

    Das Thema ist nicht “Stuttgart 21” sondern das Thema sind sämtliche Projekte, welche über die Köpfe der Bevölkerung beschlossen werden! Es geht darum, dass ganz offen sichtlich das Geld rausgeschmissen wird, damit es gar nicht erst die Chance hat um bei den Menschen in der Breite anzukommen. Das gilt für Berlin wie für Stuttgart und aktuell für ganz Deutschland im Besonderen. Was aktuell abläuft ist bereits schon jetzt ein Verbrechen und sollte zu einer Aufklärung führen. Merkel hat fertig! Bleibt zu hoffen, dass die Souveränität derer, welche schon lange hier leben aufgrund der kommenden Ereignisse nicht vollends unter die Räder kommt. Auf das was wir jetzt haben wurde systematisch zugearbeitet ohne sich mit den Kritikern vernünftig auseinander zu setzen! Ich beobachte schon lange, dass unsere bestehende Infrastruktur verkommt und abgetragen wird, Flächen verbaut, Ressourcen abgeholzt wurden und Felder völlig falsch bestellt werden. Schaut Euch unsere Wälder mal genauer an! Unser komplettes soziales Gefüge steht auf dem Spiel. Lasst uns weiter nur zuschauen oder kümmern um weit untergeordnete Problemchen bis die Situation völlig ausser Kontrolle ist. Was uns zugemutet wird schreit schon jetzt nach Schmerzensgeld von Seiten der Verantwortlichen und ist die Steuer nicht wert die uns an allen Ecken und Enden abgeknöpft wird.

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