Auf dem Weg zu einer “klassenlosen Gesellschaft” im Alter?

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Kommentare

4 Kommentare zu Auf dem Weg zu einer “klassenlosen Gesellschaft” im Alter?

  1. Idahoe schrieb am

    Ich weiß, daß ich gegen Wände rede, trotzdem wieder einmal

    Falls ein BGE im Neoliberalismus kommt, hat dieser endgültig alles korrumpiert und alle Hoffnung zerstört. Einkommen ist nicht selbstbestimmt und hat NICHTS mit Freiheit zu tun, es ist eine Illusion.

    Wenn ihr etwas fordert, dann ein Bedinungloses Grund AUSkommen. Das ist nicht nur selbstbestimmt, es ist gar die Voraussetzung für Freiheit und keine Pseudo-Demokratie.

    Ein schönes Beispiel ist der Kabarettist Vince Ebert, der in seinen Vorstellungen 50€-Scheine verbrennt und behauptet, damit würden die Möglichkeiten weniger. Wer etwas benötigt, das es nicht gibt, hat mehr Möglichkeiten? Das sagt ein studierter Physiker. Realsatire ist einfach die bessere Satire. http://www.sueddeutsche.de/kultur/kabarettist-vince-ebert-im-interview-kapitalismus-ist-unsere-einzige-chance-1.2516975

    Deshalb läßt der Mensch alles mögliche verfallen, wie beispielsweise Schulen oder das Gesundheitswesen, weil er von etwas zuwenig hat, das es nicht gibt, das liebe Geld.

    Ihr könnt euch Vince anschliessen oder euch endlich vom Glauben ab- und dem Wissen zuwenden, denn eine Wissensgesellschaft kann nicht auf GLAUBEN aufbauen.

    • exex schrieb am

      was meinst du? Einkommen ist schlecht, Auskommen ist gut? Und worin besteht bei dir der Unterschied? Und was ist eine Wissensgesellschaft und wer hat welchen Glauben und sollte sich, wenn ja, davon abwenden? Toll mit welchen Begriffen du so rumjonglieren kannst, die Leute werden sich schon irgend etwas dabei denken können.

  2. Hier muss zunaechst einmal grundsaetzlich darauf hingewiesen werden, dass schon die Berechnungsformeln bei Renten ungerechterweise anders und erheblich unguenstiger sind als bei Beamten, beamtengleich Beschaeftigten und -natuerlich – (!!) Politikern. Von denen bezahlt kein einziger auch nur irgendetwas in irgendeine Kasse,alle kassieren dafuer aber (neben anderen ueppigen Privilegien wie zB Privatkrankenversicherung mit Beihilfe) gut 71 (!) % der z u l e t z t bezogenen Besoldung als Pension. Bei Rentnern wird eine komplizierte Berechnungsformel angewendet, die einen ueber viele Jahre reichenden Durchschnitt ermitteln, wodurch ein normaler Rentner z Zt auf weniger als 50 % seines zuvor bezogenen Gehalts als Rente kommt und somit vielfach der Sozialhilfe anheimfaellt. Und die Zahl der betroffenen Rentner steigt schon jetzt sprunghaft weiter an !

    Dass das alles brutal ungerecht gegenueber den Renteneinzahlern ist, die reihenweise in der Sozialhilfe landen werden, obwohl sie ihr Berufsleben lang fleissig in die Rentenkasse einbezahlt haben, bedarf ja nun keiner weiteren Begruendung.

    Hier baut sich ein enormes Konfliktpotential auf, dass sich sogar noch dadurch steigern wird, dass weder Bund, noch Laender oder Kommunen die gigantischen Versorgungsleistungen fuer Beamte und Politiker stemmen koennen, was heute bereits rechnerisch feststeht. Also, wenn ich in politischer Verantwortung waere – ich weiss nicht, ob ich noch ruhig schlafen koennte….

  3. Rüdiger schrieb am

    Dies ist ein sehr wichtiges Thema und ein ausgesprochen hervorragender Beitrag! Der Bericht enthält einige Skandalöse Aspekte! Und es gibt noch viel mehr davon, welche den sozialen Frieden aufs gröbste verletzen oder verletzen könnten. Wer meint er hätte vernünftig vorgesorgt, der bekommt dann ein Werbeschreiben vom sogenannten “Finanzamt”, welches tatsächlich allerdings als Firma gelistet ist. Ich selber bin auch für ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Es ist höchste Zeit dafür und sollte unbedingt mal im größerem Rahmen ausgetestet werden…! – Es kann auch nicht sein, dass Erlöse, aus Bodenschätze, der “staatlichen” Forstwirtschaft oder die maschinellen Vorteile, Erlöse durch Vorteile der Forschung…, nichts in die Grundsicherung der Allgemeinheit fließen lassen und obendrein die Menschen zu ihren Nöten auch noch von einer “GEZ” oder anderen genötigt werden. – Die über unsere Köpfe hinweg vollzogene Privatisierung beraubt letzten Endes uns alle. – Sozialer Zündstoff sind auch die uns aufgezwungenen Gäste aus ärmeren Regionen insbesondere von außerhalb Europas, welche mit nichts kommen und trotzdem offensichtlich problemlos gefördert werden können. Das ist deshalb beachtlich, weil es eben nicht einmal für eine vernünftige Rente der hier schon lange Ansässigen zu reichen scheint… Themen ohne Ende. Die Antwort kann nur sein, dass jeder mehr auf sich selber achtet, nicht jeden kostenintensiven Blödsinn mitmacht, und sich selber dafür einsetzt, dass seine Selbstbestimmung ausgebaut und nicht weiter vollends unter die Räder kommt. Die Piraten sollten diese Menschen dabei unterstützen.

    Wer mal mehr zu sich und seiner eigentlichen Meinung finden möchte, dem kann ich empfehlen mal über mehrere Monate möglichst wenig bis gar keine standard Medien mehr anzuschauen. Es könnte allerdings vorkommen, dass es Euch so geht wie mir und diese Medien danach nur noch höchst selten vermissen werdet.

    Wenn sogenannte Staatseinkünfte oder sogenannte Steuereinnahmen nicht einmal mehr dazu reichen um für die Zinsen der sogenannten Staatsverschuldung aufzukommen, dann kann wohl irgend etwas mit dem System nicht mehr in Ordnung sein, denn zu früheren Zeiten war dies kaum ein Problem und es hat sogar noch locker für soziale Ausgaben, nahezu ganz problemlos gereicht.

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Gernot Reipen ist 61 Jahre alt, seit 2012 Mitglied der Piratenpartei und seit dieser Zeit auch Koordinator der AG-BGE und aktiv bei den Sozialpiraten. Seine politischen Schwerpunktthemen sind: direkte Demokratie, bedingungsloses Grundeinkommen, Sozial- und Kommunalpolitik. Er ist Vorstandsmitglied im Kreisverband Ahrweiler (RLP), Themenpate für das bedingungslose Grundeinkommen im Landesverband Rheinland-Pfalz und Koordinator der AG-Kommunalpolitik-RLP.

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