Kein Wort zur NSA

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Kommentare

4 Kommentare zu Kein Wort zur NSA

  1. Jürgen Stock schrieb am

    Kein Wort zu NSA und BND? Natürlich nicht. Die Kommentatoren sind sich einig, einen will ich hier zitieren, Henrik Müller von SPIEGEL ONLINE: “Der Beitrag der G7 wäre größer, wenn sie sich auf jene Felder konzentrierten, die sie selbst bestellen können. Davon gibt es derzeit eine Menge. Die Weltwirtschaft ist in einem kritischen Zustand. Eine Ära der Volatilität, der großen Schwankungen, hat begonnen. Zinsen, Kurse, Ölpreise, Immobilienmärkte, Wechselkurse – von Ruhe keine Spur. Mühsam schützen die Notenbanken die Kartenhäuser des Kapitalismus vor dem Zusammenbruch. Aber eine systematische Antwort, wie das globale Wirtschafts- und Finanzsystem nachhaltig funktionieren kann, gibt es nicht. Reichlich zu tun also für den Weltwirtschaftsgipfel. Eigentlich. Die G7 sind wieder in ihrem Kerngeschäft gefordert: der Stabilisierung der Weltwirtschaft.” (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/g7-die-wahre-macht-des-gipfels-a-1037500.html)

    Dieses NSA-BND-Thema ist ein bilaterales, und ich wäre erstaunt, aus den Reihen der PIRATEN zu hören, dass es der Geheimdienste bedürfte. Was aber der Fall ist. So wie das Thema ein bilaterales ist. Dass aber hier auch dieser Artikel der Gefahr erliegt, den G7-Gipfel zu überfrachten, ist mehr als bedauerlich. Andererseits auch nicht erstaunlich. Wie in den Protesten gegen den G7-Gipfel sich auch gegen TTIP kapriziert wurde. Ich kann schon verstehen, dass man mit der Politik im Allgemeinen sehr unzufrieden ist. Das enthebt aber der Pflicht zu intellektueller Schärfe nicht. Das jedoch hervorzuheben öbläge einem Magazin wie der Flaschenpost. Die G7 hätte ihre Aufgabe tun können, hat sie aber nicht. Sie hat sich verzettelt, aber die Flaschenpost mäkelt am NSA-Thema herum. Wieso?

  2. “Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht” war eine politisch-notwendige Aussage für Merkel – meinen tut sie dies mitnichten!!!

    ZITAT: “Die Aufrüstung Deutschlands um weitere Spionagefähigkeiten nach Innen und Außen ist das Gegenteil von dem, was wir Piraten als Idealbild vertreten. Wir formulieren nicht die Interessen Deutschlands oder Europas, sondern eine Außenpolitik, welche die Bedürfnisse aller Menschen im Blick hat.”

    G E N A U

    Deshalb sollten wir uns auch nicht verschließen, über die bewusst beförderte (gewaltsame) “NATO”-Erweiterung nachzudenken. Putin ist kein Unschuldslamm aber die Provokation ging vom Westen aus. Und Deutschland spielte dabei eine wesentliche Rolle. Dass Putin nicht eingeladen wurde, ist eine weitere Provokation des Westens …

    Wir PIRATEN sind schließlich auch gegen Regime-Change-Aktionen, wie es meines Erachtens in der Ukraine stattfand. Zumindest habe ich noch nie einen Befürworter solcher Vorgehensweisen unter den PIRATEN getroffen. Ein Teil der Regime-Change-Aktionen wird in diesem Vortrag aufgezählt, den ich für sehr interessant halte: https://www.youtube.com/watch?v=hrU5i_hjDNc

    • Huch, wo kommt jetzt plötzlich der Putin her? Also Hand auf’s Herz: Für mich klingt das wie “der Putin hat den Krieg nicht gewollt” und “wir können das ja gar nicht (mehr) beurteilen.

      Erinnerst du dich nicht daran was für ein übler Scherge Janukowitsch war? Ein treuer Anhänger Moskaus, ein brutaler Diktator der Proteste niederknüppeln lies und die Opposition einsperrte (hier sei auf Zeitungsartikel vor 2014 und das Bild von Frau Timoschenko als prominentestes Opfer hin gewiesen).

      Und Putin? Die Bezeichnung “kein Unschuldslamm” ist eine üble Verharmlosung für einen, der Gegner nach Sibiren schickt oder radioaktiv vergiften bzw. vor den Kremlmauern erschiessen lässt. Der das Demonstrationsrecht abgeschafft und die Medien gleichgeschaltet hat. Ein Diktator der “gelenkten Demokratie” der mit den Sanktionen jetzt die Ernte seiner militärischen Aggresionen einfährt.

      Norbert, ich empfehle dir mehr Flaschenpost und weniger Radio Moskau …. also “Russia Today”.

  3. Hallo Michael – warum habt ihr keine “Antworten”-Buttons? 😉

    Der Begriff “kein Unschuldslamm” war zugegebener Massen sicher zu milde gewählt. Dennoch halte ich es für unrichtig und für gefährlich, wenn die NATO in dieser Art gewaltsam erweitert wird. Dies geschieht aber schon seit Jahren so … Putin nicht auf Konferenz einzuladen, ist m.E. unentschuldbar falsch gewesen.

    RT schau ich nicht. Aber die Flaschenpost als einzige Informationsquelle ist mir -sei mir bitte deshalb nicht beleidigt- ein wenig zu eingleisig …

    Ich kann auch mit Ken Jebsen nicht viel anfangen, aber da stammt nun mal die Aufzeichnung des Vortrags von Dr. Ganser her, von dem ich viel halte und dessen Link ich eigentlich beifügen wollte: https://www.youtube.com/watch?v=zNOiNSw5jMY Ich hoffe, dass du dir die Zeit nimmst, ihn anzusehen.

    Dennoch ist auch die Gesprächsrunde recht interessant (Link des vorhergehenden Posts). Unter anderen sind der ehemalige Staatssekretär des Verteidigungsministeriums, Willi Wimmer (CDU) und Dr. Ganser dabei. Die Positionen sind durchaus hörenswert, obwohl sich die Diskussion ganz schön in die Länge zieht.

    Außenpolitisch gibt es -denke ich- zumindest für mich noch viel in der Partei zu diskutieren … aber deshalb lasse ich mich nicht wegen dieser “Meinungsverschiedenheit” von meiner ausgesprochen positiven Haltung zur PIRATENPARTEI abbringen, da sämtliche anderen Positionen auf meiner Linie liegen. 😉

    Beste Grüße, Norbert

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