Thomas Blechschmidt informiert über TTIP, CETA, TISA – Teil 3

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Kommentare

2 Kommentare zu Thomas Blechschmidt informiert über TTIP, CETA, TISA – Teil 3

  1. markusvonkrella schrieb am
  2. PaulAlwin schrieb am

    Leider wird bei dieser Diskussion ein wesendlicher Fakt übersehen, und zwar der Makroökonomische. Der Handel ist eigentlich nur vernünftig, wenn die Handelsbilanz ausgeglichen ist, also Export und Import halten sich die Waage. Die USA hat schon über Jahre ein Handelsdefizit, was bedeutet sie imortieren mehr als exportieren. Sie sind der größte Schuldner der Welt. Was nicht ganz so tragisch ist (für sie), weil sie über ihre Leidwährung, den Dollar, einen Ausgleich erzielen (ganz kurz gefaßt). Da sie aber verständlicher Weise ihr Handelsdefizit abbauen und ihren Einfluß auf die Weltwirtschaft stärken wollen, versuchen sie das mit Handelsabkommen. Sie versuchen also Länder mit Handelsüberschuß, aber auch bei schwachen Exportländer sie unter Kontrolle zu kriegen. Was bedeutet das z.B. für Deutschland. Die USA wird ihren Export nach Deutschland erhöhen (außer Autoindutrie, da gibt es gegenseitigen Niederlassungen), dass bedeutet die Waren die bisher in Deutschland produziert wurden, werden jetzt durch günstigere (also biligere) amerikanische Produkte ersetzt. Diese Produkte braucht man (oder sollen) in Deutschland nicht mehr hergestellt werden. Und die Arbeitskräfte die diese Produkte bisher produziert haben, werden auch nicht mehr gebraucht. Um es deutlich zu sagen TTIP kostet in erster Linie Arbeitsplätze. Und vor allem das wird verschwiegen bzw. das Gegenteil behauptet. Das unterlaufen von Standards ist ein verhandelbaren Problem und ob es amerikanische Standarts gibt, die Europa gut tun würden, könnte man analysieren. Die Standards sind nicht das Hauptproblem, mit TTIP wird die europäische Wirtschaft massiv geschädigt. Und wer das nicht glaubt der schaue mal nach Mexiko, das dortige Freihandelsabkommen hat Mexiko enorm geschadet. Zum Beispiel, die mexikanische Landwirdschaft wurde durch den billig Import von amerikanischen Produkten wie z.B. Mais, restlos ruiniert. Nun ist Mexiko kein Industrieriese aber die Tendenz zeigt wohin das führt. Leider wird das Handelsabkommen TTIP überhaupt nicht aus diesem Blickwinkel betrachtet. Das Freihandelsabkommen mit der Ukraine positiv zu betrachten, ist eher zynisch. Die Waren der multinationalen Konzerne überschwemmen die Ukraine mit ihren Produkten. Damit verhindern sie die Herstellung dieser Produkte in Eigenproduktion und verhindern auch damit ein tragbare Wirtschaftsstruktur. Die Ukraine ist gezwungen ihren Rohstoffexport über den Eigenenbedarf zu exportieren (und das ist Absicht) und begibt sich so in eine totale wirtschaftliche Abhängigkeit. Über die Zusammenhänge in einer Handelsbilanz kann man sich in der AG Wirtschaft und bei den Geldpiraten informieren. Es gibt durchaus sachliche Informationen innerhalb unserer Partei, man muß sie nur nutzrn.

    PaulAlwin

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Thomas Blechschmidt , Mitglied der Piratenpartei Deutschland und Vorsitzender des Vorstands des Bezirksverbands Schwaben

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