Piraten setzen auf das Konzept der Bürgerbusse

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Kommentare

6 Kommentare zu Piraten setzen auf das Konzept der Bürgerbusse

  1. Markus Walloschek schrieb am

    auch an barrierefreies mitfahren sollte dabei gedacht werden, denn oftmals sind es Menschen mit Behinderung die kein eigenes Kfz fahren können

    • Ja, an Menschen mit Behinderung muss auf jeden Fall gedacht werden. Das ist sehr wichtig und soweit ich weiß, steht dies auch im Antrag. Ich werde aber der Fraktion noch einmal deswegen schreiben und sie bitten darauf zu achten.

  2. Andena schrieb am

    Wer bezahlt denn dann die Kosten, die für den “Bürgerbus”-Ersatzservice anstelle des ÖPNV anfallen?

    Dieses “Konzept” kann ja nur funktionieren, wenn die öffentliche Hand dafür Steuergelder bereitstellt. Denn wenn die Strecken auch im Verbund eines großen ÖPNV nicht wirtschaftlich betrieben werden können, bleibt nur der Ausweg über die Subventionierung der privaten “Bürgerbus”-Betreiberfirmen.

    Faktisch wird mit dem “Bürgerbus” also der ÖPNV geschwächt und wieder nur mehr Steuergelder verschleudert.

    • Nein, so ist das nicht geplant. Der örtliche ÖPNV kann nicht geschwächt werden, weil die unrentablen Linien definitiv nicht betrieben werden. Es ist also so, dass Menschen, die auf den ÖPNV angewiesen sind, die Entfernung bis zum nächsten ÖPNV Anschluss durch Bürgerbusse überbrücken können. Teilweise also das Angebot wieder nutzen können. Dem ÖPNV wird nichts weggenommen und das Konzept der Piraten trägt der Gefahr der Konkurrenz Rechnung und geht explizit darauf ein. Bürgerbusvereine finanzieren sich, wie alle gemeinnützigen Vereine, aus unterschiedlichen Mitteln. Länder fördern die Vereine auch und das mit Steuergeldern. Man muss allerdings berücksichtigen, dass der Finanzbedarf der Bürgerbusvereine nicht groß ist, da die Bürger ehrenamtlich arbeiten und die Fahrkarten einen Unkostenbeitrag kosten. Dafür ist der Nutzen groß, jedenfalls wenn man sich mit der Sichtweise anfreunden kann, dass Menschen mit Behinderung, junge Menschen, aber auch ältere Menschen den Gewinn an Lebensqualität durch die gewonnene Mobilität haben. Ich sehe die Problematik auch unter dem sozialen Gesichtspunkt und finde, dass es zwingend gesellschaftliche Aufgabe ist, für diese Menschen zu sorgen. Den Gedanken so würden “Steuergelder verschleudert”- an Menschen mit Handicap, Jugendliche und ältere Menschen? – kann ich nicht teilen. Meinst du das wirklich oder hast du nicht darüber nachgedacht?

  3. Blooty schrieb am

    Ich fahre beruflich in SH und HH Bus. Ich finde die Idee als Solches gut. Aber in SH wird an Allem gespart, aber nichts wird besser. Beim Bürgerbus sehe ich nun die Gefahr, dass Linien als unrentabel gelten könnten, damit Bürgerbusse fahren und die Gemeinden den Zuschuss des ÖPNV sparen.

    • Ja, das könnte sein, denn die Kommunen in SH stehen finanziell ziemlich schlecht da. Nun steht eigentlich im Antrag, dass dies nicht passieren darf, aber es ist ja oft so, dass Unerwünschtes eintrifft und dann ist es schwer, dagegen anzukommen. Aber noch problematischer finde ich, dass mal wieder auf den Bürger gesetzt wird. Heute müssen alle Menschen mehr und länger arbeiten. Die ehrenamtliche arbeitenden Vereine haben so schon Nachwuchssorgen. Und nun sollen die Menschen auch ihren eigene Buslinie organisieren? Das ist wie ein kleines Pflästerchen auf einer großen Wunde. Ich denke, es müsste ein anderes ÖPNV Konzept her.

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