Piraten veröffentlichen Prüfergebnisse zu mangelndem Datenschutz in Kreisen und Städten

Ich mag Datenschutz CC-BY Tobias M. Eckrich

Kommentare

5 Kommentare zu Piraten veröffentlichen Prüfergebnisse zu mangelndem Datenschutz in Kreisen und Städten

  1. Stefan schrieb am

    “Dort ist ein überdurchschnittlich hoher Bestand am Computern verzeichnet, die 4 Jahre alt oder älter sind”

    Das sehe ich nun wirklich nicht als Problem in der Verwaltung. Ich habe als Informatiker meinen PC von 2004 auch erst 2014 durch einen neuen ersetzt, weil ich mehrere virtuelle Maschinen laufen lassen wollte. Wobei ich auch ein Betriebssystem mit weniger Hardwareanforderungen habe und wegen der schlechten HW damals auf vim umgestiegen bin (gottseidank!). Aber sind die Verwaltungsprogramme wirklich so hardwarelastig (entweder umfangreich oder schlecht programmiert), dass sie auf ca. 5 Jahre alten PCs nicht mehr flüssig funktionieren?

    “PCs ohne Bildschirmschoner in unverschlossenen Büros”

    Würde ich lieber korrekt als “Bildschirmsperre” bezeichnen, denn einen Bildschirmschoner hat bei uns im Unternehmen auch niemand. Jedoch sperrt jeder Mitarbeiter seinen PC, wenn er den Arbeitsplatz verlässt.

    Wobei die Bildschirmsperre ja auch gar nicht erforderlich ist, wenn sowieso alle Mitarbeiter alle Passwörter kennen und auf alle Dokumente Zugriff haben :>

    • Im privaten Gebrauch kann jeder seine alten Computer nutzen, wie er/sie es für richtig hält, aber von einer Behörde erwarte ich auch in Zeiten leerer Kassen zumindest den erkennbar guten Willen, etwas für die Datensicherheit der Bürger zu tun. Die alten PCs und das veraltete Betriebssystem sind in dem Zusammenhang ein Sicherheitsrisiko (mehr Details dazu stehen im verlinkten Bericht des LRH, es handelt sich also nicht meine persönliche Meinung, sondern das Resultat einer umfänglichen Prüfung). Bezüglich der Fachterminologie habe ich die Begriffe des Prüfberichts gewählt, um Lesern mit weiterführenden Interessen Orientierung zu bieten. Von deiner Begründung, wenn Missstand A besteht, ist Missstand B auch egal, halte ich nicht allzu viel, denn wozu soll die Argumentation dann führen?

  2. tomas schrieb am

    man sollte in Behörden und Verwaltungen generell auf Linux basierte open source benutzen. erstens ist es sicherer und zweitens spart man sich das Geld für Windows Lizensgebühren und deren Arbeitsprogrammen. Vorbild war bisher die Stadt München die seit jahren alles auf open source umstellt. Das eingesparte Geld kann dann in neue Hardware investiert werden.

    mit piratischen grüssen tomas

    • Ja, darüber hatte ich gelesen. Michael Renner schrieb einen Artikel dazu. Ich bin völlig deiner Meinung. Mal schauen, ob unsere Kreistagsfraktion einen Antrag dazu schreibt.

  3. Rüdiger schrieb am

    Auf verschiedene Systeme zu setzen kann, zumindest betreffend der Vergleichbarkeit, nur von Vorteil sein, ist aber wegen der eigenen Bequemlichkeit eine hohe Kunst. Denn wer denkt schon gerne um? Vielleicht brauchen wir auch bald den Unsicherheitsfaktor Mensch in Zukunft kaum noch in der Verwaltung, weil wir die Daten selber eingeben und das System uns alle neutral, fair und gleich behandelt. (Wenn ich unsere Entwicklung so betrachte, dazu was Schreibe, dann weiß ich manchmal nicht, ob sie zum Lachen oder eher zum Heulen ist.)

    Der sensibelste Bereich ist das Geldwesen und da gibt es aufgrund mangelnder Datensicherheit riesige Verluste! Allein die Verluste die mir glaubwürdig von mindestens 4 Personen persönlich zugetragen wurden zeigen auf, dass das Thema Datensicherheit bisher ein Fass ohne Boden sein muss. Im Vergleich, jemand der Aids hat, ist mir im ganzen Leben unbekannt geblieben. Und diese 4 völlig unterschiedlichen und großräumig verteilten Fälle liegen in einem Zeitraum des letzten Quartals und des letzten Jahres! In drei Fällen wurde der Betrag zeitnah ersetzt. Der Gesamtschaden liegt bei allen Buchungen zusammen, bei Fehlabbuchungen von Rund 20000.- Deshalb erscheint mir ein Milliardenschaden, wie erst kürzlich berichtet wurde, als sehr Realistisch.

    Man könnte meinen der Zug für Datenschutz sei längst und noch für eine längere Zeit bereits schon lange abgefahren. Die Frage die wir uns jetzt noch stellen können: Wie lange dürfen uns Daten belasten? Wer trägt die Folgen? Was geschieht mit unserer Menschlichkeit, wenn unser Leben in Daten verfasst ist und für manche zugänglich ist? Kann es auch eine Option sein in bestimmten Bereichen leicht Zugänglich alle Daten für alle zu öffnen? Uä…

    Der Schwachpunkt ist und bleibt der Mensch, denn er entscheidet über Wohlwollen und Missbrauch.

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