31C3 – A new dawn

Eingang des 31C1 | CC BY 2.0 Borys Sobieski

Kommentare

7 Kommentare zu 31C3 – A new dawn

  1. Andreas schrieb am

    Hey H3rmi,

    noch nie auf einem CCC-Kongress in HH gewesen habe ich mich gefragt, ob es uns um Schutz von Menschen geht, wenn wir Tor propagieren und ich lesen muss, dass auf dem Kongess wohl gesagt wurde, dass 4/5 des darüber abgewickelten Verehrs eine Beziehung zu Kinderpornografie hat. Stimmt das und warum lese ich nichts von diesem Workshop in den Veröffentlichungen. Wenn wir um die Menschen diskutieren: Vergessen wir nicht die Opfer.

    http://www.theverge.com/2015/1/1/7478163/80-percent-of-visits-to-tor-hidden-services-are-related-to-child-porn

    Heldentum ist etwas für das Kino. Ich mag Spiderman, Batman und Donald Duck. Im realen Leben halte ich nichts von Personenkult. Das gilt auch für die von Dir als Helden bezeichneten Menschen.

    Danke für Deine gute Arbeit.

  2. Flemm schrieb am

    Hallo Andreas, das bei The Verge verlinkte Paper versucht, den Traffic zu sog. ‘Hidden Services’ zu analysieren (mit fragwürdigen Annahmen & Schlüssen). Dieser Traffic macht nur einen kleinen Bruchteil des Tor-Traffics aus & erlaubt keine Rückschlüsse auf den restlichen Traffic. Die Interpretation ‘4/5 des Tor-Traffics ist KiPo’ ist auf jeden Fall falsch.

    Warum du bei H3rmi nichts von diesem Vortrag bzw. Paper liest? Vielleicht, weil es insgesamt weit über 300 Vorträge und Workshops (zzgl. Wiederholungen) gab? Oder weil H3rmi einfach kein Interesse an einem Vortrag mit dem Titel ‘Tor: Hidden Services and Deanonymisation’ hatte, aus dem das Paper scheinbar stammt?

    Wenn dir das Thema ‘Tor & KiPo’ wichtig ist, dann: Auf nach Hamburg! Im Dezember ist der nächste Congress! VG, Flemm

  3. H3rmi schrieb am

    Andreas bezieht sich auf einen Talk vom 31C3 von Dr. Gareth Owen von der University of Portsmouth. Der von ihm verlinkte Artikel ist allerdings nicht die beste Informationsquelle. Übrigens steht da nicht, dass 80% allen Traffics mit Kinderporno zu tun haben, sondern, dass sich das auf die Suchanfragen bezieht. Entsprechende Seiten machen lediglich 2% aus. Eine etwas differenziertere Sicht zur Studie gibt es hier: https://blog.torproject.org/blog/some-thoughts-hidden-services. Oder hier: http://www.heise.de/newsticker/meldung/31C3-Kinderpornografie-im-Tor-Netzwerk-stark-nachgefragt-2507444.html

    Ich bitte inständig darum bei solchen Meldungen erstmal einen kühlen Kopf zu bewahren und sich intensiv mit der Materie zu beschäftigen anstatt – wie sonst in der Politik üblich – mit einem populistischen “Denkt denn niemand an die Kinder?!” in blinden Aktionismus zu verfallen. Das haben wir bei Zensursula und ihren Internetsperren auch anders gehandhabt. 🙂

  4. keiner schrieb am

    Hallo und ein schönes Neues,

    ich finde es immer interessant wenn Piraten der heutigen Generation die Gründungszeit beurteilen. Allerdings finde ich auch, dass man Mythen richtig stellen sollte, damit sich solche Dinge in den Suchmaschienen nicht festbeißen. Die Folge wäre sonst, dass man aus dem Werden / Vergehen der Piratenpartei nicht mehr lernen kann. Das jedoch halte ich für die wichtigste Daseinsberechtigung der realexistierenden Piratenpartei.

    Die Piratenpartei ist kein Ableger aus dem Umfeld des CCC. Die Anfangsverbindungen dorthin waren sehr schmallbandig. Auf dem Kongress von 2006 war lediglich C.Strassen als Vortragender zu einem Lightning anwesend. Ein etwas “exponierteres” CCC Member war wetter. Das entspricht 1 von 54 Gründungsmitgliedern. Wetter trat nach 2 Monaten aus der Piratenpartei aus.

    Die Mehrzahl des Umfeldes der Gründungszeit wurde vielmehr durch jeweils einen Heiseartikel vor und nach der Gründung aktiviert. Gelesen wurde Heise keineswegs nur von Techis. Jeder jüngere Zeitgenosse der sich an den neuesten Scheißhausparolen des Innenministeriums erfreuen wollte hat dieses Medium genutzt.

    Auch in der Folgezeit waren die Kontakte zwischen CCC und Piraten oft distanziert und Kontaktversuche gingen relativ einseitig von den Piraten aus. So arbeitete man erst beim AKV unter gleicher Flagge gegen die VdS zusammen. 2007 durfte dann immerhin für 5 min eine Piratenfahne auf dem C3 / der Hauptbühne während des Jahresrückblickes gehißt werden. Das war eine erste offizielle Anerkennung, – über ein Jahr nach der Gründung. Dennoch blieb der CCC immer seiner eigenständigen Linie treu und hat beispielsweise vollständig eigene, unbesprochene Vorschläge zum Urheberrecht auf die Presse abgeschossen. Nicht unbedingt zur Freude der Piraten. Erst gegen 2009 kam Maha dazu und denn Rest kennt ihr selbst.

    Man kann zusammenfassen, die politische Ausrichtung ist in Bezug auf Netzpolitik identisch, die personellen und aktiven Strukturen sind jedoch marginal und sorry “Propaganda”.

    Thx

  5. Ben schrieb am

    Hallo Andreas, in dem verlinkten Artikel steht weiter unten das es um 2% des traffic im Tor Netz geht. Es wird dann auch noch erklärt, daß diese 2% vielleicht auch noch dadurch verursacht werden, daß Polizei und andere staatliche Stellen diese KiPo Seiten im Tor Netz überwachen. Bitte beteilige dich als Pirat nicht daran solche Informationen über Tor zu verbreiten, sie stimmen nicht. Tor ist in Zeiten, in denen das Internet in einzelnen Ländern manipuliert wird, immer öfter eine gute Möglichkeit diesen Manipulationen zu entgehen.

  6. st schrieb am

    @Andreas:

    Frank Rieger hat dazu einen sehr interessanten Blogpost veröffentlicht. Zu den Zahlen: Man hätte auch kurz selbst googeln können aber naja: Nur 1,5-2% des Traffics von Tor greift sind Zugriffe auf Hidden Services. Die 80% beziehen sich allerdings nichtmal auf diese Zahl sondern auf eine noch kleinere Untermenge davon (Details kann jeder ja selber nachlesen wenn er lust hat).

    Wenn wir jetzt aufhören Tools zu propagieren die einen Anteil von “missbräuchlichen Gebrauch” im 0,X% oder 0,0X% Bereich haben müssten wir auf eine Menge verzichten.

    Der Workshop hies übrings “Dr Gareth Owen: Tor: Hidden Services and Deanonymisation” und der Grund warum du darum nichts liest ist weil es die 80% Zahl in dem Zusammenhang einfach erfunden wurde…

  7. Stinne Skarsgard schrieb am

    Zu den vorgeblichen oder tatsächlichen Verbindungen vom CCC und den Piraten kann ich vielleicht ein kleines schlaglicht werfen: Ich habe die Erfahrung gemacht das es, vor allem bis zu den Problemen mit den Gender-Trollen und den sichtbar werdenden Linksradikalen, eine größere Menge von Sympathisanten beim CCC gab.

    Das hat sich dann geändert, nicht nur wegen CreeperCards, Spackeria, AntiFa und RadFemen.

    Ansonsten müsste man mal gucken wie viele parallele Mitgliedschaften bestanden und bestehen ( was sich verbietet) um sagen zu können da wäre fast alles nur Propaganda – wobei ich diese Position nachvollziehen kann, auch aus Gründen der öffentlichen Wahrnehmung des CCC.

    Stinne

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Stephanie Schmiedke, Generalsekretärin der Piratenpartei, kam 2009 wegen des Terrorismusbekämpfungsgesetzes zu den PIRATEN.

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