Die Progressive Plattform – zukunftsweisende Positionen und Zivilcourage

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Kommentare

12 Kommentare zu Die Progressive Plattform – zukunftsweisende Positionen und Zivilcourage

  1. Phil schrieb am

    Ich frage mich immer wieder, was denn eigentlich dieses progressiv sein soll. Neue Wege wagen und raus aus den verstaubten Ansätzen? Das hätte meine Zustimmung und täte Piraten gut. Binnen-I und Gendersprache, Frauenvorrederecht, Magnetschwebebahn und alte Punk vs. Poilizei-Konflikte, kommen mir aber alles andere als progressiv vor. Sind das nicht abgestandene Debatten aus den 80ern und 90ern? Welche neuen progressiven und relevanten, gesellschaftsvisionäre Forderungen haben denn die Progressivpiraten?

  2. Stinne Skarsgard schrieb am

    Liebe Plattform,

    Würde es euch etwas ausmachen mir und vielen anderen zu erklären was ihr unter Progressiv versteht?

    Nicht das ihr sonst falsch verstanden werdet … mir wurde auf Twitter nämlich erklärt das wäre eine Art “Linksdogmatisch” aber das kann ja wohl ist sein.

    Stinne

  3. Manfred Steffan schrieb am

    Laut Wikipedia, Stichwort Progressivismus, Aufruf 20.10.2014 [ob die das in diesem Sinne meinen?]: Progressivismus (engl. Progress,rogres von lat. progressio, onis, f.: Fortschritt) bezeichnet eine politische Philosophie, die auf dem Gedanken des Fortschritts in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, wirtschaftliche Entwicklung und Organisation aufgebaut ist. Den Ursprung nahm der Progressivismus in der Ära der Aufklärung, dass man durch Entwicklungen Fortschritt in den Bereichen der Zivilisation erreichen könne. Der Progressivismus entstand als eine politische Strömung als eine Antwort auf die gesellschaftlichen Veränderungen zu Zeiten der Industrialisierung. Die extreme soziale Ungleichheit durch den industriellen Entwicklungsprozess sorgte für die Angst, weiteren Fortschritt behindern zu können, aufgrund riesiger monopolistischer Konzerne und gewalttätigen Unruhen zwischen Arbeitern und Kapitalisten. Es entstanden eine Vielzahl klassisch-liberaler Fortschrittsparteien auf dem europäischen Kontinent, die auch andere nationalistischere Strömungen enthielten. Kernpunkte sind hierbei die Betonung des Individuums, seiner Freiheitsrechte und dem grundsätzlichen Bekenntnis zur Marktwirtschaft. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von europäischen Parteien, die sich selbst so bezeichnen. Darunter nicht mehr nur konservativ-liberale Parteien, sondern auch die Labour Party und Sozialdemokratische Partei Deutschlands bezeichnen sich seit einiger Zeit als progressiv. War der Progressivismus historisch im Hinarbeiten auf einen Nationalstaat aus demokratischer Perspektive, also Herrschaft der Mehrheit, in strikter Ablehnung von Sozialismus eng mit dem Linksliberalismus verknüpft, so wurde der Begriff des Linksliberalismus teilweise mit sozialdemokratischen Positionen besetzt. Aus dem Kontext der staatlichen Entwicklung betrachtet, ist der Linksliberalismus des 19. Jahrhunderts heutiger Rechtsliberalismus. Progressive Bewegungen sind dagegen weiterhin linksliberal, insofern sie für eine Vergrößerung des Herrschaftsbereichs des bisherigen Nationalstaats durch fortschrittliche Entwicklung eintreten. Durchgesetzt wurden in Deutschland von sich als progressiv verstehenden Kräften eine aktive Stadt- und Wohnungspolitik, die menschenwürdiges Wohnen in der Großstadt ermöglicht und sich um soziale Brennpunkte kümmert, eine aktive Arbeits-, Frauen- und Kinderschutzpolitik in den Betrieben und die Unterstützung von Gewerkschaften und des Verbraucherschutzes. Zu dieser Politik gehörte die Schaffung staatlicher sozialer Behörden, abseits der kirchlichen und bürgerlichen Freiwilligenarbeit. Die Schaffung der Technischen Nothilfe, des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschland, des Freiwilligen Arbeitsdienstes und anderer ziviler Prüfer, Techniker oder Sanitäter sowie einer Ordnung zum Feuerlöschen waren Teil oder Unterstützung progressiver Politik.

  4. Georg v. Boroviczeny schrieb am

    ein wenig enttäuschend: oben wird gesagt: “Wir fragten beim Frankfurter Kollegium und der Progressiven Plattform, den großen Organisationen dieser Gruppen, nach Einsichten und Ansichten ihres Selbstverständnisses.” aber im Text erscheint nur die Plattform. Ist das Qualität oder Täuschung….

    • Die selbe Beonachtung beim Artikel “Das Frankfurter Kollegium – ein Netzwerk sozialliberaler Menschen”. Eingangs wird geschrieben “Wir fragten beim Frankfurter Kollegium und der Progressiven Plattform, den großen Organisationen dieser Gruppen, nach Einsichten und Ansichten ihres Selbstverständnisses”, aber im Text erscheint nur das Kollegium. Um die Zusammengehörigkeit dieser Artikel deutlicher zu machen sind jetzt Links eingebaut. Danke für den Hinweis!

  5. Smellcaster schrieb am

    Soso ein Auslöser war also die Feindseligkeit mit der wir euch begegnet sind ? Nachdem AGs kaputt gemacht wurden, Parteimitglieder die nicht genehm waren als “Rechte” diffamiert wurden und auch nachdem mit #keinhandschlag darauf reagiert wurde nicht innegehalten wurde sondern es weiter eskaliert ist wundert man sich dann also über die Feindseligkeit die einem daraufhin entgegenschlägt ? Zumindest von Höfinghoff weiss ich das er wohl schon einige Zeit vor Halle vorhatte uns zu verlassen. Man fühlt sich also durch den BuVo nicht mehr vertreten heisst doch in Wirklichkeit das man den erlittenen Machtverlust nicht hinnehmen will wo man doch zu “den Guten” gehört die die Welt retten vor den ganzen bösen “Rechten”. Man hat ja auch vor Halle durchaus kommuniziert das eine Zusammenarbeit mit dem Rest der Partei der nicht deren Weltbild teilt nicht gewünscht ist. Wie war das denn mit der “nationalen Front der Piraten” die mit ihren “asozial Bussen” in Halle anreisten um den linken Flügel “wegzuputschen” und sekor als ihrem “Führer” einzusetzen ? Ja, derartiger Bullshit ging wirklich durch die Netze und nein, Operation Schlandfarbe tut mir nicht leid.

    Wäre es wirklich so schwer gewesen zusammenzuarbeiten ? ist das mit dem Überzeugen und Konsens finden denn so schwer ? Jetzt wird so getan als ob man doch immer bereit war mit anderen zu reden aber leider habe ich da durchaus andere Erinnerungen dran. Achja, sie sind ja nicht bereit mit Nazis zu reden und halten uns wohl für welche. Tja, dann eben nicht, wieder Möglichkeiten verschenkt. Es fällt mir durchaus schwer dieser Gruppe viel Erfolg zu wünschen, sie haben ihn uns auch nicht gegönnt.

  6. Rüdiger schrieb am

    “Zu dieser Politik gehörte die Schaffung staatlicher sozialer Behörden, abseits der kirchlichen und bürgerlichen Freiwilligenarbeit.” (Auszug aus weiter obiger Erklärung – Wikipedia)

    “Zu dieser Politik gehörte die Schaffung staatlicher sozialer Behörden, abseits der kirchlichen und bürgerlichen Freiwilligenarbeit.” (Auszug aus weiter obiger Erklärung – Wikipedia – progressivismus

    in Anbetracht dessen, dass diese staatlichen Behörden wohl so gut wie alle privatisiert wurden und dieses Vorgehen auch viel zu wenig kritisch öffentlich thematisiert wurde, ist eine “Progressive Plattform zumindest in diesem Punkt eine spannende Geschichte” Das Thema rechter oder linker Flügel wie oben erwähnt spielt da eher die Rolle des teilen und Herrschens und soll von den Fakten ablenken. Ja, wir sollten genauer hinsehen. Wenn sich ein Staat abschafft, weil es nur noch Privat geben soll, dann gibt es am Ende auch keine Staatsgewalt über den einzelnen Menschen. Was ja insofern gut wäre, wenn jeder das auch wüsste. Weil ja eine Firma, eine Staatliche Befugnis nur illegal vortäuschen, aber eben nicht besitzt. Auf der anderen Seite um mehr Staat wieder einführen zu können, dürften wir vielleicht keine Nichtregierungsorganisation sein. Vielleicht wären dazu auch noch ganz andere Grundlagen nötig. Und noch einmal mir ist egal welcher Flügel in diesem Thema eine gemeinützige und soziale Perspektive findet und es den Menschen verständlich rüber bringt.

    “Stellarster” scheint etwas verbittert zu sein. Diese reinigungsaktionen finden doch überall statt. Spätestens wenn es um die Verteilung von Posten und Ämtern geht, muss jeder geprieft werden. Unser System hängt am Seidenen Faden, wie es der Ex Bundeskanzler Helmut Schmitt gegenüber der “Zeit” bereits empfunden hat, außerdem sagt er, die Banken haben eine große Macht und er spricht von mehrjährigem durchwurschteln. Noch einmal zu Rechts und Links. Hier sehen wir ja in der Ukraine, wessen Kind die sogenannten “vorzeige Rechten” sind und wann sie gebraucht werden, nämlich immer dann wenn es um Putsch oder in friedlicheren Zeiten um Diffamierung gehen soll. Das gleiche gibt es auch als “vorzeige Linke”. Um diese Gruppen auch und gerade medienwirksam benützen zu können, muss natürlich ein gewisses Gewaltpotenzial vorhanden und reguliert werden können. Deshalb ist es ja so wichtig gewaltfrei und Sachlich zu agieren. Egal welche Partei, aber letztlich wird eine in Deutschland zu wählende Partei uns mal über deutsche Interessen aufklären müssen, welche sich ja wohl nicht nur auf den Stellenwert von Waffenlieferungen beschränken kann, denn weder die Vergangenheit wurde je richtig aufgearbeitet, noch erfahren wir etwas über unsere Gegenwart und Zukunft, wenn es um unsere ureigene Identität geht. Was immer das auch heißen mag. Für mich naheliegend wäre, dass Deutschland zu einem souveränen und neutralen Land würde, ähnlich wie es die Schweiz mal gewesen ist bevor auch sie privatisiert und als Firmengeflecht umgewandelt wurde. Ich habe ein Auge auf der rechten Seite und eines auf der linken Seite und verabschäue jegliche gewalttätige Gruppe. (Lachhaft wird es, wenn der zweite Schritt vor dem ersten getan werden soll, deshalb kann das mit dem Sogenannten “freien” Europa auch so nichts werden.)in Anbetracht dessen, dass diese staatlichen Behörden wohl so gut wie alle privatisiert wurden und dieses Vorgehen auch viel zu wenig kritisch öffentlich thematisiert wurde, ist eine “Progressive Plattform zumindest in diesem Punkt eine spannende Geschichte” Das Thema rechter oder linker Flügel wie oben erwähnt spielt da eher die Rolle des teilen und Herrschens und soll von den Fakten ablenken. Ja, wir sollten genauer hinsehen. Wenn sich ein Staat abschafft, weil es nur noch Privat geben soll, dann gibt es am Ende auch keine Staatsgewalt über den einzelnen Menschen. Was ja insofern gut wäre, wenn jeder das auch wüsste. Weil ja eine Firma, eine Staatliche Befugnis nur illegal vortäuschen, aber eben nicht besitzt. Auf der anderen Seite um mehr Staat wieder einführen zu können, dürften wir vielleicht keine Nichtregierungsorganisation sein. Vielleicht wären dazu auch noch ganz andere Grundlagen nötig. Und noch einmal mir ist egal welcher Flügel in diesem Thema eine gemeinützige und soziale Perspektive findet und es den Menschen verständlich rüber bringt.

    “Stellarster” scheint etwas verbittert zu sein. Diese reinigungsaktionen finden doch überall statt. Spätestens wenn es um die Verteilung von Posten und Ämtern geht, muss jeder geprieft werden. Unser System hängt am Seidenen Faden, wie es der Ex Bundeskanzler Helmut Schmitt gegenüber der “Zeit” bereits empfunden hat, außerdem sagt er, die Banken haben eine große Macht und er spricht von mehrjährigem durchwurschteln. Noch einmal zu Rechts und Links. Hier sehen wir ja in der Ukraine, wessen Kind die sogenannten “vorzeige Rechten” sind und wann sie gebraucht werden, nämlich immer dann wenn es um Putsch oder in friedlicheren Zeiten um Diffamierung gehen soll. Das gleiche gibt es auch als “vorzeige Linke”. Um diese Gruppen auch und gerade medienwirksam benützen zu können, muss natürlich ein gewisses Gewaltpotenzial vorhanden und reguliert werden können. Deshalb ist es ja so wichtig gewaltfrei und Sachlich zu agieren. Egal welche Partei, aber letztlich wird eine in Deutschland zu wählende Partei uns mal über deutsche Interessen aufklären müssen, welche sich ja wohl nicht nur auf den Stellenwert von Waffenlieferungen beschränken kann, denn weder die Vergangenheit wurde je richtig aufgearbeitet, noch erfahren wir etwas über unsere Gegenwart und Zukunft, wenn es um unsere ureigene Identität geht. Was immer das auch heißen mag. Für mich naheliegend wäre, dass Deutschland zu einem souveränen und neutralen Land würde, ähnlich wie es die Schweiz mal gewesen ist bevor auch sie privatisiert und als Firmengeflecht umgewandelt wurde. Ich habe ein Auge auf der rechten Seite und eines auf der linken Seite und verabschäue jegliche gewalttätige Gruppe. (Lachhaft wird es, wenn der zweite Schritt vor dem ersten getan werden soll, deshalb kann das mit dem Sogenannten “freien” Europa auch so nichts werden.)

  7. Rüdiger schrieb am

    Entschuldigungen! Habe leider zu früh abgeschickt, deshalb noch einmal:

    “Zu dieser Politik gehörte die Schaffung staatlicher sozialer Behörden, abseits der kirchlichen und bürgerlichen Freiwilligenarbeit.” (Auszug aus weiter obiger Erklärung – Wikipedia)

    in Anbetracht dessen, dass diese staatlichen Behörden wohl so gut wie alle privatisiert wurden und dieses Vorgehen auch viel zu wenig kritisch öffentlich thematisiert wurde, ist eine “Progressive Plattform zumindest in diesem Punkt eine spannende Geschichte.” Das Thema rechter oder linker Flügel wie oben erwähnt spielt da eher die Rolle des teilen und Herrschens und soll von den Fakten ablenken. Ja, wir sollten genauer hinsehen. Wenn sich ein Staat abschafft, weil es nur noch Privat geben soll, dann gibt es am Ende auch keine Staatsgewalt über den einzelnen Menschen. Was ja insofern gut wäre, wenn jeder das auch wüsste. Weil ja eine Firma, eine Staatliche Befugnis nur illegal vortäuschen, aber eben nicht besitzt. Auf der anderen Seite um mehr Staat wieder einführen zu können, dürften wir vielleicht keine Nichtregierungsorganisation sein. Vielleicht wären dazu auch noch ganz andere Grundlagen nötig. Und noch einmal mir ist egal welcher Flügel in diesem Thema eine gemeinützige und soziale Perspektive findet und es den Menschen verständlich rüber bringt.

    “Stellarster” scheint etwas verbittert zu sein. Diese Reinigungsaktionen finden doch überall statt. Spätestens wenn es um die Verteilung von Posten und Ämtern geht, muss jeder geprieft werden. Unser System hängt am Seidenen Faden, wie es der Ex Bundeskanzler Helmut Schmitt gegenüber der “Zeit” bereits empfunden hat, außerdem sagt er, die Banken haben eine große Macht und er spricht von mehrjährigem durchwurschteln. Noch einmal zu Rechts und Links. Hier sehen wir ja in der Ukraine, wessen Kind die sogenannten “vorzeige Rechten” sind und wann sie gebraucht werden, nämlich immer dann wenn es um Putsch oder in friedlicheren Zeiten um Diffamierung gehen soll. Das gleiche gibt es auch als “vorzeige Linke”. Um diese Gruppen auch und gerade medienwirksam benützen zu können, muss natürlich ein gewisses Gewaltpotenzial vorhanden und reguliert werden können. Deshalb ist es ja so wichtig gewaltfrei und Sachlich zu agieren. Egal welche Partei, aber letztlich wird eine in Deutschland zu wählende Partei uns mal über deutsche Interessen aufklären müssen, welche sich ja wohl nicht nur auf den Stellenwert von Waffenlieferungen beschränken kann, denn weder die Vergangenheit wurde je richtig aufgearbeitet, noch erfahren wir etwas über unsere Gegenwart und Zukunft, wenn es um unsere ureigene Identität geht. Was immer das auch heißen mag. Für mich naheliegend wäre, dass Deutschland zu einem souveränen und neutralen Land würde, ähnlich wie es die Schweiz mal gewesen ist bevor auch sie privatisiert und als Firmengeflecht umgewandelt wurde. Ich habe ein Auge auf der rechten Seite und eines auf der linken Seite und verabscheue jegliche gewalttätige Gruppe. (Lachhaft wird es, wenn der zweite Schritt vor dem ersten getan werden soll, deshalb kann das mit dem Sogenannten “freien” Europa auch so nichts werden.)

  8. Lusru schrieb am

    In Anlehnung an @Rüdiger am 3. November 2014 um 1:18 pm und @Manfred Steffan am 20. Oktober 2014 um 7:01 pm

    vor einem Kommentar zu dessen Verständnis:

    Universal-Lexikon: Progressivismus http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/1133770

    “Progressivismus (engl. progress von lat. progressio, onis, f.: Fortschritt) bezeichnet intellektuelle Strömungen in Politik, Bildung, Sozialwesen und Kultur. Er ist vor allem mit der Geschichte der Vereinigten Staaten verknüpft, wo der Progressivismus im 19. Jahrhundert als linksliberale Antwort auf die Industrialisierung und den sozialen Wandel entstand; er wurde als Alternative zum Konservativismus und dem Sozialismus verstanden.”

    oder Wikipedia: Progressivismus http://de.wikipedia.org/wiki/Progressivismus

    beschrieb hier schon @Manfred Steffan am 20. Oktober 2014 um 7:01 pm u.a. mit “Progressivismus (von lat. progressio, onis, f.: Fortschritt) bezeichnet eine politische Philosophie …” usw. und weiter auch:” “Aus dem Kontext der staatlichen Entwicklung betrachtet, ist der Linksliberalismus des 19. Jahrhunderts heutiger Rechtsliberalismus.” und “Progressive Bewegungen sind dagegen weiterhin linksliberal, insofern sie für eine Vergrößerung des Herrschaftsbereichs des bisherigen Nationalstaats durch fortschrittliche Entwicklung eintreten.”

    Kommentar: Bei allen (diesen) Definitionen bleibt ungeklärt, was “fortschrittlich” (aus welcher Sicht) ist, was “progressiv” genau – und vor allem heute und auch aus wessen Sicht von wem algemeingültig definiert werden kann sollte und dürfte. Das läuft, zusammen mit zuvor aufgeführten Definitionen, darauf hinaus, daß “progressiv” in Vergangenheit wie Gegenwart stets (nur) eine allgemeine Sammel-Eigenbezeichnung ist, es sei denn, das wird allgemein zugesprochen.

    Eine “Vergrößerung des Herrschaftsbereiches des bisherigen Nationalstaates” sowie Unterstützung von rechtsnationalen Staaten scheint mir weniger dazu geeignet zu sein. Bisher ist dazu nichts von dieser Plattform verlautbart worden, auch nichts zum historischen Bezug (“… ist heutiger Rechtsliberalismus …”).

    Damit bleibt die Eigenbezeichnung “Progressive Plattform” etwas sehr nebulös, eine dazu bezügliche Erhellung hinsichtlich erkennbarer positiver Vorstellungen täte der weiteren Entwicklung und Unterscheidung zu anderen Politiken sicher gut, auch einer Abwendung von elitär daherschreitenden (wir sind die guten rsp. die Besseren) vermutbaren Naivitätspositionen.

  9. M. Schüßler schrieb am

    Sozial: hört sich gut an. Liberal: übersetzt mit freiheitlich, hört es sich auch gut an. Liberal: im Sinne von neo-liberal ist es Wirtschaftsfaschismus und schadet der Demokratie nachhaltig. sozial-liberal: im Sinne dessen, was man früher unter einer SPD/FDP geführten Koalition an Politik zu erwarten hatte, wäre es in Teilen akzeptabel, wenn die Betonung auf “früher” liegt. Eine heutige SPD/FDP-Politik will ich mir lieber nicht vorstellen. Aufgrund der Stärke der FDP scheint es derzeit auch abwegig, dass es zu einer solchen Konstellation kommt. Doch wie wir ja vielleicht alle wissen, fühlen sich ja die Grünen seit neustem dazu berufen einst liberale Positionen zu besetzen und unter Umständen sogar mit der CDU zu koalieren. Insofern bin ich heutzutage kein Freund mehr von sozial-liberal. Im Grunde sind es heutzutage für mich sogar Gegensätze. Progressiv: hört sich gut an, allerdings weiß man nicht was wirklich dahinter steckt. Was ist am “progressiv” wirklich anders und vor allem besser bzw. fortschrittlicher als beim “sozial-liberal”? Wenn es nur neue politische Inhalte sind, gebe ich nicht viel darauf. Wenn es jedoch eine andere politische Haltung ist, zum Beispiel die Demokratie weiterzuentwickeln von einer zur Lobbykratie verkommenen zu einer bürgerlichen Demokratie in der wirklich mehr Demokratie gewagt wird, haben mich die Progressiven auf ihrer Seite. Schade jedoch, dass es offenbar noch die kleinere Gruppierung innerhalb der Piraten ist. Es ist wohl ein Unterschied darin zu sehen, ob man nur mit der Politik der anderen Parteien unzufrieden ist, oder ob man vielmehr generell den teilweise missbräuchlichen Umgang der etablierten Parteien im Umgang mit der vom Volk verliehenen Macht in der parlamentarischen Demokratie in der jetzigen Form ändern will. Letzteres wäre dringend notwendig.

  10. Martin schrieb am

    Ich glaube, bei beiden Flügeln handelt es sich um kleine lautstarke Minderheiten. Viele Piraten lehnen aus guten Gründen eine Einordnung ab, da die Piraten sehr viel mehr sind als sie auf wenige Schlagworte, die zudem aus dem Zusammenhang gerissen sind und so nicht zutreffen, zu reduzieren. Themen sind grundsätzlich nicht politisch einordnungsbar, immer nur die Position dazu.

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