Hoher Seegang für die Piratenpartei

Storm Brewing At St Marys Lighthouse | CC BY 2.0 Graeme Darbyshire

Kommentare

6 Kommentare zu Hoher Seegang für die Piratenpartei

  1. claus martin schrieb am

    Der Name “Piratenpartei” hat wahrscheinlich bei einigen Menschen romantische Gefühle erzeugt. Und ich finde diesen Namen auch unpassend, da Piraten Schwerstkriminelle waren. Siehe die Piraten in der Karibik.

    Ich würde den Namen “Spiessbürgerpartei” bevorzugen, weil damit die mutigen und wehrhaften Bürger der freien Reichsstädte geehrt würden. Die Kriegspropaganda der krimininellen adligen Oberschicht hat diese Bürger diffamiert; aber vor ihren Spiessen hatten die Ritter Angst.

    Und das ist doch das Ziel der Piratenpartei: Die Bürger zu aktivem politischen Mitgestalten begeistern, so das sie ihre Bürgerrechte wachsam verteidigen und gemeinsam Probleme diskutieren und lösen.

    Solange das politische Selbstverständnis der Piratenpartei sich noch nicht in praktischem Handeln klar beweist, wird es immer Missverständnisse geben und Miglieder werden aus der Partei austreten und interessierte Bürger werden nicht in die Piratenpartei eintreten oder sie wählen.

  2. Wir bekommen das alles hin, die Frage ist nur mit Hamburg oder ohne. Die progressiven Kräfte, in der Partei, verfolgen aber das Ziel, mit einer sehr linken Ausrichtung, in Bremen, einziehen zu können. Und es ist unter gut informierten Piraten bekannt, dass sie dazu Hamburg opfern wollen. – Die parteiinterne Beschimpfungen und öffentlichen Ausgrenzen, geschehen oft nur als letztes Mittel, weil jene am Ende ihrer sprachlichen Mittel sind.

  3. Pirat Pompeius schrieb am

    Ich finde den Vorschlag von claus martin eigentlich hervorragend. Ein neues Label! Der Name Piraten suggeriert doch Raub, illegales, wilde fragwürdige Gestalten aus der Karibik. Das alles wollen wir nicht (mehr) sein. Wir sind eine junge moderne liberale Partei mit besonderer Bindung zu Netzthemen und Gamern. Mit dem Namensvorschlag Spießbürgerpartei (kurz: Spießer) knüpft man einerseits wie beschrieben an deutsche Geschichte an, was dem Wähler gefällt. Es erinnert aber auch etwas an Ritter- und Fantasyfilme/spiele, das kommt sicher auch gut an (die CDU sind dann die Orks). Anderseits macht der Begriff aber auch deutlich, dass hier kritische Bürger die Mächtigen gelegentlich auch mal bisschen “pieksen”, wenn die es zu doll treiben. Ein Namenswechsel wäre jedenfalls erst der richtige Bruch mit der unseligen Vergangenheit. Auch Sarkozys Erfolg kam erst, nachdem er die konservative Partei in UMP unbenannte, das sollte mman bedenken. Ich würde das ruhig mal für den nächsten BPT ins Auge fassen!

    • Hhhhmmm, darf ich am 1. April nochmal auf dich zukommen? Wir könnten die Netarip-Partei gründen, die alles genau ungekehrt macht. Oder …., ach, bis zum Tag der Scherze ist ja noch etwas Zeit.

      Nur die Sache mit der UMP kann nicht stimmen. Seit ihrer Gründung hat sie nur zwei Präsidenten gestellt: Jacques Chirac und Nicolas Sarkozy (den letztgenannten haben die meisten Franzosen in schlechter Erinnerung). Die RPR, eine der vielen ebenfalls gaullistischen Parteien hate mit Juppé und Pompidou deutlich wichtigere Präsidenten vorzuweisen. Wikipedia schreibt dazu übrigens: “Die Chansionniers der 1970er Jahre ironisierten häufig die ständige Änderung des Parteinamens von RPF zu UNR, dann UDT, schließlich UNR-UDT, letztendlich aber UDR… dann wieder UDF, endgültig aber RPR (um nun wieder zu UMP zu werden)”. Uns würde man mit solch einer Änderung vorwefen: “Die Piraten haben doch keinen Namen” 😉

  4. Lars schrieb am

    Die Partei bereinigt sich selbst von den Altlasten. Es gibt leider trotzdem noch genug Trolle und auch sekor zähle ich dazu und ob daraus jemals richtige Strukturen entstehen werden halte ich für fragwürdig.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt. Verbindlich einzugebende Felder werden mit diesem Zeichen kenntlich gemacht: *

Weitere Informationen

Archiv aller Artikel

  • Feinstaubsensoren
  • SH-STOPPT-CETA