Fakten und Gerüchte vom LPT in Bremen

LPT in Bremen | Screenshot der Orga-Seite

Kommentare

6 Kommentare zu Fakten und Gerüchte vom LPT in Bremen

  1. Ein paar Berichtigungen von mir, der Versammlungsleitung.

    Sebastian Raible hat keine “Hardware aufgebaut” um zu streamen, sondern seinen Rechner aufgeklappt und per eingebauten Mikrofon einen Mumble-Stream angeboten. Zur Mittagspause klappte er ihn zu und nach der Pause nicht wieder auf. Er war allerdings sehr wohl noch den ganzen Samstag vor Ort.

    Mir ist nicht bekannt, dass Sebastian seine Wiedereinsetzung erzwingen wolle. Weder erzähte er es mir, noch der Versammlung. Ich habe keinerlei Anhaltspunkte für dieses Gerücht. Genau genommen war mein Eindruck eher, dass er glücklich ist, nicht mehr Vorstand sein zu müssen und eher aus Pflichtgefühl nochmal kandidierte. (Wobei ich das nur mutmaßen kann.)

    Nach dem Saalverweis ging der Parteitag am Samstag nicht weiter. Erst pausierten wir um die Situation wieder zu beruhigen, aber es wollte keine Ruhe einkehren, sodass ich den Parteitag auf Sonntag vertagte in der Hoffnung, dass sich die Gemüter bis dahin wieder beruhigt haben.

    Die Satzungsänderung, die am Samstag angenommen wurde, besagt, dass (nicht bis zu zwei, sondern genau) zwei Stellvertretende Vorsitzende gewählt werden und noch bis zu fünf Beisitzer. Wie der Vorstand gewählt wird, wird auch in der Satzung geklärt, nicht in der Geschäftsordnung.

    P.S. Nachdem ich schon eine telefonische Quelle für den Artikel war, schicke ihn mir doch beim nächsten Mal vorab zum Faktencheck 🙂

  2. Dr. Hase schrieb am

    Schade, je länger je mehr demontiert sich die ganze Piratenpartei. Vielleicht ist es an der Zeit, darüber nachzudenken einen Schlussstrich zu ziehen und die Partei aufzulösen. Aber was aktuell in Deutschland abgeht hat mit der ursprünglichen Idee nichts mehr zu tun.

  3. Hartmut schrieb am

    Puh, was für ein WE für Euch. Da spielen sich menschliche Tragödien ab und so pübertäres Verhalten von so einigen. Ich meine hier nicht den Rückzug der anderen Vorstandskandidaten, dies kann man aktzeptieren wenn der eigene Kandidat mit dem man arbeiten wollte nicht zum Zug kam.

    Den verbliebenen Mitgliedern und dem LV ihr habt jetzt die Chance zu zeigen was ihr könnt und ob Piraten nochmals zurückkommen. Bei der Wahl wird nicht viel zu holen sein und der Prozess vielleicht alte Mitglieder zu motivieren bzw Ex-Mitglieder zum Wiedereintritt zu bringen wird sicherlich schwer. Aber mit der Zeit kann es klappen aber dafür ist ein Zeithorzont von 2-3 Jahren nötig. Legt die Grundlage arbeitet gut und vertrauensvoll und wenn es Probleme gibt redet miteinander. Viel Glück und immer ne Handbreit Wasser unterm Kiel wird schon und danke

  4. Alexander Niedermeier schrieb am

    So, mal zum Thema Faktencheck ! Dafür das Sebastian nur aus Pflichtgefühl angetreten ist wurde die Abwahl aber sehr persönlich genommen, wie man auch seinem Blogeintrag entnehmen kann, wo von Putsch und “linke abwählen” die Rede ist. Das weitere Verhalten möchte ich mal besser nicht kommentieren, es reicht wenn andere ständig nachtreten. Die Wieder-Aufbau-Arbeit wird schwer genug bei dem, was hinterlassen wurde. Keine Ahnung, ob nach dem Saalverweis von Erich Ruhe einkehrte, da der Kreisverband Bremerhaven aufgrund dessen geschlossen die Veranstaltung verließen, ebenso Mitglieder des KV Bremen Nord. Blieb ja nicht mehr viel mit dem man hätte weitermachen können außer der antifaschistischen Ecke, die ja eh den Rest des LPT boykottierten und lediglich noch durch Gejohle und Zwischenrufe auffielen. Bei aller Wertschätzung, wenn der alte Vorstand denn so gut gearbeitet hat, wo sind dann all die Mitglieder der Piraten gewesen um diese gute Arbeit zu würdigen und sich zu beteiligen ? Kurzum, ich finde das ständige Nachtreten einfach nur schäbig und habe mich bisher zurückgehalten, ob auf der Mailing-Liste oder sonstwo, aber dann auch noch die ganze Sache jetzt schönzufärben was den alten Vorstand betrifft – dafür braucht man schon eine Menge Chuzpe. Wie das Hausverbot und der Saalverweis zustande gekommen sind kommentiere ich jetzt mal besser nicht…. Gruß vom KV Bremerhaven, Alex

  5. claus martin schrieb am

    Für eine seriöse politische Partei ist solch ein Verhalten einfach nicht tragbar. Wenn schon die eigenen Parteimitglieder nicht in vernünftiger Weise miteinander umgehen können, darf man ihnen doch keinerlei politische Einflussnahme gestatten. Also kann man die Piratenpartei vorläufig nicht wählen. Sie muss sich von einem chaotischen Haufen wandeln zu einer politischen Gemeinschaft, die sich wichtige politische Ziele setzt und dann ausdauernd arbeitet, sie zu erreichen. Mit Selbstzerfleischung und internem Palaver funktioniert das aber nicht. Es gibt doch ausreichend viele Probleme, die unbedingt gelöst werden müssen, wie zum Beispiel: 1. Bedrohung durch genmanipulierte Pflanzen und internationlae Grosskonzerne wie Monsanto, die Messdaten fälschen und fast alle Saatbetriebe aufgekauft haben. 2. Normierungswahnsinn der Brüsseler Behörden im Bereich Lebensmittel , wie Tomaten zum Beispiel, stoppen. Durch beide Einflussmassnahmen wird die Pflanzenvielfalt der Nutzpflanzen weltweit bedroht und Farmer in den Selbstmord getrieben ( ca. 100 000 Farmer in Indien ) 3. Abschlachten der Waale durch die japanische Regierung, damit ihre Wissenschfter schmackhafte Versuchstiere essen können ( und die Weltöffentlichkeit duldet seit Jahrzehnten, dass die japanische Regierung sie schamlos belügt )

    Diese Liste lässt sich leicht um hunderte weiterer Punkte ergänzen.

    Was können wir dagegen tun ? Die stärkste Macht der Welt mobilisieren: Global Kaufboykotte durchführen. Wie viele Tage wird die japanische Regierung durchhalten, wenn niemand auf der Welt mehr japanische Produkte kauft ?

  6. Bernd schrieb am

    Die Welt, und die Wale, zu retten wird sicher nicht dem LV Bremen der Piratenpartei Deutschland mit verbliebenen vielleicht 15 Aktiven gelingen.

    Der sich zu einer Art Religionskrieg entwickelnde Grabenkrieg innerhalb der Partei, der diese, das ist korrekt, unwählbar macht, wurde in Bremen als Version im Wasserglas vorgeführt.

    Hausverbot für Funktionsträger der Partei, so was geht niemals GAR NICHT, und die Wahlen auf Piratenparteitagen sind inzwischen verkommen zu unechten Listenwahlen. Es gibt ‚heimliche‘ Listen, deren Existenz man erst im Verlauf der Wahl erkennt, wenn nämlich reihenweise Kandidaten hinschmeißen nach der erfolgten Wahl einer Person, und plötzlich andere Kandidaten als sogenannte Spontankandidatur aufpoppen, die keine Lust hatten, bereits vorab beim ‚Kandidatengrillen‘ abgeflammt zu werden.

    Dahinter stehen jeweils „er kann nicht mit dem“-Konflikte, die, je jünger die Parteimitglieder, je pubertärer und tiefer unter der Gürtellinie ausgetragen werden.

    Die Partei muss man deshalb nicht gleich auflösen, aber es empfiehlt sich, nun Bilanz zu ziehen und vor allem Ursachenforschung zu betreiben, wie es dazu kommen konnte.

    Die offenen und oft auch fehlenden Strukturen der Partei wurden ihr zum eigenen Strick. Für einen Neuanfang könnte es bereits zu spät sein, denn die Verbindung „Piraten-zerstrittener Haufen“ in der öffentlichen Wahrnehmung wirkt lange nach, und das demotiviert die noch Verbliebenen und schreckt Neulinge ab.

    Es ist auch unsinnig, jetzt über Spaltung ernsthaft nachzudenken, denn kleine sektiererische Gruppen oder auch kleine bürgerliche Ein-Themen-Vereine holen nie und nimmer irgendwo 5% oder gar mehr.

    Die Piratenpartei hatte ihre Chance ausschließlich in der Vielfalt. Es gelang ihr nicht, diese Vielfalt zu leben. Persönliche Egosimen, Denkverbote, Intoleranz, ein falsches Politikverständnis und fehlende Kultur und Struktur, um Streit auszutragen und in konstruktives Neues zu überführen haben die Partei scheitern lassen.

    Für ein RIP ist es zu früh, aber ein ‘Weiter so’ wäre ebenso falsch. Geht gemeinsam in Klausur, und legt euch die Karten, analysiert die Ursachen für den Niedergang, und zieht die Schlussfolgerungen!

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