Erste Ergebnisse der Landtagswahl in Brandenburg

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Kommentare

25 Kommentare zu Erste Ergebnisse der Landtagswahl in Brandenburg

  1. Hans Desz schrieb am

    Was soll denn der Vergleich mit Sachsen? Bei der Wahl in Brandenburg durften 16jährige mitwählen. Der Wahlergebnis in Brandenburg ist niederschmetternd. Diese von der etablierten Politik abgeschaute Schönfärberei ist eigentlich nur noch peinlich. Verloren, aber trotzdem irgendwie gewonnen. Für diese Niederlage ist auch die Brandenburger Piratenpartei verantwortlich. Die eigenen Unzulänglichkeiten könnten beseitigt werden, mit einer Einstellung wie “…eigentlich haben wir gewonnen” wird das wohl nichts werden.

  2. Hans Desz schrieb am

    Habe doch was vergessen. Der erste Satz ist so schön. 966? Wann soll das gewesen sein und welcher Landesverband ist gemeint? Wenn man absolut keine Ahnung hat, sollte frau sich mit ihren Schreibversuchen auf die örtliche Kirchenzeitung beschränken.

    • Bevor man hier solche Kommentare vom Stapel lässt, sollte man sich vielleicht selbst informieren. Das Wiki der Piraten Brandenburg gibt die Mitgliederzahl (Stand Mai 2014) sogar mit 983 an (https://wiki.piratenbrandenburg.de/Mitglieder). Dass der zahlende und aktive Teil davon wesentlich geringer ist, ist leider ein Problem, das in vielen Landesverbänden herrscht.

      Zum Vergleich mit Sachsen: Natürlich ist es nicht so einfach, einen direkten Vergleich zwischen den Ergebnissen zu ziehen. Das zeigt sich schließlich auch an den Wahlergebnissen anderer Parteien. Deine Aussage ist allerdings genauso wenig haltbar. Zu einem muss man die desaströse Wahlbeteiligung betrachten, die diesmal in Brandenburg unter 50% lag (http://www.wahlen.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.376559.de). Man kann davon ausgehen, dass unter dem großen Anteil der Nicht-Wähler erfahrungsgemäß sehr viele Jung-Wähler sind. Deren Anteil ist dazu noch im Gesamtvergleich sehr gering. Ein Blick in die offizielle Statistik (https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2014/SB_B07-02-01_2014j05_BB.pdf Seite 25) verrät, dass die 16-18 Jährigen gerade mal einen Anteil von 1,4% der Gesamtbevölkerung Brandenburgs im Jahre 2012 ausgemacht haben. Das allein ist schon weniger als das Gesamtergebnis der Piraten in Brandenburg. Zu behaupten, das schlechte Wahlergebnis hing zu einem großen Teil von der Unfähigkeit, die Jugend zum Wählen der Piraten zu bewegen, ab, widerlegen alleine schon diese Zahlen.

      Zum Abschluss noch eine Verwarnung: Kommentare dieser Art werden wir hier nicht weiter dulden.

    • Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2013 lag bei 71,5%, das ist zu niedrig, denn vor 2002 wählten normalerweise fast 80% der Bürger. In Sachsen und Brandenburg lag die Wahlbeteiligung bei 49,2% und 47,9% in Thüringen 53%. Dies ist niedrig, weil nur jeder zweite Bürger von seinem Wahlrecht Gebrauch machte und dies die Interpretation nahe legt, dass die Wahlbeteiligung insgesamt bei allen Wahlen langsam, aber spürbar absinkt. Letzteres ist für eine Demokratie bedenklich und -völlig unabhängig von der Mitgliedschaft in einer Partei- besorgniserregend. Thesen, die besagen, dass die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl zu hoch gewesen wäre, erscheinen mir vor diesen Hintergrund unsinnig.

  3. Hening Pauls schrieb am

    Eine Spinnerpartei mit Wahlthemen wie Weltraumlift, Schwebebahn nach Prag u. Schule erst ab 9 Uhr und ohne Zensuren braucht kein Mensch. Da muß man schon eher aufstehen als kurz vor 9 Uhr um erfolgreich Politik zu machen.

  4. Bernd schrieb am

    ja, dieser Weltraumaufzug, oder das Landespedant, nicht ganz so abwegig, aber ebenfalls weit ab von dem, weswegen Wähler eine Partei wählen, die Magnetschwebebahn nach Prag, so was wird euch noch eine Weile nachhängen. Wenn man es nicht besser wüsste, müsste man annehmen, das die, die solchen Schwachfug in Wahlprogramme oder Wahlfernsespots hineinbringen, von aussen geschickt wurden, um der Partei maximal zu schaden.

    In Brandenburg verzichtete man wenigstens auf solchen programmatischen Unfug, damit konnte man ein 1%-Desaster vermeiden. Die erreichten 1,5% sind aber dennoch dünn: zurückzuführen auf die öffentliche Zerstrittenheit, die offen zu Tage tretenden peinlichen Machtkämpfe auf Bundesebene, obwohl es ja fast gar nichts mehr zu verteilen gibt an Macht, und die Tatsache, dass Piraten zunehmend agieren wie die Altparteien, so dass sie bezüglich Politikstil keine Alternative zu diesen mehr sind.

    Die wenigen richtigen landespolitischen Forderungen, wie die sofortige Beendigung des Milliardenabenteuers BER, haben andere Kleinstparteien wie die freien Wähler authentischer und glaubwürdiger rübergebracht. Bei denen sind dann Kandidaten wie Herr Schulze, die seit 15 Jahren gegen den BER opponieren. Solche glaubwürdigen Politiker holen sogar Direktmandate und liften so eine Kleinstpartei an der 5%-Hürde vorbei.

    Ein Trost: noch übler versemmelt als die Piraten hat es die brandenburgische FDP. Deren Zweitstimmen lagen noch unter denen der Piraten. Sie hatten mit ihrer eigenen Kampagne satt ins Schwarze getroffen: “Keine Sau braucht die FDP”.

    Dagegen die AfD mit über 11%, sie beweist, dass für Nicht-Etablierte Parteien locker über 5% drin sind, wenn man die Themen anspricht, die die Wähler tatsächlich bewegen! Waren es bei der AfD Themen wie die zunehmende Diebstahlkriminalität in Grenznähe, so kann man nicht daran vorbeisehen, dass das in Ost-Brandenburg eben ungelöstes den Bürger bewegendes und brennendes Thema ist. Natürlich ist die Lösung der AfD, “Grenzen wieder zumachen” völlig falsch. Natürlich ist es korrekt, vor solchen Rechtspopulisten zu warnen mit ihren einfachen Lösungen. Moderne Lösungen für dieses Problem sind: zügige kriminalpolizeiliche Aufklärung, ebenso zügige Täterverfolgung und internationale Zusammenarbeit. Aber das PROBLEM anzugehen, das ist landespolitische Aufgabe (Polizei ist Ländersache!). Von den Piraten kam dazu – nichts. Wahlkampf ist aber immer auch politische Kommunikation. Kocht da das Thema ‘Grenzkriminalität’ spür- und sichtbar hoch, reagiert man darauf. Eigenständig, aber ebenso spür- und sichtbar. Der Wähler muss eine wirkliche Alternative zu den “alternative”-Rechtspopulisten erkennen können “schau hin, die Piraten: haben sich ebenfalls mit dem Thema befasst, schlagen aber keinen populistischen Unsinn vor, sondern realitätsbezogene vernünftige Maßnahmen”. So muss es beim Wähler ankommen.

    Die 1,5% sind unter dem Strich betrüblich, aber immerhin ein relativer piratiger Achtungserfolg, verglichen mit z.B. Sachsen. Respekt also für die wenigen verbliebenen wahlkämpfenden brandenburgischen Piraten, die bei schneidendem Gegenwind von der Bundesebene dennoch wenigstens dieses Ergebnis ermöglichten.

  5. Bernd schrieb am

    P.S.: das Interesse der Medien an der AfD war übrigens nicht übersteigert, sondern dem der Wählerinteresse angemessen. Und es taugt nicht als Ausrede für ein schlechtes Ergebnis der Piraten. Richtig ist: beide mobilisieren Protestwählerpotenzial. Während die AfD jedoch die rückwärtsgerichtet Denkenden ansprach, haben die Piraten ihr Potenzial bei den Gebildeteren und fortschrittlich Denkenden. Dementsprechend hätte man diese ansprechen müssen. Das wurde leider versäumt.

  6. Wolf-Edgar schrieb am

    Geschafft! “Divide et impera” sie haben es wieder geschafft alle Strömungen in kleine plätschernde Kanäle zu leiten um ja nicht eine Flut von Veränderungen zu bekommen und “ertragen” zu müssen. ‎”If voting changed anything they would make it illegal.”

  7. Bodo Rüdel schrieb am

    Nun ja, jeder Brandenburger Pirat hat also nicht einmal ein Dutzend (!!!) Wähler mobilisiert, RESPEKT ! Als ich selbst noch Mitglied bei den Brandenburger Piraten war hatte ich 100 versprochen – und hätte diese auch morgens abgeholt, zum Frühstück und anschließend ins Wahllokal gefahren. Dies wollte niemand. Statt dessen hat man nun etwas mehr als die Hälfte der Anzahl der NPD-Wähler für sich gewinnen können. Leider sind die entscheidenen Figuren in den Kreisen absolut beratungsresistent, so dass in den letzten Monaten nicht einmal sechszehnjährige vor dem Schultor für die Piratenidee gewonnen werden konnten. Diese Wählerschaft hat man von Anfang an den etablierten Parteien überlassen – schade! Es wird wohl noch schlimmer kommen, gerade weil immer noch ein großer Teil der Verantwortlichen das Wahlergebnis schönreden. Mein Tipp: übernehmt Verantwortung für dieses Erdrutschergebnis und tretet zurück, allesamt !!!

    Mit piratischen Grüßen Bodo Rüdel

  8. Bodo Rüdel schrieb am

    zu BERND:

    natürlich haben sowohl die SPD als auch die Grünen Leute in die PIRATENPARTEI eingeschleust, nirgens kann man so leicht Mitglied werden wie bei den PIRATEN. Leute, die bereits ihrer ehemaligen Partei nicht nur geholfen, sogar oft geschadet hatten, nahm man bei den PIRATEN auf un diese wurden sogar ganz weit oben auf Landeswahllisten gesetzt und sind in Vorständen der Kreise aktiv – echt naiv! Nunja, ich selbst dachte, wähle doch die Piraten, vielleicht bekommen sie ja überraschend ein Paar Prozente, aber 1,5 % – schämt EUCH !!!

  9. Wenn sich die Autorin und die Kommentierenden die Mühe machen würden, sich mit den Wahlergebnissen im Einzelnen gedanklich auseinanderzusetzen, würden sie erkennen, dass wesentliche Beiträge zu unserem Wahlergebnis von Direktkandidierenden eingefahren wurden, die sich selbst ausdrücklich mit linken Politikpositionen dargestellt haben.

    Die Behauptung »Die Ergebnisse zeigen im Vergleich zur Landtagswahl in Sachsen, dass die Brandenburger Piraten mit ihren Wahlkampfthemen, die ja unsere Kernthemen sind, mehr Erfolg hatten.« entspringt der Fantasie, vielleicht auch einem Wunschdenken der Autorin und kann evidenzbasiert nicht belegt werden.

    Diesen billigen Versuch, den Brandenburgischen Wahlkampf gegen die Wahlkämpfer*innen in Sachsen auszuspielen, weise ich als unappetitlich, wenn nicht niederträchtig zurück.

    • Lieber Jörg,

      ich hatte euch frühzeitig angeschrieben und zwar vor allem die Direktkandidaten, aber keiner von euch hat geantwortet. Wahrscheinlich hattet ihr zuviel zu tun oder es war euch nicht wichtig. Insofern ist es sicher schade, dass du für diese Anfragen als politischer Geschäftsführer nicht mehr Energie investiert hast. Von den Versuchen die Ergebnisse Einzelpersonen, die linksprogressiv sind, halte ich nichts. Da liest du in den Artikel etwas hinein, was du vielleicht im Augenblick als Mitglied der progressiven Plattform so empfinden magst.Tatsache ist, das die Piraten in Sachsen recht eigenwillige Themen ausgewählt hatten. Dies entscheidet jeder Landesverband selbst und das ist auch gut so. Eine allgemeine Wahlanalyse ist jedoch für die ganze Partei wichtig. Wenn du also denkst, du kannst dazu Sinnvolles beisteuern, wäre es schön, du würdest einen Gastartikel schreiben, aber bitte ohne Beleidigungen oder Polemik, denn ich glaube nicht, dass es der Partei hilft, wenn sich Piraten gegenseitig auf diese Art bashen. Das war auch mit diesem Artikel nicht meine Absicht.

  10. Selbst wenn mir die behauptete Anfrage vorläge (die offenbar vor der Wahl erfolgt sein soll, aber im Ticketingsystem des Landesverbandes Brandenburg nicht vorliegt), würde sie nichts an den Wahlergebnissen ändern (die naturgemäßt nach der Wahl vorliegen). Sie lassen sich leicht anhand der Wahlstrukturdaten und weiterer Daten des Statistischen Landesamtes auf die Wahlkreise herunterbrechen.

    Der Versuch, wegen der vorgebrachten Kritik einen Zusammenhang herzustellen mit der Mitgliedschaft bei der Progressiven Plattform geht schon deshalb fehl, weil die betreffenden Direktkandidierenden nicht Mitglied der Progressiven Plattform sind. Auch dieser Versuch entspringt also offenbar der Fantasie der Autorin. Hier wird wohl für ausgeschlossen gehalten, dass linke Politikpositionen von Direktkandidierenden vertreten werden, die nicht Mitglied der Progressiven Plattform sind. Der Hinweis auf Mitgliedschaften in der Progressiven Plattform scheint hier nur dem Zweck zu dienen, der gedanklichen Auseinandersetzung mit methodischen Mängeln des veröffentlichten Textes auszuweichen.

    Es bleibt dabei: Geht man evidenzbasiert vor, lässt sich die Behauptung »Die Ergebnisse zeigen im Vergleich zur Landtagswahl in Sachsen, dass die Brandenburger Piraten mit ihren Wahlkampfthemen, die ja unsere Kernthemen sind, mehr Erfolg hatten.« nicht nur nicht objektiv nachprüfbar belegen, sondern sie weisen vielmehr klar in die entgegen gesetzte Richtung.

    • Lieber Jörg,

      es tut mir wirklich leid, aber eine so detaillierte Wahlanalyse wie du sie dir vorstellst, ist in dem zeitlichen Rahmen, der nach der Wahl für einen solchen Artikel zu Verfügung steht, nicht möglich. Das leisten nicht einmal große Zeitungen. Wenn du meinst, dass Wahlergebnisse einzelner Piraten auf deren linke Positionierung zuzuführen sind, ist natürlich auch denkbar . Wahrscheinlich wäre dies auch mit detailliertem Zahlenmaterial schwer nachweisbar. Mein Gedanke, die geringfügig besseren Ergebnisse aus Brandenburg, wären auf die Kernthemen des Wahlkampfs zurückzuführen, kann natürlich Wunschdenken sein. Das ist schwer zu sagen. Dagegen spricht, dass wir in den Medien am meisten mit unseren Kernthemen wahrgenommen werden und positiv wirken. Jedenfalls verdient jeder Pirat, der sich im Wahlkampf engagiert hat Respekt, für mich gibt es da keinen Unterschied zwischen Sachsen, Brandenburg und Thüringen. Es liegt nicht in meiner Absicht, den Richtungsstreit in der Partei zu befeuern. Das hast du irgendwie missverstanden.Im Gegenteil- wenn wir solche scheinbaren Gegensätze weiter in öffentlichen Streitereien austragen, wird uns der Wähler auch weiter böse abstrafen. Dann ist es gleich, ob Kernthemen oder linke Positionen Schwerpunkte des Wahlkampfs sind. Die ehrlichste Analyse der Ergebnisse der letzten drei Landtagswahlen ist sicher, dass genau dies bereits passiert ist.

  11. Bernd schrieb am

    Um den in obigem Dialog durchschimmernden Streit zwischen progressiv und liberal mal aufzugreifen, hierauf kommt es primär gar nicht an! Der Schaden, der durch innerparteilichen kultur- und respektlos geführten Streitigkeiten ausgelöst wird, ist so überragend (Umfragwerte in BBG gesunken von potenziell 7% auf 2% von 2012-2014) dass der Nebeneffekt, nämlich ob progressivere oder eher liberale Kandidaten in einzelnen Wahlkreisen einige Promille mehr oder einige Promille weniger einfahren, in fast alle Wahlkreisen unter die Messbarkeitsschwelle rutscht.

    Auf der Landkarte der Wahlergebnisse fällt ein Berlin-Land-Gefälle auf, in berlinnahen Kreisen oder großstadtnahen Kreisen, kumuliert ist es in Potsdam (Großstadt und berlinnah) gab es ein besseres Ergebnis. Das liegt aber nicht an der Ausrichtung einzelner Kandidaten oder Kandidatinnen, sondern an der räumlichen Lage und der damit verbundenen Nähe zu IT-nahen Arbeitsplätzen oder Hochschulen (z.B. HPI).

    https://www.wahlergebnisse.brandenburg.de/wahlen/LT2014/ergebnis/Karten/E5_LT14_ltgwkr_zweit_Karte.asp?sel1=1253&sel2=3005

    Hier sehen wir, dass in der Umgebung von Großstädten wie Potsdam, Cottbus und Brandenburg/Havel die besseren Ergebnisse brachten. Die Erststimmen waren dort auch höher, aber proportional, was nicht für besondere oder herausragende Leistungen einzelner Wahlkreiskandidaten oder Kandidatinnen im Vergleich zu ihre Mitstreitern oder Mitstreiterinnen.

    https://www.wahlergebnisse.brandenburg.de/wahlen/LT2014/ergebnis/karten/E5_LT14_ltgwkr_erst_Karte.asp?sel1=1253&sel2=3005

    Nur ein Wahlkreis fällt bei den Erststimmen heraus, aber deutlich: Elbe-Elster-II, Kandidat war Lutz Bommel. 3,0% Erststimmen, bei ‚in line‘ liegenden 1,4% Zweitstimmen.

    Dieser Wahlkreisbewerber scheint also „gezogen“ zu haben, im Vergleich zu den Zweitstimmen wird das deutlich. Her würde es sich lohnen, genauer hinzusehen. Wie hat Herr Bommel sich präsentiert, wie hat der den Wahlkampf gestaltet, wie präsent war er, mit welchen Themen. Vielleicht war er auch schon durch Aktivitäten vorher im Wahlkreis bekannt, und bei einigen Wählern gut angesehen.

    Wer im ländlichen Raum für die Piraten 3% holt, bei der derzeitigen Gesamtsituation, ist schon ein ‚kleiner Held‘, und verdient Lob und Anerkennung. Hoffentlich ist in BBG das Klima nicht auch schon so vergiftet, dass Herr Bommel einer „Minderheit“ angehört und deshalb von der anderen Teilgruppe geschnitten wird, trotz des Erfolgs. Oder umgekehrt sein Erfolg als Mahnung der “anderen Teilgruppe“ vorgehalten wird.

    Arbeitet vernünftig zusammen, hört endlich mit den Grabenkriegen auf (es gibt eh keine Macht mehr zu verteilen) und konsolidiert euch. Viel Erfolg!

  12. @jpreisendoerfer (PolGF PP LV BB) schrieb am

    Aus meiner Sicht ist das Wahlergebnis in Brandenburg nicht allein der Flügeldebatte zuzumessen, sondern auch der handwerklichen Qualität der politischen Kommunikation. Gerade vor diesem Hintergrund erscheint unglaubwürdig, wenn die Autorin des vorliegenden Beitrages versucht, erst das Kernthemen-Fass aufzumachen und Sächsische und Brandenburger Wahlkämpfer*innen gegeneinander auszuspielen versucht (wie gesagt: ein unappetitlicher, wenn nicht niederträchtiger Versuch), und sich dann in Spekulationen darüber verbreitet, welche Rolle eine gegebene oder nicht gegebene Mitgliedschaft bei der Progressiven Plattform für die vorgebrachte Kritik spielt, die zur Sache nichts beitragen, weil – jedenfalls nach meiner Beobachtung – für die Progressive Plattform die Piratenpartei eine im Großen und Ganzen zu den Akten gelegte Sache ist.

    Erfreulicherweise hat die Autorin in ihren oben stehenden Kommentaren inzwischen eingeräumt, sich nicht vertieft mit den Wahlergebnissen befasst zu haben.

    Auch die Ausführungen des unmittelbar voranstehenden Kommentars gehen fehl, weil sie lediglich die Ergebnisse nach abgegebenen gültigen Stimmen betrachten. Eine differenzierte Betrachtung nach Anteilen der Zweitstimmen an den Wahlberechtigten und nach relativem Stimmenanteil im Vergleich zur stärksten Mitbewerberpartei führt hingegen zu anderen Einsichten.

    Doch ist es freilich nicht die Aufgabe der Leser*innen, diejenige Recherchearbeit nachzuholen, die die Autorin unterlassen hat, bevor sie undifferenzierte Behauptungen für die Flaschenpost niederschrieb.

    • Moin, jetzt mach mal halblang! Für mich lesen sich deine Kommentare so, als ob als Ursache für das Wahlergebnis in Brandenburg der Artikel über das Wahlergebnis verantwortlich ist. In diesem Artikel steht kein Wort über Flügel oder Plattformen. Du warst es, der dieses Fass aufmacht. Du bist es, der, warum auch immer, mit Unterstellungen und Angriffen unter der Gürtellinie um sich wirft. Das ist erbärmlich, in Teilen unserer Partei aber leider sehr verbreitet.

      Ich bitte dich verbal etwas abzurüsten. Denn die Aufgabe eines Poltischen Geschäftsführer besteht nicht darin die Presse zu massregeln – du hast da etwas falsch verstanden.

  13. Bernd schrieb am

    Offenbar geht der Grabenkrieg weiter, wie die Vorposter zeigen, und eine Führungspersönlichkeit des LV BBG, der PolGF, befeuert sie. Das kann nichts werden.

    Setzt euch offen und sachlich mit dem Wahlergebnis auseinander, stellt euch auch innerparteilicher Kritik, die ebenso stets sachlich und nicht mit Vorwürfen, beleidigend oder drohend vorgetragen werden sollte, und macht das Beste draus. Also lernt daraus, wie ihr in Zukunft wieder erfolgreicher werden könnt. Die Piratenpartei ist generell in schwierigem Fahrwasser, das Wahlergebnis reflektiert das nur.

    Stellt euch einfach selbst die Frage: würdet ihr diese Partei derzeit noch wählen? Lautet eure eigene ehrliche Antwort an euch selbst nein, dann an die Arbeit! Aber zügig, sachorientiert und konstruktiv.

  14. »In diesem Artikel steht kein Wort über Flügel oder Plattformen.«

    Tscha, Michael. Dann nimm halt auch mal zur Kenntnis, dass das Thema »Plattform« nicht von mir, sondern von der Autorin aufgebracht wurde. Und natürlich lässt sich auch nicht von Kernthemen reden, ohne Richtungen anzusprechen. Und wer hat hier das Kernthementhema aufgebracht? – Genau. (Im Zweifelsfall hilft die Suchfunktion des Browsers.)

    Und: Das mit der »Führungspersönlichkeit eines Landesverbandes« ist natürlich auch … naja. Sei’s drum.

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