Brauchen wir eine Europa-Armee?

oben: Logo des vor kurzem fertig gestellten und schon genutzten „EU OPERATION HEADQUARTERS“ (Bildnachweis: www.einsatz.bundeswehr.de)

Kommentare

19 Kommentare zu Brauchen wir eine Europa-Armee?

  1. duisblog schrieb am

    Wie passt das zusammen?

    Militär keine EU-Armee (nur National-Armeen) kein bewaffnetes EU-Militär (National-Armeen von Staaten der EU oder der EU selber) außerhalb der EU ohne UN-Mandat gemeinschaftliche Ächtung von Angriffskriegen keine Angriffskriege Abrüstung von Atomwaffen Ächtung von Uranmunition keine EU-weite Militärplanung keine Armee in Polizeifunktion

    Quelle: http://wiki.piratenpartei.de/EU-Wahlprogramm_2009

  2. Sascha R. schrieb am

    Kann bitte jemand den Nachweis zum EU Armee Beschluss anfügen. Ich habe da weder etwas in Erinnerung noch etwas gefunden… Danke.

    • Moin,

      Danke für den Hinweis, ein Beschluss von 2012 verleitete unseren Autor zu der Inpterpretation, dass unser “ja zu Europa”, unser “mehr Europa”, der aktive Einsatz für die Errungenschaften der EU auch bedeutet, dass statt mit mehrere nationale Armeen eine gemeinsame europäischen Armee existieren soll. Diese Auslegung lässt sich so nicht treffen. Die entsprechende Textstelle ist geändert.

      CU

  3. diegrafenburger schrieb am

    Und der Rest dieses im holprigen Deutsch (empfehlen dringend Lektorat) geschriebenem Pamphlet bleibt so stehen?

  4. @plutik schrieb am

    <

    blockquote cite=”[…]einen Angriff durch Russland alleine abzuwehren.”> Wann man mal “die bösen Russen” Klischees beiseite nimmt, spiegelt der Artikel samt seiner Forderungen nur Weltkriegsphantasien wieder. Wie GERADE unter dem Eindruck der Ukraine Krise soll das bitte Aussehen ? Statt Sanktionen gleich mit Tigern ab nach Estland und mit Fenneks ab nach Vyborg ? GERADE unter dem Eindruck der Ukraine Krise sind die Worte ein Aufruf zur Eskalation.

    Mehr Souveränität gerne, aber bitte nicht mit solch populistischen und gefährlichen Begründungen.

  5. [Zitat]”Durch eine europäische Armee wären wir Europäer in der Lage, selbstbestimmt über unsere Sicherheit zu bestimmen, und wären nicht nur der verlängerte Arm der USA und NATO.” Das ist ein Witz, ein schlechter. Eine solche Armee, unter heutige Voraussetzungen, würde bedeuten, dass diese Konflikte die von einigen Mitgliedsstaaten angeheizt werden durch die gemeinsame Armee eskaliert werden. Genau so wie in der NATO. Interessen einzelner EU Länder könnten von diesen aggressiv verteten werden, da ja immer eine starke Bündnisarmee im Hintergrund steht. Die EU ist (noch) keine Union die eine gmeinsame Armee verträgt.

  6. diegrafenburger schrieb am

    wie “dabei weniger Armee, dafür aber effizienter genutzt umgesetzt wird”

    können euch die Firmen:

    Diehl EADS Heckler & Koch Krauss-Maffei Wegmann Rheinmetall ThyssenKrupp

    bestens erklären.

  7. Claus Martin schrieb am

    Wir sollten das Ideal des Pazifismus hochhalten. Wir sehen aber, dass brutale Machtmenschen hemmungslos wehrlose Menschen abschlachten und wir uns deshalb dagegen wehren müssen. Dafür sollten wir aber nicht unbedingt einfach die alten Militärdoktrinen fortsetzen, sondern neue Abwehrstrategien entwickeln. Als erstes also rechtzeitig gegen Diktatoren wehren und alle unterstützen, die sie entmachten wollen; wenn nötig auch mit Waffen oder mit militärischer Hilfe. Die militärische Abwehr so organisieren, dass es viel billiger ist, einen Angreifer abzuwehren; also ausreichend viele Raketen gegen Panzer, Schiffe und Flugzeuge. Dann sind diese nur noch Schrott wert und für einen potentiellen Angreifer wird es untragbar teuer, sein Militär so aufzurüsten, dass er eine Erfolgschance hat. Europa benötigt eine gemeinsame Armee, damit es sich wirkungsvoll verteidigen kann, aber auch weltweit schnell genug gegen Diktatoren oder Terroristen vorgehen kann. Dazu gehört, dass die EU einen Sitz im Sicherheitsrat haben muss, aber auch Indien. Die Grossmächte haben jahrzehntelang sich sehr häufig immer gegenseitig im Sicherheitsrat blockiert und dadurch fast alle Kriege nach dem 2. Weltkrieg ermöglicht. Das muss ein Ende haben. Also Entmachtung der Grossmächte im Sicherheitsrat, indem sie ihr Vetorecht verlieren und der Sicherheitsrat durch Europa und Indien erweitert wird.

  8. [Zitat-Claus Martin] “Als erstes also rechtzeitig gegen Diktatoren wehren und alle unterstützen, die sie entmachten wollen; wenn nötig auch mit Waffen oder mit militärischer Hilfe.” Frage: Wer entscheidet “wer” dabei unterstützt wird? Vgl. Irak, Libyen usw, Kampf gegen Diktaturen und dann “im Regen stehen lassen”.

  9. Igor Vanelli schrieb am

    Hallo Piraten! Sicherlich braucht Europa ein gemeinsames militärisches Sicherheitskonzept. Um Europa effektiv gegen Aggression von Außen zu verteidigen, lassen sich durch zusammenwirken der militärischen Kräfte der Mitgliedsstaaten logisch Synergien erzielen. Wer würde dies bezweifeln? Und Europa könnte sich über sinkende Respektive auf niedrigem Niveau stagnierende Rüstungsetats freuen, sollte es sich ausschließlich auf die Territorialverteidigung beschränken. Es wird ungleich teurer, möchte man sich auch außerhalb des eigenen Territoriums zusätzlich engagieren. Und jetzt stellt sich eine entscheidende Frage! Möchte man zum ursprünglichen globalen Sicherheitskonzept UNO zurückkehren, welches als Ultima Ratio den Blauhelmeinsatz als Puffer zwischen verfeindeten Armeen vorsieht, oder möchte man fortan den eingeschlagenen Weg der globalen Interventionsarmee vorantreiben und überall dort Krieg hin tragen, wo es gerade beliebt? Erstere Alternative (UNO) ist nahezu mit den Mitteln der Territorialverteidigung darstellbar. Ergo, belastet den Rüstungsetat lediglich zusätzlich im tatsächlichen Einsatz und auch dann nur beschränkt auf die Verlegung und Versorgung der eigenen Truppe im Blauhelmeinsatz. Letztere Alternative erfordert massive zusätzliche Mittel. Dies beschränkt sich nicht mehr nur auf enorm höhere Kosten im Einsatz, bedingt durch die aktive kriegerische Intervention, sondern macht ausserdem die Rekrutierung, Ausrüstung und Unterhaltung zusätzlicher militärischer Kräfte notwendig. Wie teuer dies werden kann, zeigt das Beispiel USA sehr anschaulich. Ist ja auch logisch verteidigen ist immer günstiger, als angreifen. Für mich ist folglich nicht ob man militärisch kooperiert, sondern vielmehr mit welcher Ausrichtung?

  10. Igor Vanelli schrieb am

    Hallo Piraten! Sicherlich braucht Europa ein gemeinsames militärisches Sicherheitskonzept. Um Europa effektiv gegen Aggression von Außen zu verteidigen, lassen sich durch zusammenwirken der militärischen Kräfte der Mitgliedsstaaten logisch Synergien erzielen. Wer würde dies bezweifeln? Und Europa könnte sich über sinkende Respektive auf niedrigem Niveau stagnierende Rüstungsetats freuen, sollte es sich ausschließlich auf die Territorialverteidigung beschränken. Es wird ungleich teurer, möchte man sich auch außerhalb des eigenen Territoriums zusätzlich engagieren. Und jetzt stellt sich eine entscheidende Frage! Möchte man zum ursprünglichen globalen Sicherheitskonzept UNO zurückkehren, welches als Ultima Ratio den Blauhelmeinsatz als Puffer zwischen verfeindeten Armeen vorsieht, oder möchte man fortan den eingeschlagenen Weg der globalen Interventionsarmee vorantreiben und überall dort Krieg hin tragen, wo es gerade beliebt? Erstere Alternative (UNO) ist nahezu mit den Mitteln der Territorialverteidigung darstellbar. Ergo, belastet den Rüstungsetat lediglich zusätzlich im tatsächlichen Einsatz und auch dann nur beschränkt auf die Verlegung und Versorgung der eigenen Truppe im Blauhelmeinsatz. Letztere Alternative erfordert massive zusätzliche Mittel. Dies beschränkt sich nicht mehr nur auf enorm höhere Kosten im Einsatz, bedingt durch die aktive kriegerische Intervention, sondern macht ausserdem die Rekrutierung, Ausrüstung und Unterhaltung zusätzlicher militärischer Kräfte notwendig. Wie teuer dies werden kann, zeigt das Beispiel USA sehr anschaulich. Ist ja auch logisch verteidigen ist immer günstiger, als angreifen. Für mich ist folglich nicht ob man militärisch kooperiert, sondern vielmehr mit welcher Ausrichtung? Bb

  11. claus martin schrieb am

    Antwort auf Frage von Thomas Köhler: ” Wer entscheidet “wer” dabei unterstützt wird? Vgl. Irak, Libyen usw, Kampf gegen Diktaturen und dann “im Regen stehen lassen”.

    Wir müssen die Entscheidungskriterien in unserer Gesellschaft diskutieren und dann in einer Volksbefragung darüber abstimmen. Zusätzlich kann festgelegt werden, dass 2/3 des Parlaments einer Entscheidung zustimmen muss. Aber wir sollten nicht unsere Hände in den Schoss legen und tatenlos zusehen, wie Terroristen Menschen foltern und abschlachten oder autoritäre Herrscher andere Länder überfallen. ( siehe zum Beispiel Castro, als er Angola überfiel oder heute Putin ) Und wir müssen die Ursachen für die Armut und Ungerechtigkeit in der Welt bekämpfen. Dabei sollten Entwicklungsgelder nicht an Regierungen gegeben werden, da das meiste davon wegen Korruption verschwindet, sondern immer nur direkt an die Bürger anderer Länder. Warum hat unsere jahrzehntelange Entwicklungshilfe so wenig bewirkt ?

  12. claus martin schrieb am

    Antwort auf Igor Vanelli “Und jetzt stellt sich eine entscheidende Frage! Möchte man zum ursprünglichen globalen Sicherheitskonzept UNO zurückkehren..”.

    Die UNO hat leider immer wieder versagt, Menschen zu schützen. Siehe Tibet, Uganda, Ruanda, Angola und den neulichen Überfall von Russland auf die Krim. Die Hauptursache ist der Sicherheitsrat, der vor allem die Interessen der Grossmächte schützt und nicht den weltweiten Frieden. Europa muss sich zu einer starken, demokratischen Friedensmacht entwickeln, die wirksam weltweiten Frieden schaffen und bewahren kann. Dabei kann Europa mit der UNO und mit der Nato zusammenarbeiten, aber es muss selbst stark genug werden, damit es Friedensstrategien entwickeln und wirksam unterstützen kann. Also zum Beispiel militärische Schutzabkommen mit Entwicklungsländern, so dass diese kein eigenes Militär benötigen, sondern ihr Land entwickeln können und dabei diese Länder umfassend bei ihrer friedlichen Entwicklung unterstützen. Wir können auch das Flüchtlingsproblem dadurch wesentlich entschärfen. Es ist wirkungsvoller, wenn Menschen ihre eigenen Länder aufbauen, als dass sie als Flüchtlinge tatenlos in Europa rumsitzen müssen. Wir müssen ihnen aber den nötigen Schutz und die benötigten Mittel bieten, damit sie in ihren eigenen Länder menschenwürdig und sicher leben können. Global betrachtet wird das die billigste Lösung sein und es ist die menschlichste Lösung.

  13. claus martin schrieb am

    Antwort auf diegrafenburger: “@Claus Martin dann träum mal weiter …”

    Wenn wir die Realität auf der Welt betrachten, sehen wir, dass wir in der Hölle leben. Wie grausam wir uns auch immer eine Existenz in der Hölle ausmalen können ( siehe Dante zum Beispiel ), wir übertreffen es bereits auf der Erde. Also müssen wir Träume von einer besseren Welt entwickeln und daraus dann Handlungsstrategien entwickeln, wie wir sie verwirklichen können. Wer die Welt akzeptiert wie sie heute ist, zementiert auch die Grausamkeiten, die auf ihr verübt werden und ist damit Mittäter. Im Zivilleben macht sich jedermann, der tatenlos Straftaten zusieht, strafbar. Wenn wir also tatenlos zusehen, wie Menschen ungerecht behandelt oder menschenunwürdig leben müssen, sind wir Mittäter.

  14. Igor Vanelli schrieb am

    So, nun ist es erwartungsgemäß raus! Es ist das Interventionskonzept. Unsere vorangegangene Debatte ist aktueller denn je! Frau von der Leyen braucht mehr Geld. Haben die Piraten inzwischen eine Haltung zur aktuellen Politik, oder sind sie noch mit sich selbst beschäftigt?

  15. Igor Vanelli schrieb am

    @Inge: Dieser Text ist (noch)  keine offizielle Aussage der Piratenpartei Deutschland, sondern ein an den Bundesparteitag eingereichter Antrag.

    Das geht den Statements im von Dir genannten Link voraus.

  16. zarathustra schrieb am

    moin

    ich bin bürger des europäischen gemeinschaft.

    auf eine “armee” würde ich gerne verzichten.

    laut aussage der piratenpartei bin ich kein demokrat, weil ich gegen gewalt bin. (wahlergbenis des lv niedersachsen vorstandswahl)

    gewalt ist scheisse.

    soll ich zusehen wie ein genozid begangen wird?

    soll ich wegsehen?

    der europäischen gemeinschaft ist es nicht möglich, weg zu sehen.

    laut aussage des lv niedersachsen bin ich kein pirat, weil ich nicht an einem öffnentlichem gelöbnis teilgenommen habe.

    ich bin demokrat. pazifist. nicht-pirat. weltbürger.

    bei einem völkermord sehe ich nicht zu.

    die entsendung der bundeswehr ist keine lösung.

    wegsehen auch nicht.

    es leben die menschenrechte? – erst mal die basis setzen.

    z

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