In 80 Tagen zum ersten Basisentscheid


Kommentare

5 Kommentare zu In 80 Tagen zum ersten Basisentscheid

  1. Urnenabstimmung, ok in Mitgliederstarken Regionen sicherlich ne gute Sache. Denke aber das gerade in den Ländlicheren Regionen die Briefwahl wesentlich wichtiger sein wird. Vor allem Personenwahlen sollten so abewickelt werden.

    Den Rest sollte man dann ja online machen können. Hoffe das es da zügig voran geht, Parteiinterne Basisdemokratie könnte eine wirkliche Chance sein damit der #Neustart dieser Partei auch wirklich funktioniert.

    • Soweit ich das Parteiengesetz verstehe sind Personenwahlen (und damit Vorstandswahlen) auf Parteitgen durchzuführen (siehe § 9 Absatz 4: “Der Parteitag wählt den Vorsitzenden des Gebietsverbandes, seine Stellvertreter und die übrigen Mitglieder des Vorstandes, die Mitglieder etwaiger anderer Organe und die Vertreter in den Organen höherer Gebietsverbände, soweit in diesem Gesetz nichts anderes zugelassen ist”). Was Wahlcomputer betrifft …. viele traten der Partei ein, weil sie wegen der Pläne des damaligen Innenministers Wahlcomputer einzuführen, politisiert wurden. Das Wiki hat noch immer den entsprechenden Eintrag.

      Wollen wir uns hinstellen und gleichzeitig sagen “Die Wahlcomputer des Herrn Schäuble waren Mist” und “Unseren Internetwahlen könnt ihr vertrauen”? Heute werde zum Teil Wahlhelfer abgelehnt, weil sie allzu engen Kontakt zu Kandidaten pflegen. Wie soll da Vertrauen zu Internetwahlen entstehen? Wir sollten beim Prinzip KISS bleiben. Nicht alles das sich viele hundert Jahre lang bewährte muss auf den Müllhaufen der Geschichte. Das Kreuz auf dem Wahlzettel ist ein gutes Beispiel dafür.

  2. blabla schrieb am

    Personenwahl darf nicht per Computer, sondern muss direkt. Anders sind Abstimmungen zu Themen zu sehen.

    Da diese Partei aber keine Lust auf inhaltliche Arbeit hat, sondern allein die letzten 3 Parteitage mit Personenwahlen zugebracht hat – Kosten je ca. 80-100.000 € – ist es eigentlich auch egal, wann die “Internetpartei” dann endlich ihre ersten Urnen-Offline-Aktion startet. Grüne und SPD waren ja schon vor Monaten so weit.

  3. Claus Martin schrieb am

    Jede politische Partei hat viele Jahre oder Jahrzehnte benötigt, bis sie sich selbst organisiert hatte und beginnen konnte, wirkungsvolle politische Arbeit zu leisten. Wir können nicht erwarten, dass die Piratenpartei diesen nötigen mehrfachen “Häutungsprozess” vermeiden kann. Denn das Problem sind immer die Menschen und die sind in allen Parteien gleich und deshalb erfahren alle Parteien immer wieder dieselben Probleme. Online-Befragungen und online-Abstimmungen können diesen Prozess aber wahrscheinlich beschleunigen. Durch Verschlüsselungsverfahren ist es heute möglich, Missbrauch weitestgehend auszuschliessen.

  4. Saarfranzos schrieb am

    Um ein paar Großmäuler und Selbstdarsteller als “ParteiFÜHRER” zu wählen und die Verdummungsmedien mit Vorzeigepolitikern zu bedienen, lässt keiner seine Arbeit liegen, hockt die Kinder vor den Fernseher und fährt bei Wind und Wetter mit seiner Stinkkiste, dem Taxi oder dem Rollstuhl zu irgendeinem “Parteitag”! Natürlich hat unser Parteiengesetz und die korrupte Politikerklasse, die es verbrochen hat, noch nichts von einer online-Demokratie geahnt und hat auch kein Interesse daran, dass das Volk online mitentscheidet! Aber wollen die Piraten wirklich wie die anderen Blockparteien die Politikverdrossenheit “offline” noch weiter anheizen? Nein! Deutschland braucht ein einfaches, schnelles demokratisches Internet-Portal (oder eine App) , das möglichst ALLE wahlfähigen Bürger und nicht nur das jeweilige “Parteivolk” in die inhaltlichen Entscheidungsprozesse einbezieht. Ein demokratisches “Facebook”, das politische Forderungen, vorgebracht in Twitterlänge, sammelt, nach online Resonanz ein Ranking erstellt, das Für und Wider, max. in Twitterlänge gepostet, für alle übrsichtlich online zusammenfasst und alle 24 Stunden automatisch einen Zwischenstand über das aktuelle Zustimmungsergebnis gibt. Endlich hätten die “Piraten” ein basisdemokratisches Alleinstellungsmerkmal: die permanente und für jeden leicht erreichbare online-Parteiversammlung. Am besten dann Piratenpartei auflösten und als “Piraten24” neu gründen! Wer sich dann noch um “Personenwahlen” und die Einhaltung statt der geschickten Umgehung des Parteiengesetzes Gedanken macht und ständig von “Parteitagen”, “Wahlurnen”, “Kreuzchen” und “Wahlcomputern” redet, setzt sich dem Verdacht aus, dass es ihm mehr um seine Parteikarriere als um die Einführung einer online-Demokratie geht!

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