Gaza


Kommentare

8 Kommentare zu Gaza

  1. Gandalf schrieb am

    “Wir Piraten können in diesem Konflikt nicht viel direkt machen. Wir müssen mit den jungen Menschen vor Ort reden und ihnen helfen, selbst eine neue Idee und eine Lösung zu entwickeln und einen Dialog im Kleinen einzugehen.”

    Warum redet Ihr nicht erstmal mit den Menschen hier, die Juden und Israelis hassen? Da habt Ihr genug zu tun, auch in den eigenen Reihen.

    “Dass jetzt viele Menschen gegen Israel demonstrieren, ist nicht primär auf Antisemitismus in Europa zurückzuführen.”

    Gibt es dafür empirische Belege? Fände ich spannend.

  2. Claus Martin schrieb am

    Die palästinensischen Flüchtlinge wurden nicht in die Gesellschaften integriert, bei denen sie Zuflucht gefunden hatten, sondern in Flüchtlingslagern zusammengepfercht und als Faustpfand gegen Israel missbraucht. Die internationale Gemeinschaft ist seit mehr als einem halben Jahrhundert unfähig, diesen Konflikt zu lösen. Stattdessen sieht sie hilflos zu, wie Millionen Menschen in Armut dahinvegetieren. Dabei sind Lösungen möglich, wenn die Menschen rational denken und klug handeln würden. Wie zum Beispiel: Wasser aus Zentralafrika über Pipelines in die Sahara und die arabische Halbinsel führen und damit für alle Bewohner dieser Länder menschenwürdige Lebensbedingungen schaffen. Umgekehrt erhalten die afrikanischen Länder als Gegenleistung Güter und Dienstleistungen. Das kostet wenig, im Vergleich zu dem, was durch den Konflikt in Palästina bereits an Menschenleben und Gütern vernichtet wurde. Wir haben bereits heute alle benötigten Technologien, um fast alle Probleme der Menschheit zu lösen. Aber wir müssen endlich anfangen weise zu handeln und müssen machthungrige Psychopathen daran hindern, Machtstellungen in Politik und Wirtschaft zu erhalten. Wer immer auf die Idee kam, den heutigen Menschen “Homo sapiens” zu nennen, war entweder ein Humorist oder ein Zyniker.

  3. Manfred.Steffan schrieb am

    Artikel 7 der der Gründungscharta der Hamas von 1988 erklärt das Töten von Juden – nicht nur von jüdischen Bürgern Israels oder Zionisten – zur unbedingten Pflicht jedes Muslims, indem sie sie zur Voraussetzung für das Kommen des Jüngsten Gerichts erklärt (Wikipedia, Stichwort Hamas). Was will man dazu noch sagen? Die Lektion, die die christlichen Konfessionen in den Religionskriegen, vor allem im Dreißigjährigen Krieg lernten, nämlich dass es keinen militärischen Sieg der “wahren Religion” geben wird (das glauben religiöse Fanatiker erst, wenn sie sich zu Tode gekämpft haben), wird hier erst noch zu lernen sein.

  4. Falco schrieb am

    Die einzige zukunftsfähige Möglichkeit ist eine gerechte 2-Staaten-Lösung durch Diktat der UNO (ganz sicher nicht durch Scheinverhandlungen zwischen Israel und Palästinensern). Das schließt auch das Auflösen von Siedlungen ein.

    Die Bekämpfung der Terroristen in Gaza muss dann in die Hände einer UNO-Polizei, sie muss Israel als direktem Beteiligten entzogen werden, so wie man im Rechtssystem die Strafverfolgung dem Opfer entzogen hat. Israelischer Staatsterror und Sippenhaft sind kein geeignetes Mittel, sie setzen nur die Ursache für späteren weiteren Terror.

  5. Ben schrieb am

    Was man dazu noch sagen will, Manfred? Hmm, vielleicht, dass der Konflikt schon ein paar Jahrzehnte vor der Gründung der Hamas bestand und das Fingerzeigen auf die böse Hamas eine dumme Ausrede ist? Dass gerade durch die israelischen Machtansprüche, die eine für die Palästinenser akzeptable Lösung verhinderten, letztere zwangsläufig immer mehr radikalisieren mussten und weiterhin werden, was wiederum immer bessere Ausreden bietet? Dass es ekelhafter Rassismus ist, zu unterstellen, der gewöhnliche Palästinenser sei nicht bereit, in Frieden neben Juden zu leben, ob in einem oder zwei Staaten, obwohl er das jahrhundertelang getan hat? Dass aber kein Volk der Welt es so einfach hingenommen hätte, wenn eine bisherige Minderheit in kürzester Zeit fast zur Mehrheit wird, wie es durch die von den Briten geduldete massenhafte jüdische Zuwanderung geschah, und wenn man abgedrängt wird, um einem Volk Platz zu machen, welches kein anderes moralisches Recht hatte als das, Opfer eines Dritten gewesen zu sein, und kein anderes formales Recht als eine UN-Entscheidung, deren Rechtfertigungskraft Israel sich durch das Ignorieren von Dutzenden späteren UN-Entscheidungen selbst entzogen hat?

  6. Manfred Steffan schrieb am

    Du hast ja so recht, Ben. Übrigens: Im Augenblick schießt tatsächlich die Hamas Raketen auf Israel und nicht der gewöhnliche Palästinenser. Wer bestreitet denn eigentlich, dass letzterer nicht lieber in Frieden mit den Nachbarn leben möchte? Wir haben im übrigen noch ganz andere Flecken auf der Erde, wo es widerrechtliche Vertreibungen und Gebietsannektierungen gibt. Rückabwicklung ist da nicht immer die Lösung, weil sie oft ein altes Unrecht durch ein neues ersetzt.

  7. Ben schrieb am

    Du hattest hier Hamas als Problem dargestellt. Aber die gewöhnlichen Palästinenser haben Hamas 2006 mehrheitlich gewählt, und das ist völlig verständlich, denn Fatah war ja den Verhandlungsweg gegangen und Israel hatte doch kein annehmbares Angebot gemacht, so dass der Weg des militanten Widerstands alternativlos war. Das heißt nicht, dass die meisten Hamas-Wähler zu dem stehen, was in der Charta steht, die auch von der Hamas-Führung längst als nicht mehr verbindliches historisches Dokument bezeichnet wird. Natürlich ist Rückabwicklung Israels nicht die Lösung, es wird einen Ausgleich geben müssen, den die beiden Seiten einstweilen aus sich heraus aber nicht erreichen können, solange Israel einseitig vom Westen unterstützt wird.

  8. Manfred Steffan schrieb am

    Mit “war alles nicht so gemeint, wie geschrieben” tue ich mir schwer, desgleichen mit der Vorstellung, dass die “gewöhnlichen Palistenenser” mit ihrer Wahl 2006 die Hamas zu ihrem heutigen Tun legitimiert haben mit der logischen Konsequenz, dass sie sich den Bombenhagel selbst zuzuschreiben haben, unter dem sie heute zerfetzt werden (während die Hamas-Bonzen wenigstens im Bunker sitzen). Der “alternativlose militante Widerstand” ist auch so ein Begriff, der mir jedenfalls spontan gegen den Strich geht.

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