Refugees auf dem Berliner Fernsehturm

#Oplatz - Refugees build up a new tent | CC BY SA 2.0 Libertinus

Kommentare

10 Kommentare zu Refugees auf dem Berliner Fernsehturm

  1. Saarfranzos schrieb am

    Allein 250 Millionen Afrikaner vegetieren unterhalb des Existenzminimums dahin und würden, wenn sie die Schlepperbanden bezahlen könnten, nicht zu krank, zu alt oder zu jung wären, lieber heute als morgen in ein Flüchtlingsboot Richtung Lampedusa steigen. Und eine Handvoll Politaktivisten, die sich für “links” hält, hat nichts besseres zu tun, als sich mit einer Einzelaktion an “36 Refugees” (wie stylish formuliert!) ihren Gutmenschen-Orgasmus zu holen. Wie ausländerfeindlich ist das denn?! Die Piraten sind genauso von globaler Gutmenschen-Ignoranz wie alle anderen Parteien, die mit ihrer “Ausländerfreundlichkeit” nur ihr post-christliches Seelenheil verdienen und als moralische Bessermenschen groß rauskommen wollen, aber das Elend in der Welt von Tag zu Tag unerträglicher werden lassen!

  2. panic schrieb am

    @Saarfranzos: Humanistische Realpolitik hat weniger mit Gutmenschen-Ignoranz zu tun als Sie denken. Sich an die eigene Nase zu fassen und zu schauen, was man selber ändern kann – darum geht es. Aber wer ohne Moral lieber jammert (oder trollt), der verliert den Grund des Artikels und die beschriebene, wunderbare politische Arbeit natürlich schnell aus dem Toupethalter. Ganz stylisch einfach 250 Millionen Afrikanern zu unterstellen, dass sie alle Europäer werden wollen bietet dann scheinbar die perfekte Grundlage seinem Rassismus durch die Kritik einer Hilfestellung wenigstens eine winzige Basis zu geben. Sagte ich Kritik? Denken Sie mal nach, warum man Sie nicht ernst nimmt, wenn Sie Phrasen wie “Gutmenschen-Orgasmus”, “post-christliches Seelenheil” oder “Bessermenschen” verwenden.

    Glück auf, Sie Held.

  3. Aranita schrieb am

    Das Wort “Refugee” gibt es im Deutschen laut Duden nicht. Es wäre wirklich hilfreich, in einem deutschsprachigen Text ausschließlich korrekte deutsche Worte zu benutzen.

    Laut verschiedenen Berichten (ich war nicht vor Ort) gab es wohl, als die Flüchtlinge den Turm schon wieder verlassen hatten, eine (angemeldete?) Demonstration Rechter bzw. Rechtsextremer gegen die Flüchtlinge. Diese Leute als “Nazis” zu bezeichnen relativiert die Gräueltaten der Nazis.

    Ob man Füchtlingen wirklich hilft, in dem man sich pressewirksam bei irgendwelchen Aktionen aufhält, bezweifle ich. Hier wäre politische Arbeit gefragt und Besuche an Orten, wo Flüchtlinge untergebracht sind einschließlich Beschreibungen von den Situationen dort. Dann steht man vielleicht nicht in der Zeitung, kann aber etwas für diese Menschen bewirken. Insbesondere wenn man sich um die Ursachen kümmert.

    Die Erklärung der Flüchtlinge (hier nachzulesen: http://refugeestruggle.org/de/article/berliner-fernsehturm-von-gefluechteten-besetzt) zeigt um die Probleme dieser Menschen. Hier muss man meiner Meinung nach dringend politisch aktiv werden.

  4. Saarfranzos schrieb am

    Würde es sich bei den Flüchtlingen um politisch oder religiös Verfolgte handeln und hätten sie durch entsprechende Ausweispapiere den Behörden eine schnelle Überprüfung ihres Status erleichtert (und nicht ihre Papiere wie so viele am Flughafen oder sonstwo verschwinden lassen), dann gäbe es auch keine Probleme. Als Armutsflüchtlinge machen sie sich durch die immensen Verwaltungs-, Sozialhilfe- und Integrationskosten, die sie verursachen, mitschuldig am viel größeren Elend ihrer Landsleute in der Heimat, deren ohnehin magere Entwicklungshilfe entsprechend noch geringer ausfallen muss! Von dem was ein Armutsflüchtling im Monat kostet, könnte in Afrika einem ganzen Dorf das Überleben gesichert und vielleicht sogar noch ein Brunnen gebohrt werden, um die Felder wieder bewässern zu können… Warum demonstrieren die Piraten und ihre “Refugees” nicht zur Abwechslung mal für eine globale Lösung für alle Hungernden auf der Welt, für eine gerechte Weltwirtschaft, für mehr Entwicklungshilfe, gegen Nahrungsmittelspekulation usw. Oder glauben sie, dass nach einem “survival of the fittest” nur die das Recht haben zu überleben, die Schlepperbanden bezahlen können und kräftig, jung und gesund genug sind, nach Europa zu flüchten?

  5. das Stimmvieh schrieb am

    stilmittel = drück auf die tränendrüse – auch wen´s nicht den fakten entspricht? muss wohl politik 2.1 sein.

    • Nun, gut waren die Flüchtlinge nicht beraten, als sie unter ihre legitime Forderung einen Hinweis auf “tägliche Selbstmorde” setzten. Das Wort “täglich” ist in diesem Zusammhang zumindest wahnsinnig ungenau. Hier ein Artikel von 2013.

  6. das Stimmvieh schrieb am

    sorry, arbeitet mit verifizierbaren fakten oder lasst es. so aber … wird schnell auch der rest (als übertrieben) und damit das gesammte Thema nicht mehr ernst genommen.

    • Deinen Vorwurf kann ich nicht nachvollziehen. Die von dir kritisierte Aussage steht nicht in der Flaschenpost sondern auf einer anderen Webseite. Dort nichtmal als zentrale Aussage. Wie daraus ein Vorwurf an die Flaschenpost oder die Piratenpartei wird bleibt schleierhaft.

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