PIRATEN gegen Rechts – Interview mit Stefan Körner

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Kommentare

5 Kommentare zu PIRATEN gegen Rechts – Interview mit Stefan Körner

  1. Sehe ich genau so, kenne auch Leute in der Antifa die sich nicht von Parteipolitik instrumentalisieren lassen wollen und daher das Aufhängen von Antifa Flaggen auf Parteitagen eher ablehnen. Denke das man da zwischen Partei und Antifa unterscheiden sollte, da wäre beiden Lagern eher geholfen da zu differenzieren.

  2. Saarfranzos schrieb am

    Was soll dieses profilneurotische, pubertäre rechts-links-Gesülze? Merkt denn keiner, dass unsere eigentlichen Gegner – die ökonomischen Machthaber, die u.a. an Krieg, Hunger und Armutsflucht in der Welt verdienen – mit der rechts-links-Hetze das Volk nur auseinander dividieren wollen! Ansonsten: Wer das Demonstrationsrecht anderen durch gewaltsame Gegendemonstrationen beschneidet, setzt sich dem Verdacht aus, mit der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Andersdenkenden argumentativ überfordert zu sein und selbst faschistoide Bedürfnisse zu haben! Deshalb auch nur dumpfe Gesinnungsprügel, Pauschalverurteilungen, faschistoide Drohgebärden statt inhaltlicher Argumentation bei König auf die Frage der Flaschenpost: “Was würdest du sagen, um aufzuzeigen oder gar nachzuweisen, dass diese Vorstellungen (der “Rechten”) falsch und gefährlich sind.” Piraten sollten einfach nur den Mund halten und online das Volk befragen, wie demokratisch entschieden werden soll. Mehrheiten sind allemal intelligenter als “linke” und “rechte” Schwätzer! Aber das kriegen Piraten ja nicht einmal bei der eigenen Parteibasis hin…

  3. Saarfranzos schrieb am

    Der Hau-drauf-Spruch “kriminelle Nazis abschieben” (s. Bild) belegt mal wieder, dass die sog. “Antifa” eine faschistische, deutschenfeindlich-rassistische Randgruppe ist, die aus nostalgischen Alt 68er-Opas und ihren braven Zöglingen besteht, denen sie die Ersatzreligion vom sündigen Deutschen und dem Himmelreich für Gutmenschen in den Kopf gesetzt haben. Eine demokratische Partei, die wie die Piraten nicht einmal im Netz Menschen und Informationen “abschieben” will, um einen demokratischen Diskurs ALLER Meinungen zu führen und auch “kranke”, “kriminelle” Meinungen als Hinweis auf tiefer liegende Probleme in der Gesellschaft nicht unter den digitalen Teppich kehren möchte, sollte sich von einer durchgeknallten “Antifa” deutlich distanzieren!

    • Ganz so einfach ist das mit der Antifa nicht. Es handelt sich um keine homogene Gruppe sondern um einen eher lockeren Verbund aller möglichen Strömungen. Die gehen von den antideutschen “Deutschland verrecke” Schreiern und den Steineschmeissern bis hin zu engagierten Bürgern, die gegen Rechtsextremismus eintreten. Von aussen lassen sich diese Einzelgruppen nicht auseinander dividieren. Deswegen landen alle, eben von aussen betrachtet, in einem Topf. Trotzdem kann man nicht sagen, dass “die Antifa” durch und durch gewalttätig ist. Dass es dort Gewalttätige gibt, und die als, sagen wir Corpsgeist, gedeckt werden ist ein Jammer!

      Ansonsten leistet die Antifa wertvolle Arbeit im Bereich der Aufklärung über rechte Umtriebe, Organisation von Demonstrationen und vielem mehr.

      Dass gelegentlich der Eindruck entsteht, die Piratenpartei sei der politische Arm der Antifa sei ist der versuchten Vereinnahmung einzelner Gruppen innerhalb der Antifa zuzuschreiben, die ihrerseits mit Demokratie wenig zu tun hat.

  4. ccj schrieb am

    Die Antworten auf das Interview sind, sagen wir, sehr diplomatisch formuliert. Einerseits ist er wohl selbstverständlich gegen militante Neonazis oder diverse kriminelle Auswüchse am rechten Rand. Die Frage mit der Antifa ist eine Zwickmühle, denn allzu oft wird es so dargestellt, als gebe es nur “für die Antifa” oder “für die Nazis”. Entsprechend schwierig ist es daher, im Interview zu sagen, dass das Thema Rechtsextremismus eben auch sehr stark von Linksextremisten instrumentalisiert wird, die diese Erscheinugen als Vorwand für Durchsetzung eigener Machtansprüche mit Gewalt und Einschüchterung nutzen, letztlich für die Errichtung einer Diktatur nach Art der früheren oder noch existierenden, sozialistischen Staaten.

    Diese politische Machteroberung hatten sie sich schon als Ziel gesetzt, als die Nazis noch eine fast beliebige Konkurrenzorganisation waren, lange vor Krieg und Holocaust: Faschisten sind die “reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals” (G.Dimitroff 1935); die “Wurzeln des Faschismus” können nur mit Beseitigung des “Kapitalismus” durch die Kommunisten zerstört werden – eine Bedeutung, die auch hinter dem von kommunistischen Häftlingen formulierten, sogenannten “Schwur von Buchenwald” steht, “… Die Vernichtung des Faschismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung …”.

    Das Ganze hat sich erweitert; heute sind es eben nicht mehr nur der Kommunismus á la UdSSR und DDR, sondern auch die diversen Spielarten und radikalen Sektierervarianten. Bei Antideutschen ist es fraglich, ob sie überhaupt noch politisch links einzuordnen sind; ihnen scheint es eher um eine eine Antifa-Diktatur mit nur diffusen, kommunistischen Anleihen zu gehen.

    Ich könnte das alles jetzt noch länger ausführen, aber man sollte diese Grundlagen kennen, wenn bestimmte Gruppierungen rechtsextreme Erscheinungen als Vorwand für einen Kampf mit allen Mitteln, mit Verleumdunng, Mobbing, Einschüchterung und Gewalt nutzen. Daher halte ich es auch für nicht gut, wenn Leute und Gruppen, die sich aus aus positiver ethischer Haltung gegen Rechtsextremismus wenden, die Bezeichnung “Antifaschismus” bzw. das Kürzel “Antifa” verwenden, teilweise auch Symbole der Extremisten. Damit stellen sie sich an die Seite von Gruppierungen, die im Endeffekt absolut nichts ethisches und vor allem extrem autoritäre bis totalitäre Machtansprüche vertreten. Es wäre besser, wenn sie stattdessen eigene Inhalte dagegen formulierten.

    Gerade die auf dem Parteitag in Bochum aufgehängten Fahnen (“Antifaschistische Aktion” und schwarz-rote Fahne) sind ganz allgemein Symbole der gewalttätigen Schwarzen Blöcke (ob sie historisch eine andere Bedeutung hatten, ist hier nachrangig); und genau diese Szene hat ja auch den Piraten zuletzt so viele Probleme gemacht. Davon könnte man sich ruhig deutlich distanzieren und sollte vielleicht nicht auf Allgemeinpositionen zurück gehen und von einer eigentlich “wichtigen” und notwendigen Antifa reden, womit (vielleicht ungewollt) auch die extremistischen und offensiv gewalttätigen Gruppen mit belobigt werden.

    Es stellt sich die Frage, bis zu welcher Schwelle die Piratenpartei die Linksaußen noch mittragen will – wenn sie weiterhin Pirantifa und Kader aus der autonomen Szene als Gesinnungspolizei beschäftigen wollte, dann hätte sie ihre Lektion aus den letzten Monaten bzw. Jahren nicht gelernt. Man will nicht alle weiter links stehenden Leute verschrecken, was in gewissem Maße auch vernünftig ist; gleichzeitig muss man aber auch Grenzen zu linksautoritären und offensiv gewalttätigen Gruppen ziehen, die vor allem das Rechtsextremismus-Thema als Hebel nutzen. Daher ist das Interview vielleicht etwas zu diplomatisch – vielleicht ist es aber auch vernünftig so, wenn sich der Bundesvorsitzende, der ja die ganze Partei repräsentieren soll, nicht allzu deutlich gegen bestimmte Personenkreise agitiert.

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