6 Wochen PIRAT ein Fazit


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3 Kommentare zu 6 Wochen PIRAT ein Fazit

  1. 5 Cent als “Neu-Pirat”dazu.. Vor sehr langer Zeit habe ich jeder parteipolitischen Arbeit den Rücken gekehrt, weil ich von dem Szenario, daß mit dem A**** von Extremisten niedergerissen wird was man mühsam aufgebaut, die Schnauze gestrichen voll hatte. Mit Freude und Interesse dann den “Aufstieg” der Piraten wahrgenommen. Aber die Befürchtung daß genau das Eintritt was eingetreten ist, nämlich die Okkupation einer Idee von Freiheit durch Sektierer und Extremisten im negativsten Sinne, hat mich von Mitgliedschaft und Mitarbeit abgehalten. Nach einer Piraten-Veranstaltung im Sommer letzten Jahres hab ich für mich entschieden daß es noch den Hauch einer Chance gibt für freiheitliche/sozial-liberale Positionen zu arbeiten. Und ganz bewußt hier einzutreten und mitzumachen da ich die NRW-Piraten für den “vernünftigsten” LV halte und der örtliche KV ziemlich nah an meiner eigenen “Denke” agiert.

    Aber, und das ist für mich der derzeitige Stand, ich sehe keine Chance auf Bundesebene für die Piraten. Zumindest solange es keine klare Positionierung gibt, die sich an der Basis orientiert und sich deutlich gegen jede Form von Extremismus (egal ob rechts oder links) ausspricht. Ob es diese Chance nochmal gibt… Keine Ahnung. Aber: Es gibt die Chance auf lokaler Ebene. Eben LV und KV. Und solange die Piraten dort mit guter Arbeit überzeugen und die Chancen der KW nutzen habe ich noch Hoffnung. Und ich hoffe daß Piraten, die sich ewig den Arsch aufgerissen haben, nun nicht kapitulieren, sondern auf dieser Ebene mitziehen. Ob das Interessengebilde am Ende der Legislatur dann noch Piraten heißt ist mir persönlich egal. Wichtiger ist daß die eigentliche Idee der Piraten nicht verlorengeht. Ich halte es da mit Arthur Feldmann: “Niemand sah den Stein ins Wasser fallen.Langsam verbreiten die Kreise die Botschaft.” vor 2 Stunden

  2. Liebe Piraten, ich habe wirklich sehr lange überlegt, ob ich mich per Mail (oder sonstwie schriftlich) nochmal melden soll, aber natürlich kann ich mich (wie schon seit zig-Jahren) nicht mehr zurückhalten. Ich war sehr begeistert von den piratigen und basis-demokratischen Ideen und bin damals deshalb auch gleich in die Partei eingetreten. Vielleicht zu schnell im Überschwang. Die Mitgliedschaft habe ich mittlerweile wieder aufgegebe in der Erkenntnis, dass Parteipolitik nichts für mich ist, und der “Mitmachfaktor” bei den Piraten ebenso klein geschrieben wird wie bei den anderen Parteien auch. Zu obigem Beitrag möchte ich noch bemerken, dass der Tenor der Ausgrenzung von bestimmten Gruppen (in diesem Fall die der die älteren Mitbürger) mich sehr erschreckt hat, weil dort ein ziemlich starkes Loblied auf die Jugend gesungen wird. (Bemerkung: Ihr werdet auch mal älter, wer hätte das gedacht?) Ich hatte halt gedacht, dass die jüngeren Piraten mittlerweile durch Erfahrung etwas toleranter geworden sind als wir jungen Leutchen es damals waren. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich fürchterlich intolerant war, die berühmte “Arroganz der Jugend” halt und meine älteren Mitbürger wahnsinnig gemacht habe, obwohl ich jetzt in meiner Altersklasse (60+) immer noch als hochgradige Querulantin bzw. Sonderling gelte. Fazit: Ich verfolge weiterhin mit Interesse das Piratentun und werde – sobald ich die Möglichkeit dazu sehe – mich wieder einmischen. Vielleicht werde ich für Kärrner-Aufgaben doch noch gebraucht? In Unbescheidenheit grüßt mit guten Wunschen für einen Wiederaufbau im Sinne einer besseren Gesellschaft Eure Ex-Piratin Brigitte

  3. pavel schrieb am

    Brigitte, jeder wird gebraucht , der sich selbst braucht. Es erscheint mir, dass die Piratenpartei (leider) von sektiererischen Kampfgruppen uebernommen wurden, die ihre Meinung z.B. zum Thema EU-europa durchsetzen wollen. (Jetzt haben sie Juncker, den Verraeter der Europaidee als Commissionspraesident!). Leute, die viel Zeit haben, sich als Parteisoldaten zu profilieren , die eventuell schon von dem Milliardaersregime der Ultraliberalen Gelddiktatur eingekauft sind. Die Piraten – so ich das sehen kann von der ferne- sind unfaehig, zeitnahe Analysen und Positionen zu liefern zu Themen wie Ukraine (Assoziationsabkommen mit der EU via Buergerkrieg, der in westmedien verschwiegen wird), die Belastung der Finanzarchitektur durch ultraliberale Wahnvorstellungen, usw, usw. Darum gehts und nicht um naive schoendenkerei der Welt. Ich war gerade im Westteil der Ukraine und kann gerne einen (subjektiven) Bericht der Lage fuer euch schreiben, wenn ihr das wollt. hasta luego, Pavel

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