Wir brauchen Flügel – um zu fliegen!


Kommentare

7 Kommentare zu Wir brauchen Flügel – um zu fliegen!

  1. Flügelbildung – keine schlechte Idee. Warum eigentlichn nur 2 Flügel – das nenne ich Beschränkung. Wir haben in unserem Programm so viele Themen und wir haben für jedes Thema mindestens eine AG. Laß uns doch in den AGs arbeiten, Meinungen herausarbeiten und sie bei einem LPT oder BPT vortragen. Besser wäre noch, wenn die AGs Kontakt zu den dazu passenden NGOs aufnehmen (CCC, Attac, Humans Rights Watch, Amnesty Internationel…). Sie können dann von deren Erfahrungen und Erkenntnissen lernen und deren Probleme in unsere Partei einbringen und wir können als politische Partei für die Anliegen der NGOs Politik machen. Das ist mal so eine Idee in den Ring geworfen.

  2. Ob es nun 2 oder mehr Flügel werden, wird die Zeit zeigen – Hauptsache es gibt überhaupt richtige Flügel, sie halten sich an die Grundwerte und es entsteht zwischen ihnen eine saubere Balance. Zwei Flügel sind einfacher auszubalanzieren. Liebe Grüße Thomas

  3. “Trennung in einen kritischen-hinterfragenden und einen konstruktiven Flügel”, ich weiß ja nicht. Das klingt, sorry, wie Meckerer und Macher. Ich weiß, dass Du das nicht so meinst, aber kritisch hinterfragen und konstruktiv widersprechen sich doch nicht, da spreche ich als Ingenieur :-).

  4. Mario Tants schrieb am

    Sehr schöner Text, dessen Aussagen ich in großen Teilen zustimme. Kleine Anmerkungen habe ich aber doch.

    Wie bereits der Schreiber im vorherigen Kommentar, bin aber auch ich der Meinung, dass es vorteilhaft wäre, wenn sich mehrere innerparteiliche Interessengruppen fester strukturieren und diese dann auch als Gesprächspartner auf Augenhöhe gesehen werden. Wie die Interessengruppen sich aber jeweils finden und worüber sie sich definieren, sollte aber tunlichst ihnen selbst überlassen bleiben.

    Der ‘Transparenzanspruch der Piratenpartei’ ist ein Mythos. Nirgendwo definiert und in der Vergangenheit oft nur ins Feld geführt, um andere Meinungen zu diskreditieren. Wie die Interessengruppen in sich arbeiten und wie und ob sie dies der (innerparteilichen) Öffentlichkeit vermitteln, muss zwingend ihnen selbst überlassen sein. Ansonsten haben wir einen Anzug von der Stange, der niemandem passt und an vielen Stellen zwickt und zwackt.

    Ein weiterer Punkt: Zur Zeit der Gründung des Kollegiums hätte ein hürdenfreier Zugang eben diese Gründung unmöglich gemacht. Dass die Notwendigkeit da war, wird mittlerweile – wie wir allerorten sehen – nicht mehr oft bestritten. Wiederum etwas seiner Zeit voraus, sehe ich das Kollegium immer noch am Anfang, aber keinesfalls als gescheitert an. Ähnlich wie auch bei Peira oder nun den Foyerbesuchern und letztendlich auch bei der Piratenpartei selbst, müssen sich $Dinge finden und einspielen. Der Mitgliederzustrom beim Kollegium, insbesondere dieses Wochenendes, lässt ein Scheitern nicht erkennen.

    Wie soll es den zukünftig aussehen? Neben direkten Gesprächen zwischen dialogbereiten Teilnehmern der einzelnen Gruppen, wird imho zukünftig aber ein Konzept vonnöten sein, das darlegt wie dieser Meinungsaustausch vonstatten gehen soll. Dies auch, um nicht Bundesparteitage mit endlosen, nicht zielführenden Debatten zu lähmen. Eine neue Herausforderung an die aktiven Piraten!

    Beste Grüße

    Mario Tants Sprecher im Frankfurter Kollegium e.V.

  5. Klarnamenhans schrieb am

    Ich mach jetzt demnächst auch einen Flügel auf. Aber ich muss euch warnen, ist ne ziemlich verrückte Idee. Wir setzen uns nämlich dort alle zusammen für Privatsphäre, Datenschutz, OpenAccess, Transparenz sowie für Menschenrechte ein. Und jetzt wirds richtig crazy, aufgepasst: Wir wollen in diesem Flügel miteinander reden und gemeinsame Lösungen erarbeiten mit denen dann der Großteil zufrieden ist! Ich weiss schon, die Idee ist echt ziemlich verrückt, sich da einfach an gemeinsamen Wertvorstellungen zu orientieren um seine Kräfte zu bündeln. Auf so nen Scheiss muss man erst mal kommen, nicht wahr? Mir fehlt halt noch ein griffiger Name für das Ganze.. Zuerst dachte ich an “Kindergartengruppe”, aber der Name ist sicher schon belegt. Aber PIRATEN derzeit frei, oder?

    • Schau mal auf heise.de. Der Oliver Diedrich berichtet da von einer Neugründung. Das klingt gut, das könnte was werden. Wenn diese Sachen konsequent angegengen werden und nicht zu viele Spinner das als Comedy-Plattform missbrauchen sieht es nach einer grossen Sache aus!

  6. Karl-Heinrich Lange schrieb am

    Flügel um zu fliegen, ein hübsches Bild! Nur, wollen wir Wahlen gewinnen oder zu einem elitären Debattierklub degenerieren? Nichts gegen Visionen, in der Politik aber zählen nun einmal Fakten und ein gesunder Sinn für Realitäten. Schmerzliches Faktum ist aber, dass uns nur das Bundesverfassungsgericht bei der letzten Wahl vor einem Absturz in die Bedeutungslosigkeit bewahrt hat, indem es für die Europa- und Kommunalwahlen die 5-%-Hürde gekippt hat. Flügel lassen sich nicht generieren; sie entstehen in einem natürlichen Selektionsprozess.

    Für die Öffentlichkeit, ohne Rücksicht auf deren Befindlichkeiten man eben keine Wahl gewinnen kann, stehen wir aber leider nicht als der kühne Vogel dar, der mit dem Ziel des mündigen, nicht bevormundeten Bürgers, durch die Stürme kleinlicher Interessengruppen seinen Weg am Politikhimmel sucht und findet, sondern als ein Polykopter mit viel zu vielen Flügeln, die am Boden munter mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und gegenläufig rotieren. Solch ein Gefährt wird niemals abheben.

    Was nottut, ist eben nicht die Ausbildung von Flügeln, die führen nur zu einer wenig förderlichen Polarisation, sondern eine schmerzliche Aufarbeitung der Fehler, die aus einer 15-%-Partei, wieder eine mit schlappen 2-3 % gemacht hat. Falls das schon jemand aufgefallen ist, wir sind nämlich wieder da, wo wie vor 2010 gestartet sind. Speziell für Thomas Küppers ein Bild aus der Chemie. Ein Salz mit starken interionischen Kräften ist wenig wasserlöslich und wird von außen nicht mehr als Salz wahrgenommen. Genau das ist unser Problem!

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt. Verbindlich einzugebende Felder werden mit diesem Zeichen kenntlich gemacht: *

Weitere Informationen

Thomas Küppers fordert eine gezielte Flügelbildung in der Piratenpartei - einen kritisch-hinterfragenden und einen konstruktiven Flügel. Die zwei Flügel sollen nach den Grundwerten der Partei aufgebaut werden - Demokratie, Transparenz und Teilhabe. Durch die Flügel soll eine lebhafte Diskussionskultur aufgebaut werden, um dauerhafte Stabilität in die Piratenpartei zu bringen. Thomas Küppers ist Themenbeauftragter für Sozialpolitik und Koordinator der Sozialpiraten. Er nimmt ehrenamtlich ein Mandat für die Piraten im Kreistag Mettmann war.

Archiv aller Artikel

  • Feinstaubsensoren
  • SH-STOPPT-CETA