Meckern nach der Wahl


Kommentare

9 Kommentare zu Meckern nach der Wahl

  1. Kleine Ergänzung, Der * hinter US-Serien hat folgenden Inhalt:

    • In einem früheren Artikel, witzigerweise in Auswertung der Bundestagswahl 2013, schrieb ich dazu: „Da kämpfen wir nämlich gegen coole Typen wie Abby Sciuto, Timothy McGee, Prof. Charlie Eppes und andere. Diese haben nämlich bereits lange vor Snowden das Bild des „internetaffinen Agenten“ geprägt. Durch sie wurde die Überwachung des Internets im Dienste der Kriminalitäts- und Terrorbekämpfung banalisiert und als notwendig für den Schutz des Bürgers in die Köpfe gebracht. Dazu gibt es in den Medien auch keinen Gegenentwurf. Es gibt keinen coolen Überwachungsgegner in irgendeiner Serie. Im RL sieht das nicht viel anders aus. Ehrlich, Abby ist cooler als Chelsey.“ http://blogvonthomas.wordpress.com/2013/10/02/ein-abgesang-auf-die-piraten/
  2. Meckerziege schrieb am

    Zu der Kommunikationsstrategie bei den Themen Bedingungsloses Grundeinkommen, da fehlt mir persönlich immer die Herleitung bzw. Aufzeigen, dass da ein Umdenken notwenig ist und es mit dem bisherigen Paradigma nur in eine Richtung gehen kann. Es muss hier auch eine Debatte über Psyche des Menschen an sich geben, damit die veraltete These “Der Mensch ist halt von Natur aus faul und schlecht” widerlegt werden kann.

  3. Stinne schrieb am

    Ich sehe ein Problem darin das wir wenn, dann als die x-te Auflage eine linken Partei wahgenommen werden. Asylpolitik, BGE, Gender … – das sind nicht unsere Hauptthemen, aber die in denen am lautesten geschrien wird ovn den üblichen Verdächtigen.

    Wir haben eine Markenkern, und der ist auf Freiheit, Transparenz und Bürgerrechte angelegt. Für den wurden wir früher gewählt, der kommt heute bei den üblichen Verdächtigen kaum noch vor.

    • Moin,

      die Piratenpartei wurde 2006 als Netzpartei gegründet und hatte 2009/2010 den grössen Mitgliederzuwachs, als es um “Zensursula” und dem Abschuss von Linienflugzeugen ging. Wenn die Piratenpartei heute als “linke Partei” wahrgenommen wird liegt das daran, dass die sichtbaren Aktivitäten eher im “linken” Bereich zu verorten sind. Viele Piraten engagieren sich in Flüchtlingsfragen und wurden damit bekannt. Im Bereich der Bürgerrechte (wozu ich den Netzbereich zähle) tut sich relativ wenig. Es wird viel geredet, es wird viel geplant – öffentliche Wirksamkeit erlangt das nicht.

      Jetzt gibt es kein “Eigentum” an einer Partei. “Wer zahlt schafft an” heisst es so schön. Wer unserer Partei ein Bild gibt bestimmt über die äussere Wahrnehmung, die Verortung der Piratenpartei. Das sind eben die Piraten, die sich um die Flüchtlingscamps kümmern, die vielleicht mit Harz-IV-Empfängern auf’s Amt gehen, Märsche von Nazis blockieren und Rechtspopulisten sagen was sie sind. Das ist natürlich schneller gemacht, als gegen einen Überwachungsmoloch zu kämpfen, der nicht greifbar ist.

      Allen die sich beschweren “wir wurden zu einer linken Partei” kann ich nur empfehlen: Nicht jammern sondern klotzen! Tut etwas im Bereich Überwachung und Bürgerrechte. Nehmt an den Demos teil, Erstattet Anzeigen gegen die Überwachung bzw. die zynische Nichttätigkeit der Verantwortlichen, klagt in Karlsruhe, gründet Startups, die sichere Netzwerklösungen anbieten. Aber Hand auf’s Herz: es geht schon im Kleinen los und da passiert nichts! Wer hat denn seinen Dropboxaccount gekündigt und bezahlt jetzt für einen sicher verschlüsselten Onlinespeicher dessen Server in der EU stehen? Wer verschlüsselt seins Mails oder seine Festplatte? Wer setzt auf kleine sichere Lösungen (die Kosten und Aufwand erfordern) statt auf die grossen Anbieter, die sich überall Daten nehmen? Skype, GMail, die schon erwähnte Dropbox, das selbst vom BSI als unsicher eingestufte Windows?

      Wer Bürgerrechte will muss für sie eintreten. Meckern, dass ja keiner was tut bringt nicht weiter!

  4. pavel schrieb am

    Diese kleinen Loesungen des Alltags von M.Renner angesprochen sind doch Zirkusfaxen gegenuebr von den grossen bewegungen der Zeit. Und die deuten auf einen dritten grossen krieg auf europaeischen Boden hin. Wenn man die grundlagendes 1. Weltkriegs studiert und mit heute vergleicht so sieht man dieselben Strukturen , dieselben Klassen, dieselben Akteure. Widermal ist der Finanzkapitalismus in eine existentielle Krise getreten (“Wachstumskrise”) Widereinmal werden existentielle Entscheidungen von “Beratern” und Lobbyisten vorbereitet und beeinflusst. Selbst die damaligen Herrscher wie franz Josef und Wilhelm II waren weitgehend von Lobbyisten und Militaristen beeinflusst! Wie heute: die Militaristen der USA, die Lobbyisten in Bruessel (was ist die EU anderes als ein Lobbyisitenkonklomerat?) die Waffenproduzenten und haendler, der kampf um Rohstoffe (Afrika!), letztlich der Kampf um die Hegemonie in der Welt, erfordern einen krieg als Loesung. Hier sind die naiven Piraten mit im Boot, wenn sie gegen Putin sind, wenn sie nett gegen Russland im Ukrainenkonflikt mitwettern, oder wenn ihre Mitglieder halbnackt dem Menschenrechtsverbrecher harris zum geburtstag gratulieren. Uebrigens empfaengt Polen US soldaten und waffen – auf EU-boden!!! Wieder mal wurde ein Krieg von den Polen ausgehen. Das die Netze kontrolliert werden geht doch wohl von selbst! Heute gibt es mehr Kontrole als unter Nazis und Kommunisten. Kontrolle auf allen Ebenen durch smartphones und anderem technoscheiss. Derzeit kaempft die Oligarchie fuer mehr Inflation um die Bilanzen der Kommerzbanken weiter kuenstlich aufblaehen zu koennen. Das EU ist eine riesige Blase und die muss irgendwann mal platzen. Meine kritik an den Piraten: kein Durchblick in Geopolitik und Wirtschaft.

  5. @pavel, was würdest Du vorschlagen? Was sind keine “Zirkusfaxen”? Auf jede Bestrebung Politik zu gestalten verzichten kann ja nicht die Lösung sein. Möglicherweise ist es naiv zu denken, dass man mit Vernunft und im Dialog Menschen überzeugen kann am demokratischen Prozess (vgl. Wahlbeteiligung) teilzunehmen. Aber was würdest Du vorschlagen? Meine Meinung zur Ukraine und Russland unterscheidet sich von der vieler Piraten, das kannst Du in meinem Blog (brauchst nur auf meinen Namen zu klicken) nachlesen. Ich gebe aber Michael Recht und habe es auch in meinem Artikel so geschrieben. Meckern nützt nichts! Wenn einige Piraten Richtung links meckern, dann sollen sie selbst etwas auf die Beine stellen für ihre (übrigens auch meine) Kernthemen. Am Vorabend des ersten und auch des zweiten Weltkrieges gab es besonders Eines was sich mit heute vergleichen lässt. Das war und ist die Politikverdrossenheit großer Teile der Bevölkerung. Diese führte dazu, dass die Regierenden machen konnten was sie wollten. Da mache ich lieber “Zirkusfaxen” um den/die Eine/n oder Andere/n dazu zu bringen nachzudenken und etwas zu tun. Und Dein Vorschlag?

  6. pavel schrieb am

    ME gibt es Prioritaeten in der Politik. Und die sind es derzeit, die Eskalation gegen Russland abzuwenden. M.Renner hat die russen mit einem verletzten baer verglichen und in der tat ist da was dran: ein verletztes Tier baumt sich noch mal auf bevor es stirbt. Und das Aufbaumen kann einen groesseren Krieg in Europa bedeuten, wenn NATO-USA auf EU boden weiter Truppen stationieren (in Polen, die Tschechien haelt sich da raus!) und dergleichen. Die Einkreisung Russlands seit einigen Jahren ist ein Fakt. Genauso wie die Deutschlands ab 1908. Da war der krieg von den Entente-oberen schon beschlossen (man lese die interessanten Memoiren von Wilhelm II von 1922) Konkret: Die Piratin im EP sollte sich nicht der Russenhetze anschliessen sondern GESCHICHTSBEWUSST handeln denn wenn es diesmal kracht, brauchen wir uns um BGE nicht mehr zu unterhalten. 2.Wirtschaftspolitisch haette ich schon laengst die Geldmengenvermehrung ohne Wertschoepfung kritisiert. Fuer die Piraten, die in Frankfurt sind: mal ins Geldmuseum dr Bundesbank gehen, excellent aufbereitet die Funktion des Gelds in der gesellschaft, der Zusammenhang von Geld und Wertschoepfung. Draghi macht s genau umgekehrt er schafft Liquiditaet ohne sich um Wertschoepfung zu kuemmern. Es muss ein debatte ueber die Produktion gefuehrt werden. Welche produkte / Werte brauchen wir? ME steht eine Wirtschaftsschrumpfung in das Haus. Die ist gesund! Sowie die Deflatiuon ja nur eine Korrektur der Hyperinflation durch Euro ist (was derzeit bei uns importiert wird durch auslaendische Firmen wie Albert, Lidl, usw.) Wird das bei den Piraten diskutiert? Ich weiss nichts davon. Die profitgier der ultraliberalen Akteure ist grenzenlos und wird auch vor Kriegen nicht halt machen. Ich sehe uebrigens den 2.WK als resultat des Kampfs zwischen wertorientierten Ekonomien und Geldschoepfenden via Kredit und Zins. Darueber muss mal eine offene Diskussion ohne scheuklappen gefuehrt werden. Konkret auf deine Frage: auf allen Ebenen der polit. Entscheidungsebenen muss die Wertschoepfungsfrage gestellt werden: auf kommunaler bis EU-ebene. Ich habe selbst die EZB angeschrieben um ein Seminar zum thema zu machen. Sie fragen nach dem Termin. Es ist also moeglich als Einzelner aktiv ins Geschehen einzugreifen.

  7. Nico schrieb am

    Ich denke, das es schon viel helfen würde, wenn die Mitglieder sich sichtbar alspiraten zeigen. Dazu fehlt derzeit im shop jegliche Möglichkeit. Abgesehen von den Fahnen und Signets gibt es fast nix was man zB am auto in und an der Wohnung oder an sich selber anbringen kann. Man mus uns sehen, und nicht nur ein paar Wochen vor der Wahl. Je öfter man einen Piraten sieht, desto eher gewöhnen sich die Leute daran. Und dann fangen diese auch an sich mit uns zu beschäftigen. Ich selber würde gerne mein auto zur fahrenden Werbung machen. Derzeit isses Autohaus Werbung, aber die wäre sofort ersetzt wenn es ein Angebot gäbe. Ich hab sogar bei meiner letzten Bestellung zum gmm in erlangen angefragt, ob es die möglichkeit gäbe einen Aufkleber für die Front und Heckscheibe zu bekommen. Keine Reaktion. Es mag nach Kommerz aussehen, aber zu einem guten Zweck und wir müssen uns offen dazu bekennen und es zeigen. Zudem ist es auch wichtig Diskussionen fest zu sein. Vor allem bei bge und Drogen, suchtpolitik und den netzthemen. Bei der Privatsphäre seine die meisten ja der gleichen Meinung, aber das reicht leider nicht,man mus die Leute auch bei den anderen Themen über zeugen. In meiner Familie hab ich das schon geschafft.

  8. Als Piraten sichtbar, da stimme ich Dir zu @nico. Allerdings meine ich mit sichtbar vllt. etwas anderes. Ich trage das “Piratsein” nicht vor mir her, aber ich äußere mich dazu. Wichtiger erscheint mir aber meine gesellschaftliche und berufliche Arbeit. Dort wissen alle, dass ich Pirat bin, obwohl das für diese Arbeit unwichtig ist. Wenn ich der Betriebsrat, der Kollege usw. bin der für die anderen da ist, der sich für die anderen einsetzt, mit dem man reden kann – dann bin ich eben auch der Pirat. Und somit für die Kollegen und andere eine bessere Werbung für die Piraten als ein Aufkleber. Der ist auch wichtig, aber eben nur plakativ.

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Überwachung und Gesinnungs-Diktatur kenne ich von früher, das will ich nie wieder. Die Piraten stehen für *Menschenrechte für jeden und jede und überall* ein. Dies als Minimalkonsens ist für mich die Grundlage meiner politischen Arbeit.

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