Vision für Europa


Kommentare

6 Kommentare zu Vision für Europa

  1. pavel schrieb am

    Euer Traum von Europa ist ein ALPtraum. Er basiert auf naiven Vorstellungen, dass ein GROSSES Europa besser sei als kleine staaten, die locker und freundlich miteinander leben, wirtschaftlichen und kulturelles Austausch machen, aber ihre Souveraenitaet behalten und damit eigenverantwortlich in gewissem Mass. Gegen die EU spricht , dass sie nicht in der Lage war , die Voelker gegen den Hyperliberalismus und seinen Ausbeutungmechanismen zu schutzen. Die Barrosokommission : eine katastrophe! Unprofessioneles Handeln weil Lobbybedingt! Bankenkrise, Schuldenkrise, jetzt das Groteske Spiel in der Ukraine, usw. Wo gibt es eine Verbesserung seit 10 Jahren? Und deshalb muss man viel Autonomie und Entscheidungsgewalt IM eigenen Land zu behalten. Und : kriege wurden nie von “Nationen” angefangen. es waren immer spezielle Interessen, Lobbyisten, die kriege anfachten und die Voelker manipulierten. Bestes Beispiel der 1. Weltkrieg , wo die Monarchen erst nach Einfluss der “Berater” kriege erklaerten.

    • Willst du wirklich zurück in die Kleinstaaterei? Zurück zu Schlagbäumen, Grenzkontrollen, nicht anerkannten Bildungsabschlüssen, abweichende Masse, unterschiedlichen Standards Allerorten? Zurück zu nationalen Währungen, an denen nur Wechselstuben verdienen, alle anderen wegen des Wechselkursrisikos und der beschränkten Gültigkeit aber leiden?

      Es ist tatsächlich so, dass in der EU nicht alles optimal läuft, vieles sogar falsch. Das ist aber kein Grund das ganze Projekt in Frage zu stellen oder gar abzuwickeln! Das ist sehr kurz gedacht, es ist die faule Variante, die letztlich weniger von allem bedeutet. Mutiger ist es die Probleme zu beleuchten und auf der anderen Seite zu schauen was gut und ausbaufähig ist. Daraus entsteht dann eine Vorstellung was angepackt werden muss. Weisst du, wir Piraten sind Evolutionäre, keine Revolutionäre. Wir wollen das gemeinsame Europa weiter entwickeln. So, dass jeder etwas davon hat.

      Wenn du fragst Was hat die EU je für uns getan hat Sebastian Jabbusch eine Antwort für dich. Nämlich ein kurzes Video auf Youtube, das sehr viele Antworten auf diese Frage liefert – abseits des oft genannten “offene Grenzen und annähernd 70 Jahre Frieden”.

  2. pavel schrieb am

    gerne antworte ich auf allen hier geschriebenen Argumente. Was ist falsch am kleinen Staat, zB mit 10 Millionen Einwohner? Belgien, Holland, Schweiz sind gute Beispiele, dass gerade kleine Staaten gut im Rahmen des ultraliberalen Weltsystems zurechtkommen. Die schweiz hat sogar direkte Demokratie. Tschechien, ebenfalls ca. 10 Millionen, hat 45% Schulden / BSP, 6,3 % Arbeitslose, ein niedriges Lohnniveau , dass aber den meisten Menschen ein relativ gutes Lebensniveau garantiert. Insbesondere ist die Wirtschaft ausgeglichen: von Agrarprodukten bis zum von Deutschland gekauften Atomstrom wird alles verkauft und exportiert. Die kleine Maus hat die Jahrtausende ueberlebt, der mega Dinosaurier nicht. Finland, daenemark usw. sind alles kleine staaten , die auch ohne die EU gut auskommen wuerden. Probleme sind die Suedlaender. Warum? Weil es dort sehr klanisch- egoistische Traditionen herrschen. Wie viele Italiener tragen ihr Schwarzgeld in die EU-oststaaten, selbst der Berlusconi hat Hauser in Prag. Um der italienischen Steuerbehoerde zu entkommen. Dafuer helfen offene Grenzen, freie Niederlassungsrechte. In Ungarn werden 10 % Steuer, in der CR 15% auf Firmengewinne erhoben. Das gilt auch fuer Pizzaverkaufer. In Frankreich sind das locker 50%. Was ist daran “Europa”? Und mehr: wie soll man soetwas reformieren koennen? Die Laender sind zu weit auseinander und meine Kritik an den Barrosokommissionen ist, sie haben 10 Jahre NICHTS getan, um die Laender aneinanderzufuehren. Die Sache mit der Geldwechselei nehmen viele gerne in Kauf wenn sie dafuer aus dem Wuergegriff des Euros kommen. Die Slovakei hat diese Waehrung eingefuehrt. Preise sind hochexplodiert bei gleichem Lohnniveau, das Land hat 13 % Arbeitslosigkeit…und muss fuer diese Griechen einen Solidarbeitrag zahlen. Das ist grotesk. Ich bin sicher man kann ueberschaubare friedliche Nationalstaaten haben , die im Rahmen multilateraler vertraege Freizuegigkeiten gewahren lassen konnen. Aber mit Kontrolle durch Bevoelkerung. Es gab mE in Europa keinen Krieg der von den Voelkern der Nationen ausging sondern nur von den Beratern der Herrschenden. Nicht einmal Deutschland ist auf die EU angewiesen, denn Premiumprodukte von fleissigen, braven Arbeitern erstellt verkaufen sich immer ueberall. Und diese hat Frankreich wenig und Griechenland -ausser Olivenkaese- nicht. Wie kann also so ein Land teil einer waehrungsunion sein?

    • Ist klein immer besser? Warum fliegen wir in einer A380 in Urlaub und nicht in einer Cessna? Warum erklimmen wie die 3000-er in den Alpen, die 8000-er im Himalaya statt auf die Müllberge am Stadtrand zu gehen? Warum leben wir in der Bundesrepublik Deutschland statt im Herzogtum Schaumburg-Lippe oder in Hessen-Nassau? Warum haben wir den Euro, statt Kleinwährungen wie die Courantmark oder bayerische Gulden? Hinter all diesen Beispielen steht ein gemeinsames Wort: Massentauglich und preisgünstig. Fliegt du mit einem Kleinflugzeug in Urlaub wird das sehr teuer. Eigener Pilot, die Start-, Lande- und Durchleitungsgebühren, der schlechte Wirkungsgrad der kleinen Motoren und das bei kleinen Körpern ungeünstige Verhältnis von Oberfläche zum Volumen. Du hast aber, das ist wahr, mehr Flexibilität. Dann landest du eben nicht am Grossflughaben mit anschliessendem Bustransport, sondern auf dem Regionalflughaben deiner Wahl. Aber: Für alle ist ads nicht machbar, es ist im Gegensatz ziemlich elitär. So verhält es sich bei Währungen auch. Wir geben die Flexibilität der nationalen Währung auf. Das bringt einige Nachteile, die Vorteile überwiegen aber bei weitem (gerade wenn der Handel grenzübergreifend stattfindet). Denken wir zurück an die Reichsgründung 1871. Die Länder, die zum damaligen Norddeutschen Bund hinzu kamen waren das heutige Baden-Würtemmberg und Bayern. Heute würde man das als Entwicklungsländer bezeichnen. Oder, abwertender, als “Südländer” (wobei ich den Begriff nicht mag). Da gab es Holzwirtschaft und, bedingt durch das Erbrecht im Süden, Kleinbauern. Nichts, was die damalige Wirtschaft ausmachte: Kohle und Stahl. Es hat 80 Jahre gedauert bis Baden-Würtemmberg an den Rest aufschloss, in Bayern gar 110 Jahre! Aber man hat’s durchgezogen, all die Jahre. Über verschiedene Staatsformen durch, durch alle Regierungen. Jetzt blicken wir auf 20 Jahre Euro und sehen: das passieren Dinge mit denen wir nicht rechneten. Und auch wenn die Finanzkrise nicht überwunden ist ist doch absehbar, dass die Mechanismen zur Eurorettung greifen. Der Wechselkurs zum Dollar ist (fast unangenehm) hoch, gerade Deutschland kam recht anständig durch die Krise. Allen Kasandrarufen zum Trotz. Die Finanzkrise hätte Staaten mit Nationalen Währungen härter getroffen! Abwertungen einer Währung hätte die Einlagen bei Unternehmen und Banken anderer Länder entwertet, das Vertrauren in deren Märkte wäre hin, niemand hätte dort noch rein investiert.

      Aber noch ein Wort zur Schweiz. Das Land ist umgeben für EU-Mitgliedsländern und nimmt über viele Abkommen auch an EU-Regelungen teil. Als Beispiel sei hier nur das Schengenabkommen und das ERASMUS-Programm genannt, es gibt unzählige andere. Wollte man den Status der Schweiz zu EU plastisch erklären entspricht das vielleicht jemandem der sich einer Impfung widersetzt da er weiss, dass alle um ihn herum geimpft sind, das Risiko einer Ansteckung also kaum gegeben ist. Das funktioniert bis zu einem gewissen Grad. Brechen zu viele aus und verlassen sich darauf, dass die anderen hier für Schutz sorgen wird es gut gehen. Bei den Impfungen sehen wir in jüngerer Zeit wieder viele Hirnhautentzündungen, die Schweiz hatte mit der Aufwertung des Franken zu kämpfen, die zumindest deren Export hart traf, an den Landesgrenzen aber auch die Binnenwirtschaft. Wenn du siehst, dass es für Schweizer die am Bodensee wohnen lohnend ist, mit der Fähre zum Supermakrt in Deutschland zu fahren (die nehmen alle Franken) wird die klar, was an Währung aus dem Land fliesst.

  3. HamuSumo schrieb am

    Argument “offene Grenzen”: Schengen kann auch ohne die EU existieren. Ursprünglich war das Schengener Abkommen auch ein interstaatlicher Vertrag, der später in EU-Recht übernommen wurde.

    Argument “Frieden”: Nach zwei großen Kriegen und durch den Druck von außen über viele Jahre hinaus (Kalter Krieg), finde ich es nun nicht überraschend, einen Frieden innerhalb (West-) Europas zu wahren. Auch muss man sehen, dass sich die Waffensysteme sehr verändert haben. In Zeiten von weitreichenden Massenvernichtungswaffen kann man nicht einfach mal den Fehdehandschuh dem anderen vor die Füße werfen. Davon abgesehen wäre die EU an sich unfähig einen Bürgerkrieg aufzuhalten.

  4. pavel schrieb am

    massentauglich und preisguenstig? 1. sind Europreise nicht preisguenstig. Beispiel: in Budapest kriegt man Qualitaets menus im Zentrum mittags fuer….4 EUR. Ich muss fuer ein Prjekt nach Tenerifa Flugpreis vor 2 Jahren 220 EUR , heute 350. usw. Ich persoenlich meide die EUROzone und fahre zB nach Tunesien. Dass dort die Loehne disproportional niedrig sind aendert nichts am Argument: in der Slovakei wurde der EUR eingefuhrt und die Lohne sind NICHT gestiegen = 13 % Arbeitslosigkeit, die Bauern kommen zu uns nach CR um Produkte zu verkaufen. Der EURO war gut fuer die Grossbetriebe , die ihre Produkte inter-national herumschieben und Wechselkursrisiken ausschalten. Gut fuer parteiliche Staatstraeger, die unter der “Sicherheit” des EUROschirms ihre Megaschulden machen konnten die man ann die Klientel verteilen konnte. Beispiel: ein Italienbotschafter in einem EU land bekommt 28000 EUR / Monat (von dem er den Koch zahlen muss) Meint ihr, der Faehigste bekommt den Job? Es gibt heute eine sektorielle Armut in der EU , die ans 19. Jh erinnert. 2% der Bevoelkerung kauft ihre Nahrung in der Muelltonne, schlaeft im Hotel Park. Eine weiterer Schandfleck dieser “europaeischen” Union. Gleichzeitig hat man aber die natuerlichen Lebensgrundlagen zerstoert: Luft, Wasser Boeden sind zB in der EU-region Neapel voellig ungeniesbar. In Paris staendiger smog durch aberwitzigen Auto (diesel) gebrauch, dahinter das Credo der totalen Mobilitaet stehen! Keine EU-partei kommt auf den Gedanken, diese krankhafte Dauermobilitaet in Frage zu stellen, und der A 380 ist bestes Beispiel dafuer. Der Mensch ist max. 2,5 m gross, seine Dimension ist BEGRENZT. Und dieses Wissen um menschliche begrenzung fehlt in der EU politik. Zur Frage des EURO-friedens glaube ich , dass Voelker keine kriege anzetteln koennen solange sie unartikulirte Masse sind. Es braucht den politischen Zuendeler. So etwa gab es im Hapsburgreich ein grosso modo ausgeglichenes System des Ausgleichs zwischen (sprachlich definierten) Volksgruppen, Religionen und ethnischen Kulturen. Resultat waren haufige Mischfamilien zwischen diesen Gruppen. ZB waren bei den Wiener hilharmonikern so viele Halb und Mischjuden , dass eine repression gegen sie nach dem Anschlus 38 zur Aufloesung der band gefuehrt haben wuerden. Der hass wurde von einigen Gruppen , auf tschechischer Seite leute wie masaryk und Benesch geschuert, systematisch aufgebaut. Sie wollten einfach mehr Mitspracherecht, mehr Macht in dem diffizilen System des Vielvoelkerstaats. Die Suedslaven bildeten eine aehnliche militante Gruppierung, vom Serbien staatsapparat unterstuetzt. Oesterreich-Ungarn sah sich existentiell unter Druck gesetzt (auch vonpolnischen Nationalisten). In dieser lage kam das Sarajevoattentat. Jetzt musste der sehr alte franz Josef ueber Krieg und frieden entscheiden. Er war schwankend, denn mit 80+ faengt man keine Kriege an. Seine Berater Hotzendorf und Graf Berchthold , selbst in der Frage der Kriegerklaerung schwankend, haben ihn dann rumgekriegt: die katastrophe nahm ihren Gang! Man zeigt uns heute die jubelnde massen der europavoelker. Aber die haben nichts ausgeloest , sondern nur jubelnd Entscheidungen mit ihrem Leben, Gesundheit, Ersparnis bezahlt, die von LOBBYISTEN eingefaedelt wurden. Jeder der um EU interessiert wird, sollte sich diese Geschichte der habsburkreich durchlesen. Heut eist Bruessel das paradies der Lobbyisten und niemand von uns weiss , wer eigentlich fuer die katastrophalen Ukraine entscheidungen standen. Euer alter Schmidt hats erfasst: die Irrationalitaet der Situationen laesst eine Explosion zu. In diesem Fall wurde sie durch maessigende Aktion der Bundesregierung (im gegensatz zu Giftzwerg Hollande) gemeistert. Es ist also gut, als gegengewicht zu supranationalen Parteien wie des des Europaverraeters Junckers , solche zu waehlen, die noch in einer nationalen Kontrolle stehen. Ihr solltet mal hierfuer Ungarn als Fallbeispiel bediskutieren anstat nur verteufeln.

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