Der #weltraumaufzug und Phillip Mißfelder


Kommentare

11 Kommentare zu Der #weltraumaufzug und Phillip Mißfelder

  1. Vermutlich sollte auch ein Spitzenkandidat einen Parteibeschluss nicht ohne Not öffentlich ignorieren. Dieser Fall liegt hier aber nicht vor, denn es gibt keinen Beschluss GEGEN einen Weltraumaufzug, sondern nur einen nicht erfolgreichen Antrag, der einen solchen Aufzug enthielt. Daraus kann und sollte kein Beschluss gegen einen solchen Aufzug konstruiert werden – schon gar nicht öffentlich.

    • Als aktiver Funkamateur fühle ich mich jetzt angesprochen (auch wenn ich den Bezug des Kommentars zum Artikel nicht erkennen kann).

      Mir fällt es tatsächlich schwer, mit diesem Wörterbuch des Nationalsozialismus als Schere im Kopf durchs Leben zu gehen. In Nazideutschland wurde manches erfunden oder eingeführt, das dem Regime half Tod und Schrecken in ganz Europa und Teilen Afrikas und Asiens zu verbreiten. Beispielsweise der Düsenantrieb, das Fernsehen, der 1. Mai als Feiertag, die Autobahn, der Nichtraucherschutz, Entwicklungen in der Verwaltung wie z.B. die “Dachorganisation” und einiges mehr.

      Während wir weder auf den 1. Mai noch auf den Nichtraucherschutz verzichten wollen, sind die Insignien der Nationalsozialisten heute völlig zu Recht aus dem öffentlichen Leben verbannt, geächtet und teils sogar verboten. Das betrifft das Hakenkreuz (in Indien wohl ein Zeichen für Fruchtbarkeit), den Zweifingerbart und auch den “Deutschen Gruss” (der vom römischen Gruss übernommen wurde). Manches wurde, eben weil die Nutzung zum Teil verboten ist, von Alt- und Neonazis, bis zur Unkenntlichkeit verfremdet, abgewandelt. Das Hakenkreuz wurde, ganz bauernschlau, auf drei Teile verringert, aus “Heil Hitler” wurde H.H. und später 88, das jeweils für den 8. Buchstaben des Alphabets steht.

      Die Frage ist ja, wie weit wir es Neonazis erlauben wollen unser Leben und Handeln zu bestimmen. Ist die Zahl 88 so schlimm, dass wir sie nicht mehr verwenden möchten (wie es in manchen Häusern kein 13. Stockwerk gibt, sondern nach 12 und 12a gleich der 14. Stock kommt). Sind Glatzen schlimm, wenn sie nicht durch natürlichen Haarausfall enstanden, sondern durch rasiseren? Wie wollen wir auf weisse Schnürsenkel reagieren, wenn sie zu schwarzen Stifeln getragen werden?

      Diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten. Kompliziert wird die Anwendung dieser Kopfschere, wenn es Kombinationen von “Anzeichen” gibt. Bei “Ariel” denkt wohl niemand an das Wort “Arier”. Bei 88 denkt kein vernünftiger Mensch an Adolf Hitler. In der Kombination ist das neu zu bewerten. Bei denen, die überall Nazis sehen wird diese Bewertung anders aussehen wie bei denen, die ein selbstbestimmteres Leben führen.

      vy 73

  2. Claus Martin schrieb am

    Kommentar zu Micahel Renner: Die Nazis haben sehr viele Symbole und Wertvorstellungen, die bereits lange vor ihnen existierten, für ihre Zwecke missbraucht.

    Wir sollten unsere Verachtung den Nazis gegenüber dadurch demonstrieren, dass wir uns nicht länger von ihnen gängeln lassen.

    Wenn also heute jemand von Heimatliebe spricht, hat das nichts mit den engstirnigen Nazis zu tun. Er liebt einfach seine Heimat und kann trotzdem ein weltoffener, toleranter und neugieriger Globetrotter sein, der ein offenes gastfreundliches Haus für Freunde aus aller Welt hat.

    Was wir aber nie vergessen sollten, sind die Verbrechen der Nazis und ihre Folgen: – Millionen gefolterter und ermordeter Menschen – Zerstörte Städte – Millionen vergewältigter deutscher Mädchen und Frauen

    Alle Ideologien haben nur Leiden über die Menschen gebracht. Wir können es auch heute wieder in Syrien beobachten und langfristig wird der brutale Vertragsbruch von Putin auch Russland grossen Schaden zufügen, da niemand mehr Vertrauen in Verträge mit Russland setzen wird.

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