Wie soll es mit der Ukraine weitergehen?

Militärposten | CC BY 2.0 by snamess

Kommentare

10 Kommentare zu Wie soll es mit der Ukraine weitergehen?

  1. Toni W schrieb am

    Mir gefällt der neutrale Ton des Beitrags, der sich abhebt von der ganzen emotionalen Debatte und dem Kindergarten der leider anderswo in den Foren tobt. Die oben skizzierte Lösung ist definitiv anstrebenswert – aber dennoch sehe ich einen Denkfehler, der in Deutschland immer wieder gemacht wird: Nämlich den, dass angenommen wird Russland würde sich über ein friedliches demokratisches Musterbeispiel an der russischen Grenze freuen. Hier leisten sich viele Friedensbemühte ein Mißverständnis, weil sie denken Putin würde nur zu gern an den Verhandlungstisch zurück und es ist nur der Westen der hier die Kriegsrethorik eskalieren läßt. Putin ist geschickt und handelt nach dem Prinzip Teile und Hersche in dem er Teilen der Öffentlichkeit vorgaukelt er wäre ein vernünftiger Ansprechpartner, nur müsste man es mal versuchen. Das sollte uns nicht abhalten davon eine diplomatische Lösung anzustreben – so leicht wie das aber immer dargestellt wird wird es nicht sein und Russland wird sämtliche Demokratisierungsversuche torpedieren. Die Lösung wäre dann vielleicht – Rußland, du bekommst dann halt die Ostukraine und kannst machen was du willst – bleibt die Frage ob man sich auf so ein Spiel erzwungenermaßen einlassen sollte und warum man dann nicht gleich den nächsten “Hitler-Stalin” Pakt wo anders besiegelt.

  2. Nico Steffen schrieb am

    Es ist richtig, daß es in allererster Linie um die Ukrainer geht. Und die müssen einen Volkentscheid machen, bei dem sie entscheiden: Zur EU, Zu Rußland oder Teilung. Das problem ist, eben daß wenn einer Stunk machen will und sich immer wieder einmischt, es keinen einfachen weg geben wird. Mit der verlegung von US Truppen hat sich gezeigt, daß die USA wieder Polizei spielen, in einem Konflikt, der absolut garnichts mit ihnen zu tun hat. Die entwaffnung muß sein, allerdings würde ich das auf alle Ukrainer ausweiten. Allerdings werden die radikalen auf beiden seiten das nicht mit sich machen lassen. Wenn wir glück haben, findet sich eine lösung, die alle befriedigt, wenn wir pech haben ist der Imperialismus wahn der USA und Puitns übermächtig und es wird vor unserer Haustür Krieg geben.

  3. Claus Martin schrieb am

    Russland hat einen schwerwiegenden Vertragsbruch begangen, als es völkerrechtswidrig die Krim annektierte. Denn Russland selbst hat den Schutz der Ukraine mit garantiert. Darus folgt, dass wir Russland zur Zeit überhaupt in keinerlei Beziehung mehr trauen können. Wir müssen uns also von Gasimporten aus Russland weitgehend unabhängig machen, weil wir sonst erpressbar sind. Putin wird nicht halt machen, wenn er auch noch die Ost-Ukraine annektiert. Kein Diktator hat sich je gemässigt. Er muss jetzt gestoppt werden.

    Die Mitgliedsstaaten der Uno sollten den Sicherheitsrat entmachten. Keine ständigen Mitglieder mehr, sondern alle 5 Jahre freie und geheime Wahlen. Und eine schnelle militärische Eingreifgruppe, die dem neuen Sicherheitsrat untersteht, so dass Terroristen schnell und wirksam bekämpft werden können. Die ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates missbrauchen ihn für ihre eigenen egoistischen Zwecke und kümmern sich nicht um das Wohl aller Völker. Wie lange noch sollen sie sich diese Schmierenkomödie gefallen lassen ?

  4. Sabine Baer schrieb am

    Der Artikel ist erfreulich sachlich. Einen Aspekt moechte ich noch nennen; Russland gehoert zu Europa, die USA nicht. Sabine

  5. meike schrieb am

    Herr Putin wird die Ostukraine nicht wollen.Ein ewiger Unruheherd wird ihm entschieden lieber sein…Allerdings sehe ich auch nicht ein, warum die EU hier so vehement USA Interessen vertritt und sich vor deren Karren spannen lässt. Wie vertrauenswürdig deren Politik seit dem Patriot Akt ist sehen wir doch an der NSA Affäre. Ich !möchte meine Bürgerrechte nicht so eingeschränkt sehen.

  6. RüdigerRR schrieb am

    Die Systempresse hat so gegen den Putin gewettert, doch wenn ich mir den Mann so anschaue, macht er mir in vielerlei Hinsicht einen sehr besonnenen und hochintelligenten und beständigen Eindruck. Darüber sollten wir alle froh sein. Putin kommt durchaus Volksnah rüber, wirkt bescheiden und pflegt Kultur und Tradition, leider viel mehr, als es in Europa der Fall ist. Denn die Schuldenpolitik walzt ja bekanntlich schon seit längerem alles nieder.

    Ich möchte auch nicht darüber nachdenken, was wäre, wenn ein direkter Nachbarstaat zu Deutschland, plötzlich und durch die Unterstützung Dritter im unkontrolliertem Ausnahmezustand wäre. (Z.B. Frankreich mit ihren unzähligen Atomkraftwerken usw…)

    Die EU hätte wie so oft viel früher mit Geld helfen können. Also bestimmt schon vor ca. 10 Jahren und da wäre es mit Sicherheit einfacher und viel Billiger gewesen. Es ging nämlich schon lange um die Gasrechnung der Ukraine. Dass Putin Besonnenheit zeigt heisst natürlich nicht, dass er das um jeden Preis tun muss. Wenn auch vieles dafür spricht, dass hier viel Theater inszeniert wird um einerseits einen Keil zwischen Russland und Europa zu treiben. Andererseits sind die Wirtschaftlichen Beziehungen, welche vor kurzem noch als verlässlich gepriesen wurden, im Grunde immer noch hervorragend. Schröder umarmt Putin! Kurz, wer sich um dieses gesamte Thema ein bisschen bemüht, der wird auch hier, wieder viele Lügen und Ungereimtheiten entdecken können.

    Die Mehrheit hat auch hier wieder einmal nichts zu gewinnen, aber viel zu verlieren.

    Wenn es dumm kommt, kommt jetzt laut Vorgabe Obama das Fracking, bei dem ja bekanntlich auch sehr viel Gift entsorgt und viel Grundwasser verseucht wird in Deutschlandweit und in Europaweit noch mehr und noch massiver zum Einsatz.

    • Putin ist kein glänzendes Vorbild, kein “lupenreiner Demokrat”, wie ihn der damalige Bastakanzler Gerhard Schröder nannte. Putin ist der Erfinder der “gelenkten Demokratie”, bei der die Wähler keine wirkliche Wahl haben. Kein Vergleich zu sowjitischen Zeiten, aber auch nicht das, was 23 Jahre nach dem Ende der UdSSR zu wünshen wäre. Es war Putin, der sich im Kaukasuskrieg 2008 einen Teil Georgiens einverleibte. Und da der Appetit bekanntlich beim Essen kommt gab es 2014 die Krim als Nachschlag. Wir hier im Westen hoffen zumindest, dass dies nicht nur ein Zwischengang war, denn das Kapitel Putin ist ja noch nicht abgeschlossen. Eigentlich, und da ist rein formal die russische Verfassung weiter als unsere, ist die Amtszeit des Präsidenten (dessen Amtsfülle geht weit über die des Kundeskanzlers hinaus) auf zwei Amtsperioden beschränkt. Doch die zweimalige Rochade mit Medwedew hebelte dies aus. Um die Mensch- und Bürgerrechte ist es nicht gut bestellt im Russland des Jahres 2014. Wird die Demonstration einer oppositionellen Gruppe doch einmal genehmigt ist es usus sie nur am Stadtrand stattfinden zu lassen. Die Polizei prügelt dabei ungeniert drauf los. Die Botschaft ist klar: “Wärt ihr besser Zuhause geblieben”. Auch ohne das Foto der blutigen Nase von Volker Beck, MdB, vor Augen zu heben wissen wir dass Putins Russland so funktioniert.

      Allerdings ist Russland kein aufstrebendes Land, keines mit einer florirenden Wirtschaft. Der Niedergang der politischen Kultur wird begleitet vom Niedergang der Wirtschaft, die mehr und mehr von ihrer Produktivität einbüsst. Sie hat es nach der Abschaffung der Staatswirtschaft versäumte, Innovationenskraft zu entwickeln. Der Lebensstanddard der Bevölkerung sinkt, der Börsenkurs der Unternehmen befindet sich im freien Fall. Das einzige, mit dem das Land punkten kann sind seine Rohstoffe. Das bringt Russland wirtschaftlich betrachtet aber in gefährliche Nähe zu einem Entwicklungsland, das zwar Öl, Gas, Gold oder Diamanten ins Ausland verkaufen kann, das eingenommene Geld aber nicht klug investiert, um eines Tages von diesem Export unabhängig zu werden. So wird das knappe Geld in das Militär gesteckt, das nach innen als Drohkulisse funktioniert, und sich von aussen territoriale Gewinne verspricht.

      Russland mag ein Teil Europs sein. Sein Regierungsstil ist es nicht. Die Pressefreiheit existiert faktisch nicht mehr.

  7. RüdigerRR schrieb am

    Ja ich weiss, die glänzenden Vorbilder sind, wenn überhaupt dann nur bei uns zu finden! ( Ich für mich brauche keine glänzenden Vorbilder. In meinen Augen gibt es die höchst selten. Ich bewundere jeden, der anstrebt mit sich und seinen Fehlern tabulos offen umgehen zu können, lernfähig bleibt und ein Feedback geben und auch selber ertragen kann!) Im Vergleich zu unseren westlichen Politikern kann ein Gerhard Schröder, Putin durchaus als “lupenreiner Demokrat” durchgehen lassen. Gerhard Schröder hatte ja lange genug den direkten Vergleich zu vielen Politikern. Unsere Demokratie im Westen ist genauso lupenrein und natürlich wird auch sie gelenkt. (Das kann ich im Kleinen bestätigen, als nämlich nach einer Personenlisten-Wahl eine Nachzählung erfolgen sollte und plötzlich die Lichter ausgingen… – Weil für eine Wahlwiederholung natürlich Stimmzettel verloren gehen mussten, konnte nach einer eindringlichen Rede der Verantwortlichen, das gewollte Wahlergebnis durch eine Wahlwiederholung erzielt werden. ) Deshalb haben unsere Wähler natürlich auch keine wirkliche Wahl. Die eindringlichen Reden besteht aus den unverbindlichen Wahlversprechen derer die gewählt werden wollen und den Systemmedien… “Es war Putin, der sich im Kaukasuskrieg 2008 einen Teil Georgiens einverleibte.” Ja und wer hat uns einverleibt? Wer hat sich den Irak einverleibt? Wer will sich Syrien oder auch gerne den Iran gefügig machen? Wer hat die Neue Weltordnung ausgerufen? Russland kann sein was es will, es bleibt auf jeden Fall auch eine Atommacht. Mich hat Putin erst interessiert, als mir Unterschiedliche Russland-deutsche von ihrer positiven Einstellung zu Putin berichteten. Da sie ja russisch verstehen, habe auch ich mich nach einiger Zeit, um eigenständige Gedanken bemüht. Ich denke mal Putin kann mehr deutsch wie Merkel und Obama zusammen russisch. Also dürfte ihm, (er dürfte wohl noch einige andere Sprachen sprechen), wohl viel an Verständigung liegen… Dann kenne ich einen Russen mit russischem Pass, der in Deutschland arbeitet. Seine Mutter benötigte Hilfe wegen einer Sache (Naturkatastrophe oder so). Er, der Sohn, schrieb Putin an und bat ihn seiner Mutter zu helfen. Es verging einige Zeit bis er und später auch ich davon erfahren durften, dass Putin seiner Bitte auch tatsächlich nachgekommen ist. “Allerdings ist Russland kein aufstrebendes Land.” Amerika leider auch nicht mehr. Von einer florierenden Wirtschaft spricht man dort ebenfalls nicht mehr. “Der Niedergang der politischen Kultur, wird begleitet vom Niedergang der Wirtschaft, die mehr und mehr von ihrer Produktivität einbüsst” – ja auch diese Beschreibung passt auch bei uns. Und das folgende beschreibt die Situation in Deutschland: Nach der Abschaffung der Staatswirtschaft (Beamte), wurde versäumt, Innovationenskraft zu entwickeln. “Der Lebensstanddard der Bevölkerung sinkt, der Börsenkurs der Unternehmen befindet sich im freien Fall.” Bei uns ging sogar ein Staat pleite (und es war nicht einmal zu seinem Nachteil, weil dieser Staat nun viel weniger gefügig machende Schulden hat. Den restlichen Staaten und Nichtregierungsorganisationen Kann das jederzeit ebenfalls noch bevor stehen. “Das einzige, mit dem das Land punkten kann sind seine Rohstoffe.” Und da sollen wir nicht dran, denn wir sollen lieber zuschauen wie bei uns gefrackt wird! “Das bringt Russland wirtschaftlich betrachtet aber in gefährliche Nähe zu einem Entwicklungsland, das zwar Öl, Gas, Gold oder Diamanten ins Ausland verkaufen kann, das eingenommene Geld aber nicht klug investiert, um eines Tages von diesem Export unabhängig zu werden. So wird das knappe Geld in das Militär gesteckt, das nach innen als Drohkulisse funktioniert, und sich von aussen territoriale Gewinne verspricht.” Ja, ja, schauen wir zurück, wer trieb die Sowjetunion in eine Rüstungsspirale um sie arm (tot) zu rüsten? “Russland mag ein Teil Europs sein. Sein Regierungsstil ist es nicht. Die Pressefreiheit existiert faktisch nicht mehr.” Auch unsere Presse hat die Mehrheit der Menschen noch voll im Griff. Deshalb gibt es womöglich auch noch am Wahltag eine Bildzeitung gratis!

    Was auch immer damit ausgedrückt werden soll, Dumm ist Russland schon länger nicht mehr und grundsätzlich, sollten wir uns pauschale Aussagen gegenüber anderer Völker verkneifen, weil es bekanntlich immer auch Ausnahmen gibt.

    Für den Frieden in Europa zu sein ist wieder ein wichtiges Thema! Nach der Europawahl werden wir sehen wie dieser Frieden und all die Unzähligkeiten auszusehen haben.

    Nebenbei wer streit schürt und in Gewalt eine Lösung sieht, der befindet sich automatisch auf der Verliererseite, weil es in der Natur der Sache liegt, dass Frieden nicht eskalieren kann, sonst ist es ja kein Frieden mehr. Eben genau so wie Liebe nicht eskalieren kann, weil es dann keine Liebe mehr wäre. Deshalb ist Frieden und Liebe auch nicht zu unterwandern und eignen sich hervorragend als gemeinsame Ziele.

    Es sind überwiegend egoistische und zielgesteuerte Minderheiten, welche Mehrheiten dirigieren und kontrollieren müssen, um ihre eigene Macht zu erhalten und sogar noch auszubauen. Das macht deutlich was Globalisierung oder erst mal Europäisierung für die Mehrheit bedeuten werden. Zumal es am Ende keine Staaten und wie es jetzt schon spürbar ist, keine gelebte Kultur mehr geben wird, mit denen sich der einzelne noch vergleichen könnte. Also mal ehrlich, ich will lieber die gelebte Vielfalt!

    An der Europawahl nehme ich frühestens Teil, wenn die EU mindestens über 50% Wähler-Schäfchen nachgewiesen haben. Denn für die EU-Finanz-Diktatur ist der Wähler kein Hindernis und für ihre umstrittenen Machenschaften also offensichtlich völlig egal!

    • Es ist leider wahr: Unserer Tage geben sich nur wenige die Mühe als gutes Vorbild gelten zu können. Schlechte Vorbilder gibt dagegen es zuhauf. Ob es am Mangel an Alternativen liegt, dass erschreckend viele Menschen Putins rüpelhaftes Benehmen in der Weltpolitik bewundern? Meine eigene Theorie ist es ja, dass es hierzulande eine fatale Lust am “starken Mann” gibt. Die Bewundernung nicht weniger Bundesbürger gilt rücksichslosem Verhalten und Anzugtägern mit Mitnahmequalitäten. Das gilt zumindest so lang, bis dieses Verhalten sie selbst nicht trifft. Um Beispiele zu bringen: Ein Herr Hoeness, der Steuern hinterzeiht wird bewundert. Hätte er die Millionen, über die wir hier reden über überhöhnte und abgesprochene Preise erzieht sähe das ganz anders. Ein Herr Putin, der sich politisch unkorrekt und frech in anderen Ländern positioniert wird bewundert. Würden sich seine Soldaten auch die DDR wieder holen sähe das ganz anders aus. Die Krim, der östliche Teil der Ukraine, all die kleinen Ländern mit einer russischen Grenze scheinen so weit weg. Da werden uns nichtmal Urlaubsländer genommen – so what?

      In den 80-ern gelang es tatsächlich die UdSSR kaputt zu rüsten. Eine Methode, die heute nicht mehr funktionieren würde. Denn den Grossteil der Einnahmen erziehlt Russland mit Exporten von Brennstoffen – an uns. Jeder Schritt auf dem Rüstungstreppchen würde unweigerlich zu einer Erhöhung der Rohstoffpreise führen, damit auch Russland rüsten kann. Finaziell war die Rüstung im Westen ja auch nur unter grösseren Opfern zu erbringen. Aber heute würde es nicht genügen diese “Friedensdividende” wieder in Panzer und Raketen zu investieren. Denn es müsste hier der dopplte Betrag aufgebracht werden, die Wirkung würde ohnehin verpuffen. Die Politik der “Eingrenzung” könnte also durchaus funktionieren: Auf der einen Seite den Preis für Russlands Politik hochtreiben, auf der anderen Seite schauen möglichst schnell unabhängig von Gas und Öl zu werden. Hoffen wir mal, dass dieses Mal die Maxime wirklich “weg von Gas und Öl” lautet, und nicht wie Anfang der 90-er Jahre “Weg vom Gas und Öl dieses Exporteurs hin zu einem anderen”.

      Marina Weisband macht sich als Kennerin der Ukraine und Deutschland übrigens sehr gut. Sie kennt beide Seiten. Wohl einer der Gründe warum ihre Meinung und Einschätzung so gefragt ist. Schade, nur, dass sie in den Medien als “Ukraineexpertin” auftritt und nicht als “Mitglied der Poratenpartei”. Es wäre nur fair wenn die Wähler wüssten, dass wir Piraten auf vielen Gebieten kompetent sind.

  8. RüdigerRR schrieb am

    Ich finde es schön mit Dir, aus einer leicht unterschiedlichen Sichtweise öffentlich zu diskutieren. Nur melden sich zu diesem Thema offensichtlich nur wir beide etwas ausführlicher. Für mich ist die Ukraine nicht so weit weg, weil ich in Kiev schon vor ca. 10 – 12 Jahren gewesen bin. Schon damals gab es die Gaslieferungen, welche nicht bezahlt wurden und der “AKW- Unfall Chernobyl” vermittelte mir ungute Eindrücke, als ich davon hörte, dass Frauen die schwanger werden gleichzusetzen seien als wären sie krank und sie deshalb schon während der Schwangerschaft viel liegen sollten/müssen. Viele Frauen wollten keinen ukrainischen Mann, weil sie Angst vor Missgeburten hatten (viele wurden ja wegen Chernobyl nach Kiev umgesiedelt usw.)

    Wasser konnte man nur noch aus Flaschen genießen und beim Duschen mit Leitungswasser hatte ich schon ein sehr ungutes Gefühl. Sonst schien das Leben zu meiner Überraschung ganz normal zu sein. Ich habe zu meiner Verwunderung viele Luxusläden wahrgenommen, sowie eine gut funktionierende Infrastruktur vorgefunden und erstaunlich viele fahrende durchaus Luxuriöse Autos. Das “Mc Donald’s” Restaurant war der Hit. Ich sah viele sehr gut aussehende ukrainische Frauen und viele junge Frauen, die sich auf ganz normalen Hauptstraßen in Nähe den Regierungsgebäuden, käuflich anboten indem sie diese lange Strasse immer hin und her liefen. Unabhängig davon, ähnlich wie in London, schien es dort, nur sehr reiche und sehr arme Menschen zu geben.

    Wenn sich Menschen verkaufen, dann tun sie das nicht nur in der Prostitution sondern überall. Am tragischsten ist das, wenn sie das in der Politik tun, weil sie Dritte gleich mit verkaufen. Und davor ist keine Partei geschützt.

    Schon bei einfachen Coach-ings bekommst Du vermittelt, dass wir alle Verkäufer sind. Und so lange jeder nur das anpreist, was mit ihm selber zu tun hat, mag das ja im “verzinsten Geldsystem” erst recht, auch nur für ganz wenige anders gehen.

    Gedanken sollten wir uns gelegentlich machen, über die Systemrelevanten Knotenpunkte, welche von Menschen besetzt, oder sogar von Computern (dieser Brief braucht nicht unterschrieben zu sein… :-)…) besetzt worden sind, in unserer globalen Welt. Wer da eingesetzt wird, verwaltet große Teile der Menschheit, er sollte sich dieser Verantwortung bewusst sein und sollte dies mit uns tun und nicht gegen uns. Deshalb ist der einzige Gradmesser; unsere eigene Empfindungen und “Selbstbestimmung, über unser eigenes Leben selber zu verfügen”, um die zwar geworben werden kann, die aber niemals erzwungen werden darf. Somit muss es uns frei gestellt sein, was wir konsumieren und finanziell honorieren, was wir bereit sind zu tun und wozu wir nicht bereit sind.

    Die Realität ist weit davon entfernt und es könnte bei mir das Gefühl aufkommen, dass “ganzheitlich” also in nahezu allen Bereichen und mit allen Mitteln gegen die Menschheit gehandelt wird. Dabei wäre es besser, wenn alle Mittel genutzt würden um die Menschen zu befähigen, sich selber (im Einklang ihrer Umwelt) zu helfen.

    Ein weiterer sensibler Bereich der Käuflichkeit ist, wenn dies bei der Presse geschieht. So ist die Gleichschaltung der Medien zu Gunsten der EU und der NWO, (Spiegel und TAZ oder Süddeutsche Zeitung und Fernsehsender mit eingeschlossen), ein unübersehbarer Wink mit dem Zaunpfahl. Gelegentliche lobenswerte, kritischere Reflexionen sind Ausnahmen und werden meist ungünstig platziert.

    Für mich reicht es längst nicht mehr aus, ein paar Tageszeitungen in die Hand zu nehmen und sich dadurch die Welt erklären zu lassen. Ich bin um jeden Krümel von Nachricht dankbar, egal woher. Im Zweifel orientiere ich mich an meinen Empfindungen und schaue z.B. Wie wirkt die Energieknappheit auf mich, wenn ich mich gelegentlich allein mit meinem Auto, auf einer meistens voll befahrenen Autobahn, mit 6 Fahrbahnen, bewege und davon ein Drittel mit LKW’s belegt sind und bei den restlichen meist komfortablen und großen Fahrzeugen ebenfalls überwiegend nur einen oder zwei Insassen zu entdecken sind? Dann sehe ich die Flurbereinigten gelben Rappsfelder, jeder einzelne Baum auf den Feldern, war er noch so alt wurde als Hindernis für die schweren Landmaschinen gesehen und musste weg! Heute wurden sie im Prinzip in weiten Teilen durch unzählige Windräder ersetzt…

    Die Bahn-Tarife bleiben kompliziert und somit unattraktiv, selbst kürzeste Verbindungen sind lächerlich teuer. Eine erschwingliche All-Strecken-Flat sucht man vergebens und schon Werbeaufrufe: auf Konsum freiwillig zu verzichten oder ihn auf seine Gesundheit besser abzustimmen, passt nicht in dieses Wirtschafts-System.

    In Spanien gibt es leere EU finanzierte Autobahnen und eine Super Busverbindung für das komplette Land und das ganze auch noch Preiswert! Noch, weil auch dieses Land durch Großprojekte verschuldet wurde, um es leichter an die EU anzupassen.

    Schmutzige Politik legitimiert alles, was zum Ziel führt. (Krieg übrigens auch, deshalb kann Krieg und Gewalt niemals eine Option sein.) Viele wissen das und stehen Wahlen sehr reserviert gegenüber. Mir geht es genau so, obwohl ich mich immer an Wahlen beteiligt habe. Ich frage mich selber warum eigentlich? Ich vermisse Politiker die Verbindlich einhalten dürfen, was sie vorher versprochen haben. Mittlerweile wird auf Wahlplakaten häufig schon gar nix mehr ausgedrückt.

    Nun, eine kompetente hübsche Junge Frau ist ein guter Anfang. Für ein Rundes Bild gehören für mich mehr und vor allem auch ältere kompetente Menschen, die die Welt schon einwenig länger beobachtet haben. Auf jeden Fall verkauft sie sich sehr gut und wird ihren Weg, mit und auch ohne Piraten, mit Sicherheit machen.

    Bei einem Konflikt macht es immer Sinn beide Seiten anzuschauen. Leider muss ich mich selbst bemühen, um von der russischen Seite etwas mitzubekommen. Das allein ist traurig genug, weil diese, in den normal erhältlichen Print-Medien, vielleicht im Biosupermarkt, gerade mal im “Compact” wiedergegeben wird. Es ist, wie in der Modebranche: Heute ist unser Fokus Ukraine, doch was als nächstes fokussiert werden soll, steht ebenfalls schon fest. Wir wissen es nur noch nicht ganz genau.

    Ich schätze den offenen, wenn auch geführten Dialog, wie ihn die Piratenpartei in dieser Form mit ihrer Homepage, allen ermöglicht. Nur Offenheit sorgt dafür, dass wir auf beiden Augen viel zu sehen bekommen und dafür danke ich insbesondere auch Dir (Michael Renner) und Deiner Arbeit.

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