Leben im Wohnwagen – Hilferuf eines jahrhundertealten Volks

Die Jenischen auf einem Stellplatz (Verwendung mit freundlicher Genehmigung der Jenischen)

Kommentare

5 Kommentare zu Leben im Wohnwagen – Hilferuf eines jahrhundertealten Volks

  1. Mano Trapp schrieb am

    Guten Tag, Es hat mich ehrlich gefreut zu sehen dass nun endlich auch eine deutsche Internetseite , auf die Jenischen in der Schweiz aufmerksam wurde. Noch immer wird das Thema Jenische in DEUTSCHLAND, quasi ganz verschwiegen. Weder politisch, medial noch wissenschaftlich finden die deutschen Jenischen Erwähnung. Erst 2012 war Angela Merkel in der Lage die Jenischen als eigenständige Opfergruppe zu erwähnen! Echt beschämend . Ein gutes Beispiel ist auch ihr Artikel. Kein Wort über Jenische in Deutschland, dabei gibt es hier zu Lande mehr als in der Schweiz. Da Sie offensichtlich offen für das Thema sind und die Jahrhunderte alte Kultur ansprechen und zu schätzen wissen, dann können sie sich sicher auch in das Selbstwertgefühl einer solchen Personen, bzw. kompletten Minderheit hineinversetzen. WIR JENISCHEN werden hierzulande fast schon verleugnet. Sehr TRAURIG. Wenn von Jenischen aus Deutschland berichtet wird dann fast ausschließlich in der Vergangenheitsform. Allerdings gibt es uns noch! UNS JENISCHE GIBT ES AUCH IN DEUTSCHLAND!!!

    • Denis Simonet schrieb am

      Hallo Mano!

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Es ist mir bewusst, dass es Jenische in verschiedenen Ländern Europas gibt. Ich habe jetzt zwei Nachmittage und Abende bei den protestierenden Jenischen in Nidau verbracht und viel über euch erfahren. Mein Ziel war es, über diese in der Schweiz sogar staatlich anerkannte nationale Minderheit zu berichten. Und über die Missstände, denen sie ausgesetzt sind.

      Da ich als Schweizer den Fokus auf die Schweiz gesetzt habe, kam die Existenz der Jenischen auch in anderen Ländern tatsächlich nicht zum Vorschein. So gesehen noch einmal danke für den ergänzenden Kommentar!

      Es gäbe und gibt noch viel über euch zu sagen. Ich hoffe, einen Beitrag geleistet zu haben, der euch hilft, besser verstanden zu werden.

      Liebe Grüsse

      Denis

    • Paul Dorner schrieb am

      Hallo lieber Mano,

      ich schreibe dir weil ich hoffe, dass du mir weiterhelfen kannst. Ich komme aus Wien und bin im Internet auf deine Musik aufmerksam geworden und ein großer Fan davon, wie du die Jenische Sprache darin selbstverständlich pflegst. Ich bin mir dessen bewusst dass es unter Jenischen umstritten ist, Nicht-Jenische in ihre Sprache einzuweihen. Dennoch würde ich gerne verstehen wovon du in deinen Liedern singst, etwa in „Weil’s Jenisch nobi begert scheft RAP“ oder in „Modele gimberle“ singst. Oder auch im Lied zusammen mit Tito Boss „Strassen Kunst“. Ich möchte nicht versuchen deine Liedtexte mithilfe irgendwelcher Glossare oder Jenischer Wörterbücher zu übersetzen, ich bin selbst Musiker und texte, ich habe Angst, dass ich den Sinn deiner Liedtexte dann womöglich falsch interpretieren würde.

      Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir dabei helfen könntest einen Einblick in deine Lieder bzw. deren Texte zu bekommen.

      Liebe Grüße Paul

      meine Email-Adresse: pauliquappe@gmail.com

  2. Vielen dank für den guten und informativen Artikel. Es ist tatsächlich so, das kaum etwas über die Jenischen in der Schweiz bekannt ist. Auch ich habe erst an Roma/Sintie gedach und die vielen negativberichte (wie z.b letztes? Jahr im Wallis) über diese Fahrenden. Erst duch diese Aktion auf der kleinen Allmend wurde mir bewusst, das diese Gruppe eben doch ziemlich etwas anderes ist. Ich sehe es also auch tatsächlich so, das diese Aktion etwas gebracht hat. Die Bevölkerung wurde durch viele verschiedenen Medien informiert, aufgeklärt und teilweise sensibilisiert. Hoffen wir nur noch, das unsere Politiker/ Regierende auch etwas tun werden.

  3. Claus Martin schrieb am

    Es ist beschämend, dass unsere Gesellschaften immer noch so engstirnig und intolerant sind und andere Lebensweisen nicht akzeptieren können. Millionen von uns leben jedes Jahr im Urlaub als Nomaden, wenn sie zelten oder mit Wohnwagen unterwegs sind. Es ist doch so einfach, eine unsinnige Verordnung zu ändern und zum Beispiel den Handel auf oder vor einem Campingplatz zu erlauben. Milliarden werden jedes Jahr für unsinnige Projekte rausgeworfen. Also ist im Prinzip genug Geld da, um Menschen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, die als Nomaden leben wollen oder auf der Strasse leben müssen. Die Jenischen, die Sintis und Romas sind eine Bereicherung für unsere grauen und recht langweiligen Gesellschaften und wir sollten sie unterstützen und vor kleinkarierten Bürokraten schützen. Die ausufernde Bürokratie will uns alle in eine Zwangsjacke stecken und jede freie Lebensäusserung ersticken. Schluss damit.

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