Wählerinnen strafen streitende Parteien mit Stimmenentzug

Freie Universität Berlin | CC BY 2.0 quapan

Kommentare

14 Kommentare zu Wählerinnen strafen streitende Parteien mit Stimmenentzug

  1. Claus Martin schrieb am

    Ich glaube nicht, dass öffentlich geführte Diskussionen der Piratenpartei schaden, wenn sie sachlich, tolerant, diszipliniert und zielorientiert geführt werden. Was abschreckt sind Diffamierungen, unnötig lange Diskussionen, Textbeiträge und Selbstbeweihräucherung. Also die Zeitverschwendung; zu viele Worte und zu wenige Taten.

  2. Grafenburger schrieb am

    PledgeBank

    Urkomisch das ganze – da schaut alles fasziniert zu einem Politologe und seine Orakelsprüchen – nur eins schafft die Piratenpartei nicht – ganz einfach einen der abgesprungenen Wähler zu fragen.

    Kann es sein das dies ein Teil der Problematik ist; dass der „normale“ Wähler einfach nicht interessiert?

    Bieten – 85 Cent pro Stimme zum Piratenvermögen – gegen Piraten der eine SACHLICH und auf Fakten berührende Diskussion zu führen bereit ist.

    Terminiert bis: 21.4.2015 23:59

  3. diese Diskussion ist schon vor 30 Jahren von den Grünen geführt worden. wenn Ihr Euch auf die Ebene parlamentarische Demokratie begebt, müsst Ihr die Regeln akzeptieren oder so stark werden, die Regeln zu ändern.

    Bis dahin: die innerparteilichen Enstscheidungen sind eine Sache, diejenigen, die mann / frau ins Rampenlicht / auf die politische Bühne schickt, brauchen Sachverstand, müssen die Materie kennen, die sie beackern sollen. Dilletanten gibt es eh zu viele… sorgt für Fachleute!!!

  4. Drachenrose schrieb am

    Ein sehr, sehr seltsames Interview. Am wenigsten verstehe ich, warum ausschließlich Wählerinnen betrachtet werden und nicht die Wähler insgesamt. Da der Rest des Textes nicht gegenert ist (also Piraten und nicht Piratinnen; Delegierte statt Delegiertinnen etc pp) – also sonst keine keine weiblichen Sprachformen verwendet werden, gehe ich davon aus, dass es sich also tatsächlich ausschließlich um Wählerinnen handeln soll. Das verwirrt mich. Kann ich nicht nachvollziehen. Und es stellt sich mir die Frage ob “der Wähler” es anders sieht als “die Wählerinnen”.

    Zum Anderen hat dieser BuVo schwerwiegende Fehler gemacht. Diese einfach mal wegzureden, steigert die Seltsamkeit des Textes.

    Kurz: In diesem Interview passen schlicht ganz viele Sachen nicht, so dass es mir sehr schwer fällt, das Ganze als Aussagen eines Politiologen (nimmt ja wissenschafltiche Aussagekraft für sich in Anspruch) ernst zu nehmen.

  5. acepoint schrieb am

    Ja, wirklich ein sher merkwürdiges Interview. Von welchem (vereinbarten?!) Burgfrieden spricht der Interviewer? Und warum wird wieder einmal einseitig der aktuelle Restevorstand in eine Opferrolle gedrängt (»Das hält viele nicht davon ab, den BuVo in einer unangemessenen Weise anzugehen«), ohne die vorangegangenen Ereignisse zu würdigen? Bzw. das Hickhack um die Terminierung eines außerordentlichen Parteitags?

  6. Carsten Koschmieder schrieb am

    @Grafenburger: Die Meinung eines einzelnen Wählers hat doch allenfalls anekdotische Relevanz? Abgesehen davon, dass uns auch solche Daten zur Verfügung stehen..

    @Karl, Drachenrose und acepoint: Ich nutze mal das generische Maskulinum, mal das generische Femininum. Das hat aber nichts mit der Piratenpartei zu tun.

    @Drachenrose und acepoint: Vielleicht sind ja die “Verfehlungen” des aktuellen BuVo für uns Außenstehenden, für politische Beobachterinnen, gar nicht so gravierend, wie Ihr und Euer soziales Umfeld zu glauben scheint?

  7. ccj schrieb am

    Das Dumme ist, dass z.B. ich die Partei bei der Europawahl nicht wählen kann, weil mindestens eine Kandidatin völlig inakzeptabel ist (Helm) und zumindest zwei weitere Kandidatinnen von der dubiosen Szene in Berlin sehr gepusht wurden (Reda, Domscheid-Berg). Sorry, diese Leute dürfen nicht gestärkt werden, weder auf der allgemeinen Politikbühne, noch innerhalb der Piratenpartei. Ich kann da nur auf eine Schrumpfkur hoffen, nach der man es schafft, die wirklich gefährlichen und bösartigen Unterwanderer loszuwerden.

    Natürlich schreckt Streit Wähler ab, aber die bei den Piraten zuletzt besonders aggressiv auftretenden Extremisten sind am Ende doch das größere Übel.

    Das, was sich da mittlerweile vor allem in Berlin, aber auch in Sachsen und einzelnen westlichen Städten, wie in Dortmund, zeigt, sind nicht einfach nur “Linksextremisten” von der Einstellung her und auch keine einfachen Mitläufer, sondern militante und politisch erfahrene Kader, die mit wirklich allen Mitteln die Partei übernehmen wollen.

    Angehörige dieser Szenen verdreschen auch jeden auf der Straße, der in ihrer Meinung nicht für das “Richtige” demonstriert – keineswegs nur die echten Neonazis, sondern auch z.B. religiös fundamentalistische Elterngruppen oder verschwörungstheoretische Montagsdemonstranten (aktuell: Höfinghoff/@Riotbuddha retweetet Gewaltaufruf von User tanith mit Kommentar: “Das darf viel öfter” unter #montagsquerfront). Mittlerweile gibt es gegen letztere Demos mehrere Gewaltaufrufe unter #montagsquerfront und #keinfussbreit.

    Bei dieser kriminellen Energie selbst gegen harmlose, wenn auch versponnene Leute soll wohl kaum noch einer glauben, dass Helms Bomber Harris-Aktion nur ein dämlicher Protest gegen Neonazis gewesen sein soll und nicht die erklärte Freude über massenhaftes, wahlloses Umbringen von Zivilisten und die Absicht, bei Vorhandensein entsprechender Mittel ähnliche Gräueltaten zu begehen. Ihre Entschuldigung war halbherzig und widersprüchlich, dafür ließ sie sich von der Szene für ihre Aktion feiern.

    Diese Personen und Gruppen nutzen die bei den Piraten vorhandenen, politisch linken Vorstellungen aus, um die Leute für sich einzuspannen, bis sie ihren Dienst getan haben oder nicht mehr deren Terrorsystem mittragen wollen und dann selbst als “Nazis”, “Revisionisten” usw. diffamiert werden. Sie haben bei der Ablehnung des Rechtsextremismus angesetzt, um mit beliebig auslegbaren Unvereinbarkeitserklärungen, Einzelfall-Konferenzen, Webprangern und Pirantifa (mit abgeändertem Autonome Antifa-Logo) die Partei auf ihre Linie zu mobben und dabei noch viele Mitglieder einzuspannen. Mittlerweile ist so ein Großteil des einst kreativen, idealistischen, bunten Piratenhaufens verschwunden und es droht eine von extremistischen Kadern beherrschte Partei.

    In einem kann man sich jedenfalls sicher sein: diese Personenkreise, die sich dreist “Antifaschisten” nennen, interessieren sich einen Dreck für Opfer des Nationalsozialismus, rechter Gewalttaten, der NSU-Morde oder für das Schicksal von Flüchtlingen. Die sind für sie nur politische Manövriermasse, die Empörung über sowas von diesen Leuten ist inszeniert, wie vorher auf unzähligen Seminaren eingeübt. Es geht nur um das Ziel, ungehindert Macht zu erlangen und ggf. kriminell agieren zu können!

    Leider kann man Gewalttätern nur damit begegnen, dass man es ihnen entsprechend dreckig gehen lässt. Darauf sollte man sich schonmal vorbereiten, denn friedlich werden die ihre Machtposition innerhalb der Piraten kaum aufgeben. Wahrscheinlich prahlen die einschlägigen Personen an diversen Stellen mit Gewalttaten, oder sind zu identifizieren, oder man weiß einfach von ihrem persönlichen Hintergrund (autonome Szene usw.), dass sie wahrscheinlich gewalttätig sind. Wenn sie dann wieder Gewalttaten begehen und erkannt werden, wenn unter der Vermummung bekannte Gesichter und Namen auftauchen, kann kann man sie entsprechend ihren eigenen Methoden outen, mit Bildern, Namen, Adressen, Arbeitgeber informieren usw., sie zur Rechenschaft ziehen und auch andere Opfer sie zur Rechenschaft ziehen lassen.

    So kann man ihnen Paroli bieten, wenn es in irgendeiner Form zu Gewalt von dieser Seite kommen sollte.

  8. Ahoi zusammen, ich überlege schon lange zu den Piraten überzulaufen, kann mich aber nie wirklich durchringen wegen der Art der Diskussionen und das dabei nicht herum kommt.

    Diskussionen müssen sein, unbedingt, aber im Artikel wird es gut beschrieben, wenn sie falsch geführt werden laufen die Wähler weg.

    Um ein Utopia zu erzeugen muss man sich langsam von der Norm wegbewegen. D.h. wenn man die Art Politik zu machen ändern möchte, muss man erst einmal das Vorhandene nehmen und anwenden um es dann langsam zu ändern. Kleinziele stetig erreichen um ein Großziel zu Verfolgen und zu verwirklichen muss die Devise sein und nicht Großziele ohne Handlungsplan formulieren und dann kopflos in der Gegend spazieren.

    Mfg

    assimiliert

  9. Claus Martin schrieb am

    Jede Gruppe, die aktiv daran arbeitet etwas zu verbessern und dadurch bekannt wird, zieht Menschen an, die destruktiv eingestellt sind und durch ihr negatives Verhalten auf die Dauer die Gruppe zerstören können. Das kann man sehr gut bei vielen Newsgroups im Internet beobachten, aber auch immer wieder im Laufe der Geschichte.

    Eine Gruppe muss sich rechtzeitig aktiv dagegen wehren, indem sie Verhaltensregeln aufstellt und Mitglieder rigoros ausschliesst, die wiederholt schwerwiegend dagegen verstossen.

    Wir können als Grundlage das Grundgesetz nehmen und die Ideale der Aufklärung, wie Toleranz und höflicher Umgang miteinander. Wer sich nicht daran hält, sollte aus der Piratenpartei ausgeschlossen werden.

  10. mir gehört die mail schrieb am

    Update zur Klarstellung: Es werden keine “öffentlichen” Sitzungen zu “nicht öffentlichen” Sitzungen, sondern die Sitzungen entfallen ganz und werden durch schriftliche Berichte ersetzt.

    Die kommissarische Vertretung,

    Thorsten, Caro, Veronique, Gefion, Alexander

    1. Sollte “Die kommissarische Vertretung” sich nicht besser eine neue Basis suchen?
    2. Sollten die Piraten sich nicht besser neue Wähler suchen?

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt. Verbindlich einzugebende Felder werden mit diesem Zeichen kenntlich gemacht: *

Weitere Informationen

Archiv aller Artikel

  • Feinstaubsensoren
  • SH-STOPPT-CETA