Von Deutschland soll nie wieder Zurückhaltung ausgehen

Münchner Sicherheitskonferenz | Quelle: MSC (mit freundlicher Genehmigung des Pressebüros)

Kommentare

2 Kommentare zu Von Deutschland soll nie wieder Zurückhaltung ausgehen

  1. Gerhard L. Mueller-Debus schrieb am

    Ueber die starken Sprueche von BPraes Gauck und noch mehr von Ursula von der Leyen auf der Sicherheitskonfernenz habe ich mich sehr gewundert. Ist das die neue Ausrichtung deutscher Politik, dass wir kuenftig in alle moeglichen Konflikte hieneingehen ? Vor allem auch in solche, die de facto Folgewirkungen verfehlter Kolonialpolitik der ehemaligen Kolonialmaechte sind, die zu spaet und nur unter Druck losgelassen haben ? Das sollen die doch bitteschoen selbst in die Hand nehmen. z.B. den Konflikt in Mali – wer,ausser den Franzosen, hat dort etwas verloren ? Oder KOnflikte in Indonesien und Papua – wer ausser Hollaendern hat da die Pflicht, verfahrene Dinge geradebiegen zu helfen ? Kongo – hier sind die Belgier gefordert, die seit Jahren so tun, als gehe sie das alles nicht an, was dort passiert. Mittelamerika – Spanien und die USA haben hier einzustehen. Ost Timor, Mozambique und Angola – wo bitte bleibt Portugal ? Und die Liste der Verantwortlichkeiten der Englaender ist wohl am allerlaengsten ich erinnere nur an die willkuerliche Teilung von Kashmir, die hier in Indien und auch drueben in Pakistan ein permanenter Streitfall ist, der immerhin zwischen Atommaechten zu Konflikten fuehrte. Da soll womoeglich in Zukunft ueberall Deutschland mitmischen ?! Nee, Frau von der Leyen, nicht mit uns ! Die Kolonialmaechte haben zig Milliarden USD aus diesen Kolonien gezogen – jetzt sollen sie bitteschoen auch die Folgen korrigieren und das nicht andere machen lassen.

  2. Claus Martin schrieb am

    In Anbetracht der deutschen Geschichte tut uns Zurückhaltung sehr gut. Lieber mehr als zu wenig. Clausewitz sagte, dass Krieg Politik mit anderen Mitteln sei. Das ist aber grosser Unsinn. Krieg ist überhaupt keine Politk sondern die Folge, wenn zu dumme, korrupte oder machthungrige Politiker an der Macht sind. Also zum Beispiel jetzt beizeiten gegen die undemokratischen Entwicklungen in Ungarn und in der Türkei einsetzen.

    Wir sollten uns darauf konzentrieren, potentielle Konflikte frühzeitig zu entschärfen. Also nicht jahrelang schlafen ( Yugoslawien zum Beipiel ) bevor irgendetwas unternommen wird. Konflikte beginnen meistens Jahre oder Jahrzehnte vorher.

    Terror der Palistinenser begann erst nach einigen Jahrzehnten. Es war also ausreichend Zeit, dass Politiker dieses Problem lösten.

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Jürgen Stock arbeitet seit Ende 2011 mit den Piraten zusammen und ist seit Anfang 2014 Mitglied der Piratenpartei. Sein Arbeits­schwer­punkt ist die Außen- und Sicherheitspolitik. Er meint: Ob man nun selbst Politik macht oder nicht, man muss immer den kritischen Blick behalten dafür, was vorgeht. Man muss dabei genauso auf das Geschehen achten wie auch auf sich selbst.

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