2013 – der Jahresrückblick

Feuerwerk Impressionen | CC BY 3.0 Michael Renner

Kommentare

Ein Kommentar zu 2013 – der Jahresrückblick

  1. Kamikater schrieb am

    “Vorher der einsame Rufer, danach weitgehend ignoriert.”

    Ehrlich gesagt: da fehlte Selbstbewußtsein. Klar ist man “vorher” der einsame Rufer. Verschwörungstheoretiker, Spinner, was war man nicht alles, wenn man behauptete, der Staat

    würde alles überwachen. Und das geht schon seit Echelon so.

    Und danach? Merkel empörte sich öffentlich, weil IHR Handy abgehört wurde und sämtliche Parteien spielten das große “mit uns nicht!”

    Kasperletheater. Und die Piraten? Ließen sich von Feministinninninnen am Nasenring durch die Manege ziehen, stritten über Geschlechterquoten und um Pöstchen, die es

    noch gar nicht gab. Klar wurde das weitgehend ignoriert – es gab ja mit PRISM und Co weit wichtigeres!

    Da fehlte ein selbstbewusstes Auftreten. Ein fröhliches “Danke, CDU, dass ihr mit 4 Jahren Verspätung einseht, dass wir Recht hatten

    und dass ihr uns zustimmt!”

    Hase und Igel – “Ich bin schon da!”

    Wenn die Piraten weiterhin so zerstritten auftreten, werden sie 2014 verschwinden. Endgültig. Denn wichtig ist die Außenwirkung. In Umfragen hatten die Piraten teilweise bis zu 20% erreicht. Dass diese 20% aber nicht bei den

    anderen Parteien fehlten zeigt eines: es waren vor allem NICHTWÄHLER, die die Piraten wählen wollten. Die Ziele der PArteien boten

    einen Lichtblick. Hoffnung, dass sich endlich jemand für das Richtige einsetzt. Transparenz, soziale Gerechtigkeit und eine neue, ehrliche Politik. Doch als sich die Piraten zerstritten und nur noch lächerliche Kleinkriege und Feminismus das Bild rägten, wandten sich die Wähler ab.

    Sie verloren diese Hoffnung und wurden wieder das, was sie vorher waren: Nichtwähler.

    Die Piraten können nur wieder Erfolg haben, wenn sie sich auf ihre Wurzeln und die ursprünglichen Ziele besinnen: postgender, offen,

    transparent. Und von mir aus auch ein Stück links. Wenn sie die Wähler – und ganz besonders die Nichtwähler – abholen und ihnen

    zeigen, dass es möglich ist, eine gerechtere Politik zu machen. Parteien, die streiten und leere Versprechungen machen, gibt es mehr als genug.

    Die Piraten sind unwichtig, bedeutungslos und werden nicht mehr ernst genommen. Was ist man bereit zu riskieren, wenn man nichts mehr zu verlieren hat?

    Warum werden Mitglieder, die sich engagieren wollen, ausgegrenzt, nur weil sie aus Berlin kommen? Warum werden Mitglieder ausgegrenzt, nur weil sie Männer sind? Warum werden Mitglieder überhaupt ausgegrenzt, egal aus welchem Grund? Wer sich engagieren will – und das in die Richtung der Grundsatzthemen – sollte und muss willkommen sein. Es darf nur einen Grund geben jemandem zu sagen, er ist bei den Piraten falsch: wenn er Themen vertritt, die die Partei von ihrem

    gewählten Weg abbringen und in eine andere Richtung lenken. Denn solche Richtungsentscheidungen müssen basisdemokratisch beschlossen werden.

    PRISM, Tempora, Snowden, Polizeigewalt, Überwachung, von mir aus auch Pofalla, der sich von der DB kaufen ließ – es gibt dutzende

    Themen die wichtiger sind als die Frage, wie man “Salzstreuer” richtig gendert!

    Die Piraten haben zwei Möglichkeiten: entweder sie beweisen, dass sie wichig sind und die richtige Partei, um diese großen Probleme

    anzugehen, oder aber sie streiten weiter, machen sich lächerlich und gehen unter.

    Im Jahr 2013 haben die Piratn viele gute Menschen verloren, die ausgetreten sind, sich zurück zogen, einfach erschöpft udn ausgebrannt

    waren oder vergrault wurden. DAS muss gestoppt werden. Denn mit Krawall und Genderfaschismus kann man keine Politik machen. Dafür

    braucht man offene, engagierte und vor allem besonnene Köpfe. Köpfe. Das Geschlecht ist egal.

    “Themen statt Köpfe” ist in meinen Augen auch ein Fehler gewesen – denn ein Blatt Papier mit einem Thema drauf ist bei weitem nicht so

    aussagekräftig wie ein intelligenter Kopf, der das Thema vertritt, es erklärt und für Fragen offen steht. Jeden absägen, der ein Thema vertreten kann, kostet die Piraten nur diese Köpfe – und zurück bleiben Themen, die herum liegen, weil

    sich niemand mehr darum kümmert.

    in diesem Sinne lg Dirk

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