Wahlanalyse per offenem Brief

Offener Brief am schwarzen Brett | CC BY 3.0 Michael Renner

Kommentare

5 Kommentare zu Wahlanalyse per offenem Brief

  1. claus martin schrieb am

    Die Piratenpartei sollte sich für einige Zeit auf wenige Kernthemen konzentrieren, die die Bürger direkt betreffen. Zum Beispiel willkürliches Handeln von Behörden. Überbleibsel von autoritären Regierungen in unserem Rechtssystem ( von den Massenmörder Kaiser Wilhelm II und Hitler zum Beispiel ). Korruption in unserem Staat. Warum gibt es keine Prozesse gegen die unfähigen Zocker-Bankiers, für die wir Steuerzahler die nächsten Generationen bezahlen müssen ? Wie kann die astronomische Verschuldung der öffentlichen Hand jemals bezahlt werden ? Also nicht verzetteln, sondern 3 bis 5 klare Ziele setzen und diese jeweils in überschaubaren Zeiträumen erreichen.

  2. Papal schrieb am

    Ich kann dem Artikel nur teilweise zustimmen, auf jedenfall aber in dem Punkt, dass sich die Piraten selbst den Wind aus den Segeln genommen haben.

    Die Arbeit nach “draußen” war schwach bis desaströs, klar wurden Angriffe auf uns teils regelrecht inszeniert, aber die Reaktionen der Piraten hätte ich mir anders gewünscht. Als Beispiel mal der Fall Johannes Ponader, anstatt mal die Frage in den Raum zu werfen, ob Hartzer denn nun keine Politik machen dürfen und damit etwas provokant den Federhandschuh aufzunehmen, gabs seitens der Piraten ein Rundschreiben, ob den jemand en Job für Ponader hat??? Noch schlimmer fand ich Aussagen ala “Jetzt müssen wir erstmal von den etablierten Parteien lernen”. Was denn?? Korruption z.B.?? In diesem Zusammenhang verstehe ich auch nicht “unser” Interesse an der AfD. Lasst die doch machen, who cares.

    Unproblematisch, nein sogar wünschenswert, finde ich aber durchaus eine breitere Aufstellung der politischen Themen, insofern die notwendigen Signale nach aussen stattfinden, heisst, wir sind natürlich KEINE Wirtschaftsexperten (die anderen zwar auch nicht, aber denen glaubt mans mehr; ;)) aber wir arbeiten daran. Und wir haben gewisse Kernkompetenzen, die sollten auch nicht ad acta gelegt werden, nur das stinkt son bisserl nach Sackgasse.

    Ehrlich gesagt, fehlen mir auch son paar “Gesichter” der Piraten. Aber ebenso wie was durchstrukturiertes (gar Hierarchie?) ist es wiederum nicht so richtig wichtig, solange es eines gibt, die Piratenstimme. Bedeutet: Nachdem wir uns derbe die Köppe eingehauen haben über egal welches Thema, sollte dies dann nach Einigung piratig sein und in die Welt hinausgeschrien werden. Und zwar mit einer Stimme. Das gibt nicht nur dem Wähler, sondern vielleicht viel wichtiger, UNS Sicherheit.

    Ich bin nach der Berlinwahl zu den Piraten, war mehr Zufall, aber ich wusste, es ist der falsche Zeitpunkt. Nachdem der Stammtisch dann von 6 auf 60 Personen wuchs, bin ich nichtmehr hin, ging gar nicht. Leute durften Wahlkampf nicht mitmachen, weil sie keine Wahlkampferfahrung hatte (kopfschüttel). Und das bei der Partei des Mitmachens. Nach dem Wahldebakel, dass ich als Chance sehe, weil sich jetzt die Spreu vom Weizen trennt, werde ich wieder hingehen. Ich denke ich fahr auch nach Bremen zum BPT.

    Naja, ich hab viel geschrieben und könnte noch mehr, aber abschliessend: Was die Piraten brauchen, ist der Blick nach vorne, wie wirs immer gesagt haben. Also lasst den Mut nicht sinken, bald bläst uns der Wind wieder in die Segel. Und immer dran denken, die Welt braucht uns Piraten, 😉

  3. Rüdiger schrieb am

    Ansprechender Dialog!

    Als Wähler fiel mir persönlich auf, dass es in jeder Partei aufrichtige Politiker gibt. Nach meinem Empfinden nahm die Zahl derer leider von Wahljahr zu Wahljahr ab. Und da es sie mittlerweile gar nicht mehr so oft zu geben scheint, sind diese Parteien derzeit für mich unwählbar geworden. Leider kann ich mir die Aufrichtigen und fähigsten Politiker nicht raus picken. Wiederum je jünger eine Partei, desto authentischer die politisch engachierten, die etwas motiviert verändern wollen! Deren Selbstzweifel unterstreicht dies noch einmal deutlich. Was ich wiederum als Aufwertung betrachte. Den Altparteien würde ein gesunder Selbstzweifel bestimmt gut tun!

    Ok, Altparteien nicht wählbar – deshalb Piraten!?

    Jetzt laufen aber in Europa viele untransparente Dinge ab, die dem gemeinsamen Europa sehr schaden. Einige Personen hatten, schon sehr kompetent und rechtzeitig, vor der Einführung des Euros, gewarnt. Sie haben ihre Warnungen überdeutlich ausgesprochen und sogar gegen den Euro geklagt! So richtig verstanden habe ich es erst als viele ihrer Bedenken dann eingetroffen sind.

    Im Grunde war es wie bei der “deutschen Wiedervereinigung” die ja keine war. Es geht alles viel zu schnell. Statt auf Qualität zu setzen. So haben wir dann ein Europa das keines ist. Als ich letztes Jahr in Spanien war, wurde ich in negativer Grundhaltung von einigen Spaniern gefragt, was ich denn von unserer Bundeskanzlerin halten würde. Das hatte ich so noch nie erlebt!

    Die Piraten hätten Europa zu ihrem Thema machen können. Und zwar in einer Form, dass sie sich von den anderen Parteien deutlich abheben. Haben sie aber nicht! Wer mit seiner Wählerstimme ausdrücken wollte, dass in Europa etwas komplett falsch läuft, der fühlte sich gezwungen zumindest mit einer Stimme die AFD zu wählen. Schade eigentlich…

    Ich würde mir gerne auch meinungsbildende Infos mit unterschiedlichen Ansichten der Piraten, als PDF (Piratenzeitung) ansehen können!

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt. Verbindlich einzugebende Felder werden mit diesem Zeichen kenntlich gemacht: *

Weitere Informationen

Archiv aller Artikel

  • Feinstaubsensoren
  • SH-STOPPT-CETA