Die nächste „große“ Kleinpartei: Wie viel Rechts steckt in der AfD?


Kommentare

44 Kommentare zu Die nächste „große“ Kleinpartei: Wie viel Rechts steckt in der AfD?

  1. Emil schrieb am

    “Ich freue mich, dass so viele Deutsche erwacht sind” – AfD-Mitglied im Interview mit der Tagesschau „Deutschland, erwache!“ – Parole im Dritten Reich

    wenn ich sowas lese, krieg ich einfach nur schlechte laune …

  2. Patric schrieb am

    Ich will noch was hinzufügen, auf der Facebook Seite der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland wird in der Rubrik “Gewalt gegen die Alternative für Deutschland” bis heute aufgefordert, Kritiker und Gegner der Partei Online an den Pranger zu stellen und Zitate und öffentliche Vorgehensweisen von Personen zu dokumentieren (bsp. Journalisten, die über die AfD berichten).

    Link: https://www.facebook.com/alternativefuer.de/posts/616702635026746

    • In deren Todesliste finden sich Journalisten, (führende) Politker, Geistliche …. und auch Piraten, die der AfD auf Twitter (!) negativ auffielen. Dazu gibt es oft Fotos. Man kennt diese Listen von anderen extremistischen Parteien an beiden Enden des politischen Spektrums.

      Die AfD wirkt auf uns wie eine massige Bewegung, getragen von Mio. von Deutschen (die Follower auf Twitter und Facebook, die Menschenmassen bei Infoveranstaltungen und über 400.000€ Spendengelder in nur zwei Tagen. Die Wahrheit ist: Die Follower sind gekaufte Fake-Accounts (http://fakers.statuspeople.com/Fakers/V/1), die “Menschenmassen” mit Bussen ran gekarrt (selbst gesehen) und die öffentlichen Spenden auf geldbombe.com halte ich für eine Spendenwaschanlage, um eine oder mehrere Grossspenden zu verschleiern (Anhaltspunkte dafür: unverschlüsselte Übertragung der Kontodaten, keine Möglichkeit der Spendenquittung, die Spendenhöhe in zwei Tagen überhaupt).

      Wäre die AfD so gross wie sie erscheint hätte sie im Bundestag die Mehrheit statt mit gerecktem Arm an der 5% Hürde hängen zu bleiben.

  3. anonymous@anonym.de schrieb am

    All diese Forderungen hätte genauso auch die FDP vor 25 Jahren stellen können, die “erschreckende Ähnlichkeit” ist also nur konstruiert.

    Ebenso könnte man die Grünen eine “rechtspopulistische Partei” nennenn, weil sie genau wie die NPD, den Schutz der Natur in Deutschland fordern!

    Solche diffamierenden Äußerungen gegenüber einer konkurrierenden Partei offenbaren vor allem eins: Ein massives Defizit im Demokratieverständnis des Autors.

    Als Demokrat setzt man sich mit gegnerischen Positionen INHALTLICH auseinander und kontruiert keine “Alles-Nazis-außer-Mutti”-Zusammenhänge.

    Ich bin selber Pirat und mag die AfD aus verschiedenen Gründen nicht, aber der Zweck heiligt eben NICHT die Mittel, schon gar nicht für uns Piraten, die angetreten sind, um MEHR Demokratie durchzusetzen.

    Die Freiheit, andere Positionen zu vertreten als ich, ist eben das konstituierende Merkmal einer Demokratie JEDE Diffamierung einer Meinung ist gefährlicher als diese Meinung sein kann.

    • Gerhard L. Mueller-Debus schrieb am

      ich kann dem kommentar von “anonymous@anonym” durchaus zustimmen – schon deshalb, weil ich noch erinnere, wie etablierte politische kreise frueher gegen gruene und spaeter auch gegen piraten wetterten.

      m.e. ist vorerst nicht erkennbar, dass die afd sich mit rechtsradikalen zielen oder parolen identifiziert. solange bin ich mal mit einem verdammenden urteil vorsichtig. auch wenn man nicht konservativ eingestellt ist, kann man dies durchaus sein.

      art. 16 gg ist gewiss eine “perle des grundgesetzes”, wie es der frankfurter unternehmer und politiker ignaz bubis einmal treffend formulierte. aber wenn jemand (zb) dagegen ist, dass sich wohlstandsfluechtlinge in deutschland tummeln, dabei versuchen, auf steuerzahlerkosten hartz IV – leistungen zu erschleichen und ihr gastrecht durch aggressive bettelei, trickdiebstaehle u.ae. missbrauchen, dann muss man so einen nicht gleich in die rechtslastige ecke verfrachten. am besten, man sieht sich grosse deutsche innenstaedte einmal an, die in teilbereichen inzwischen einer rumaenischen oder bulgarischen muellkippe aehneln, bevor man es sich so einfach macht, jemanden, der dies abstossend findet, einen npd-hintergrund zu verpassen.

      minderheiten aus osteuropa sind in den heimatlaendern zu entwickeln – dafuer gibt die eu bis zu 8 mrd. euro aus ! es kann nicht in frage kommen, dass sich eine voelkerwanderung von rumaenischen, bulgarischen und slowakischen roma nach deutschland oder zb frankreich aufmacht, nur weil man gemerkt hat, dass man in diesen laendern von steuerzahlerfinanzierter sozialhilfe wesentlich komfortabler leben kann, als zuhause von arbeit. das muss hier mal ganz klar gesagt werden – vor allem, weil fuer die wirklichen fluechtlinge, die fuer ein asyl infrage kommen, (zb aus syrien oder aus afrikanischen laendern), dann praktisch kein geld mehr bliebe.

  4. Werter Anonymous,

    im Grunde verstehe ich Dein Anliegen. Gerade nach dem Wahlkampf wünschen wir uns doch alle, dass politische Diskussionen wieder anhand der Programmatik geführt werden. Allerdings finde ich es sehr bedenklich, wenn du Kritik an den Strukturen und Prozessen politischer Organisationen als undemokratisch oder gar diffamierend darstellst.

    Piratig jedenfalls ist das nicht. Piratiges Interesse endet eben nicht da, wo durch öffentlich Orgas versucht wird das Türchen Richtung Öffentlichkeit von innen zu verrammeln. Ganz unabhängig von den Piraten wünsche ich mir eine Gesellschaft, die ihr politisches Empfinden wieder schärft – eine, die ein gesundes politisches “hab Acht” entwickelt.

    Dir lieber Anonymous wünsche ich das ganz besonders, denn scheinbar fehlt Dir diese Gespür. Das mache ich jetzt nicht an Deiner Kritik der NPD-Vergleichtabelle unseres Gastautors fest, die ich im Übrigen auch recht schräg finde, sondern einzig daran, wie beschränkt (im Sinne von einfach) du argumentierst. Dein Vergleich mit den Grünen ist plattes blabla, worauf ich nicht näher eingehen will, denn sicherlich erinnerst Du Dich noch daran, wie du ihn Dir aus den Fingern gesogen hast ;). Darauf, dass Du unserem Gastautor ein “Defizit im Demokratieverständnis” vorwirfst, nur weil er versucht wertfrei Parallelen zu ziehen, ist gänzlich daneben.

    Wirklich bedenklich finde ich aber, wenn jemand sich solcher polit-correctness-Lieblinge wie “JEDE Diffamierung einer Meinung ist gefährlicher als diese Meinung sein kann” bedient, ohne sein eigenes Wertekonstrukt zu hinterfragen- und in direkter Folge des eigenen verbalen Kanonenfeuers auf das Demokratieverständnis Anderer.

    Ergo Anonymous: Total am Ziel vorbei gefeuert – schade eigentlich. Ich hätte gerne erfahren, weshalb Du die AfD nicht “magst”. Am liebsten worttreu: anhand von Inhalten!

    • Uwwe schrieb am

      Arrogant, überheblich, vor Selbstgerechtigkeit triefend … anders kann man das kaum nennen.

      Der o. g. Artikel ist wertfrei ? Lächerlich, die Tabelle ist sowas von an den Haaren herbeigezogen, um mit aller Gewalt eine rechte Gesinnung darzustellen, das ist schon eklig. “Wir werden dafür sorgen, dass Gesetzgebungskompetenzen zurück zu den nationalen Parlamenten verlagert werden.”

      DAS soll eine RECHTE Gesinnung demonstrieren ? ÜBERALL wird gequakt, das sich das Europaparlament immer mehr Kompetenzen unter den Nagel reisst, praktisch alles durchregulieren will, selbst die Größe von Kondomen .. und eine Partei, die sich dagegen ausspricht, ist RECHTS ?

      “„Uns geht es darum, das Prinzip des gesunden Menschenverstandes in der Politik zu vertreten.“ .. das diskriminert geistig Behinderte ?

      Wenn IHR Umgang mit Kritik und Konkurrenz das ist, was Piraten piratig nennen, haben die Piraten das letzte Mal meine Stimmen bekommen.

      • Moin,

        natürlich lässt sich der Vergleich der Positionen kritisieren – warum auch nicht. Nicht jeder muss dem Vergleich zustimmen.

        Wenn wir den “gesunden Menschenverstand” als Plattitüde mal aussen vor lassen, denn der wird überall bemüht, finden sich Positionen, die sich so oder ähnlich bei anderen Parteien finden. Abstossend ist dabei die schiere Masse der Ubereinstimmungen mit dem rechten Rand des politischen Spektrums. Und während die CDU noch ihre “Mitte” hat um “rechts aussen” Positionen zu kompensieren ist die AfD einfach nur rechts. Da ist niemand, der etwas einfängt, keiner, der eine Balance herstellt.

        Dazu kommt, aber das war nicht Inhalt des Artikels, das rechte Volabular, dessen sich sich die Führer der Partei bedienen. Die Lucksche “Entartung” ist da nur ein Beispiel unter vielen.

        Uwwe, ich rate dir vor der Wahl einen Blick in den Wahlomaten zu werfen. Der wird dir helfen das Kreuz an die Stelle zu setzen die deinen politischen Überzeugungen entspricht.

  5. Martin schrieb am

    Für den Autor ist also jeder der ein einfacheres Steuersystem fordert ein Nazi? Derartiger Unsinn ist genau der Grund dass wir als Partei von vielen nicht ernstgenommen werden.

    • Nicht die einzelne Position macht den Rechten aus, sondern die Masse der Übereinstimmungen. Deswegen sind im Artikel auch so viele davon aufgeführt.

      Was die “Steuererklärung auf dem Bierdeckel” betrifft: Klingt gut, oder? Jeder zahlt 25% und gut ist. Schade, dass auf dem Bierdeckel kein Platz mehr ist für die Kinderfreibeträge, für den Fahrtweg zu Arbeit, vielliecht für den doppelten Haushalt, weil Mann und Frau in unterschiedlichen Städten arbeiten, für Lasten des Hausbaus und das, was wir heute als “Werbungskosten” kennen. Aber “25% für alle” klingt irgendwie verständlich. Der Krankenschwester bleiben so 19.000 Euro, dem Rechtsanwalt 33.000 Euro und dem Eon-Vorstand knapp 4 Mio Euro. Eine einfache Rechnung die jeder mit Schulmathematik selbst nachvollziehen kann.

  6. mike schrieb am

    So, ich habe mir das Wahlprogramm dieser AfD mal durch gelesen https://www.alternativefuer.de/pdf/Wahlprogramm-AFD.pdf und wundere mich inzwischen das sie so schlecht abgeschnitten haben. Das ist doch ein Traumprogramm für Konservative. Wie CDU/CSU abzüglich der Kompromisse um möglichst viel ‘Mitte’ mitnehmen zu können.

    Bei den Europawahlen werden sie, falls sie sich nicht selbst zerlegen, ein spektakuläres Ergebnis erzielen.

  7. ElmarFudd schrieb am

    Ob es sich bei der AfD wirklich um eine rechte Partei im Sinne der NPD handelt, wage ich zu bezweifeln. Hier wurde eher mit rechts-populistischen Aussagen Stimmenfang betrieben und es wurden einfach die Zeichen der Zeit, sprich der Unmut vieler Wähler, “richtig” gedeutet. Natürlich gibt es einige recht fragwürdige Statements von AfD-Mitgliedern, aber viel gefährlicher als eine angedichtete rechte Gesinnung, die es bei einzelnen Parteimitgliedern wahrscheinlich in jeder Partei gibt( außer vielleicht der MLPD), sind diese neoliberalen, nur auf Großkonzerne ausgerichtete Statements, die von der AfD verbreitet und als Stimme des “kleinen” Mannes propagiert werden. Außerdem finde ich ein “Parteiprogramm” in dem nur irgendwelche wüsten Forderungen gestellt werde, ohne auch nur im entferntesten darauf einzugehen, wie diese realisiert werden sollen, eher zweifelhaft und unglaubwürdig.

  8. Matthias schrieb am

    Als regelmäßiger Leser der Flaschenpost bin ich doch sehr enttäuscht von dem Artikel. So was polemisches ist der Flaschenpost und auch der PP nicht würdig.

    Die NPD ist auch für Mitbestimmung, damit wären die PP rechts …

    Ich bin zwar wirklich kein Freund der AfD aber Fairness sieht anders aus. Wer 2009 schon für die PP auf der Straße gestanden hat, dürfte sich erinnern, was für einen an den Haaren herbeigezogenen Dreck man sich anhören musste. Ausgedachtes aber auch von “echten” Mitglieder verbreitetes Zeugs. Neue Parteien sind leider auch erst mal ein Sammelbecken aller Art von Andersdenkender.

    Die Diskussion hier und auch in den Foren zeigt viel von Alt-Partei. Statt sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen, kritisieren wir die Form. Willkommen in der alten Politik.

    @Flaschenpost, bitte das nächste mal wieder auf gewohnten Niveau veröffentlichen.

    Danke

    • dguhl schrieb am

      Hallo, Matthias.

      Ich habe noch mal im NPD-Wahlprogramm nachgeschaut. Deren Konzept von “Mitbestimmung” sieht vor allem die Stärkung des Reichs Bundespräsidenten mit mehr Machtbefugnissen vor, der direkt gewählt werden soll. Außerdem soll es Volksentscheide “auf allen Ebenen” geben.

      Auch dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 lag ein solcher Volksentscheid nach NPD-Muster zugrunde. Du weißt schon… die mit dem doppelt so großen “Ja”-Kreis auf dem Stimmzettel, wo eigentlich nur der Satz “…oder sonst…!” gefehlt hat.

      Alles schon mal gehabt. Die Piratenpartei macht die Volksentscheide außerdem nicht von der “ursprünglichen” Volkszugehörigkeit abhängig, deswegen besteht da ein großer Unterschied.

      Die Kritik, es sei keine inhaltliche, nur eine formelle Auseinandersetzung, ist eine Verharmlosung der AfD-Programmatik, die der Piratenpartei die Hintertür in die komplett falsche Richtung offenhält. Ich habe versucht, diese Unterschiede durch die weiteren Abschnitte über den Duktus deutlich zu machen. Letztendlich bleibt auch nur die Form als Indiz für den Rechtspopulismus der AfD; sie würde es nie offen zugeben. Aber der Wortgebrauch vom “Erwachen”, von der “Entartung” und dem “gesunden Menschenverstand” als moderne Version des “Volksempfindens”, ist eindeutig.

  9. Rüdiger schrieb am

    Die Piraten hatten sich schlecht positioniert! Ansonsten wären nämlich sie gewählt worden. Und wenn das Medien-Kartell vertreten durch die “Bildzeitung” zusätzlich ihre Zeitung ungestraft an alle Haushalte verteilen kann, dann wundere ich mich auch nicht mehr darüber, wie so manche Piraten deren Themen aufgreifen. Außerdem wird für mich deutlich, dass unsere eigene deutsche Geschichte überhaupt nicht mehr aufgearbeitet werden soll. Selbstverläugnung in der 4. Generation. Dabei ist doch klar dass Gewinner in ihrer Euforie mit vielen Wahrheiten politisch umgegangen sind. Da gibt es ein Schuldpotenzial auch auf seiten der damaligen Sieger. Die Hauptbeteiligten beider Seiten, sind heute unbedeutend oder leben überhaupt nicht mehr und trotzdem, werden alte Geschichten, ob sie stimmen oder nicht, ständig publiziert und auf nachfolgende Menschen projeziert. Doch wozu eigentlich, wenn seither ständig weiter Überlegenheitskriege in der Welt geführt wurden und werden?

    Mit Mitstreitern fair umzugehen, und mehr an den eigenen Inhalten zu arbeiten ist eine große Aufgabe.

    In allen Parteien gibt es Licht und Schatten, der Vorteil relativ neuer Parteien ist ja gerade, dass sie NOCH nicht so systemgebunden sind.

    Meine Empfehlung: parteiliche Themen aller Parteien faktisch auf Kompetenz und Fehler prüfen, Gemeinsamkeiten, sowie die Vielfalt fördern und zusammen arbeiten statt gegeneinander. Der einzelne Mensch muss selbstbestimmt und unabhänig sein können, das bedingungslose Grundeinkommen und die Förderung seiner Begabungen, von Mensch zu Mensch, sollten jedem Menschen ein Leben lang zur Verfügung stehen! Auch für die schnelle Verbreitung von Zukunftstechnologie für jedermann muss endlich was getan werden. “Andrea Rossi” und sein E – Kat ist hochaktuell und muss nun endlich unter die Leute kommen!

    Bei der Auszählung der Stimmen wurde im großen Stiel geschummelt, wie zu lesen war, das ist mit nichts zu entschuldigen und zeigt auf wohin die Reise schon gegangen ist!

    Irgend wann in Bälde werden wir uns den Staat, der sich für seine bürgenden Bürger einsetzt, mit samt seinen zuverlässigen und legitimierten Beamten zurückwünschen. Zum Beispiel, wenn der Lissabonner (Hammer) Vertag oder die fortschreitende GmbH isierung spürbar ist, oder alles in einer einzigen AG gemündet ist.

  10. Hans Peter schrieb am

    Abgesehen von den Mutmaßungen über die deutliche Rechtslastigkeit der AfD höre ich immer wieder die Klagen über das schlechte Abschneiden der Piraten bei den letzten Wahlen heraus. Bezüglich der AfD kann ich nur sagen: das ist eine Partei mit nur einem Thema: raus aus dem Euro. Folglich kann diese Partei auf Dauer nicht bestehen. Qualität geht vor Populismus.

  11. Rüdiger schrieb am

    Spaßig über eine AFD zu schreiben, sie in Schubladen einzuordnen, sie wieder rauszuholen oder doch lieber drinnen zu lassen. Dumm nur, dass die, die AFD gewählt haben möglicherweise auch die Piraten gewählt haben und die Medien in ähnlicher Weise auch gerne über die Piraten oder über andere Parteien schreiben. Schade, die, die sich trauen, aus ihrer Gewohnheit beim wählen auszubrechen, sind fast immer die selben und werden leider nur langsam mehr. Immerhin gehen viele auch gar nicht wählen, weil sie offensichtlich auf diesen Spaß verzichten wollen.

    Meine Meinung: Alle Parteien sollten an den Themen arbeiten wofür sie sich selbst für Kompetent halten. Dabei immer schön sich selber treu und unbestechlich bleiben. Über die restlichen Themen können sich die Parteien dann untereinander austauschen… Frei nach dem Motto: auch von den Dummen kann man etwas lernen.

    Herr Professor Hankel hat schon bei Einführung des Euros fachkompetente Warnungen ausgesprochen und sogar (mit anderen) gegen den Euro geklagt!

    Dafür hat eine Partei wie die AFD dann doch lange auf sich warten lassen.

    Der Unternehmer Herr Henkel hat sich für die AFD ausgesprochen ohne dass man ihm rechten Populismus vorwerfen könnte.

    Wer offenen Auges ist, kann nicht übersehen, dass bei der Einführung des Euros vielleicht sogar absichtlich große Fehler gemacht wurden. Auf jeden Fall wurden Fehler wider besseren Wissens gemacht.

    Letztlich hört man nur noch Hilfe! Hilfe da, Hilfe dort. Hilfe ist Abhängigkeit und damit lässt sich jedes Land der Erde Steuern. Am ende werden Geber und Nehmerländer gebildet und die, die Geben haben dann die selben Probleme wie die die nehmen. Hilfe kriegen nur die Länder, die sich ausplündern und kontrollieren lassen. Die Geberländer können paradoxer weise auch nur geben, wenn sie sich ausplündern und kontrollieren lassen. Also den Staat abbauen lassen, über die Rohstoffe verfügen lassen, Privatisieren heißt das Zauberwort. Was nichts kostet ist nicht kontrolliert. Deshalb muss auf jeden Furz (co2) eine Steuer drauf. Selbst grundelementare Dinge wie Wasser sind kein tabu. Die Geber haben die Ausplünderung fast schon hinter sich. Fraking am Bodensee zur Energiegewinnung ist im Gespräch. EU-Brüssel hat grünes Licht für fraking schon gegeben. Die Auto-Maut steht noch aus…

    Die Medien haben lange das Waldsterben Publiziert. Jetzt gibt es den Wald aber leider immer noch und mir ist dieses Jahr aufgefallen, dass unzählig viele dicke Eichen und auch alte Buchen entlang der Alp zwischen Tübingen und Ulm gefällt wurden. Ich traf dann einen Jungen eines Waldbesitzers, der mir erklärte, dass das deshalb geschehe, weil die Eiche unter Naturschutz gestellt werden würden. Ob es stimmt? Kann gut sein…

    Paradoxerweise geht auch der Mittelstand zurück am Ende münden alle Unternehmungen in eine große AG, welche sich dann auch zweifellos als Diktatur oder NWO zu erkennen gibt.

    Haben die Menschen für den Euro gestimmt? Wollten sie dass die EU-Autokennzeichen alle so aussehen wie sie aussehen? Wurden die Menschen gefragt wie ihre Eu-Fahne aussehen soll? Weiß die Mehrheit über den Lissaboner Vertrag bescheid? Wissen die Menschen, dass sie, wenn sie sparsam mit Geld umgehen es genügend Großprojekte gibt für die sie dann, wenn es blöd kommt trotzdem bürgen dürfen? Gehört, wenn es um Europa geht nicht auch Putin mit ins Boot? Immerhin ist er ja ein großer und scheinbar auch sehr zuverlässiger Handelspartner. Warum gibt es in Europa Roaminggebühren? Wem gehört die Euro Währung? Wer verfügt über ihn und warum sollen die Menschen ihn verteidigen, wenn sie keine Handhabe über ihn haben?

    Wo haben wir eine unabhängige, nationale, europäische oder gar globale alternative Denkfabrik, welche sich ausschliesslich zum Wohle von Mensch und Natur einsetzt, mit einer Datenbank von geprüften Fakten und Ideen und abrufbar für jedermann?

    Die Menschen in Abhängigkeit halten als Europäisches und Globales Ziel? Freiheitliche Konzepte sehen anders aus. Die Differenz von Mensch zu Mensch ist ein hohes Gut! In der Natur ist es das selbe!

    • Moin,

      das Klagen über die in Schubladen gesteckte Parteien ist so alt wie die Erfindung der Schublade (oder der Parteien) selbst. Aber oft klaffen Selbstbild und Fremdbild weit ausseinander, sodass eine Klassifizierung durchaus nützlich ist. Schauen wir uns die Selbsteinschätzung (oder die Selbstdarstellung) der AfD an lesen wir “Euro-kritisch”. Und lesen an anderen Stellen von “Niedriglöhne sind noch immer zu hoch”, vom in Zweifel gezogenen “Wahlrecht für Transferempfänger”, vom “entarteten Parlamentarismus” und von “fieberkranken Südländern”. Wir lesen von Spendengelder zweifelhafter Herkunft und einer Liste mit “Gegner der AfD” in der sich Politiker, Journalisten und Geistliche finden. Das kommt uns irgendwie bekannt vor, oder?

      Wir reiben uns verwundert die Augen, wenn wir lesen, dass 16% der AfD-Wähler vorher rechtsradikal wählten, viele auch von der FDP. Dazu klassiche Protestwähler und vieles mehr.

      Ich persönlich bin vom Euro überzeugt. Zu Zeiten der DM galt Deutschland als “kranker Mann Europas”, mit dem Euro kam der wirtschaftliche Schwung zurück! Kritik an der Gemeinschaftswährung gab es im Vorfeld ihrer Einführung viel. Vor allem wurde Angst vor der Inflation geschürt, die wie damals, 1923, alle Ersparnisse auffressen würde. Die Kritiker verstummten schnell als der Laden plötzlich brummte. Heute heisst es wieder “schon damals wurde gewarnt”, was natürlich Unsinn ist, denn warum statt “Inflation” nun Deflation für die Enteignung und den Untergang des Abendlandes bewirken soll bleibt deren Geheimnis.

      Die Euro-Rettung greift so langsam. Die wichtigen Indikatoren in Griechenland und Spanien zeigen nach oben. Die Anzeichen, dass das Gröbste überstanden ist mehren sich. Mit etwas Glück wirkt sich das bis zur Europawahl spürbar auf den Arbeitsmarkt in diesem Ländern aus. Das entzieht der AfD, die auch eine Partei des Ordoliberalismus ist, den Boden. Wenn dann Deutschlands Bürger noch sehen, dass die Hilfe tatsächlich funktioniert, dass die Hilfsgelder gut investiert sind es es hier trotz der “Krise” deutlich besser läuft als in anderen Ländern hat sich die AfD bald erledigt.

      Wenn nicht wird die AfD ins Europaparlament einziehen und dort wohl auf einen grossen Block aus Europagegner stossen: viele Briten, Ungarn, Frankreichs Front National, andere Nationalisten aus Belgien und den Niederlanden. Im gemeinsamen Interesse “nie wieder Europa” wird sich die “Deutschland kann es alleine”-AfD sich wohl fühlen. Da die aber alle keine konstruktive Arbeit leisten wollen, können sie zum Glück auch nicht viel kaputt machen. Ein falsches Zeichen würde es trotzdem aussenden.

    • Mir scheint, als ob der Aufruf aus zwei Beweggründen verfasst wurde: Zum einen, das macht den Grossteil des Textes aus, Hetze gegen Rumänien (wobei den Autoren wahrscheinlich jedes Land recht wäre). Zum zweiten, und daran ist nichts auszusetzen, Kritik an den Hundetötungen – sogar mit einem konstruktiven Vorschlag wie die Polulation auf anderen Wegen verkleinert werden kann.

      Die verwendeten Begriffe, das Bild das hier gezeichnet wird, entspricht den klassischen rassistischen Schabonen. Auffällig auch: Schon in der Überschrift wird ein monetärer Aspekt in den Vordergund gestellt. Und ein “mit unserem Geld deren Grausamkeit”-Eindruck erweckt.

      Es wird spannend sein zu beobachten, ob die AfD es schafft sich hier von einer humanistischen Seite zu zeigen. Also: auf der einen Seite für streunende Hunde einzutreten und auf der anderen Seite zu fordern, dass sozial Schwache in Deutschland ihre Organe auf ebay verkaufen sollen. So jedenfalls der Nürnberger Volkswirt Peter Oberender, ein Unterstützer der AfD, in der FAZ [1].

      http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/leichenverwertung-alles-muss-raus-1727899.html

  12. maurice schrieb am

    der Artikel ist so schlecht wie die derzeitige PP-politik .

    -diese ist offenbar manipuliert durch PP-Insidergruppen, die sich Positionen und Ämter organisieren und PP-mainstream-denke durchsetzen. ZB. wurde meine Kulturkritik an den USA durch ein Absetzen von der mailingliste “honoriert”.

    -die PP Europapolitik zugunsten einer totalen Supranationalitaet, wie von Gilles u.a. vorgetragen, ist einseitig. Das Multikulti-gutmenschentum hier ist nur Vorwand, um die Souveränität Europas noch mehr aufzulösen. Und diese besteht immer noch in den Nationalstaaten, die letztendlich immer noch für einen Schuldendefault stimmen koennten. Das stört GoldmannSachs und Co erheblich.

    -die PP position ” EU-Europa JAAAA! aber mit etwas mehr Demokratie / Mitbestimmung des EPs ist geradezu grotesk: Genau die Parlamente haben gezeigt, dass sie streng nach Finanzmarktkriterien (und der dahinterstehenden Cliquen) “abstimmen”. Das gilt für alle Nationalparlamente und natürlich für das EP. Gegenpositionen zum supranationalen Gesellschaftsdesign werden hier über jahrhunderte minoritaer bleiben. Weil der Ultraliberalismus immer eine kritische Masse an Befürwortern “schmiert”. Beamte,staatsnahe Unternehmen, Infrastrukturinvolvierte, alles mit Schulden bezahlt, die der andere Teil der Bevoelkerung rückzahlen wird.

    -Zuletzt macht AfD Lucke eine gute Figur im TV. Seine Argumente sind in der Tat nachvollziehbar und vernuenftig. Die PP sollte sich mal mehr um Wirtschaftsfragen kuemmern anstatt mit diesen abgehefteten multikulti-wir wollen lieb-mit allen sein! Ideen langweilen.

    -ein starker Punktder PP war ihre Bereitschaft , unterschiedliche Argumente gelten zu lassen. Diese sehe ich in letzter Zeit stark reduziert! Die PP : eine BilderbergGrünen partei 2? Sowas brauchen wir nicht!

    Der Wahlmisserfolg der PP reflektiert mE die schwachen inhaltlichen Positionen, die schwache öffentliche Representation und die schwache Philosophie: welche Gesellschaft wollen wir eigentlich???

    Best- in der Hoffnung auf PPGenesung. Maurice

  13. Rüdiger schrieb am

    Klagen ist etwas anderes. Das doofe “Schubladen-denken” bezieht sich auf vieles. Das kommt nämlich dem Prinzip “teile und herrsche zu gute” Rechts und Links, oben oder unten was sind das für Sinnige Diskussionen, wenn wir in einer polar aufgebauten Welt leben? Neigt ein Mensch eher nach politisch Rechts, wenn er die rechte Hand lieber benützt als die Linke? Ist es Sinnvoll in einer Rechtskurve links abzubiegen (oder umgekehrt)?

    Nein, sowohl als auch, das eine kann so günstig oder ungünstig sein wie das andere. Wir müssen darauf achten, dass Worte überhaupt noch verstanden werden und dass sie ihre ursprüngliche Aussagekraft nicht verlieren, sonst nützen auch sogenannte Fakten nicht mehr viel. Ebenso wichtig finde ich, dass die Systeme nach denen gehandelt wird, wenigstens für die Mehrheit transparent und einfach zu verstehen sind. Ein Freiheitsförderndes Vorschlagswesen, an dem sich jeder beteiligen kann fände ich gut! Auch Vorschläge für eine Freiheitsfördernde andere Art von Bürokratie kann hier zusammen geführt werden. 1000de von AGBs und Knebelbestimmungen – wo bleibt eine nettere Lösung?

    Ich finde es gut, wenn sich jemand offen für den Euro ausspricht und Farbe bekennt. Ich war dem Euro selber auch schon näher gestanden. Je mehr ich mich dann mit der Währung auseinander gesetzt habe, desto mehr verstehe ich auch was Herr Hankel vertritt und der hat nun mal in vielem recht behalten und vertritt im wesentlichen weiterhin diese Meinung. Die Einführung des Euros war nun mal ein Schnellschuss und hätte man die Kritiker mehr mit einbezogen, dann wäre mit Sicherheit nichts schlechteres herausgekommen. Ob es für die Protestwähler der Piraten akzeptabel ist, wenn die Piraten sich nicht mehr mit dem Euro auseinandersetzen, wird sich zeigen. Vielleicht spitzt sich die Lage in anderen Dingen weiter zu, dann ist eben etwas anderes wichtiger.

    Zugegeben die “Euro-Rettung” (von wem kommt dieser Begriff?) ist geglückt, der Lisaboner Vertrag wird zurückgenommen und die Schulden, welche dadurch entstanden sind, werden zu grossen Teilen erlassen oder trägt der Aufschwung. Happy End sozusagen…

    Streiten mit Fakten und trotzdem eine Einheit bilden. Schliesslich wollen wir uns fast alle, auch in Zukunft noch Freier und unabhängiger fühlen.

    Die Presse ist bekanntlich abhängig von ihren Anzeigenkunden und längst nicht mehr so frei, wie sie einmal schien. Deshalb ist es auch nicht mehr so einfach sich eine freie eigene Meinung zu bilden. Ich meine wer vieles hinterfragt und mit offenen Augen durchs leben geht ist diesbezüglich dennoch nicht ganz hilflos.

    So lange die Piraten sich für die Freiheit im allgemeinen und insbesondere die für Freiheit im Internet einsetzen, bin ich ihnen gegenüber nicht abgeneigt.

  14. moritzfarol schrieb am

    Auf der Wikipediaseite über die AfD habe ich gelesen, dass Bernd Lucke vor der Gründung der AfD den Chef der Piratenpartei gefragt hat ob sie sich “verbünden” könnten. Kann man irgendwo nachlesen warum genau Bernd Schlömer dieses Angebot abgelehnt hat? Immerhin wären die Piraten dann jetzt theoretisch im Bundestag;) (außerdem glaube ich nachdem was ich gelesen habe, dass die AfD aus WiWissenschaftlern besteht, die eine alternative Europa- und Finanzpolitik durchsetzen wollen, nicht aus versteckten Rechten die “zurück zur deutschen Mark” wollen.

    • Moin,

      ohne mit den Details vertraut zu sein ist doch offensichtlich, dass es sehr viel gibt, das uns Piraten von der AfD trennt. Eine Sammlung ist im Internet zu finden.

      Die Trennlinien sind derart stark, dass die AfD juristisch gegen Teile der Piraten vorgeht. Und während die AfD zurück schaut – bis zu Bismark und der D-Mark, schauen Piraten nach vorne in ein gemeinsames Euro das Chancen nutzt statt Gefahren zu beschwören. Wie richtig diese Sichtweise ist wurde (unfreiwillig) von René Stadtkewitz bestätigt, der nach eigener Aussage “90% Übereinstimmung der Ziele” von AfD und seiner Partei “Die Freiheit” sieht. Da müssen wir nicht mitspielen – nichtmal bei den bleibenden 10%.

  15. maurice schrieb am

    Michael wieso redest du von “uns” Piraten und nicht “mir Piraten? Gibt es einen Inkompatibilitatsbeschluss der Partei mit der AfD? Zur Sache: erst wenn die Target problematik geklaert waeren zugunsten D s könnte man von einer befriedigenden (wirtschaftlich-finanziellen) Perspektive für die deutschen Bürger im EU-europa sprechen. Derzeit besteht die Perspektive aber NICHT. Man hat auf das perfide Target konstrukt jetzt noch den ESM (von vielen Wirtschaftspiraten kritisiert!!!) draufgesattelt. Damit werden dermassen grosse Bindungen für D geschaffen, die nur mit gehörigem Knall sich auflösen lassen. Der Euro ist für D ein krasser Verlust an Souveränität und ein Gewinn an ultraliberalem Zwang mit seinen fiskalischen und sozialen Konsequenzen. Gestern hat gerade die nette GoldMansachs EZB den Leitzins (für Banken) auf 0,5% gelassen. D. h. mehr Geldvolumen dass in den “Maerkten ” profitabel versickert. Und das heisst für den Standardpiraten letztlich mehr Inflation, hoeher eMieten, usw. Schreibt doch mal einen Artikel über TARGET. Hier spielt die Musik…

    • Moin,

      es gibt diesen Unvereinbarkeitsbeschluss tatsächlich. Auch Bernd Schlömer hat festgestellt, dass es keine Schnittmengen gibt. Das spiegelt meine Meinung wieder, und was den Beschluss betrifft, die Meinung der überwiegenden Mehrheit der Piraten die beim BPT waren.

      Der ESM ist ein anderes Thema. Wenn ich den Beschluss richtig in Erinnerung habe wird nicht die Rettung an sich kritisiert, sondern die Intranzparenz und die fehlende Beteiligung des Parlaments dazu. Für mich liest sich das so: Wir (!) Piraten sehen in einem einigen Europa unsere Zukunft und eine Chance. Die Kredite an andere EU-Mitgliedsländer sehen wir ebenso positiv. Allerdings fordern wir die Legitimation der Kredite durch die Bundestag.

  16. Rüdiger schrieb am

    Die Europäische Union ist ein undemokratisches Konstrukt, welches das Mitbestimmungsrecht von europäischen Bürgern und Bürgerinnen nicht respektiert.

    Die europäischen Verträge müssen geändert werden um Europa auf demokratischen Beinen neuzustarten. Die Vertragsveränderungen dürfen aber nicht wie bisher hinter geschlossenen Türen ausgearbeitet und über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger entschieden werden.

    Diese beiden Abschnitte stammen aus dem Wahlprogramm der Piraten. Das ist doch bemerkenswert! Dem ist auch nichts hinzuzufügen, weil diese Aussagen absolut zutreffend sind.

    Zu glauben, dass man auf dieser Basis, zu Gunsten Europas etwas ändern, beziehungsweise darauf aufbauen kann und selbst ein Neustart halte ich und vielleicht auch einige andere, für sehr sehr naiv.

    Was spricht dagegen, bei dieser Wichtigkeit, sich mit anderen Europa – Denkern ( Pro und Kontra ) auszutauschen und sein Programm den neuen Erkenntnissen anzugleichen?

    Was für Europa zutrifft gilt logischerweise sicherlich auch für deren Staaten. Übrigens seit der sogenannten Wiedervereinigung ist vieles formal sehr schwammig und ausserhalb jeglicher gesetzlicher Legitimität geraten. Es gab zum Beispiel einen Zeitpunkt, da haben grosse Firmen plötzlich keine Steuern mehr abgeführt. Warum will dann überhaupt jemand steuern abführen? Grosse Firmen haben eine grosse Rechtsabteilung und verhalten sich bestimmt nicht gegen geltendes Recht!

    Die meisten Punkte des Wahlprogramms haben ebenfalls meine volle Unterstützung. Zum Beispiel bin ich vom Bedingungslosen Grundeinkommen oder die Benutzung des öffentlichen Nahverkehr ohne Ticket, sowie “Freiheit im Internet” sowie “Toleranz” überzeugt! Manche Punkte fehlen. Wie wahr stellt zum Beispiel ein “undemokratisches Konstrukt” unsere Geschichte dar; wie sie war, wie sie ist und wie sie sein wird? Presse, Bildung, Wissenschaft…

  17. maurice schrieb am

    Michael: dein Link zeigt ja gerade ein Beispiel für Demokratiedefizite der Piraten. Da wird einer ausgebuht weil er andere, nicht mainstream Konzepte vertritt. Leider bleibt unklar auf Grund welcher Argumente der AfD mann ausgepfiffen wurde. Ich halte es für völig illusorisch, die Weiterführung der EU faktisch zu befürworten mit dem Zusatz, etwas mehr Demokratie einfordern zu wollen. Das ist nichts anderes als die Bejahung der jetzigen Zustände, ihr programmatisches Festbetonieren. Die EU ist NICHT Europa, sie hat Europa zerstört mit ihrem globalen ultraliberalen Ansatz! Und da sehe ich nun mal nur die Alternative, Souveränität auf nationaler Ebene zumindest teilweise zu erhalten und auszubauen. Alle Staaten die einen nationalen Weg in der Finanz / Schuldenpolitik gefahren sind, also eine Emanzipation von supranationalen , demokratisch unkontrollierbaren Kraeften, waren erfolgreich: von Argentinien bis Ungarn über das von Linken geliebte Ekuador. Das sind die Fakten! Schlecht gefahren sind die Länder die im EU-sumpf (nebst GoldmanSachszentralbank) weiterversunken sind: die Verschuldung aller verharrt auf hohem Niveau oder steigt sogar. Verschuldung heisst Versklavung, Ausbeutung, Besteuerung. Hier weiter blauäugig den Supranationalismus von Grosskonzernen, Finanzoligarchie und angehefteter Lakaienkaskade verteidigen zu wollen unter dem Vorwand “gute Europaer” sein zu wollen, halte ich für politisch FALSCH.

    Best, Maurice.

  18. maurice schrieb am

    Kleiner Meinungsabtausch zum Versagen der Piraten bei der BTW:

    “Diese Partei scheitert derzeit an sich selbst, weil wir Angst vor der eigenen Courage haben, aus Piraten sind Badewannenkapitäne geworden!

    Statt progressive, kontroverse, streitbare Positionen zu beziehen, probieren wir – zumindest öffentlich – uns möglichst dem Mainstream anzudienen. Ergebnis: BTW Eine Bande von Amateuren, die einfach nur das selbe machen wollen, wie die anderen interessiert keine Sau! 1. Piraten fordern ausgeglichene Haushalte und Schuldenbremse – gähn 2. Piraten kritisieren ESM (ein bißchen), wollen aber auf jeden Fall im Euro bleiben – schnarch 3. Piraten wollen Grundeinkommen… vielleicht, erst mal ne Kommission gründen – ohne Worte Hätten wir klarere Positionen bezogen und damit auch nur jeweils 1%-Punkt bei anderen Parteien abgezogen, wären wir drin.

    Die AfD hat allein mit 2. schon fast 5% geholt…

    Und wenn wir nicht endlich ernst machen mit dem “one person, one vote”-Prinzip, sondern uns von irgendwelchen Pseudo-Karrieristen in Delegierten-Systeme (wie den Unfug bei LQFB) pressen lassen, dann haben nicht mal auf der methodischen Seite irgendetwas anzubieten, was die Demokratie weiterbringt. Die (kleinlichen) innerparteilichen Auseinandersetzungen erinnern an die Konflikte der “Judäischen Volksfront” mit der “Volksfront von Judäa”, dabei sollte es doch gegen den gemeinsamen Gegner gehen (nein, nicht die “Populäre Front”). Das Kernanliegen sollte doch die Erneuerung unserer aktuellen Demokratie-Posse sein – alles andere findet sich dann schon – und das nicht nur auf der politisch/juristischen Ebene, sondern grade auch auf der wirtschaftlichen. Wir leben in einem Wirtschaftsfeudalismus und da ist es herzlich egal, welche Marjonette grade im Parlament rumhampelt. Solange die politische Entscheidungen an ca. 600 Hanseln hängen, von denen ca. 500 das Recht haben, die Fresse zu halten und die Hand zu heben, wenn die “Fraktionsdisziplin” es erfordert, so lange ist es leichtes, durch entsprechende “Beratung” und “Unterstützung” die paar Handvoll maßgebliche Akteure zu “systemkonformen” Entscheidungen zu bewegen. Dagegen hilft nur DEMOKRATIE – auch und grade in der Wirtschaft.

    Wenn wir uns nicht an dieses heiße Thema trauen, sind wir in der Tat doppelt so überflüssig wie die FDP.”———-

    Meine Antwort: Richtig! aber “600 Hansel”? Auf der letzten Euwikon gab es eine paneldiskussion zu Europa mit 4 Representanten der “ich will lieb zu allen sein” Fraktion OHNE Gegenposition, die sich von 10 weiteren Anwesenden beklatschen liessen. Später heisst es dann: ” die Position DER PIRATEN”….

    Als Ex-Grüner erinere ich mich dass genau SO ein gewisser Joschka Fischer an die politischen Machthebel gekommen ist. Mit Resultat der Regierung Gaspromschröder.

    Wenn man diese Parlamentsriege im TV ankommen sieht (jetzt zu den “Sondierungsgesprächen für die Grosse Koalition 2)mit ihren dicken Bäuchen und wallenden Ermengildo Zegna Anzügen dann zwängt sich das Bild von Byzanz auf! Wollen die Piraten da mitmachen? Dann braucht man sie in der Tat nicht denn es gibt sie schon! Deshalb konkret: Auf jedem Piratenpanel sollten kontroverse Positionen zum Ausdruck kommen.

    Dann: “wir sind die Internetpartei”! welche politische Unverständnis was Politik zu leisten hat!

    Internet ist ein Medium, eine Technik , sonst nichts.

    Politik will ein Weltbild, eine Philosophie, eine Moral, eine Kultur anbieten ÜBER organisatorische und distributive Massnahmen

    in der Gesellschaft. Um die Umzusetzen braucht man Medien und Technik: Tontafeln, Druckerpresse und jetzt halt das Internet. Wo ist die Position des Menschen im Universalgetöse, was sein Platz in der community? Das wollen die Menschen letztlich von der Politik wissen.

    Die Internettechnik -übrigens ein weiteres Medium zur konzeptionellen Gleichschaltung des globalen Menschen- als Politikziel zu erheben ist so wie wenn man die Motorentechnik in den 20er Jahre zum politischen Hauptgegenstand gemacht hätte.

    Darauf hat die AfD eine Teilantwort, die aber durchaus als pars pro totem gelten könn:te: über die EU/ Eurokritik die Gelddiktatur knacken. Die Piraten haben da… Standard-Gutmenschentum aufzuweisen mit dubiosen Hintergründen. Denn die Konsequenzen der derzeitigen “Weiter-So-mit etwas mehr Demokratie” politik sind unabsehbar. Demokratie und Gelddiktatur sind unvereinbar, weshalb es Formen der DIREKTEN DEMOKRATIE mit Verbot jeglichem Lobbyismus und Einflussnahme braucht.

    Das als politisches Hauptziel zu fordern haben wurde versäumt und deshalb wurden die Piraten vom Wähler als “unnütz” eingestuft!

    Best, Maurice.

  19. Rüdiger schrieb am

    Die Piraten können sich mit der NPD vergleichen. Die Piraten können sich mit der AFD vergleichen. Warum fühlen sich die Piraten veranlasst, eine AFD mit der NPD zu vergleichen? Insbesondere, wenn beide ähnliche Ziele verfolgen würden, ist es doch für deren Zielgruppe viel klüger eine junge AFD zu wählen, als eine über Jahren vom Verfassungsschutz gesteuerte NPD zu wählen. Wäre es da nicht sinnvoller, die Position der Piraten in den Vordergrund zu stellen und ausserdem, dem Privatisierungswahn etwas entgegenzusetzen? Ist es wirklich unabänderlich, dass alle Staaten dieser Welt eine finanzielle Schuld haben, welche letztlich die Menschen in Abhängigkeit halten? Vielleicht sollten sich diese Menschen zu einer eigenen GmbH zusammenschliessen um sich zu schützen?

    Bevor weder die Piraten, noch die AFD die 5% erreichen, wäre ein klar umrissenes zweck Bündnis verschiedener kleiner Parteien eine Alternative. Gerade für die, für die eine alt eingesessene Traditionelle Partei erst mal ein Tabu geworden ist.

    • Gemeinsame Ziele von Piraten und der AfD? Entschuldige, dieses Konstrukt wirkt lächerlich. Das primäre Ziel einer Partei besteht darin die eigenen Vorstellungen von Politik und Gesellschaft umzusetzen. Der Sitz im Parlament (und damit die 5% Hürde) sind ein sekundäres Ziel. In diesem sekundären Ziel erschöpfen sich aber auch schon die Gemeinsamkeiten. Gemeinsames haben allerdings die AfD und “Die Freiheit”, dies hat deren oberster Islamophobiker öffentlich bekannt, als er von “90% Übereinstimmung” sprach und das “rübermachen” empfahl. Die AfD beruft sich auf Bismark und seine “Eisen und Blut”-Politik, die schon in seiner Antrittsrerde als Kanzler angekündigt wurde. Das ist nun wirklich nichts wo sich Piraten wiedererkennen könnten. Die Familienpolitik, rückwärtsgewand wie das ganze Weltbild dieser Partei, passt so gar nicht zu den modernen Vorstellungen der Piraten, die nach vorne schauen, statt vergangene “Glanz und Gloria” Zeiten zu beschwören.

      Die AfD ist eine rechte Partei (nachzulesen im Infoflyer der Jugendorganisatoren der Piraten und der Grünen). Die AfD ist gefährlich, die AfD befährdet Europa (will sogar die gemeinsame Währung abschaffen) und nutzt dabei ein Vokabular, das an die Zeiten des Faschismus erinnert. So eine Partei gehört nicht in den Bundestag. So eine Partei gehört, wie dies mit der “Freiheit” schon geschah, vom Verfassungsschutz beobachtet (es würde dem Verfassungsschutz gut tun mal etwas sinnvolleres zu tun als ehrliche Bürger zu bespitzeln). Und für uns Piraten ganz wichtig: so eine Partei gehört nicht an unsere Seite, sondern politisch bekämpft.

  20. maurice schrieb am

    zunächst freue ich mich dass hier mal eine lebendige Diskussion aufkommt. Von 30.000 Piraten sollten sich mehr an der Piratenpost beteiligen!. Wo ich Dir , Michael , nicht folge ist die schwarz-weiss Vision von auf nationale Interessen fixierte Politik. Das deutsche Problem ist in der Tat eine gestörte Geschichtsrezeption durch die Grauslichkeiten der Nazizeit. Natürlich war Euthanasie, Brutalität, Anders-denkende-und-Judenverfolgung des NSregimes eine Unsäglichkeit. Aber 1. erschöpft sich das NS-tum nicht darin – ganz im Gegenteil: kaum ein Deutscher Normalo der Epoche war für die Judenermordung (s. Himmleransprache Posen1943-zentrales Dokument zum Verstaendnis diesr Zeit) 2.war der Auslöser / tiefere Grund der gigantischen Grauslichkeiten (die in ihrer Massivität erst ab 1943 eintraten) wohl letztlich Versailles mit seinem Diebstahl der deutschen Kolonien und Patente (!), die aggressive Aufrüstungspolitik der Engländer (man vergleiche Curricula Hitler-Churchill), das problematische Auftreten des organisierten Judentums (als community der Gotterwählten in der nationalen Gesellschaft), die hohe Gewaltbereitschaft der damaligen Gesellschaften (noch 1900 hatte der nette belgische König seinen Kongolesischen Untertanen die Hände abhacken lassen wenn sie ihm nicht genügend Kautschuk produzierten: das war genau 33 Jahre vor Hitler!) Ganz zu schweigen wie die Engländer mit ihren Kolonialsklaven umgingen… Und : das NS regime auf die genannten Grauslichkeiten zu reduzieren ist FALSCH. Denn 1. war die Bevölkerungsmehrheit durch die POSITIVEN Entwicklungen der national-orientierten Politik überzeugt. Man muss sich nur die excellenten Designprodukte der Zeit ansehen um zu verstehen welcher Geist da herrschte. 2.stand der NS nationalismus ja gerade für eine moralische Aufrichtung des Volks weg von liberaler Korruption. D.h. Hitler hatte die moralische Führerschaft erreicht so wie Mutti Merkel heute und so wie die Piraten gerade NICHT. Die Gleichung politischer Nationalismus = Nationalsozialismus ist falsch. Warum nicht die nationale Bewegung des Hambacher Schlosses als Beispiel nehmen? Damals entsprach der nationale Gedanke einer Emanzipation von einem verfaulten Feudalismus der seit 1815 (Wiener Kongress) das Volk und seine neuen industriellen Eliten festgenagelte. Heute besteht eine analoge Situation: der globale Ultraliberalismus saugt die Völker aus über supranationale Institutionen und homogenisierte Parlamente. Ich sehe derzeit KEIN Gegenmittel gegen diese Gelddiktatur ausser einer Rückkehr zu nationaler Souveränität. Brüssel muss in die Schranken gewiesen werden und das EU-europa neugestartet auf Basis von Plebisziten. Eine akzeptable Zukunft in der von Dir (und Gilles) vorgeschlagenen Bejahung der EU-institutionen sehe ich nicht. Die Piraten sind gut beraten, zumindest eine EU-skeptische Tendenz für die EP wahl zuzulassen. Ich möchte sogar sagen: solange Europa ein Europa der Nationen ist (und nicht der globalen Managercliquen) ist bietet nur ein neuer Nationalismus Schutz vor der Zerstörung Europas durch die Kräfte des Gelds.

    • Was willst Du uns eigentlich beweisen, Maurice, resp. wovon überzeugen? Daß Hitler kein Monster war?? Daß er “moralische Führerschaft erlangt hatte”? Weder er noch “Mutti Merkel” hatten/haben “moralische Führerschaft” erlangt. Hitler hat den hungernden Deutschen die Bäuche gefüllt, Merkel verspricht den satten Deutschen, daß sie satt bleiben werden. Das ist das ganze Geheimnis. Sicherlich ist eine Verkettung von falschen politischen Entscheidungen schließlich der Grund von Hitlers legitimer Machtergreifung, aber genau so sicher ist auch, daß jeder, sein “Mein Kampf” hätte lesen können und glasklar gewußt hätte, wes Geistes Kind dieser Mann war. Und ich finde es durchaus legitim, daß WIR Piraten empfindlich auf ‘knackige’ Propaganda reagieren; denn was diese im Zusammenspiel mit einer eher tumben Volksmasse anrichten kann, haben wir doch alle erlebt. Es ist doch grade mal 23 Jahre her, daß wir wieder ein vereintes Deutschland sind. Und wem verdanken wir die großen Gebietsverluste und die Teilung Deutschlands? Dem Mann, dem Du “moralische Führerschaft” attestieren willst und hehre Designerkunst! Und Du willst wieder zurück zu nationalem Kleinklein? Ich bin froh, daß die alten Bilder von der Erzfeindschaft zwischen den Völkern langsam aus den Köpfen verschwinden. Und was die “Diktatur des Geldes” oder Korruption anbelangt, glaubst Du wirklich, daß sie in Nationalstaaten geringer ist?

  21. Rüdiger schrieb am

    So weit ich von Maurice alles weitgehenst richtig aufgenommen habe, stimme ich ihm überwiegend zu. Ich denke die Zeiten der Berührungsängste sind erst mal vorbei. Natürlich soll jede Partei ihren Standpunkt haben, aber was spricht dagegen mit völlig unterschiedlichen Parteien und in aller Vorsicht, gemeinsame Wege zu gehen? Jede Partei hat ihre Schwerpunkte. Alle die ihr angehören, wollen was zum Guten und zum Wohle für die, die nach uns kommen, etwas positiv bewegen. Mehr Menschlichkeit; die unterschiedlichsten Sprachen erhalten; die restliche Kultur bewahren; Grund und Menschenrechte achten, jedes Europäische Land braucht seine eigene gültige Verfassung und soll durchaus eine Schnittstelle zu Europa haben. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Europa keinen Freibrief zusteht, sondern sich immer aufs neue bewähren muss….

    Jedes Land ist seiner Literatur verpflichtet! So kann es niemals gut sein dass zum Beispiel die Muttersprache in Deutschland als Englisch bezeichnet wird, unter der wir ja schon z.B. bei der NATO oder UNO geführt sind. Dort wird Deutschland zudem als NGO bezeichnet??? (Kaum zu verstehen, warum jemand mit, offensichtlich eh entschärften Befugnissen, dann überhaupt noch gewählt werden soll?.. Also nochmal: keine Berührungsängste, es kann nichts mehr schief gehen, selbst wenn etwas schief gehen würde.) Bürokratische Gängeleien unterbinden und vieles mehr! Insbesondere noch vorhandene Staaten unberührt lassen, auch wenn ihnen gegenüber eine Überlegenheit besteht! Nur an diesen noch vorhandenen Staaten können wir unsere Fortschritte in jeglicher Weise messen oder vergleichen.

    Europa besteht aus vielen Qualitäten. Ein Schuldensystem wirkt sich auf die Vielfalt der Qualitäten sehr negativ und reduzierend aus. Viele Differenzen bedeutet “Vielfalt” und ist in der heutigen Zeit ein hohes Gut! Wer macht sich schon bewust wieviel Gegensätze wir schon aus einer Hand beziehen? Dinge die uns krank machen und solche die uns heilen aus der gleichen Branche. Werbung und Grossprojekte, welche uns gutes verheissen sollen bringen uns überwiegend Schulden und Abhängigkeiten.

    Die gleiche Branche die uns Gesundheit und andere positive Dinge vermittelt, vermittelt uns Angst und Schrecken und wirkt nicht selten manipulativ…

    Ich schreib’s mal so: sei ein Suchender, bediene Dich aus allen Quellen, die sich Dir erschliessen und bediene Dich aus allen wissens Bereichen. Der Handel kennt meiner Meinung nach kein Tabu. Dennoch gibt es viele Tabus, welche den Handel hoch treiben. Also lüfte die Hintergründe und die Tabus. Bewirke Aufklärung in Bereichen wo Du es einfach nicht mehr hinnehmen kannst…

    Letztlich haftet jedem Wort etwas ungewolltes an, deshalb wäre es besser in Form von Gleichungen, in Form von schönen Bildern, schönen Strukturen, oder schönen Empfindungen zu kommunizieren, wenn es darum gehen soll eine schöne Welt zu kreieren.

  22. mike schrieb am

    @maurice Deiner unsäglichen Geschichtsklitterung trete ich entschieden entgegen. Beispiel aus deinem post: “…Natürlich war Euthanasie, Brutalität, Anders-denkende-und-Judenverfolgung des NSregimes eine Unsäglichkeit. Aber 1. erschöpft sich das NS-tum nicht darin ..” Nein, es waren nicht die Anderen (Engländer, Belgier, Juden..) schuld, es wussten die Deutschen über die Greuel Bescheid und die menschenverachtenden Nazis haben uns eben nicht ‘auch Gutes’ gebracht.

    Sätze wie dieser “…das NS regime auf die genannten Grauslichkeiten zu reduzieren ist FALSCH. Denn 1. war die Bevölkerungsmehrheit durch die POSITIVEN Entwicklungen der national-orientierten Politik überzeugt. Man muss sich nur die excellenten Designprodukte der Zeit ansehen um zu verstehen welcher Geist da herrschte….’ sind unerträglich. Es wird ein positiver Zusammenhang suggeriert der den menschenverachtenden Nazis etwas Positives abgewinnen will.

    Nein, keinen Fußbreit weichen für solch mieses Verharmlosungsgeschwurbel! 🙁

  23. sperling schrieb am

    Ich kann mike nur zustimmen. Die verharmlosenden Kommentare einiger mieser ***-Parteigänger hier sind das letzte. Und mit *** meine ich nicht die NPD …

    Sperling

  24. Rüdiger schrieb am

    Auf der einen Seite finde ich es gut, dass Mike diesen Einsatz zeigt, auf der anderen Seite erstickt es jedes weitere fortfahren. Aber solche Diskussionen holt man sich nun mal ins Haus, wenn man solche indirekten Vergleiche AFD/NPD anstellt…

    Das Thema soll auch nicht ausufern. Die gesamte Weltgeschichte ist nicht uninteressant, wenn es darum geht zu erkennen, wie sich Netzwerke gebildet haben, die bis in unsere heutige Zeit reichen. “Henry Ford” hat einiges dazu geschrieben.

    …Die Bevölkerung war nicht von Anfang an davon überzeugt! Die hatten den 1. Weltkrieg hinter sich und waren mit Sicherheit nicht von einem weiteren Krieg begeistert! ( vielleicht hat später dazu beigetragen, dass sie vor einer Art “ESM” Vernebelung mehr Angst hatten als noch einmal in den Krieg zu ziehen ) Ich bin jetzt auch nicht so Sattelfest in diesem Gebiet, aber es gab genügend Kräfte die schon von Anfang an, massiv dagegen gehalten haben. Hitler hat ganz offen, einen internationalen Welt Bestseller geschrieben. Dieser Wurde zB: in Englisch, in Deutsch… gedruckt! Sollte jeder Politisch denkende Mensch gelesen haben. Durch sein Buch ” Hitler, Mein Kampf”, wusste zumindest die lesende Schicht der Welt schon in den Anfängen Bescheid (Im Prinzip wie heute auch). Von einer einfach gegliederten Parteistruktur bis zur Propaganda (Werbung) steht alles drin und wird heute noch angewandt.

    Die Machthaber dieser Epoche, wie in jeder anderen, arbeiteten mit ihrem Wissen. Die Mächte unserer Zeit arbeiten mit ihrem Wissensstand und sind auf Computer angewiesen.

    …Die Designer Produkte finden wir natürlich in anderer Form, zum Beispiel bei grossen Kirchen als Kreuz, auf fast allen Europäischen Kennzeichen als Sterne, als Sheriffstern, auf vielen Flaggen finden wir den Stern und in vielen auch sehr skurrilen anderen Organisationen finden wir Symbole. Sie dienen im allgemeinen dazu unseren Geist wie auch bei Zeremonien, Unterschriften, Gelübde an etwas zu binden und werden alle gehandelt.

    Abscheulichkeiten haben nicht aufgehört, sondern existieren immer noch fort. Ich will auch hier keine outen, denn von ihnen kann es einem ebenfalls sehr sehr schlecht werden. Und eins möchte ich hervorheben: Die Art und Vielfalt von Unrecht und die Zahl der Betroffenen mag zwar eine Rolle spielen, wenn es um Schadensersatzvorderungen Dritter geht. Für das Opfer ist es immer sein bedrohtes Schicksal. Deshalb sollten in Zukunft Opfer durch Fremdverschulden, immer mehr auszuschliessen sein. Im zivile Leben klappt das ja auch schon ganz gut, wenn es da nicht auch Ereignisse gäbe, die wir uns selbst zuzuschreiben haben und so auch der Täter zum Opfer werden kann…

    Alles kann leider auch nicht vermieden werden, weil das auch unsere Freiheit erheblich einschränken würde. Stichwort: Sicherheit???

    Vieles was den selbst heute noch lebenden Menschen vermittelt wurde, hat längst keine Gültigkeit mehr! In allen Bereichen gibt es Veränderungen. Die darwinistische Auslegung ist heute eine ganz andere und hat mit Darwin eher nichts mehr zu tun. Ebenso ändern sich auch Einsichten.

    Die Gefahr die trifft, kommt immer von dort wo man sie nicht vermutet hätte. Um eine Gefahr auch von unten her abwenden zu können, benötigt der Einzelne Selbstständigkeit, eine Abmachung und eine Anleitung des selbstständigen Handelns. Strukturen, welche eine Korrektur durch den Einzelnen, und deren Selbstständigkeit (von unten an der Basis her) nicht zulassen, sind immer gefährlich und machen abhängig statt frei.

    Irgend wie ist es wie im Sport, mit alten Techniken kommt man heute auch in der Politik nicht so weit, deshalb hilft nur: lesen, Bücher, Hörbücher, kreative Gedanken bilden, querdenken, Vielseitigkeit, Alternative Medien, viel Erfahrung, Gespräche, genauso könnte mal ein persönlicher, wöchentlicher, direkter Vergleich, von Stern, Spiegel, Fokus und einer Tageszeitung (am besten in einer Bücherei) eine Erkenntnis bringen…

  25. Wer selbst nicht weiß was er will, der vergleicht andere Parteien miteinander. Das wertet die aber eher auf. Nun die FDP, Piraten und NPD müssen keine Sperrklausel mehr befürchten, deshalb wird es spannend wie sich die “Sonstigen” aufteilen werden.

    [Anmerkung der Redation: der Link wurde entfernt. Bitte keine Verlinkungen auf rechtsradikalen Parteien nahe stehenden Publikationen oder Hinweise darauf. Danke. / Michael Renner]

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt. Verbindlich einzugebende Felder werden mit diesem Zeichen kenntlich gemacht: *

Weitere Informationen

Archiv aller Artikel

  • Feinstaubsensoren
  • SH-STOPPT-CETA