Elefantenrunde: “Für Asche auf unser Haupt ist auch kein Platz”

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Die Elefanten in der Runde von links: Riexinger (Linke), Trittin (Grüne), Steinbrück (SPD), Merkel (CDU) und Hasselfeldt (CSU)

“Wir müssen jetzt das Endergebnis abwarten, was sich ergeben wird im Laufe des Abends, und dann werden wir weitersehen, was wir tun”, sagte eine fast erhaben wirkende Merkel. Richtung FDP die Bundeskanzlerin weiter: “…ansonsten bedauere ich natürlich, wenn die FDP nicht in den Bundestag kommen sollte”. Die Kanzlerin verweigerte auch im weiteren Verlauf des Abends jegliche Aussage zu möglichen Koalitionen seitens der Union. Vor wenigen Minuten ließ sie mitteilen, dass sie der Presse am heutige Abend nicht mehr zur Verfügung stehe, da es eh nur um die Frage nach Koalitionspartnern gehe.

Die CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt war ebenso offensiv inhaltslos bei der Frage nach einer Einigung mit der CDU beim Thema Maut. Sie und Merkel waren sich jedoch einig, dass man hier zu einer gemeinschaftlichen Lösung kommen wird. “Zu Furcht ist zwischen CDU und CSU schon überhaupt kein Anlass. Wir haben in all diesen Jahren hervorragend zusammengearbeitet”, beschwichtigte Hasselfeldt in der Elefantenrunde.

Steinbrück, wie üblich emotional auf neutral gepegelt, will eine Niederlage nicht so recht erkennen: “Ich mache keinen Hehl daraus, dass wir uns ein besseres Ergebnis gewünscht hätten” (zur Erinnerung: das ist der Mann, der noch um 17:59 Uhr Bundeskanzler werden wollte), “nur für Asche auf unser Haupt ist auch kein Platz.”

Etwas klarer war da der Grüne Jürgen, der sich in kurzen Sätzen an Merkel wandte: “Wir wollten Sie ablösen. Das ist uns nicht gelungen. Wir sind wieder auf dem Niveau angelangt, auf dem wir 2005 gewesen sind. Wir hätten uns mehr versprochen.” Einen Fehler bezüglich des Grünen Steuerwahlkampfes wollte Trittin nicht erkennen.

Überhaupt nicht als Verlierer sehen sich die Linken an diesem Wahlabend. In dieses Horn blies auch Bernd Riexinger, Landesvorstand der Linken, beim Elefantentalk: “Wir sehen uns gar nicht als Verlierer des heutigen Abends. Sondern wenn man bedenkt, wo wir herkommen…”, (lustig, gelle!?), “…hätte niemand gedacht, dass wir uns mit den Grünen heute ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die zweitstärkste Oppositionspartei liefern.”

Stellt sich doch die Frage: Ja verdammt nochmal, wo kommen denn diese Linken bloß her?


Kommentare

2 Kommentare zu Elefantenrunde: “Für Asche auf unser Haupt ist auch kein Platz”

  1. Detlef Rausch schrieb am

    Leider hat der Durchschnittswähler in Deutschland kein Interesse an Visionen und durchgreifenden Reformen – auch wenn man langfristig nicht darum herumkommt. Wir Piraten haben erkannt, was in Zukunft wichtig ist, ABER: Wir haben noch nicht die richtigen Argumente, dem Wähler zu erklären bzw. ihn davon zu überzeugen, dass unsere Ziele positiv sind. Ausserdem fehlt uns noch die Möglichkeit bzw. die Fähigkeit die Lösungen und Wege zur Umsetzung realistisch und vor allem glaubwürdig darzustellen. Sei es BGE, Bildung oder Korruptionsbekämpfung.

    Trotzdem: Nicht aufgeben – sondern dazulernen und in Zukubft besser machen !

  2. Ralf Merbach schrieb am

    Wir Piraten müssen bessere Argumente finden, aber auch Themen besetzen die bisher nur am Rand vorhanden sind. Wichtig vorallem in der Landtagswahl 2014 in Thüringen, Thüringer Themen zubesetzen. Natürlich dürfen unsere Kernthemen nicht zu kurz kommen. Die ausgewogene Mischung wird das A und O werden. Es gibt keinen Grund in Selbstmitleid zu baden. Nach der Wahl ist vor der Wahl! Packen wir es an.

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