Die Deutschlandlüge


Kommentare

13 Kommentare zu Die Deutschlandlüge

  1. Fabio Trotta schrieb am

    Vielen Dank für den Text. Mich nervt es auch tierisch an wenn immer wieder auf anderen Nationen rumgehackt und darüber gelästert wird. Manchmal sollte man den eigenen Blickwinkel mal gerade rücken. Und das Ziel sollte so oder so nicht sein sich selbst oder andere schlecht zu machen, sondern daran zu arbeiten und weltweit die Zustände verbessern.

  2. Christoph schrieb am

    Ich finde den Beitrag eigentlich ganz gut. Der Titel hat mich aber gleich getriggert. Der Begriff “Deutschlandlüge” wird oft im verschwörungstheoretischen oder gar faschistischen Spektrum gebraucht. Ich finde daher die Wahl des Titels sehr problematisch.

    • Michael Renner schrieb am

      Moin Chrstoph,

      ein interessanter Einwurf! Vor Schreck habe ich gleich ein wenig gegoogelt. Der Begriff “Deutschlandlüge” wird tatsächlich so und auch in Abwandlungen verwendet. Von der rechten wie auch von der linken Seite.

      Dass ich das Wort nicht erfunden hatte war mir klar. Dass “Deutschlandlüge” so verbrannt ist ahnte ich nicht. Auf der anderen Seite ist es vielleicht ganz gut, wenn wir Piraten, also eine Partei der Mitte, den Begriff aus den extremistischen Ecken befreien. Alleine schon um über die Sachlage sprechen zu können, ohne sich dem Verdacht einer verwirrten Wahrnehmung auszusetzen.

  3. Pereos schrieb am

    Das Deutschland mitlerweile ganz vorne dabei ist, wenn es darum geht Waffen zu verhökern, würde ich in diese Liste auch reinnehmen…

    [url=http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/tod-fuer-die-welt-waffen-aus-deutschland?documentId=14036274]Tod für die Welt – Waffen aus Deutschland[/url]

  4. olli schrieb am

    das wort deutschlandlüge kennt man ja schon seit 50 jahren. ich finde gut das dieses wort auch mal für dinge verwendet wird die nicht radikalen idealen entsprechen, sondern einfach auf die realistische situation hier aufmerksam machen. jeder weiss das worte ihre bedeutung verwässern wenn man sie für ganz verschiedene bereiche sehr oft einsetzt. prominente beispiele sind die wörter scheisse und geil.

    also: deutschlandlüge ist vollkommen ok, und die meisten leute, die sich nicht mit radikalen elementen beschäftigen, kennen das wort auch nicht. es könnte genau so ein titel sein für ein frontal21 spezial, oder ne bild-überschrift.

  5. Lama schrieb am

    Muss Christoph zustimmen. Der Text wirkt echt gut, aber bei dem Titel war ich aufs Schlimmste gefasst und hätte ihm beinahe keine Chance gegeben.

  6. Rolf schrieb am

    Das ist in der tat ein Problem wenn der Mensch immer nur an sich selbst denkt, anstatt einmal über sich selbst und sein Verhalten zudenken !

  7. Thomas schrieb am

    Bei der Korruption habe ich aber was anderes gehört. Hier http://www.dw.de/griechenland-ist-europameister/a-16429885 landet Deutschland auf dem 13. Platz (von mindestens 174).

    Zum Begriff “Korruption” zähle ich derzeit erlaubte Spenden von Unternehmen an Parteien nicht dazu. Trotzdem sollten Parteien auf derartige Spenden ganz verzichten und die Gesetze hier strenger werden. Meines Wissens hebt sich die Piratenpartei da aber auch nicht positiv ab; zumindest nicht durch eine generelle Spendenverweigerung.

  8. Gerhard L. Mueller-Debus schrieb am

    Gut, dass einmal schonungslos dargestellt wird, wo Defizite in Deutschland bestehen, damit die derzeitige Regierung nicht noch vor dem Wahlkampf gaenzlich abhebt. In der Liste fehlt vielleicht noch der Hinweis auf das marode und streckenweise antiquierte Schulsystem, das (vor allem wegen der Lehrerlobby, die verbissen fuer den Beibehalt der de-facto-Halbtagsjobs bei voller Bezahlung kaempft) zu viele Schuljahre (natuerlich nur bei Halbtagsunterricht) vorschreibt und damit die aeltesten Absolventen im europaeischen Vergleich produziert. Das gilt uebrigens auch fuer Hochschulabsolventen, die dadurch im internationalen Wettbewerb gravierende Nachteile haben. Es ist zB sehr schwer, im Ausland Verstaendnis dafuer zu finden, dass ein deutscher Jurist meist um die 30 ist, wenn er denn endlich mal fertig ist, waehrend alle anderen Juristen spaetestens mit 24 bereits im Berufsleben stehen.Geaendert wird aber trotzdem nichts….

  9. maurice dubois schrieb am

    dass es Defizite in D gibt ist unbestreitbar. Aber die sind in F noch weit grösser. Ganz zu schweigen von anderen PIGS-ländern wie Griechenland. 1.Korruption gab es in D auch auf unterer Ebene insbesondere in den Kommunalverwaltungen. War für mich der Hauptgrund, aus D wegzuziehen, da wir überwiegend für Staatsinstitutionen arbeiteten (im innovativen Umweltbereich). Unverschämt, wie selbstherrlich diese Bau- und andere Dezernenten die Aufträge an ihre Klientel verschoben! Hoffentlich hat sich das heute gebessert! In diesem Punkt steht Frankreuich allerdings viel schlechter da: hier ist der Nepotismus Standard. Gerade hat der “Sozialist” Hollande einen Kumpel zum Direktor des Louvre ernannt. (sic!) Die Kulturministerin in diesem “Land” ist eine 31-jährge Unbekannte aus der Provinz. usw. 2. Was die kulturelle Barbarei angeht , so tut sich im Vergleich nichts. Auch in Paris sind die Top-ausstellungen weniger geworden und ähnlich überteuert wie in D. Alle “neoliberalen” Länder haben kein Interesse an nachhaltigem Kulturschaffen. Vorbild ist hierbei die USA. Sie bauen lieber Autos, Waffen und TGV s und anderes materielle Zeug. 3.als advocatus diaboli (=pro D) möchte ich das Staatsverständnis anführen: in D ist der Staat als Ausdruck des Gemeinwohls wichtiger wie die Grossmutter. Das hat eine laaaaange Tradition, die übrigens auch bei den Piraten intakt ist. In F ist man da reservierter. Die FN um Marine Le Pen versucht, genau eine solche Staatsverbundenheit widerherzustellen. Ich möchte sogar weiter gehen: der industrielle nachkriegserfolg Deutschlands ist auf das Hitlersystem zurückzuführen, welches die D-Hirne im Sinn der Staatstreue formatiert hat. Italien hatte gleiche/bessere Startchancen nach dem Krieg und man sieht was für ein erbärmliches community-konglomerat dieses Territorium geworden ist. Diese unbedingte Solidarität mit dem Staat ist wichtiger Teil der Erfolgstory D´s. Und gleicheitig auch Gradmesser der Inkompatibilität der genannten EU-länder. 4.Modernität. in D gibt es Widerstände, zB elektronisch zu kommunizieren. Schon das Erstellen einer sinnvollen email-addresse ist für viele Staatsinstitutionen ein Problem. Das ist in F anders: hier ist Modernität immer noch unbestrittener Gott. Einen zivilisatorischen Paradigmenwechsel sehen die meisten Franzosen nicht, genausowenig wie das Ersetzen ihrer Atomenergie . Wie könnten sie auch , denn sie sind zu 70% davon abhängig. (als Resutat ihres miserablen Klansystems) Aus dieser Haltung ergibt sich logischerweise das Überschütten des Landes mit technologischer Infrastruktur. (in IT funktionieren nicht mal die Telefone….weil keiner ran geht!) Man kann also endlos Länder und ihre Kulturen vergleichen. Im Sinn der Europawahl sollte man eine Diskussion dahingehend führen, welche verallgemeinerbaren politischen Ziele für Europas Staaten sinnvoll wären, unabhängig von den EU-strukturen.

    ZB kompromissloser Kampf gegen Nepotismus auf ALLEN Ebenen der Gesellschaft. Aber das bedeutet, die Hirne vieler EU-ler neuzuformatieren. Und das wiird schwierig sein…

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