Berliner Senat startet Pilotprojekt zu anonymen Bewerbungsverfahren

In der Plenarsitzung vom 16.Mai 2013 hat sich das Berliner Abgeordnetenhaus überraschend mit einem Antrag der Piraten-Abgeordneten Heiko Herberg und Simon Kowalewski zu anonymen Bewerbungsfahren befasst.

Hierzu hat die Fraktion im Vorfeld eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sich Simon Kowalewski wie folgt äußert:

“Anonymisierte Bewerbungen sind, wie wissenschaftliche Studien zeigen, ein wichtiges Instrument, um Frauen und Menschen mit Behinderungen oder mit einem Migrationshintergrund den Einstieg oder Aufstieg im Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die Sicherstellung der gesellschaftlichen Beteiligung aller Menschen ist den PIRATEN sehr wichtig. Deshalb freuen wir uns sehr, dass sowohl der Senat, als auch die Koalition unseren Antrag aufgegriffen haben und ihn nun anscheinend auch schnell umsetzen wollen. Wir sind gespannt, ob Frauensenatorin Dilek Kolat zu ihrem im Frauenausschuss mündlich gegebenen und im Protokoll festgehaltenen Versprechen steht, in ihrer Verwaltung anonymisierte Bewerbungsverfahren flächendeckend einzusetzen.”

Der Antrag wurde in veränderter Form angenommen, sodass der Senat nun bis zum 30. Juni 2014 ein Pilotprojekt zu anonymen Bewerbungsverfahren in der Berliner Verwaltung und Landesbetrieben durchführen wird.

Siehe: Protokoll der 31. Sitzung des Berlin Abgeordnetenhaus.


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