Wind in den Segeln für die 12 Sterne: PIRATEN feiern den Europatag am 9.5.

AG Europa | CC BY-SA | AG Europa

Kommentare

11 Kommentare zu Wind in den Segeln für die 12 Sterne: PIRATEN feiern den Europatag am 9.5.

  1. maurice dubois schrieb am

    Gilles Bordelais erscheint mir als ein Euro-mantiker ohne Verankerung im realen Europa. Europa gibt es heute weniger als vor 20 Jahren: leider!!! Z.B. weil die arrogante EU-kratie es versäumt hat, Verhaltensweisen der Völker auf einen sinnvollen Nenner zu bringen. Denn es braucht eine gewisse Homogeneisierung, ohne die ein gemeinsames Staatengebilde nicht möglich ist. Gleichzeitig sollte man zB. die untransparente Lobby-klan-kultur in Brüssel abzuschaffen. Oder mal richtig in Kultur investieren (man schaue sich das magere Programm der derzeitigen Kulturkommissarin aus Zypern an). Es gab eine europäische Kultur in Europa vor der internationalistischen, apatriden Modernen. Und da sollte man wieder anknüpfen, also eine EUROPÄISCHE KULTUR eine EUROPÄISCHE KUNST schaffen. Z.B. dadurch dass man EU-beamten ihre unverschämten Gehälter kürzt und dafür Europa-kunst finanziert. Die sterilen Beamtenburgen Brüssels und Strassburgs in bunte Künstlerresidenzen verwandeln.(die EUparlamentsfuzzis können ja von zu hause mumblen, das reicht !) Was hat EU europa bisher an Kulturleistungen gebracht? Wo ist die Musik, die bildende Kunst, wo sind Werke zur Erbauung der Menschen? Noch nie war eine Gesellschaft so Geld-reich und gleichzeitig so Kultur-arm! Wo sind die Erfolgsstories? Der umweltzerstörende Airbus oder der Studententourismus per Erasmus? Dieses EU-europa der Raffgier und der Barbarei ist nicht wünschenswert. Deshalb müssen wir ein neues Europa von unten aufbauen. Ohne Romantik aber mit konkreten Handlungen.

  2. Pascal schrieb am

    @maurice: Gilles und ich und wohl die meisten Piraten sind Generell (!) für ein vereintes Europa, aber deutlich gegen demokratiefeindliche, bürokratisch-lobbyistische Tendenzen innerhalb der EU. Wenn das (durch Verfassung neugegründete) EU-Parlament voller Piraten sein wird, dann werden auch Kultur, Architektur, Kunst etc. mehr gefördert als Unsinn wie Gen-patente!

    @ … : Der Vertrag von Lissabon ist ein schlecht konstruierter multilateraler Vertrag zwischen souveränen Staaten über eine teilweise Abgabe dieser Souveränität. Eine Verfassung ist ein demokratisch (unter Beteiligung aller Europäer und ggf Bürger der Kandidatenländer) ausgearbeitetes und abgestimmtes Dokument, das die Union als lockeren Bundesstaat konstituiert und Dinge wie Demokratie, Mitbestimmung, Menschenrechte, Sozialstaatsprinzip uvm festschreibt, damit sich jeder Einzelne vor Gericht darauf berufen kann.

    • ... schrieb am

      Unser Grundgesetz ist ja auch nicht von den Bürgern gewählt worden. Sind die Piraten eigentlich dafür den Artikel 146 GG endlich zu erfüllen und mal über dass Grundgesetz abstimmen zu lassen. Ich mein angenommen wird es sowiso aber in einem Land zu leben welches seine Verfassung nicht mal selber bestimmen konnte find ich ürgendwie vordemokratisch.

  3. maurice dubois schrieb am

    Pascal, Gilles: es tut mir leid, auch die Nationalsozialisten waren für ein geeintes Europa, Texte kann ich gerne zitieren!!! Das ist doch naives mainstream Denke. Tatsache ist doch: EU ist NICHT Europa, die EU/Eurostrukturen waren Nährboden für den neoliberalen Pestvirus, nicht für mehr Demokratie (ausser blabla) , nicht für mehr Gerechtigkeit. Tatsache ist doch, dass innerhalb der EUstrukturen kaum etwas nennenswertes an brauchbaren Gütern (=Kulturgüter im Weitesten Sinn) geschaffen wurde. Tatsache ist doch, dass die Bürger verblödet werden / sich verblöden lassen: Was soll sich denn ändern mit EU-bürgern, die überwiegend primitiv an ihren materiellen Besitzstand glauben, der nur durch eine in der Menschheit nie dagewesene Umweltzerstörung aufrechtzuhalten ist. Tatsache ist , dass 30 % der Italiener den Gauner Berlusconi gewählt haben, einem Bankrotteur , der es seinen Reichen gut besorgt hat: welche Einheit, welches Europa wollt ihr da schaffen und mit welcher Bevölkerung? Europa gibt es heute -ganz zu meinem Bedauern- weniger als vor 20 Jahren. Weil die damalige Illusion ins Gegenteil umgeschlagen ist, übrigens bis hin zur Türkei. Eine Mehrheit der Türken heute wünscht keinen Beitritt zur EU!!! Die Piraten tun gut daran, sich nicht auf eine blind-naive Position zu EU-Euro festlegen zu lassen. Ich halte da übrigens Schlömers Kritik an der AfD für völlig daneben. Eine Veränderung der EU-Finanzarchitektur ist notwendig, der Euro in derzeitigem Status nicht haltbar… Auf Französisch heisst es: “reculer pour mieux sauter”. Man muss manchmal ein paar Schritte zurück , um wieder nach vorne zu kommen. Vous comprennez? BuR Maurice

  4. maurice dubois schrieb am

    Hier ein spannendes Detail , wie “Europa” funktioniert, gerade in der WirtschaftsAG von mir gepostet:

    Victor Rod ist aus Luxemburg und u.a. im board der BCEE, der Lux. Sparkasse. Ich habe ihn mal vor Jahren persönlich kennengelernt.

    Zu einer Zeit als deutsche Staatsbanken (IKB usw) amerikanischen Papier-Immobilienschrott kauften mit Resultat einer drastischen Mehrverschuldung D s wurde der gleichen BCEE es durch die Junckersclique VERBOTEN , derartige Papiere zu handeln!!! Junckers war lange Jahre Chef der Eurogruppe. Da kommt die Frage auf, warum es keine Warnung, keine Debatte o.ä. über subprime und Co. in Europa gab???

    Und: im Steuerparadies Luxemburg fing der Rauswurf der nichtversteuernden Privatanleger ca. 2008 / 9 an. Ich habe mich immer gefragt was dahintersteckt: warum soll eine Bank gute Mittelstandskunden rauskicken, mit denen sie jahrzehntelang auf Kosten der Flächenstaaten Profite gemacht hat. Wie kommt es , dass plötzlich CDs aus der ganzen Welt über vermeintliche “Steuersünder” auftauchen? Sind die Computerräume der Banken nicht gesichert? Kann da jeder seine CD-kopien ziehen?

    Es gibt anscheinend in Europa 850 Mia Einlagegeld , dem ….5600 Mia Giralgeld gegenüberstehen. Aha! Das Geschäftsmodell wurde geändert: der grosse Business wird jetzt mit den durch die ZBs geschöpften Gigamassen an Festplattengeld gemacht – die Kleinanleger werden nicht mehr gebraucht und zum Abschuss freigegeben! Das ist wohl auch der background für die dubiose Affäre um euren Wurst-Fussball-Fabrikanten. Wieso kommt so etwas an die Öffentlichkeit? Der Mittelstand, also Leute die irgendwo 50 oder 500.000 E gespart haben , sollen jetzt die Fehlentscheidungen / kriminellen Manipulationen der neoliberalen Politik bezahlen – wer auch sonst? Sie sollen die Korruption in den PIGSländern finanzieren, z.B. den default der Griechen, die irländischen Bankster, die französischen und italienischen Beamten, usw.

    Erstaunlich hierbei, dass sich so wenig Protest regt: wohl wegen der Staatsgläubigkeit der Deutschen, die Staat vor Recht setzen. Heute wie unter dem Nationalsozialismus. Erstaunlich , dass der Piratenvorsitzende , der Beamte Schlömer, nichts Besseres findet als die AfD als rückwärtsorientiert darzustellen.

    Ein Rückkehr zu kontrollierbaren Strukturen erscheint mir immer mehr lebenswichtig. Und leider sind das nationale Strukturen, weil eben die EU-strukturen Nährboden für die neoliberale Geldpest waren und sonst wenig mehr.

    Hier fehlt es völlig an kritischem Geist bei den Piraten und an taktischem Gefühl: man darf nicht blauäugig auf die EU-Eurokarte setzen wenn man absehen kann dass es grosse Chancen des Kartenhauseinsturzes gibt….

    Think about it.

  5. Pascal schrieb am

    Du stellst hier unbegründete Beschuldigungen auf und vermischt völlig verschiedene Dinge miteinander. Ich unterstütze nicht die Form von Europa wie wir es jetzt haben, sondern sage nur, dass die Strukturen und die Stoßrichtung gut sind und dringend ein Update brauchen, um demokratisch und sozial zu werden. Und dafür ist kein Wunder nötig, nur etwas Arbeit.

  6. maurice dubois schrieb am

    du scheinst vom realen Europa keine blasse Ahnung zu haben. Ich komme gerade von einem Gespräch zur Vorbereitung eines KulturProjekts in der italienischen Botschaft. Das Projekt hat ein Volumen von 5000Teuro, der Botschafter verdient 28000 / Monat , sein Kulturdirektor 10.000. Seit über einem Jahr wird die Entscheidung aufgeschoben. Ich möchte nicht mit einem solchen Land engere Beziehungen haben und noch weniger für deren Schulden haften. In den letzten Wahlen haben 30 § den Mafioso Berlusconi gewählt (verteidigt die Geldelite Itlaiens) , 30% diese pseudolinken Kasper , die jetzt mit Berlu koalieren wollen und 25% für Grillo. das Land ist heute durchkorrumpiert und ähnlich ists bei den anderen PIGS bestellt. Ich spreche aus Erfahrung da ich internationale Projekte mache. Weil ich von Europa überzeugt bin , nicht aber von der EU. Die kann man auflösen und en Europa der kompatiblen Völker neugründen auf Basis klarer Regeln. Deine Position kann ich nur als Euromantizismus verstehen von einem der Europa nur aus der Literatur kennt. Oder hast du schon jemals in einem PIGS lland gearbeitet?

  7. Pascal schrieb am

    Muss zugeben, mit Wirtschaft und co hab ich keine erfahrungen. Aber ich finde das auch im Mometn gut so, weil der typisch ökonomisch-pragmatische Blick einem unglaubliche Perspektiven verbaut.

  8. maurice dubois schrieb am

    Pascal, ich möchte hier nicht polemisieren. Das Thema Europa ist zu ernst dafür. Ich lebe und arbeite seit 20 Jahren in verschiedenen E-ländern. Und muss bedauern, dass in diesem Zeitraum sich die Kulturen (zB der Korruption, der undemokratischen Gesetzesschöpfung, der Macht und Geldkonzentration, der Barbarisierung der europäischen Gesellschaft durch Doppelwhopper und Ipad, usw.) der EUnationen sich nicht zum Guten gewandelt sondern im Gegenteil zum Schlechten: auch in D gibt es jetzt viele “dolcefarniente” Politiker, viele Korruptbeamte und manager, die NICHT am Gemeinwohl orientiert sind sondern lediglich die Privilegien ihrer Kaste auf dem Rücken der Mehrheit ausleben. Vor 20 Jahren habe ich in Mailand gearbeitet. Damals wurden viele Wohnungen grundrenoviert. Eine gesetzliche Baugenehmigung wurde NIE eingeholt, denn das hätte 3 Jahre gedauert. Man baute ohne und gab der Polizei / Mafia von Zeit zu Zeit eine bustarella, einen Umschlag. Habe das SELBST gesehen. Dann wurden alle 2 Jahre die baugenehmigungslosen Immobilien von der Commune di Milano retroaktiv legalisiert gegen eine “Strafe” von ….2000 DM. Resultat: der faule Beamte konnte weiterschnarchen ohne sich um Ordnungswidrigkeiten zu kümmern aber mit vollem Gehalt. Der Bauherr hat Zeit und Geld gespart. Der Bauunternehmer konnte machen was er wollte, auch wenn er dadurch (durch gefährliche Konstruktionen) das Leben anderer gefährdete. Bis heute hat sich in dem Lebensart der F-PIGS wenig geändert. Es ist eher noch zynischer , noch extremer (durch die Zentralbankmilliarden) geworden. Der Lobbyismus in Brüssel erreicht BungaBunga-niveau. Deshalb: Europa JA! Aber nicht dieses verschmutzte EUkonstrukt, was radikal umgebaut werden muss. Und anfangen kann man da mit einer HAlbierung der Gehälter der EUbeamten, mit einem völligen Verbot jeglichen Lobbyismus. (Gerade hat das Land Hessen einen Lobbyistenpalast für 3 Millionen Teuro Miete / Jahr + Beamten die Lobbyarbeit machen, in Betrieb genommen : Lächerlich!!!) Weg mit dem Pack oder Europa geht den Weg von Byzanz! Die Piraten müssen sich in dieser Frage bewegen und zu einer vernünftigen realitätsangepassten Position kommen…

  9. Pascal schrieb am

    Du bist schon lustig… ein WERKZEUG als Argument für Barabarisierung anzuführen (iPad) ist schon merkwürdig, außer es wäre ein Kampf- oder Folterwerkzeug… Außerdem siehst du alles aus der nordeuropäischen Perspektive von Ordnungswahn und Verwaltungsherrschaft, etwas mehr Lockerheit könnte uns hier echt nicht schaden. Der Hit aber ist, dass du tatsächlich vorschlägst, Lobbyismus zu verbieten. Ganz davon zu schweigen dass das polemischer Müll ist, wie sollte das gehen? Art. 55 Eu-Verfassung: Lobbyismus ist verboten???

    Wenn Europa den Weg von Byzanz gehen soll, na gut! Beginnen wir mit der komnenischen Restauration.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt. Verbindlich einzugebende Felder werden mit diesem Zeichen kenntlich gemacht: *

Weitere Informationen

Archiv aller Artikel

  • Feinstaubsensoren
  • SH-STOPPT-CETA