Warum Paul E-Books kostenlos runter lädt


Kommentare

8 Kommentare zu Warum Paul E-Books kostenlos runter lädt

  1. Thomas Elbel schrieb am
    1. Nein. Autoren haben auch früher nicht das Manuskript an den Lektor gereicht und fertig. Gerade das Lektorat ist intensive Kollaboration.
    2. Mit Lesungen von Büchern wird in D nie ernsthaft Geld zu verdienen sein. Regelmäßig bekomme ich von Büchereien und Händlern zu hören: “Wieso? Ist doch Werbung für Sie.”
    3. Die Verlage sind, was Sparpolitik angeht bereits am Limit. Im deutschen Verlagsgeschäft ist auch bei den großen Häusern kaum noch nennenswert Geld zu verdienen. Schon lange nicht mehr.
    4. Die meisten Autoren arbeiten nebenberuflich. Jetzt sollen Sie neben den Schreiben auch noch ein Dutzend verschiedene Social Media Kanäle bedienen. Und wer garantiert dann bitte, dass Leute wie Paul G. nicht trotzdem alles frei runterladen.
    5. Die von Paul G. heraufbeschworenen Änderungen bevorzugen gerade nicht kleine und freie Autoren. Im Gegenteil: Gerade diese sind auch bei kleineren Verlusten durch Filesharing (Substitutionsrate) am verletzbarsten. Die großen Fische hingegen kratzt das Null.

    Hier redet sich jemand konsequent sein eigenes kriminelles Verhalten schön.

    • Ryle schrieb am

      Gerade bei ebooks, aber auch bei Filmen bietet sich in Deutschland ein recht großes Problem: Originaltitel und Originalsprache sind schwer zu bekommen. Die meisten, wenn nicht alle, deutschen VoD-Anbieter wie Maxdome oder iTunes, bieten ihre Filme, genau wie ihre ebooks, nur in Deutsch an. Das stört mich als Konsument von Originalen natürlich stark. Lediglich Amazon bietet auch ihr gesamtes Portfolio an ebooks dem deutschen Nutzer an – sogar ohne unfairen Buchbindungspreis für ausländische Titel! Und dort kaufe ich, trotz DRM, auch manchmal ein Buch. Aber nie im Leben ein deutsches.

      Kleines Rechenbeispiel: Alle Bücher von The Song of Ice and Fire (besser bekannt als Game of Thrones) kostet in Deutschland insgesamt um die 150€! (Vielleicht durch die Serie jetzt ein wenig günstiger) Im Original bezahlt man für alle Bücher zusammen ganze 30$. Das ist doch krank! Wie soll sich das z.B. ein junger Student mit gutem Gewissen leisten können?

      Vor einigen Jahren konnte Amazon auch deutsche ebooks ohne Buchpreisbindung verkaufen. Was haben die Verläge gemacht? Sie haben die ebooks einfach mit aufgenommen, und mahnen jeden ab, der eine andere Meinung vertritt.. ohne korrekte rechtliche Grundlage. Und wieso? Weil sie sahen, dass Amazons Modell erfolgreich war… wie ironisch ist das denn bitte?

      Rein ökonomisch gesehen sorgt jede Preisbindung für automatisch höhere Preise und geringere Absätze. Diese durchzusetzen und sich gleichzeitig darüber beschweren lässt eine Geisteskrankheit vermuten.

    • Lars schrieb am

      Ein eBook mit DRM ist nicht das gleiche wie ein Papier Buch. Paul sagt doch klar das er ein eBook haben will das einem Papier Buch gleichwertig ist. Also auch auf seinem Betriebssystem läuft,.. Und dafür würde er auch zahlen. Ich glaube Ihm das denn mir geht es ähnlich. Sie haben Ihn zwar in mehreren Punkten korrigiert. Trotzdem bleibt der Grund Ton Das er gefälligst diese neu kastrierte Art von Büchern mögen soll. DRM ist das Problem nicht das man für die Bücher zahlen soll. Das einzige was fehlt sind gute Vorschläge wie man den Leser durch eBooks nicht mehr einschränkt als durch Papier Bücher und der Autor an dem eBook mindestens genauso viel verdient wie bei der Papier Version.

    • Michael Späth schrieb am

      Lieber Paul,

      wenn ich deine Bedingungen höre unter denen du meinst dass ein Autor sein Buch schreiben, bzw. vermarkten soll, dann würde wahrscheinlich kaum noch ein Buch geschrieben werden. Ein Autor will meistens nur schreiben und hat auf diese Art der Welt etwas zu geben und in den meisten Fällen wird er heilfroh sein, wenn es einen Lektor, einen Verlag gibt, die die Vermarktung für ihn erfolgreich übernehmen und ihn auf eine faire Art daran beteiligen. Schreib doch selber mal oder komponiere mal und versuche davon zu leben, bevor du große Töne von dir gibst und gleichzeitig noch betonst dass du dir den offiziellen Preis der schwarz runtergeladenen Bücher durchaus leisten könntest. Purer Geiz und Knausrigkeit ist das und eine Ignoranz gegenüber denen, die Bücher schreiben und veröffentlichen! Gruß, Michael

  2. noobcontrol schrieb am

    Als Pirat kommt mir die Argumentation doch etwas “spanisch” vor. Natürlich bin ich gegen DRM und teure unfaire E-Book Angebote. Persönlich habe ich bei DRM freien E-Book Webseiten (oreilly.com, nostarch.com, …) schon einige E-Books erworben.

    Und auch bei Amazon.{com,de,…} gibt es einen haufen guter self-published Buchautoren die man dadurch direkt schädigt (zumindest wenn man es sonst gekauft hätte).

    Die Piratenpartei tut sich gut daran das Urheberrecht zu reformieren. Aber eine reine Sauggesellschaft ohne das die Leute gute Bücher bzw. E-Books honorieren wird langfristig nicht funktionieren.

    Auch wenn der finanzielle Aspekt für viele Autoren nicht der wichtigste Aspekt ist werden die meisten gar nichts mehr veröffentlichen wenn es überhaupt nicht finanziell gewürdigt wird.

  3. Falco schrieb am

    Die Autoren sollen auch noch das Marketing machen und die Unterschicht per Facebook tätscheln um “eine Zusammengehörigkeit zu erschaffen, die zu einer treuen und zahlenden Leserschaft führt” ???

    Wie bescheuert ist das denn ?? Also meine Autoren sollen das machen, was sie am besten können und wofür sie Fachleute sind, nämlich guten Content produzieren.

    Hier redet sich jemand sein kriminelles Verhalten schön, wizigerweise mit der Formulierung “ich in gewisser Weise so sozialisiert”. Es ist wohl an der Zeit das Wort “asozialisiert” zu erfinden.

  4. Derek Freder schrieb am

    Das grundlegene Problem sehe ich im jetzigen Finanzierungsmodell von Literatur. Geld für ein einzelnes Exemplar zu verlangen ist bei Verwendung von digitalen Medien unlogisch, da diese ohne Aufwand beliebig oft kopiert werden können (daran ändert auch DRM nichts, sobald er von nur einem Nutzer geknackt wurde).

    Daher erscheint es mir viel zweckdienlicher als Author/Verlag ein anderes Finanzierungsmodell zu wählen. Z.B. währe vorstellbar im Buch Werbung unterzubringen.

    Oder der Author sammelt Geld via Crowdfounding für sein nächstes Werk. ( Gerade bei Serien! )

    Generell währe ich auch nicht traurig wenn weniger Menschen den Beruf “Author” ausüben und das Schreiben von Unterhaltungsliteratur in Zukunft eher als Hobby praktiziert wird, anstadt zum Geld verdienen. Z.B. In der Musikbranche oder der Malerei ist das Gang und gebe. Es gibt momentan auf der Welt ohnehin schon genug Unterhaltungsliteratur um 1000 Jahre nur mit lesen zu verbringen.

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