Einigkeit beim Medienpolitischen Kongress der Piratenpartei


Kommentare

10 Kommentare zu Einigkeit beim Medienpolitischen Kongress der Piratenpartei

  1. Ahoi Piraten, sehr gute Ansätze, klasse darum sind wir ja auch wählbar. Einmal ein Gedanke über alle Begrenzungen hinweg: Wie wäre es mit dem Verkauf des öffentlich rechtl. Rundfunks? Der Erlös kann direkt in den Schuldenabbau gesteckt werden. Jede Reaktion auf diesen Vorschlag stellt das wirkliche Gedankengut der Partei u. des Lesers dar. Ehrlich wozu brauchen wir noch einen öffentl. rechtl. Rundfunk? Um samstags zu erfahren, wer an dem Geräusch eine herunterfallenden Klodeckels dessen Hersteller erkennt? Oder das dieser mittlerweile Medienstaat in unserem Staat vielleicht 8 – 9 – 10 Milliarden € dem Steuerzahler entwendet, wo zur gleichen Zeit z.B. in NRW für den Kulturetat über ein paar Milliönchen gestritten wird? Wo könnte soviel Geld viel bürgerfreundlicher ausgegeben werden? Teilt nur mal diese Milliarden durch unsere Bundesländer und gebt das in den Kulturhaushalt. Das wäre gigantisch viel – oder? Oder saniert damit einmal die Straßen in Westdeutschland. Oder steckt das Geld in die Energiewende. Alles ist besser als hier ein überholtes System aufrecht zu erhalten. Ich wünsche mir von meiner Piratenpartei das sie mehr aufräumt, abschafft und Platz für Neues schafft. Das spart enorm viel Geld, man kommt mit den Steuereinahmen aus und schafft wieder mehr Freiheit. Liebe Grüße Martin

    • Michael Renner schrieb am

      Moin Martin, für eine Privatisierung wird sich in der Piratenpartei wohl keine Mehrheit finden. Ein Staat der das Tafelsilber abgibt zahlt letztlich drauf. Das hat die Geschichte gelehrt. Die Idee, einen von Regierung und wirtschaftlichen Interessen freien Rundfunk zu haben der zuverlässige Informationen anbietet ist schon genial. Die privaten Anbieter sind da viel zu sehr von ihren Investoren abhängig. Als jüngstes Beispiel für interessengerichtete Berichterstattung mag das Leistungsschutzrecht gelten. Nun mag sich jeder selbst ausmalen, welche finanzstarken Interessenvertreter noch so die Berichterstattung investieren könnten.

      Das Programm der ÖR Anstalten, da bin ich ganz bei dir, ist jedoch massiv verbesserungswürdig. Derzeit wird viel “Brot und Spiele”-Programm produziert. Das Geld wäre mit einem niveauvolleren Programm das nicht nur betäupt sondern auch bildet und informiert besser investiert.

      Mit 100% privatem Rundfunk sehe ich den Zuschauer der Verdummung ausgesetzt. Davon abgesehen, dass die Käufer den Invest ja wieder rein holen wollen. Wer das letztlich zahlt ist klar, oder?

  2. Hans Aag schrieb am

    Toll, wirklich super gemacht. Da kann jeder, auch wirklich jeder zustimmen, die Grünen, die FDP, die SPD, die Linke…und all die Piraten die ihren Jahresbeitrag 13 schon bezahlt haben. Sicherlich wird es einige Meinungsverschiedenheiten geben, aber na ja, so ist das eben in der Demokratie…..Schöne Diskussionsgrundlage im Bundestag…da könnt ihr die volle Legislaturperiode mit den anderen Parteien rumdiskutieren, in Arbeitskreisen, in der Lobby, in der Kantine…etc.

    Ist schon einmal der Gedanke gekommen, dass ein Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der aktuellen Form gar nicht nötig, schlicht überflüssig ist, vielleicht könnte ein Nachrichtenkanal, ein Kultur- und ein Kinderkanal genügen? Zumindest dann senken sich die Kosten auf 3 Euro pro Monat und zwar nur für die, die auch einen Fernseher zuhause rumzustehen haben. Vielleicht kann da noch ein Bürgerkanal, ein Offener Sendekanal dazu kommen? Vielleicht könnten noch lokale Sender unterstützt werden? Vielleicht könnte…….aber eigentlich sind wir ja alle kleine Grüne, dicke Liberale (natürlich “bessere”)und rote Socken (rosa Söckchen) und vielleicht wollen wir ja nur etwas zu tun haben im Bundestag, so ein bisschen wichtig sein. Vielleicht sind wir aber auch einfach nur blöde, aber jeder kann sich ändern, wenn die Zeit noch reicht.

    • Roland Jeske schrieb am

      Sehe ich jetzt wirklich kritisch an, diese Aussage.

      Zum Einen ist der Vorschlag einer “steuerähnlichen, pauschalen Abgabe” im Text schon gemacht worden, über deren Höhe sich – mit Sicherheit – noch reichlich Diskutieren lässt.

      Zum Anderen bin ich – was die Schmälerung der öffentlich-rechtlichen Programme angeht komplett anderer Meinung.

      Meiner Meinung nach sollte die Vielfalt erhalten bleiben, Ich finde die Nachrichten- und Dokumentationskanäle genauso wie den Kinderkanal kulturell sehr wichtig.

      Auch der Erhalt von Regionalsendern ist kulturell als sehr wichtig anzusehen.

      Das öffentlich-rechtliche Fernsehen sollte sich in der Gestaltung des Programms einige Denkanstöße zu Herzen nehmen

      Es ist wohl nicht abstreitbar, das die deutsche Fernsehlandschaft zu Zeiten, als das öffentlich-rechtliche Fernsehen noch das einzige hierzulande war, wesentlich bessere Produktionen zu bieten hatte.

      Ich erinnere hier nur auszugsweise an Heinz Rühmann, Heinz Erhard, Beppo Brehm, Harald Juhnke, Georg Thomalla, unvergessen auch die Dokumentarwerke von Sielmann etc.

      Es gab mal eine Zeit, in der das Fernsehen aus mehr als nur sinnlosem Zeitvertreib bestand, sondern der Bildung und Unterhaltung des ganzen Volkes diente.

      Selbst Spielshows hatten einen Informationsgehalt, Kinderfilme waren gewaltfrei und pädagogisch wertvoll.

      Man traf sich gemeinsam zum fernsehen bei den Nachbarn weil sich nicht jeder ein eigenes Gerät leisten konnte.

      Heute lassen viele Eltern ihre Kinder vollkommen unbeaufsichtigt den Fernseher benutzen, ohne zu kontrollieren, was die kleinen sich da ansehen.

      Mit dem Medium “Fernsehen” wird veranwortungslos umgegangen, sowohl von Zuschauern als auch von einigen Sendeanstalten.

      Hier muss das Bewusstsein des Zuschauers wieder wachgerüttelt werden durch interessanteres Programm.

      Niemand ist mit der Programmgestaltung im deutschen TV wirklich zufrieden, der Zuschauer muss wieder mehr mit Reizen gefüttert werden, die Werte und Inhalte vermitteln, zum Nachdenken anregen – aber auch zum lachen.

      Dies ist Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Fernsehens in meinen Augen.

  3. Stefan Pauly schrieb am

    Bei der Finanzierung sind diese Piraten mit einer GEZ-light schon wieder dem GEZ-Establishment auf den Leim gegangen.

    Es geht viel einfacher und sozialer. Die direkte Finzierung durch die Länder aus den Länderhaushalten mit einer ProKopf-Pauschale pro Einwohner, die durch die schon aktive Kommission für den Finanzbedarf festgelegt wird.

    Folge: keine GEZ mehr nötig und auch alle der GEZ folgenden Probleme haben sich erledigt. Die Reichen zahlen dann mehr und die Armen mit weniger Steuraufkommen aus direkten wie indirekten Steuern weniger.

    Falls doch dies gegenfinanziert werden sollte, sind Privilegien der pensionierten Beamten, wie 13. Gehalt abzuschaffen, eine schöne Gelegenheit diese Republik etwas gerechter zu machen.

    Fazit: GEZ abschaffen und 13. Pension für Beamte abschaffen.

    Damit kann man Wähler aktivieren, die keine GEZ zahlen wollen und die Privilegien der Beamten stutzen wollen.

    Mit diesem Piraten-Konzept ist bei der Bundestagswahl kein Blumentopf geschweige denn Prostestähler gegen das unsoziale GEZ-Establishment zu gewinnen.

  4. Klaus schrieb am

    Die Rundfunkgebühr über das Finanzamt einziehen zu lassen, ist ein sehr guter Ansatz. Auch 8€ pro Steuerzahler dürften angemessen sein und weitgehende Akzeptanz in der Bevölkerung finden. Damit entfallen auch automatisch die ganzen Befreiungsanträge mit diesen menschenverachtenden Antragsfristen. Wer keine Steuern zahlt, zahlt auch keine Rundfunkgebühren, ohne Fristen und juristische Fußangeln – klare Regeln, wunderbar! Aber warum sollen die Unternehmen auch dafür zahlen? Sie haben davon keinerlei Nutzen und deren Mitarbeiter zahlen bereits ausnahmslos als Bürger. Letztlich zahlen doch die Rundfunkgebühren, die Unternehmen, Handel, Selbständige usw. zahlen müssen, auch nur wir Bürger – über die Endverbraucherpreise, auf die diese Kosten umgelegt werden. (So wie jetzt.) Und wenn die Bürger über zu hohe Rundfunkgebühren murren, werden eben ihre verdeckten Zweit-Rundfunkgebühren erhöht. (So wie jetzt gerade geschehen.) Nein, die 8€ pro Steuerzahler müssen und können für eine Grundversorgung ausreichen. 7,5 Milliarden Euro pro Jahr, Deutschland hat das teuersten Fernsehen der Welt! Die BBC kommt mit der Hälfte aus. Die Gehälter der Intendanten der Rundfunkanstalten sind höher als das unseres Bundespräsidenten! Aus der gut gedachten Grundversorgung ist ein aufgeblähter, ständig nach noch mehr Geld gierender Molloch mit Inkassobehörde geworden. Man vergleiche nur mal diese “Grundversorgung” mit der Grundversorgung Hartz 4. Fällt da was auf? GRUNDversorgung ja, z.B. zwei TV-Programme und einige Radio-Programme. Restliche Programme aber verschlüsseln und als FREIWILLIGES Bezahlfernsehen anbieten. Schluss mit diesen überhöhten Zwangsgebühren und dieser gefährlichen Datensammelwut!

  5. Die großen Verlage haben die öffentlich rechtlichen Rundfunksender und die GEMA/GVL unterwandert! Dieser Mittelalter zustand muss endlich aufhören!!! Die öffentlich rechtlichen Radiosendern bekommen viel Geld von der GEZ die von den Bürgern finanziert wird für einen Kulturauftrag den sie nicht einhalten.Sie bekommen das Geld um für Vielfalt zu sorgen und auch Musik zu senden die Kulturel reich aber Wirtschaftlich nicht erfolgreich ist. Will damit sagen: Die Musikindustrie verdient mehr Geld an Lady Gaga als wenn ein Bergmann, Glück auf der Steiger kommt singt.Gerade deswegen müsste der WDR auch mal das Steigerlied senden, was nicht von Heino gesungen worden ist(er ist in großen Verlage organisiert).auch der Heimatsitz Köln wird vom WDR bevorzugt, da sie Kölner Musikschaffende bevorzugt und erxtrem fördert. Den Kulturauftrag hält der WDR nicht ein. Brauch oder macht er auch nicht, da es keine Überwachung der öffentlich rechtlichen Radiosender gibt.Weil so wird dort gesagt:Es ja eine Zensur wäre die vorschreibt was zu senden wäre.Also können die 1000 Mal spielen”Ich bin ein Kölscher Jung” als einmal ein Ruhrgebietslied. Weil sie wie die GEMA eine Monopol Stellung haben. Aber bei der GEMA gibt es wenigstens noch ein Überwachung. Den DPMA ( der aber leider auch nicht viel bringt).

    Musikfreiheit. Mein Vorschlag ist , das man mit ein Teil Geld was die Öffentlich- Rechtlichen erhalten für eine Musikflatrate nutzt und damit Finanziert..Damit könnte der Bürger soviel Musik (kostenlos so wie beim Fehrnsehn) nutzen wie er möchte die er bei den z.B. Downloadportalen runter laden kann.Sobald ein Lied genutzt wird erhält der Musikschaffende wie z.B. Musiker,Texter,Komponist sein Geld. Vorsicht nur bei der GEMA und GVL die verteilen das Geld einseitig.Die brauchen unbedingt funktionierende Konkurrenz. Prinzip die großen Verlage (organisiert bei der GEMA,ordentliche GEMA Mitglieder) und große Labels (organisiert bei der GVL)) sollten nicht mehr durch ihr Kapital die Radiosender und Verwertungsgesellschaften dominieren .Da sie wirtschaftliche Interessen haben. Mit dem System mit wenig erfolgreichen Künstlern viel Geld zu erwirtschaften.Dieses Prinzip macht einzelne Reich auf kosten von Arbeitsplätzen,Kultur und Vielfalt.Musikverlage und Labes dürften keine deals mit den öffentlich rechtlichen Radiosendern machen dürfen und dürften auch nicht mehr von der GEMA und GVL verteten werden. Damit die Musikschaffende wie Bands,Musiker Sänger,Komponisten eine Chance haben mit ihrem Schaffen sich zu ernähren. Ohne ein Vertrag bei den einseitigen Förderung der Verlagen und Labels zu haben.

    Glück auf, wünscht Detlef Lauster

  6. Andreas schrieb am

    Aloha,

    ein öffentlich-rechtlich produziertes Informationsangebot halte ich gerade deshalb für wichtig, weil ich die Situation in den Vereinigten Staaten von Amerika und Italien letztens erleben durfte. Die von Euch erarbeiteten Ansätze kann ich zu 100 Prozent unterstützen. Vielen Dank für Eure gute Arbeit!

  7. Pingback: Mitgliedernewsletter April 2013 der Piratenpartei Deutschland

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