Wie die GEMA geistiges Eigentum verschachert

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Kommentare

15 Kommentare zu Wie die GEMA geistiges Eigentum verschachert

    • Michael Renner schrieb am

      Moin Gerhard,

      ich binge es nur auf 2 Bücher und ca. 30 gemeldeten Artikel, aber die VG Wort empfand ich immer als angeneher als das, was man von der GEMA hört. Alleine schon die Tatsache, dass nur die Werke berücksichtigt werden, die man auch meldet, macht einen grossen Unterschied aus. Würde die Mitgliedschaft bei der VG Wort bedeuten, dass alle verfassten Texte VG-Wort-pflichtig sind (wie das bei der GEMA der Fall ist) hätte ich in der Flaschenpost keinen einzigen Artikel schreiben können, denn die Artikel der Flaschenpost unterliegen ja einer CC-Lizenz und dürfen frei kopiert werden.

      CU

  1. Ich danke vom ganzen Herzen Bruno Kramm,dem Sänger und Texter Stefan Ackermann und der Piratenpartei die sich so gegen die Ungerechtigkeiten der GEMA einsetzen. Mit besten Grüßen und Glück auf

    Detlef Lauster

    • Jürgen Hansen schrieb am

      Hallo Detlef, wie du ja aus deinen Besuchen weißt, gehört das Urheberrecht zu den Kernthemen unserer Partei. Und da lassen wir nicht locker, da beißen wir weiter. LG Jürgen Hansen

      • Wolfgang Barth schrieb am

        Inhaltlich stimme ich mit dem Anliegen voll überein. Nur mit der Wortwahl im Artikel habe ich echte Probleme. Man sollte doch bitte durchgehend von “Urheberrechten” sprechen und “geistiges Eigentums” nicht verwenden, denn das ist ein Kampfbegriff von Verwertungs-Lobbygruppen.

      • Ja die Piratenpartei hat viel Ungerechtigkeiten der GEMA offen gelegt Es gibt Parteien die für ihre Veranstaltungen weniger bezahlen als andere. Das erklärt auch das absitzen des Themas trotz hoher Petitionsanträge im Bundestag(Teilweise über 100 000 Unterzeichner-da hört die Demokratie auf). Nach dem Motto, wer sich mit der GEMA anlegt das kann teuer werden… Und aus große Feinde oder die es werden können werden Freunde gemacht mit Vergünstigungen oder Preise (Anerkennung ,Orden).

  2. Michael schrieb am

    Also ich hab gerade mal auf der GEMA-Webseite rumgestöbert. Ich konnte nichts über eine “Zwangsmitgliedschaft” feststellen. Die haben wir z. B. bei der Handwerkskammer (kümmert sich kein Politiker – auch nicht nach Aufforderung) oder aber IHK (so sinnvoll wie ein größeres Loch im Kopf). Also zum Thema: Wenn ich mit den Regularien der GEMA nicht einverstanden bin, muss ich da ja nicht Mitglied sein/werden. Deshalb verstehe ich den Hype über die GEMA nicht. Entweder Musiker/Komponisten/Produzenten gründen ihren eigenen Verein, oder kümmern sich selbst um die Vermarktung.

    • Michael Renner schrieb am

      Moin, es geht um den quasi-Zwang zur Mitgliedschaft. Mangels Alternativen (dazu später mehr) bleibt einem Musiker/Komponisten gar nichts anderes übrig, als Mitglied bei der GEMA zu werden, falls er auch Einnahmen haben möchte. Denn während der Selbstvertrieb ohne (oder mit eigenem) Musiklabel noch möglich ist, wird es unmöglich, selbst mit jedem Radiosender oder jeder Coverband auf der Welt einen Nutzungsvertrag abzuschliessen. Dazu kommt ein zweiter Aspekt: Da die Musikverlage (!) ca. 40% der Urheberrechtsabgabe (!) bekommen enthalten die meisten Verträge zwischen Musikern und Verlegern einen Passus der zur Mitgliedschaft bei der GEMA verpflichtet. Und einen zweiten Passus, der zu hohen Ausfallszahlungen verpflichtet, falls diese Mitgliedschaft später mal gekündigt wird. Das soll dann die Ausfälle der vielleicht später einmal erfolgenden Zahlungen aus der Urheberrechtsabgabe (Gebühren auf CD-Rohlinge, Mobiltelefone etc) ausgelichen.

      Natürlich besteht Vertragsfreiheit, und niemand wird gezwungen einen solchen Vertrag zu unterschreiben. Faktisch sieht es jedoch anders aus. Lies zur Problematik zwischen der GEMA und kleinen Garagenbands bitte auch [1]. Den grossen Nutzen ziehen die “Global Player” aus der derzeitigen Situation. Die Kleinen zahlen drauf (incl. der Tatsache, dass keine Bands die eigene Stücke spielt ein vielfaches von dem an die GEMA zahlen muss was sie als “Ausschüttung” zurück bekommt.

      Da der Leidensdruck unterträglich wurde gründen viele Musiker gerade die C3S [2] , eine Verwertungsgesellschaft die alles besser machen soll. Wie sich das entwickelt und ob sie bestehen kann werden die nächsten Jahre zeigen.

      [1] http://flaschenpost.piratenpartei.de/2011/10/20/1000e-fur-die-musikpiraten/

      [2] http://www.c-3-s.eu/

    • eddy schrieb am

      Das Problem ist, wenn Du professioneller Musiker bist, musst Du Mitglied einer Verwertungsgesellschaft sein sonst bekommst Du kein Geld. Richtig blöd ist das Du aber nicht bestimmen kannst das soll die Gema für mich abrechnen und das Lied möchte ich Gema frei halten!! Ganz oder gar nicht!! Auch alle Lieder die auf Deiner eigenen Web Site für Deine eigene Promo, musst Du Gema bezahlen, davon bekommst 70% zurück… Amerikanische Top Bands haben keine Lust auf Deutschland Tournee die müssen teilweise mal 100000€ Vorkasse bei der Gema hinblättern. Die bekommen die hinterher zurück erstattet.

      • Michael Renner schrieb am

        Das ist der grosse Unterschied zwischen der GEMA und der VG Wort: Mitglieder der GEMA unterwerfen alles (!) den GEMA-Regularien. Mitglieder der VG Wort geben die Werke, für die sie Ausschüttungen haben möchten, explizit an. Das gibt die Möglichkeit einige Texte frei zu geben, andere nicht. Hätte die VG Wort, bei der ich als Autor Mitglied bin, das selbst Zwangssystem wie die GEMA, hätte ich bei der Flaschenpost keine einzige Zeile Text veröffentllichen können!

  3. Ralf Zenker schrieb am

    Moin,

    herrlich gequirlte Kacke, die hier wieder von sich gegeben wird! Nur noch Polemik, wenn es um das Thema GEMA geht!

    Es wir NIEMAND gezwungen, Gema Mitglied zu werden! Es wird NIEMAND gezwungen, sich einem Verlag anzuschliessen! Es gibt bei den Verlagen jede Menge kleiner Verlage und nicht nur die “Global-Player” die ja alle nur “abzocken” (Polemik!)

    Es gibt unglaublich viele Verlage, die durchaus etwas für ihre Autoren leisten, neben administrativen Aufgaben, Rechtsberatung, Vertragsberatung, Titelanmeldungen, Steuerangelegenheiten, “Mutti für alles” etc..

    Oft auch noch gepaart mit einem Vertrag, der von den 40% wieder etwas abgibt oder direkt im Verbund einer eigenen Edition, wo mindestens wieder ein 50/50 Deal besteht, wo dem Verlag dann nur noch 20% von den 40 bleiben.

    Wer blind irgendwelche Verträge unterzeichnet, ist selbst schuld oder struntzdoof – für alles aber immer einer Gema oder den anderen “Abzockern” im Musikbiz die Schuld zu geben, die ja nur Millionen scheffeln ohne Gegenleistung zu bieten, ist schlicht zu einfach.

    Wie in jedem Business gibt es hier schwarze Schafe, aber auch jede Menge Leute, die einfach einen ehrliche Job machen.

    Klugscheisser einfach mal Fresse halten!

    • Marcel Höhnitz schrieb am

      “Klugscheisser einfach mal Fresse halten!” u.a.

      Das geht über “Polemik” weit hinaus. Zeigt aber eindrucksvoll, aus welchem Holz diese Gema- und Verlagslobbyisten und -mietmäuler geschnitzt sind. Einfach ekliges Kapitalistenpack.

      • Michael Renner schrieb am

        Moin,

        der Begriff “ekliges Kapitalistenpack” ist etwas verfehlt. Zumal es ein Griff in die Mottenkiste des Klassenkampfvokabulars ist. Die GEMA sieht ihre Einnahmen, den festgefügten Musikmarkt und den Alleinvertretungsanspruch als eine Art Gewohnhetsrecht an. Sie verlor aus dem Blick, dass die Gesellschaft heute anders funktioniert. Nachdem sich die jahrlang propagierte “Selbstverantwortung” durchgesetzt hatte (oft zum Nachteil der Bevölkerung), wurde der Wunsch nach “Selbstbestimmung” wach. Die GEMA schafft es nicht, sich diesem neuen Anspruch anzupassen.

        Heute gibt es Musiker die sich nicht mit Haut und Haaren der GEMA verkaufen sondern selbstbestimmen wollen welches ihrer Stück kommerziell, welches frei verfügbar vertrieben werden soll. Die GEMA kennt nur “alles oder gar nichts”.

        Heute gibt es Speichermedien, die anders als früher nicht zum kopieren von Musik genutzt werden. Auf ihnen landen Betriebssysteme, eigene Dokumente, Fotos etc. Doch die GEMA glaubt weiterhin dass jeder nur Musik will.

        Heute gibt es Clubs, die weitgehend unabhängige Musik spielen. Das passt nicht in die Gedankenwelt der GEMA, weshalb sie diese Tatsache ignoriert und abstreitet. Weil nicht sein kann was nicht sein darf.

        Heute wollen auch junge Musiker in der Organisation mitreden, die anbietet ihre Interessen zu vertreten. Die GEMA denkt weiterhin “Lehrjahre sind keine Herrenjahre” und versorgt nur die grossen etablierten Musiker mit Stimmrecht und Ausschüttungen.

        Umso panischer versucht die GEMA die Einnahmen bei langsam weggbrechender Zahlungsbasis konstant zu halten und junge Musiker fern von der Verwaltung zu halten. So entstehen neue Club-Tarife, Abgaben auf Medien und vieles mehr. Es ist der Versuch einer älteren Generation, die die Zeit nicht mehr versteht, das Rad der Geschichte anzuhalten. Damit sind sie zum Scheitern verurteilt. Mit “Kapitalist” hat dies nicht zu tun, mehr mit “Altersstarrsinn”.

    • Das Zusammenspiel der organisierten Verlage, ordentlichen GEMA und großen Radiosender haben es geschafft das nur eine kleine Gruppe der GEMA Mitglieder Millionären geworden sind. Die Reichen immer reicher auf kosten der Mehrheit. Wenn die GEMA, GVL gerecht auszahlt werden viel Musikschaffende von ihrer Musik leben können.Viele Arbeitsplätze würden entstehen. Das Problem ist, das die GEMA die Verlage(die Organisiert sind) vertritt und die GVL die Labels. Das ist wie eine Gewerkschaft wo der Arbeitsgeber auch Mitglied ist und noch mehr Stimmrechte hat (ordentliche GEMA Mitgielder)wie der Arbeitsnehmer(Komponist,Texter).Wer im Richtigen Verlag und Label ist kommt auch in die großen Radiosender wo man das große Geld bei der GEMA und GVL macht. Ein System der ordentlichen GEMA-Mitglieder.

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