Es ist Zeit Sex zu haben


Kommentare

20 Kommentare zu Es ist Zeit Sex zu haben

  1. Pingback: Neue Chance – Jetzt erst recht!!! | piratmatzka

  2. Michael Renner schrieb am

    Uns fehlt der Gründergeist! Irgendwann, als der Hype kam, ging uns dieser verloren. Frei nach dem Motto “Alle sagten immer, das geht nicht und dann kam jemand, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht” fingen wir 2006 an uns in die Politik einzumischen. Und es ging.

    Es ging so lang, bis wir anfingen bei allem was wir taten uns mit Zweifeln zu plagen: “Was wird die Presse schreiben”, “haben wir eine Position dazu”, “könnte man uns deswegen einen Vorwurf machen”……

    Die ganze Energie, die vorher gegen eine unsinnige, zukunfts- und bürgerfeindliche Politik gerichtet war, wurde beim Reiben an inneren Zweifeln und innerparteilichen Gegnern in heisse Luft gewandelt. Die Presse, einst willkommen weil sie über uns berichtete, wurde nun verteufelt, weil sie über uns berichtete. Inzwischen werden Klagen laut, dass zu wenig über Piraten geschrieben wird – wir seien schliesslich keine 2% Partei.

    Doch solange wir nur zeigen wie schön wir shitstormen können und überall Gegner ausmachen, die es zu bekämpfen gilt, wird uns niemand wählen. Für den richtigen Mix an Öko-, Sozial-, und Gesellschaftspolitik wird uns auch kaum jemand wählen, denn für die wenigsten wird dies der richtige Mix sein. Themen, die andere Parteien schon in ihrem Programm haben, taugen nicht als Alleinstellungsmerkmal. Ganz unabhängig vom Mischungsverhältnis.

    Erinnern wir uns daran, dass wir für die Themen wahrgenommen wurden, für die keine andere Partei eintreten wollte. Solche Themen gibt es auch heute noch. Versprechen wir den Wählern, dass wir den “Anderen” für die GEZ, die Wasserprivatisierung, die Überwachung, die übermittlung unserer Bankgeheimnisse (!) an die USA, die Abzocke im Kielwasser der (an sich richtigen) Energiewende, die geduldete Korruption, den miesen Netzausbau und das steinzeitliche Urheberrecht in den Arsch treten. Bis zum September bleibt auch genug Zeit sich Vorschläge zu überlegen wie es besser zugehen könnte. Wer einwendet “ein Arschrtitt ist kein Mittel seriöser Politik” möge bedenken, dass wir uns bei der Bundestagswahl 2013 um Sitzplätze bei der Opposition bewerben. Nicht um die Sessel der Ministerriege. Im speziellen Fall des Arschtritts wird man uns verzeihen, wenn wir auf die Umsetzung verzichten.

  3. Ein wenig zuviel Nabelschau bzw. Kreiseln um denselben. Piraten-Inhalte und -Themen kommen hier reichlich zu kurz. Übernehmt doch wenigstens ab und an mal einen Artikel mit piratigen Neuigkeiten -z.B. über Aaron Swartz’ Tod… http://jasminrevolution.wordpress.com/2013/01/27/aaron-swarts-als-raubkopierer-in-den-tod-gehetzt/ (habt ihr von dem Autor nicht schon was übernommen? -der hat bestimmt nix dagegen) Aaron Swartz starb für OpenScience, im Kampf gegen die Conten-Mafia… ihr müsst sowas ja nicht gleich nachmachen, aber so ein Thema in die unendlich Selbstbespiegelung mal einfließen lassen wäre nett. Danke

    • Michael Renner schrieb am

      Moin,

      deine Aussage “Aaron Swartz starb für OpenScience, im Kampf gegen die Conten-Mafia” ist dann doch sehr pathetisch. Beim Tod eines Menschen sind leisere Wort angebracht, auf keinen Fall soll der Freitod von Aaron Swartz politisch instumentalisiert werden. Das klingt zu sehr nach “denkt doch mal an die Kinder verdammt noch mal”. Wir wollen als Piratenpartei Politk und Gesellschaft fit für das 21. Jahrhundert machen. Einzelne Personen zu Helden hochstilisieren ist dabei unangemessen.

  4. Danke!

    Endlich mal ein Beitrag, in dem sich eine offizielle Quelle der Piatenpartei in klaren Worten ausführlich zur Sitaution äußert. Ich habe Euch vor allem für das gewählt, was Ihr auf Euren “Endlich ganz normale Leute”-Plakat rübergebracht habt. Nachdem ich Euch letzten Sonntag eigentlich nur angekreuzt haeb, weil der Kandidat der Linken sich geradezu absurd albern präsentiert hatte, bin ich jetzt froh, dass es noch ein paar von solchen normalen Leuten bei Euch zu geben scheint. Ich meine Leute, die nicht in einen verschwurbelten Pressesprechersprech verfallen, sondern weiter nüchtern, klar und vernünftig ihre Ansagen machen.

    Lauer hatte sich auch schon recht ordentlich aber nicht sehr ausführlich geäußert, hoffentlich geht die Diskussion jetzt in dem Stil weiter, den ich in diesem Beitrag hier lesen kann….

  5. Als relativ neues Glied im politischen Geschehen (wenn ich mich als Beobachter überhaupt so nennen darf), fand ich diesen Beitrag sehr gut, um mir eine Zusammenfassung des bisherigen PIRATENtums zu geben. Bevor man mir sagt, dass dieses Schreiben wegen tausend Punkten nicht als Zusammenfassung pauschalisiert werden darf: Ja, ihr habt recht. Gegendarstellungen (bitte Links) sind willkommen.

  6. Hase schrieb am

    Ich hab mal nachgemessen: 1600 Wörter ist der Artikel lang.

    Ein Drittel davon hätte es doch auch getan…

    Eine Sache zum Inhalt: Der reine Wahlkampf ist nicht so sehr entscheidend für das Wahlergebnis. Man wird auch über die Medien wahrgenommen. Entscheidend ist aber, was man zu den wichtigsten Themen rüber bringt. Und das sind im Moment Umwelt und Arbeit. Wenn man dazu nichts ordentliches sagt, braucht man gar nicht erst antreten.

  7. Achim schrieb am

    Na gut, Selbstkritik ist der erste Weg zur “Genesung”, was aber für die noch Wahlurnengänger zählt, ist, sie wollen den “Balken” sehen, an dem sie sich halten und orientieren können.Also handfeste Leitlinien, ohne denen es, nach dem gegenwärtigen, politischen Bewußtseinstand der Bundesbürger, nichts läuft. Leute, um etwas Neues auf den “Markt” zu bringen, müssen die “Konsumenten” erst einmal sensibilisiert werden und für Eure Ideen sind sie nicht reif genug. Es wird doch hauptsächlich mit dem Bauch abgestimmt, wenn der aber voll mit Müll Jahre lang gefüttert wurde, hat in diesem Magen, für innovative Ideen nur einen marginalen Platz oder keinen.Am Computer in warmen und trockenen Räumen zu sitzen in der Hoffnung den Wähler aus dem “Regen” in die Sonne zu locken, muss ja fehl schlagen. Hier ist nichts anderes angesagt, als “Klinkenputzen” zu gehen und sich den Arsch aufreissen. Eine gute Überzeugungsarbeit zu leisten und das noch mit Erfolg, setzt eine intelligente und harte Arbeit voraus. Wenn “ein Neuling” erst einmal bestimmte Hürde(n)überwunden hat, dann stehen ihm die nächsten “Türen” fast schon offen.Das Boot, in dem Ihr sitzt, sieht aus wie eins, das irgend wo gestrandet, aber nicht wie eins, dass Hochseetauglich ist.Es muss sich bewegen und zwar so, als ob es mit jedem Sturm, was ihn unerhofft, irgend wo auf dem offenen Ozean erwischt, aufnehmen kann.Das oder so etwas ähnliches erwarten Menschen, wenn sie einer Legende von den Piraten zuhören.Die ganz “unten”, die werdet Ihr nicht erreichen,die in der “Mitte”, vielleicht, die “ganz oben”, erst recht nicht, was dann übrig bleibt, ist die junge Generation, die noch nicht völlig versaut ist.Da sie aber in der Minderheit ist, wird es ihnen kaum möglich sein, Euch auf das “Polit-Pferd” zu hieven. Da aber auch sie schon ziemlich arg von den gesellschaftlichen Strömungen durchblutet ist, will auch sie mit “Versprechungen” gefüttert werden. Zumindest in Euch für sie eine neue Lebens-Perspektive sehen.Die Bundeswahl ist kein Spaziergang, also macht Euch auf die Socken und zeigt den Menschen, die Ihr erreichen wollt, und das nicht nur verbal, das es Euch ernst ist, mit der Suche nach wirklichen, alternativen Lebensformen.Sie müssen aber plausibel und verständlich sein.Denkt daran, “die Grünen” machten sich auch mal auf den weg ins “Traumland”, als sie dann merkten, dass es sich durchaus sehr gut unter “Haien” lebt, haben sie den eingeschlagenen Weg verlassen und ihre “Turnschuhe” mit “Anzügen und Krawatten” eingetauscht.

  8. Tim schrieb am

    Seit dem BGE und Ponader sind die Piraten für mich unwählbar geworden. Diese Themen gehen komplett an der marktwirtschaftlichen Realität vorbei. Schade, dass sich die Träumer durchgesetzt haben.

    Ich denke mal, dass viele Wähler so denken. Linke Spinner, die nichts leisten will keiner freiwillig an den Hebeln der Macht haben. Nicht dass ich sage, ich finde die Ideen von Ponader und den linken Spinnern nicht schlecht – es wäre schön, wenn diese Ideen so funktionieren würden. Aber dafür müßte man erstmal das Genom der Menschen so weit verändern, dass es funktioniert.

    Meine Stimme geht jetzt leider an die FDP. Die sind in der Summe jetzt wieder viel attraktiver – und deren Internetpolitik hat sich (Danke Piraten!) doch ein ganzes Stück verbessert.

    • ottoaktiv schrieb am

      Hallo Tim

      Deine Gesinnung ist eher eine von gestern. Wenn Du die FDP wählst, dann wählst Du Merkel und die Bilderberger, die Ich-Menschen-Partei. Dann lieber noch die CSU, die Quatschen genau dieselbe Krankheit, der Du offensichtlich auch nicht entgegnen kannst. Hinsichtlich Deiner politischen Irritationen, gebe ich Dir den guten Rat, recherchiere mal vernünftig. Du wirst dann irgendwann schon feststellen, dass jeder für eine andere Politik kämpfen muss, wenn er und seine Kinder nicht demnächst für lange Zeit, versklavt werden will. Seit dem Faschismus wird es im September um die wichtigste Wahl gehen, die Deutschland bisher erlebt hat. Wenn diese Regierung dran bleibt, werden manchen Bürgern, die seit geraumer Zeit nur noch „die Menschen“ genannt werden, noch die Augen aufgehen. Hartz 4 war für die erst ein Probelauf. Die Agenda 20/20 wird dann mal so richtig neofaschistisch, da wird die Inkarnation des Bösen noch einmal neu erfunden. Also, erst Denken dann handeln!

      • Tim schrieb am

        Nein, wenn ich die FDP wähle, dann wähle ich weder Bilderberger, noch Merkel, dann wähle ich FDP. Was dann am Ende bei raus kommt, das liegt am Gesamtergebnis. Wenn ich Piraten wähle wähle ich wahrscheinlich auch Merkel und die Bilderberger, weil dann meine Stimme in der 2% Hürde verpufft.

        Wer wird denn bitte versklavt? Erläuter das mal. In Deutschland kann jeder, der ein wenig Mut hat Geld verdienen. Das Problem hier sind eher die Neider, die einen sofort schlechtreden und ankreiden, sobald man mehr leistet als die anderen.

        Hartz 4 ist doch per se nichts schlechtes? Wenn man sich das Geld richtig einteilt kann man davon sehr gut überleben. Und genau dafür ist es auch da – damit die Leute nicht verhungern. Frag mal wen in einem Entwicklungsland…

        Was ist denn Bitte “Böse”? Ist es Böse, wenn ein Eisbär eine Robbe tötet? Ist es böse, wenn ein Mann einen andere tötet? Was Böse ist, definieren wir selber, und das ist je nach Modetrend immer unterschiedlich.

        In der Zeit des Mittelalters war Kräutermedizin böse, Sklaverei war auch einmal ein lukratives, ehrbares geschäft.

        Wenn die Modetrends sich ändern ist das halt so. Geh mit der Zeit!

  9. sofar schrieb am

    Was machen wir stattdessen heute? Was tun wir für unsere Wähler? Liquid Feedback? Irgendwie macht keiner mit. Keine Köpfe? Irgendwie honoriert das der Wähler nicht. Themen? Alles und nichts. Piratenpartei? Keine Ahnung – irgendwas mit Internet.

    Hilfreich? Eher nicht. Der Autor hätte klarmachen können, wo es sich in Zukunft lohnt, mitzuarbeiten und wo nicht. Ach so, Kernthemen. Klar. – Gut für eine Nischenpartei.

  10. Dr. Fleischner Gerhard schrieb am

    Betrifft: Wahlniederlage: Ursache: Verrat am Wähler- sich wählen lassen und dann andere Themen vertreten. Hinweis: in Colorada (USA) haben die Wähler für Freigabe des Marihuana gestimmt. Wer hat sie dazu veranlasst? Wie war das bei uns? Vermögenssteuer war wichtiger. Die Wähler blieben aber da, wo sie vorher waren. Gruss DGF Bayernpirat

  11. maurice dubois schrieb am

    Was jetzt wichtig ist: -in den AG s konkret Programmbezogen zu diskutieren. Beispiel vom WirtschaftsAG blog: konkreter Vorschlag heute war (angeleiert von Andreas 64) die Zahlungsfristen gesetzlich zu regeln. Das versteht JEDER Lieferant, jeder Freiberufler, jeder, der nicht eine abgesicherte Existenz als Staatsmade hat. -BPT in Bayern. In der Tat: wenn die Organisation so schwach ist wie der letzte BPT koennen wir einpacken. Mein Vorschlag: Besseres Aussieben der Beitraege , Minimieren auf KONKTRETE Punkte wie der o.g. und 2 Tage Antraege abstimmen. Jeder Antrag sollte eine leichte Umsetzbarkeit in Hinblick auf Waehlerkommunikation haben.

    • Die Kandidaten muessen professionel auftreten wenn sie gegen Merkel usw. antreten wollen. Deshalb fruehzeitige Vorbereitung organisieren.

    Nicht zuletzt> die Piratenpartei ist die einzige kleine Perspektive einer gewaltfreien demokratischen Veraenderung der neoliberalen Wahnsinnsgesellschaft. Diese ist NOTWENDIG und deshalb muessen die Piraten die es ernst mit dem Projekt meinen, jetzt mal das Ruder uebernehmen.

    Den egomanen Kaspern unter den Piraten sage ich: Genug! – habe ich mehr Spass mit Heuteshow oder bei Weltallraumfahrt in Jan Tichys Kueche als mit euren sterilen Debatten um nichts… ab ins 3. Unterdeck zum Planken putzen (hohoho!)

    Best n Rhum, Maurice

  12. Pingback: Piratenpartei für Dummies | kaminkatze

  13. Falco schrieb am

    Das Alleinstellungsmerkmal der Piraten ist (war ?) Liquid Feedback. Das wird nur ungenügend genutzt und spielt eine zu geringe Rolle. Statt dessen entscheiden auf einem unsinnigen und lächerlichen Parteitag ein “Haufen” (durchaus wörtlich zu nehmen) nicht repräsentativer und demokratisch nicht legitinierter Personen. Wenn das so bleibt, ist das nicht mehr meine Partei.

    • Grundsaetzlich hast du recht. Aber es tritt eine Ueberlastung ein des Normalmenschen durch Ueberfrachtung mit Kommunikationsmitteln: fuer die AG arbeit email liste. OK. Dann dieses MUMPEL. Was soll da mehr als beim Schreiben rauskommen? Dann auch noch dieses Liquid feedback. Hier die Piratenpost, die mE haufiger als Meinungsforum genutzt werden sollte. Fuer mich ist schon MUMPEL zu viel. Das Ding installieren, neuen Computer kaufen wg Viren usw… Die Piraten brauchen mehr Kanonen und Segelflaeche und weniger …….blabla mit tollen Kommunikationsmitteln. Best n Rhum,

      Maurice

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