Die Außenwahrnehmung der Piraten – aus Sicht eines Journalisten


Kommentare

9 Kommentare zu Die Außenwahrnehmung der Piraten – aus Sicht eines Journalisten

  1. Dragon schrieb am

    Meine Rede… Peter Mühlbauer: Ja, vor allem weil gerade diese konkrete Aussage ja verfassungsrechtlich problematisch ist und wahrscheinlich gar nicht so umsetzbar sein wird. Die Piraten hielten den etablierten Parteien in der Vergangenheit ja öfter Verfassungsbrüche und Schlamperei bei Gesetzen vor. Etwas zur Vorratsdatenspeicherung. Um diesen Vorsprung vor anderen Parteien nicht aufzugeben, sollten sie sehr genau prüfen, ob eine Position wirklich mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Da ist es natürlich nicht hilfreich, wenn manche Piraten Juristen grundsätzlich vom politischen Prozess ausschließen wollen.

  2. Die Piratenpartei sollte nicht so viel auf Programm legen sondern mehr für Basisdemokratie eintreten. Damit kann man einfach die Leute leichter überzeugen als mit einem Vollprogramm mit dem sich dann viele wiederum nicht identifizieren können.

  3. FwR schrieb am

    Ich bin im März 2012 der PP beigetreten und mittlerweile sehr ernüchtert. Tatsächlich stört mich der ganze Inhalt, wie Herr Mühlbauer so richtig dargelegt hat. Mit dieser Programmdebatte haben uns die anderen Parteien die “Seele” raus gerissen, in dem wir Programm reingestopft haben. Jetzt sind die Piraten wie die anderen Parteien: Langweilig.

  4. Gert schrieb am

    Schade, wenn man es nicht lassen kann, sich in einem Interview über die Piratenpartei noch zwanghaft antifeministisch zu positionieren.

  5. Bewusstseinsbildend in jeder Hinsicht! Vielen Dank. Speziell: “Wir lassen ein Modell entwerfen und machen dann eine Volksabstimmung darüber.” Wir sollten uns vom Begriff Wahlprogramm wieder verabschieden. Ein Programm ist etwas, was man versucht durchzuziehen. Sagen wir doch ‘Wahl-Vorschläge’ für mündige Bürger und gehen nur bei spezifischen Kernthemen im Digitalen ins Spezielle. Andererseits ist es platter Populismus, nur als Protestbewegung Sprachrohr des Mißbefindens der Bevölkerung zu sein. Wir haben eine Vision in Spè, die immer sichtbarer wird. Was mich, selbst auch erst seit ein paar Monaten dabei, am meisten beeindruckt, ist der unbändige Wille zum politischen Handeln. Wie der weise Volker Pispers bereits so treffend anmerkte: “Die Leute sind nicht politikmüde, sie sind politikermüde.” Auch wenn es in Wirklichkeit noch viel schlimmer ist: Wir alle sind es müde, im Grunde machtlosen Politikern, die selbst wenn sie wollten, unsere Interessen nicht mehr vertreten und durchsetzen können, beim abloosen gegen den globalen Neofeudalismus zuzuschauen. Wir sind hoffnungslos ohnmächtig. Doch ein kleines Dorf wehret sich noch immer … Und unser Zaubertrank ist eine feine Rezeptur aus Kreativität, der Liebe zum Leben, zur Freiheit und die Sehnsucht nach Gerechtigkeit. Never gets old. Und es wird über kurz oder lang die ganze Welt erfassen. Wenn wir das Netz frei halten. Ahoi!

  6. Piraten, bleibt bei Euren Leisten. Ihr könnt nicht die Welt verbessern. Je mehr Programm, desto mehr Angriffspunkte. Bleibt da, wo Ihr angefangen habt. Freigabe bestimmter Drogen- dann bricht die Gefaengnisindustrie zusammen und der internationale Terrorismus. Begrenzt die Verkehrssuenderdatei in Flensburg auf 6 Millionen und zwingt die Politik zu einer erfolgreichen Verkehrspolitik. Schuetzt das Internet und baut den dortigen Informationsfluss aus. Steuerfreiheit fuer Rentner und keinen jährlichen Erfassungswahnsinn fuer alte Leute.

    Wenig Programm, aber plakativ und leicht zu merken. Gruss, DGF

  7. detlev schrieb am

    Es gibt immer ein wenn und aber. Die Außenwirkung der Piraten ist treffend analysiert. Welche Schlussfolgerungen sind notwendig? Da gibt es kein Patentrezept. Natürlich müssen Antworten auf zentrale Fragen zum demokratischen Umbau der Gesellschaft her. Konkret und für jeden verständlich. Aber dort wo es Für und Wider gibt ist es wichtig, Platz für Gedanken und neue Ansätze zu lassen. Da ist Weniger Mehr. Den Piraten wünsche ich ihren eigenen Weg zu finden: Respekt gegenüber dem anderen. Fremde Lebensmuster zulassen und als Bereicherung der Gesellschaft anzusehen. Wir wollen, dass jeder Mensch seinen Platz in der Gesellschaft findet. Das bedeutet auch, dass jeder seinen Platz in der Piratenpartei finden kann, wenn er will. Diese Vielfalt macht uns aus und ist unser Profil, dass uns von anderen unterscheidet. Egal ob temporär wahlversprechend oder nicht. Langfristig ist der Erfolg vorprogrammiert.

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