Leistungsschutzrecht – eine Mautstation für das Internet


Kommentare

5 Kommentare zu Leistungsschutzrecht – eine Mautstation für das Internet

    • Michael Renner schrieb am

      Moin

      wir planen gerade Änderungen am Layout. Und wollen eine Twittwall auf der Startseite einbauen. Was die alles können soll ist noch ungeklärt. Mal sehen welche Möglichkeiten die Tecchnik und hier bietet.

      CU

  1. Mick R. Osoft schrieb am

    Die Masse der Internetnutzer soll für die Misswirtschaft der Verlagshäuser zahlen. Das kommt der Forderung gleich, die die Banken ausgesprochen haben: Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren. Prima liebe Bundesregierung. Vielen Dank!

    • Michael Renner schrieb am

      Moin,

      die Verlage haben eine Lektion von der Musikindustrie gelernt: auf keinen Fall die eigenen Kunden zum Feind machen. Deswegen wurde die Idee einer “Internet-GEZ” zugunsten eines Leistungsschutzrechts verworfen. Der Leser ist davon nicht direkt betroffen. Ausser, falls Google sich dazu entschliessen sollte die deutschen Zeitungen aus dem Index zu nehmen. Ich kenne Piraten die sich diese Reaktion herbei wünschen. Ich gehöre nicht dazu. Persönlich halte ich einen Kleinkrieg um Nutzungsbedingungen nach der Einführung eines Leistungsschutzrechts für wahrscheinlicher. Google muss für die Snippets zahlen und verlangt im Gegenzug für andere Dienste (z.B. kommerzielle Einbindung von youtube) Gebühren. Dann kontern die Verlage und Google kontert im nächsten Zug. Weder Google noch die Verlage werden ihren Nutzern direkt weh tun, doch wird zukünftig viel mehr an Innovation durch die Rechtsabteilungen gehen müssen. Damit kann jedes Unternehmen und auch die Abgeordneten gut leben. Denn “Verträge” sind für sie etwas greifbaes, etwas verbindliches. Etwas das unterschrieben wird und man im Fall der Fälle von Gerichten klären lassen kann. Hoffentlich vergessen die Verlage nicht, dass ihnen diese vermeindliche “Rechtssicherheit” nur einen zeitlichen Aufschub gibt ihr Geschäftsmodell an die digitale Welt anzupassen. Denn das Leistungsschutzrecht dämpft mit den von Internetunternehmen abgezweigten Geldern den Niedergang nur ein wenig ab. Auf Dauer werden die Verlage aber nicht darum her kommen zu überlegen wie “Zeitung” im Zeitalter des Hyperlinks funktionieren kann. Wobei “Niedergang” nicht ganz der richtige Ausdruck ist. Es scheint, als finde derzeit eine Marktkonzentration der Zeitungen im Internet statt. Auf der Gewinnerseite sind der Springerverlag und der Spiegel. Diese gewinnen ständig “Klicks” hinzu. Andere Blätter, nehmen die die ZEIT mal aus die sich gut behauptet, verlieren Onlineleser und damit auch Bedeutung. Dass aber das Internet, gerade was Meinungspluralität betrifft, dieen ungewollten Effekt zu haben scheint wäre ein Thema für einen eigenen Artikel.

  2. Pingback: BRA010 – Irgendwas mit Medien | weezerle

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