Schließt die Bibliotheken! Eine Vision …


Kommentare

3 Kommentare zu Schließt die Bibliotheken! Eine Vision …

  1. freelibrarian schrieb am

    Einiges stimmt schon. Ich sehe ebenfalls die Zukunft eher in Richtung Mediathek. Es ist nämlich m. E. nach noch lange nicht soweit, dass jede/r Auskunftsuchende in der Lage ist, das weltweite Literaturangebot der unterschiedlichsten Zugangsmöglichkeiten mit common sense zu ergründen und zu jeglichen Informationen zu gelangen. Mit einer Litaturrecherche á la amazon.de ist es idR nicht getan.

  2. Bücherfan schrieb am

    Ich leite selber eine solche kleine Bücherei. Es ist richtig, diese Räume sind nicht voll ausgelastet. Aber: Wir führen seit 13 Jahren regelmäßig (monatlich) Lesungen, Vorträge, Kino-Abende etc. durch. Jedoch: nicht das Angebot ist das Problem, sondern die Nachfrage! Wir haben schon Veranstaltungen mit 140 Besuchern gehabt, aber auch viele mit 5-15, und zwar auch mit bekannten und beliebten Persönlichkeiten. Da kommt man schnell auch an eine finanzielle Grenze, denn in der Regel wollen Vortragende auch entlohnt werden. Wir arbeiten alle ausschließlich ehrenamtlich, aber so etwas ist eher demotivierend. Auf der anderen Seite: Trotz des riesigen E-Book-Angebotes aus dem Netz oder einer Onleihe wird nach wie vor, ohne sichtbare Einbußen, das “echte”, das Papierbuch ausgeliehen. Auch eine Bücherei, die nur einen Teil der Woche geöffnet hat, wird noch viele Jahre, wenn nicht immer, ihre Berechtigung haben. Ältere Mitbürger sehen uns auch als Kommunikationsort, Eltern mit kleinen Kindern ebenso. Und wenn man mitverfolgt, wie Kinder auf selbstverständliche Weise ans Lesen geführt werden und wie das meist auf fruchtbaren Boden fällt, dann kann man nur sagen: erhaltet uns die örtlichen, kleineren Büchereien, wo es keine Hemmschwellen gibt, die zeitnah erreichbar sind und wo (fast) jeder jeden kennt. Gegen eine Umwandlung in eine “Kulturtheke” würden wir Braunschweiger Ortsbüchereien uns sicher geschlossen aufs heftigste wehren – stattet uns lieber mit einem angemesseneren Etat aus, um wirklich attraktiv für unser Umfeld zu bleiben!

    P.S. Gerne würden wir z.B. auch E-Books anbieten – leider scheitert es am Geld bzw. weder möchte uns die Stadtbücherei als Partner noch lassen uns andere niedersächsische kleinere Bibliotheken in deren Verbund, weil wir aus Braunschweig sind.

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