Die Kulturpiraten stellen sich vor

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Kommentare

3 Kommentare zu Die Kulturpiraten stellen sich vor

  1. maurice dubois schrieb am

    Klar braucht s eine Kultur AG! Die Kultur der neoliberalen Modernen muss überwunden werden durch bessere Konzepte. Mein Slogan: Kulturgesellschaft statt Benzingesellschaft. D.h. inhaltlich eine Infragestellung aller gaengigen Paradigmen wie Mobilitaet, Ungleichheit, Haesslichkeit der Heimat, kulturelle Regulierung und Strangulierung durch das Amtwesen, usw. Gerade auch auf europaeischer Ebene muss viel geschehen. Die EU krise ist ja gerade eine Konsequenz mangelnder KULTURELLER Integration. Man schaue sich das Programm der zypriotischen Kulturkommissarin an: nichts. nichts ausser: mehr Mobilitaet für Kuenstler! Mobilitaet = Identitaet Europas? Das Gegenteil ist der Fall. Kultur wurde von fast allen als ein clip on set begriffen. Dagegen sind Kulturleistungen zentral auch für die Wirtschaft. Ohne Picasso kein Citroen”Picasso”. Ohne jahrhundertelange Kunstbauten kein Turismus in Paris oder Prag, usw. Da muessen auch viele Piraten umlernen, die noch in der modernen neoliberalen Kultur verhaftet sind. Und: selbstkritisch Beobachten was Ipods, tablets usw für kulturelle Auswirkungen auf die Gesellschaft haben.

  2. Haleth schrieb am

    Kunst gibt es schon so lange, wie es die Menschheit gibt. Sie bot schon immer Möglichkeiten, auf die ein oder andere Art und Weise Kreativität auszubilden, sich aber auch mit dem Individuum und der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Daher ist die Binsenweisheit “Kunst ist der Spiegel der Zeit” auch durchaus angebracht und richtig. Jede Zeit braucht ihre Künstler, die die gesellschaftlichen Zustände mitunter kritisch beobachtet und die Menschen auf Umstände und Missstände hinweist oder auch einfach nur für Unterhaltung sorgt. Und eben jene Künstler brauchen auch Unterstützung und Förderung. Wenn man in Bayern von Förderung spricht, so muss zunächst München genannt werden, da die CSU sich gerne mit der Kunst und Kultur in ihrer Landeshauptstadt rühmt (ganz davon zu schweigen, dass viele der Kunstschätze fränkische Herkunft haben). Nicht zu unrecht ist daher die Kritik da, andere Städte und Regionen würden vernachlässigt werden. Es ist nötig, nicht nur mehr Transparenz in die Verteilung zu bringen, sondern auch diese neu zu definieren – auch nicht-staatliche Institutionen (wie das Orchester Nürnberg) tragen einen großen Beitrag zur kulturellen Bereicherung unseres (Bundes-)Landes bei, daher dürfen diese hinter München nicht zurückbleiben. Auch die Relevanz zeitgenössischer bildender Künstler darf hinter dem Erhalt historischer Denkmäler nicht zurückbleiben. Es ist mittlerweile durchaus an der Zeit, die Förderung nicht nur auf Landes-, sondern auch auf Bundesebene neu zu definieren – darum ist es gut, das dieses Thema, das bisher ziemlich übergangen wurde, nun auch bei den Piraten Anklang findet.

  3. Lisa schrieb am

    Hallo, mich interessiert, inwiefern die Piraten die Künstlersozialkasse reformieren möchten. Hierzu schonmal ein Vorschlag von einer dort Versicherten: Es ist ein Unding, dass jeder Künstler am 1. Dezember melden muss, wieviel Gewinn (!) er im nächsten Jahr machen wird – sprich: wieviel Einnahmen er voraussichtlich haben wird, und wie hoch seine Ausgaben sein werden. Aufgrund dieser Meldung wird der Beitrag errechnet. Wenn sich aber im Dezember des nächsten Jahres herausstellt, dass man sich grob verschätzt hat (denn die wenigsten Künstler können hellsehen), gibts Ärger. Man kann nicht rückwirkend ändern, sondern nur für die Zukunft. Was blöd ist, wenn man z. B. im Dezember einen einmaligen Riesen-Auftrag an Land gezogen hat – denn dieser zusätzliche Verdienst wird dann weder rückwirkend noch zukünftig für die Beitragsberechnung berücksichtigt. Das muss geändert werden! Es ist überhaupt schon ein Unding, dass Künstler ihr Einkommen schätzen müssen und bestraft werden, wenn sie sich verschätzen. Dann sollte man die Beitragsberechnung am besten RÜCKWIRKEND (z. B. monatlich, per Quartal oder halbjährlich) machen, das wäre gerecht.

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