Julia Schramm & Klick Mich – eine Piratin und ihr Urheberrecht


Kommentare

30 Kommentare zu Julia Schramm & Klick Mich – eine Piratin und ihr Urheberrecht

  1. Didi Blocksberg schrieb am

    Wenn ein FDP Abgeordneter der in seiner Partei mit Urheberrechtsfragen betraut ist vom Bertelsmann Konzern (bzw. der Random House Tochter) für ein handwerklich so fragwürdiges Buch wie das von Julia Schramm 100.000€ bekommen würde bräche ein – vermutlich von den Piraten mitgetragener und verdienter shitstorm über ihn los. Ich finde es berunruhigend, dass eure Partei so schnell von den Egomanen zerstört wird – bei den Grünen hat diese Entwicklung immerhin ein ganzes Jahrzehnt gedauert. Aber alles wird schneller 🙂

    • Gerd Fleckenstein schrieb am

      …aus der Seele gesprochen! – Julia Schramm passt besser in die Raffgierparteienlandschaft die den Plenumssaal in Berlin und unseren Landeshauptstaedten bevoelkern. Erinnert mich ein bischen an Joschkar Fischer: erst in Turnschuhen und Jeans und ein Jahr spaeter schon im ‘Nadelstreifen’…

  2. Chris schrieb am

    Mal Abgesehen vom Fall Schramm: Ist es wirklich die Position der Piraten, dass schon jetzt alles, was zumindest Parteimitglieder, zumal prominente, unter den gegenwärtigen rechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen als kreative Leistungen vermarkten (Texte, Musikstücke, Software, Design, Fotos) in einer freien und kostenlosen Version verfügbar sein muss? Und wenn nicht, dann darf jeder sich diese als Download beschaffen und öffentlich verbreiten?

    Es gibt ja durchaus einige bekanntere Mitglieder, die auch Urheber oder Verwerter sind, und klassische Publikations- und Vertriebswege nutzen, z.B.:

    Marina Weisband bloggt für die FAZ, natürlich nicht unter CC-Lizenz. Sollte man jetzt das Blog ins Piratenwiki spiegeln und auf allen Kanälen dazu aufrufen, es dort und nicht mehr auf der Seiten der FAZ zu lesen, weil der Verlag pro Urheber- und Leistungsschutzrecht ist? Ihr Buch erscheint im März 2013 im Verlag Klett-Cotta, kostenloser Download eher unwahrscheinlich. Enno Lenze ist Verleger. Die Bücher seines Berlin Story Verlages gibt es auch nicht kostenlos zum Download. Udo Vetter hat sein Buch “Alles was Unrecht ist” beim Piper Taschenbuch Verlag veröffentlicht, der Spieleautor und Pirat Marcel-André Casasola Merkle sein “Smartbook” beim Verlag Süddeutsche Zeitung… usw.

    In euren Positionen zum Urheberrecht steht außerdem: “Wir erkennen die Persönlichkeitsrechte der Urheber an ihrem Werk in vollem Umfang an”. Schließt das nicht auch ein, dass die Autoren über die Art der Veröffentlichung und Vermarktung selbst entscheiden dürfen? Diese Entscheidungen mögen nicht immer mit den Zielvorstellungen der Partei überein stimmen. Wenn es jetzt aber nur noch darum geht, dass ein Buch kostenlos verfügbar sein muss und demonstrativ der illegale Download propagiert und verbreitet wird, dann entsteht der Eindruck, die Piratenpartei sei vor allem eine Interessenpartei für Gratiskonsumenten. Damit bestätigt ihr genau das Klischee von der Kostenloskultur, das euch die Medien und politischen Gegner anhängen wollen. Und daran ist nicht allein Julia Schramm schuld, sondern auch der undifferenzierte Shitstorm aus der eigenen Partei.

    • Foschka Jischer schrieb am

      Ich finde den Schwerpunkt der Kritik an Julia Schramms Buch falsch gesetzt. Ich finde man muss ihr vorwerfen, dass sie ihre Parteiprivilegien – und das Privileg bekannt zu sein verdankt sie nun mal ihrer Parteiarbeit – ausgenutzt hat um sich von der “Content Mafia” (das ist nicht mein Begriff) kaufen zu lassen und die Sache der Piraten vorzuführen.

      Sie hätte dieses Buch von mir aus gerne und für jeden Preis der Welt schreiben können und von mir aus kann sie auch jedem illegalen Downloader die Russenmafia auf den Hals hetzen – egal was sie vorher vertreten hat – aber sie kann – meiner Meinung nach – so lange sie als Person direkt und über ein Mandat mit den Piraten verknüpft ist – keinen Deal mit Bertelsmann (einer der grössten Medienkonzerne der Welt) eingehen und das auch noch zu so erstaunlichen Konditionen. Ich finde die Themen die ihr vertretet spannend und wichtig. Aber leider ist es wie bei den anderen Parteien auch – es werden die Selbstdarsteller und Egomanen nach oben gespült und die Themen rücken in den Hintergrund. Fakt ist doch: es war klar, dass sowohl die Summe die sie für das Buch bekommen hat also auch die Tatsache, dass gegen illegale Downloads vorgegangen werden muss(!) Kritik und Fragen aufwerfen werden die natürlich direkt an die Piratenpartei gehen – denn wir erinnern uns…Julia Schramm ist ja nur die bekannte Julia Schramm, weil sie die “Piratin” Julia Schramm ist. Berechtigte Fragen an jeden Politiker sind aber doch wie er sich finanziert – und wenn ich das Büchlein anschaue frage ich mich schon warum jemand dafür ein so hohes Autorenhonorar bekommen hat.

      Das ist vielleicht zugespitzt – aber es ist doch genau diese Abzock- und Privilegienmentalität der anderen Parteien die euch momentan die Wähler zufliegen lässt und die Masstäbe die an euch gesetzt werden sind diesbezüglich eben wesentlich höher als z.B. für die FDP (aber auch hier ist der Spielraum ja erfreulich gesunken).

      Ich finde Frau Schramm hätte für diesen Deal ihre Mandate niederlegen müssen – aber noch ist ja Zeit den Schaden zu beheben.

    • Unsere Aktion mit kostenlosem eBook und “zahl was du willst” hast du gesehen? Oder die Bücher-Verschenken Aktionen, die wir regelmäßig hatten? Oder unseren Umgang mit nicht-Kommerziellen Kopien? Oder der Lizenzrechtsproblematik die ich mehrfach erklärte?

      Ich schlage den Rechteinhaber, deren Rechte ich verwerte, oft solche Modelle vor. Die meisten wollen es aber nicht. Da kann ich mich als Verleger schlecht hinstellen und ihre Werke einfach kostenlos veröffentlichen. Das würde auch einen Shitstorm geben 🙂

      Ich fände es einfacher, wenn du dich an mich direkt gewendet hättest (oder das noch tust) und mir erklärst, wie du dir die Verwertung vorstellst. Villeicht kommen wir noch zu sinnvollen Ideen.

      Gruß, Enno

      • Walter Raedlinger schrieb am

        Erst mal etwas Allgemeines: Wenn ihr soviel Zeit habt Buecher zu schreiben in den Positionen bei den Piraten dann waert ihr vielleicht Publizisten geworden ? Das laege naeher den die parlamentarische Arbeit und das Denken der piraten ueber zeitige und zeitnahe Probleme scheint sehr stark im Hintertreffen zu sein.Vielleicht konzentriert man seine geistigen “Erguesse” auf das fuer was man gewaehlt wurde. Zum Zweiten: Haette diese Julia Schramm einen Funken ! Charakter dann waere sie die laengste Zeit Piratin gewesen. Sprungbretter gibt es anderswo .. nur .. die muss man sich vielleicht erarbeiten ?

  3. Frank Poschau schrieb am

    Erntedank

    Den Boden gut gedüngt, die Saat eingebracht, dem Bauern es gelingt, auf unser Wohl bedacht.

    Der Herr uns gnädig, Wetter lässt gedeihen, Mensch dann selig, Eingewecktes in Reihen.

    Ein Fest für die Ernte, Dank, all den Bauern, sein Schaffen lernte, Boden nicht versauern.

    Gaben eingebunden, die Wagen geschmückt, ziehen unsere Runden, Leute schauen verzückt.

    Musik, fröhlicher Reigen, Arbeit hinter uns liegt, wird es in uns bleiben, wer sät, das Leben liebt.

    Frank Poschau 20.09.12 http://www.frank-poschau.jimdo.com

  4. Francis-Drake schrieb am

    Ich kenne Julia nicht. Ich kenne das Buch nicht und ich habe keine Intention es zu lesen. Ich gönne Julia den Gewinn aus ihrem Buch. Der Buchvertrag und einige Details daraus waren lange bekannt.

    Kurz nachdenken! Könnte es sein, dass der ganze gerade ablaufende Hype geplant war? Sollte etwa irgendein verlagsnaher Tuchnigut die Sicherungsstifte aus den sozialen Handgranaten unter den Piraten zu einem genau kalkulierten Zeitpunkt gezogen haben?

    Eins muss man uns Piraten lassen: Öffentlichkeit generieren können wir perfekt. Das Ergebnis? Ein Amazonrang weit unter 1.000. Das muss man uns erst mal nachmachen. Und vor allem völlig kostenlos. Was sagt da der Eurovision Wrong Contest? Germany 15 points.

    Die ernüchternde Frage bleibt: haben wir als Piraten funktionierende Alternativen, die den Autoren mehr vom Kuchen abgeben? Oder die zumindest ein preiswerteres Endprodukt für den Verbraucher liefern?

    Die öffentlich wahrgenommene Aussage ist doch, dass man nur über den gewählten Weg, für die Autorin, den maximalen Gewinn erreichen konnte. Da habe ich aber Schwierigkeiten dies am Infostand oder beim Flyern den spröden Passanten vernünftig zu verargumentieren. Vielleicht benötige ich hier Unterstützung, Argumente, einen Argioliner. Bitte! Danke!

    Wir sind aufgebrochen, die Welt zu verändern. Uns anders zu verhalten, als die Old School, wo Politiker vor laufender Kamera ihr Ehrenwort geben und Geburtstage im Kanzleramt gefeiert werden. Wenn aber Mitglieder des BuVo nicht mal versuchen, Ideen der Piraten umzusetzen, dann ist wieder ein Stückchen an Idealen gestorben.

    Gruß, Andreas

  5. Michael Renner schrieb am

    Rechnen wir die Sache mal durch. Gestreute Gerüchte besagen, dass die Autorin einen Vorschuss von 100.000€ für ihr Werk bekam. Ihre Beteiligung an den verkauften (rund 9 von 10 ausgelieferten) Exemplaren dürfte bei 8-9% von 17€ [2] liegen, somit bei 1.50€ pro Buch. Die Startauflage beträgt 10.000 [1] Bücher. Sollten die also alle verkauft werden spült das Julia gut 13.000€ in die Kasse. Bleibt eine Lücke von 86.230€, die an den Verlag zurück zu zahlen wären.

    Die Zahlen passen nicht zusammen, das geht alles nicht auf.

    [1] http://www.bz-berlin.de/thema/piraten/riesen-vorschuss-fuer-piratin-buch-article1544338.html

    [2] http://www.amazon.de/Klick-mich-Bekenntnisse-einer-Internet-Exhibitionistin/dp/3813504948/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1348219820&sr=8-1

    • Foschka Jischer schrieb am

      Gefunden in der FAQ von Helma Spona http://www.helma-spona.de/wp/2012/01/17/faq-fur-autoren-und-autorinnen/

      Übliche Verträge garantieren ein bestimmtes Honorar, das unabhängig von der verkauften Stückzahl ausgezahlt wird. Dies ist das sogenannte Garantiehonorar. Es wird normalerweise bei Drucklegung oder Manuskriptabgabe ausgezahlt. Das Autorenhonorar wird üblicherweise solange auf das Garantiehonorar angerechnet, bis dieses überschritten wird. Erst dann bekommen Sie das Honorar ausgezahlt.

      • Michael Renner schrieb am

        Bei meinen Büchern gab es einen Vorschuss bei Abgabe des letzten Kapitels. Den hätte ich, falls sich niemand für die Bücher interessiert hätte, auch zurück zahlen müssen. Im Fachbuchmarkt liegen die Verhältnisse allerdings auch anders als bei der Belletristik. Die Auflagen sind mit 1000 bis 5000 Exemplaren deutlich geringer, auch der Autorenanteil fällt mit rund 6% bis 7% kleiner aus. Ein Garantiehonorar gab es zumindest für mich keines.

  6. Thomas U. schrieb am

    Julia Schramm KANN kein starkes Statement abgeben, weil sie sich in einem Interessenkonflikt befindet. Das Fatale ist, dass sich dieser Interessenkonflikt nicht in absehbarer Zeit auflösen wird. Ihr Verlag wirbt mit Veranstaltungen, auf denen sie im Namen der Partei sprechen soll. In dieser Situation wäre der Vorstand gefordert, eindeutig die Position der Partei klar zu stellen. Das bedeutet auch, sich von dem Vorgehen von Julia Schramm zu distanzieren, sie von repräsentativen Aufgaben zu befreien bzw. ihre repräsentativen Auftritte mit zu übernehmen. Gleichzeitig könnte er ihr aber sein Vertrauen aussprechen. Julia Schramm hat einen Fehler gemacht, aber sie steht weiterhin hinter den Grundsätzen der Partei – und die Parteibasis (hoffentlich) hinter ihr. Wenn sich jedoch die Ansicht durchsetzt, dass sich weite Teile des Vorstands selbst in einem persönlichen Interessenkonflikt befinden, wäre dies für die Reputation der Partei fatal. Das aktuelle Statement des Bundesvorstands ist in dieser Hinsicht unbefriedigend. Glaubwürdigkeit sieht anders aus.

  7. Joe L. Assoto schrieb am

    Es gibt wirklich viele wichtigere Themen zu diskutieren und ich kann daher J.S. überhaupt nicht verstehen, schon im Vorwege klar zu stellen: ich bin eine Piratin, auch mein geistiges Eigentum steht allen kostenlos zur Verfügung, hier aber in der Form, dass mein komplettes Honorar des Verlages zu einem guten Zweck gespendet wird.

    Alles andere wäre/ist nicht glaubwürdig!

  8. Denker74 schrieb am

    Ich gönne ihr das Honorar, egal wie hoch es nun wirklich war. Aber es ist klar das man nicht Teil des Vorstandes der Piraten sein kann (und sich in dieser Position auch noch öffentlich klar gegen das geistige Eigentum aussprechen) und dann so eine Geschichte abliefern!

    Ich erwarte von Julia das sie entweder das Geld zurück zahlt und sicher stellt daß das Buch zumindest im Web frei verfügbar wird

    oder

    sie von ihrem Amt zurück tritt und künftig nur noch eine einfache Basispiraten ist!

    Wenn Julia sich nicht bald in dieser Sache äußert und sich für eine dieser beiden Optionen entscheidet so unterstütze ich jede Initiative zu ihrer schnellstmöglichen Abwahl!

  9. Stinne schrieb am

    Seid ihr euch sicher das Julia 100.000€ Vorschuss bekommen hat? Früher waren mal 20.000€ im Gespräch, das würde auch zur Rechnung eines Vor-Kommentators zusammengehen.

    Abgesehen davon: Theoretisch wussten alle von dem Buch, Julias schon eher “aggressiven” (inhaltich) Auftreten in der Öffentlichkeit und ihrer Spackeria-Veranlagung, die im Buch wieder sichtbar wurde – jetzt muss die Partei eben damit leben.

    Jeder bekommt was er verdient.

  10. Jonny Dee schrieb am

    Ich frage mich, warum das Handeln einzelner Personen für viele immer bedeutet, dass der Rest genauso handeln würde. Und nein, auch die Tatsache, dass es das Verhalten eines Vorstandsmitglieds ist, beantwortet meine Frage nicht. Man kann in einen Menschen nicht hineinsehen und mit Sicherheit wissen, wie er in bestimmten Situationen handeln wird. Das weiß man sogar in bestimmten Situationen noch nicht mal von sich selbst. Manche können das Handeln einer Person evtl. erahnen, andere nicht. Manche liegen mit ihrer Einschätzung falsch, manche richtig. Aber ich glaube nicht dass es viele gibt, deren Menschenkenntnis so gut ist, dass sie sich niemals irren.

    Und bitte nicht an den Idealen und den Zielen der Piraten zweifeln, nur weil jemand Mist gebaut hat bzw. wurde. Die nächsten Vorstandswahlen werden kommen, und dann werden wir sehen, wie es weiter geht. Vielleicht baut der oder die jenige dann wieder früher oder später Mist, oder wir haben Glück und es passiert nicht. Wir wissen es nicht. Wobei… wenn ich so nachdenke kenne ich keinen Politiker/Nichtpolitiker, der nie irgendwie mal Mist gebaut hätte… Es menschelt halt überall da, wo Menschen sind. Egal welche Ämter/Verantwortungen diese inne haben. Da ändert ein “das darf einem Menschen mit Vorbildfunktion nicht passieren” auch nichts daran.

    Wenn man sich aber mal ansieht, wie Piraten so ticken, ihnen zuhört, liest was sie schreiben, oder mit ihnen redet, dann merkt man, dass die Mehrheit immer noch für das steht, weswegen sie so großen Erfolg hat(te), und weswegen ich ein Pirat bin.

    Ich bin jedenfalls immer noch sehr davon überzeugt, dass wir Piraten es schaffen können. Wir müssen halt nur lernen, mit solchen Situationen umzugehen. Und je vernünftiger wir uns verhalten, desto unvernünftiger und subtiler werden sich Partei- bzw. Themengegner verhalten (müssen). Ganz einfach deshalb, weil die Vernunft der Feind der Unvernunft ist. Und wenn wir die Vernunft sozusagen besetzen, dann bleibt als Gegner eben nur die andere Seite übrig. Insofern müssen wir damit rechnen, dass solche Situationen auch in Zukunft von Gegnern forciert bzw. lanciert werden. Also am besten einfach wieder Segel setzen, Fahrt aufnehmen, und konstruktiv weiter machen wie bisher — wie ein Stehauf-Männchen 🙂

  11. Peter M. schrieb am

    Was wundert es euch? Julia Schramm hat schon ihre Spakeria-Thesen ohne Rücksicht auf andere Meinungen in der Partei über die Presse verbreitet. Mit etwas Menschenkenntnis musste man wissen, dass mit so einem rücksichtslosen Handeln bei ihr wieder zu rechnen ist. So eine Person sollte man eben nicht in ein hohes Parteigremium wählen, weil das den Aussagen oder Handeln dieser Person noch mehr Gewicht verleiht und der Schaden für die Partei erhöht.

  12. Rüdiger G schrieb am

    Wenn man ein Buch über ein komerzielle Verlag vetreibt, darf man sich nicht wundern, wenn sie gegen kostenlose Kopien im Internet vorgehen. Das musste man wissen! Wer sich da dumm stellt, handelt nicht anders als ein Unternehmer, der seine Stammbelegschafft entlässt und die Arbeit von Leiharbeitern machen lässt um dann Krokodiölstränen zu vergießen wenn er “erfährt”, wie schlecht die Leiharbeiter von der Leiharbeitsfirma bezahlt werden. Entweder Julia Schramm hält uns für blöd oder sie ist unglaublich naiv. Beides nicht unbedingt ein Grund sie zu wählen.

  13. Thomas Heyn schrieb am

    An der Misere sind nicht die Autoren oder die Verlage, in diesem falle Julia schuld, sondern die Piratenpartei selbst. Künstler waren anfangs große und lebhafte unterstützer der Piraten, denn Künstlern und Piratne ahben viele gemeinsamkeitzen: Chaotisch, rebellisch, kreativ, nicht obrigkeitshörig. Dann fing die Piratenpartei mit ihren Urheberrechts”Experimenten” an, und aus den Sympatisanten wurden Gegner. Das Absacken der Piraten in der öffentlichen Wahrnehmung liegt im Wesentlich an der gewandelten Überzeugung der Kreativen, daß die Piraten ihre Partei sein könnten. Und das wird auch so weiter gehen, bis zum völligen Bedeutungsverlust der Partei. Heinrich, Pirat, Wandlitz

  14. Frank Poschau schrieb am

    Ich habe es am Anfang schon gesehen, Euren Untergang. Ihr seid Unerfahren und dumm und lernt wenig dazu. Ihr hattet eine Chance aber Euer Flohzirkus hat es nicht begriffen, das Neu auch Neu sein muss. Aber was soll man von Seeräubern auch erwarten, so tun als ob man für das Volk was Gutes will, um sich dann kaufen lassen, um in Klischees zu ersaufen.

  15. Didi Blocksberg schrieb am

    Kein offizieller Kommentar von Frau Schramm? Nur abwiegeln von eurer Parteispitze!? Ihr wollt das aussitzen, oder? Wie die “Grossen”…bzw. der dicke Mann damals…das kann böse enden…

  16. Sugel schrieb am

    Wie eindeutig Schramm mit ihrem „Klick mich“ Buch in der Sphäre der – ironischerweise auch im Buch – zum Feindbild „Contentmafia“ erklärten Welt der Inhalte-Ersteller angelangt ist, zeigte sich am Montag zum Verkaufsstart: Nachdem Unbekannte das Buch über einen Online-Speicherdienst in PDF-Form verbreitet hatten, setzte die Rechtsabteilung des Verlags mit Erfolg alles daran, die Datei aus dem Netz zu bekommen. Statt dieser wird nun eine Meldung ausgegeben, wonach der Inhalt im Namen der Random-House-Autorin Julia Schramm gelöscht wurde – inwiefern Schramm im Detail über den Vorgang informiert war, ist nicht bekannt.

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