Shitstorm à la “Spiegel”: Matthias Matusseks Anti-Piraten-Pamphlet

Cover des Spiegel 23/2012

Kommentare

48 Kommentare zu Shitstorm à la “Spiegel”: Matthias Matusseks Anti-Piraten-Pamphlet

  1. Piratatui schrieb am

    …und ich dachte, es liegt an den auffallenden Werbeflächen und Anzeigen von Bündnis90/die Grünen. so was nenne ich interessengeleiteter Schweinejournalismus. Obwohl – was können die armen Borstentiere dafür.

  2. Pereos schrieb am

    Hallo Ich halte Matussek auch nicht gerade für eine große Leuchte. Aber wenn ich lese, eine Kampagne des Spiegel gegen die Piraten bzw “Shitstorm à la “Spiegel””, dann sträuben sich mir die Nackenhaare. Gerade,wenn ich sowas in der Flaschenpost lese. Zum einen schreiben Augstein und Lobo des Öfteren sehr positiv über die Piraten, zum anderen werden wir leben müssen auch mit kritischen und manchmal dümmlich kritischen Meinungen umzugehen und nicht hinter jeder Meinung,die uns nicht passt eine Verschwörung von finsteren Hintermänner zu sehen. Denn dann machen wir den Fehler der anderen Parteien in einem egozentrischen Weltbild zu leben in der Kritik schlichtweg nicht sein kann und daher wohl von irgend woher gesteuert kommt.

    (Gerade viele Sympathisanten der Linken glauben die Presse sei “neoliberal”,während viele Mitglieder der FDP glauben,die Presse sei zutiefst “Links”…..) So sollten die Piraten bitte nicht werden,auch wenn das schwer ist,wenn man ständig mit Leuten zusammen ist,die ungefähr durchaus in eine Ähnliche Politische Richtung denken.

    • “Die Presse” gibt es natürlich nicht. Grob differenziert: ganz rechts stehen Burda und v.a. Springer, und etwas weniger weit rechts, manchmal links Spiegel etc. “Neoliberalismus” und “Globalisierung” sind zwei große Nebelbomben, die von denen geworfen wurden -siehe die Arbeit von Attac, die sich seit Jahrzehnten daran abarbeiten. Was irgendwelche parteipolitisch Motivierten von links oder rechts dazu denken oder denken könnten, kann ich nicht auch noch mit berücksichtigen, wenn ich mich hier mit einem konkreten Anti-Piraten-Artikel befasse. Zu Bertelsmann: Sicher schreiben die ab und zu was nettes über Piraten; es hat ja keiner gesagt, dass es eine dumme Kampagne ist (divide et impera -teile und herrsche nennt man die Strategie). Dazu schau dir mal an, wie Spiegel, Stern & Co. seinerzeit mit Attac umgegangen sind: Erst hochjubeln (natürlich nur die Teile der Bewegung, die ihnen am meisten in den Kram passten), dann niederschreiben. Thema “Verschwörung”: ist dir mal aufgefallen, dass besonders dann von “Verschwörungstheorie” die Rede ist, wenn heimliche Machenschaften von Herrschenden Personen oder Strukturen aufgedeckt werden sollen? Und dann kommt noch TV-Professor Guido Knopp und stellt Ufos und Lady Di daneben… merkwürdig, was? Ich rede statt von Verschwörung lieber von Korruption, also Machtmissbrauch -der natürlich auch im Verborgenen stattfindet und den man daher nur allzu leicht mit dem Schlagwort “Verschwörungstheorie” gegen Kritiker verteidigen kann.

    • C3_OP schrieb am

      Noch etwas Hintergrund zum SPIEGEL (unbenommen dessen, dass da manchmal ganz vernünftige Artikel erscheinen mögen)aus: “Was ist DER SPIEGEL? Linksliberales Magazin? Vorposten der Meinungsfreiheit? Atlantisches Instrument? Neoliberaler Agitator?” http://theheartlandblog.wordpress.com/2010/09/11/was-ist-der-spiege/#more-1 “(…) Der Streit zwischen Gaullisten und Atlantikern erhielt in den 1980ern eine neue Dimension: Die wirtschaftspolitische Ebene. Die Atlantiker wendeten sich dem amerikanischen Neoliberalismus zu, während die Gaullisten und Post-Gaullisten den Rheinischen Kapitalismus modifizieren wollten.[5] So verwundert es nicht, dass regelmäßig politische Kampangenartikel gegen berühmte Gaullisten wie Oskar Lafontaine, Peter Gauweiler, Lothar Späth, Jürgen Todenhöfer, Willy Wimmer und Norbert Blüm vom SPIEGEL veröffentlicht werden. Auch ist es nicht besonders, dass Apologeten des Neoliberalismus – wie die Agenten der INSM – im SPIEGEL Artikel veröffentlichen (…) Und so zieht sich der Faden der politischen Einmischung nach US-Interessen weiter durch die Geschichte des „Magazins“ DER SPIEGEL. Albrecht Müller – 1970 bis 1972 Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des SPD-Parteivorstandes – nennt den Werdegang des Spiegels ein Weg „[vom] Aufklärungsauftrag zum ideologischen Kampforgan“.[7] Die „Titel [des SPIEGELS] strotzen nur so von Übertreibung und Angstmache. Sie bauen auf dumpfen und reaktionären Vorurteilen auf und verstärken sie.“[7] Im politischen Kampf des SPIEGELS werden Fakten verdreht, Geschichten erfunden und Politiker verleumdet. Ein Redakteur des unabhängigen Nachrichtenportals amerika21.de berichtete Anfang vergangenen Jahres aus den Sphären des deutschen Journalismus: „Vor einigen Jahren kam in meiner ehemaligen Redaktion mal eine Mode auf. Hatte ein Autor einen besonders polemischen Artikel geschrieben, der an Fakten arm oder gar faktenfrei war, dann hieß es: „Der hat ja mal wieder geSPONt“ – in Bezug auf das Akronym von Spiegel Online.“

  3. Armin Emrich schrieb am

    Lieber Matthias, überall wo Du am Horizont eine Bewegung erblickst, die die gesellschaftlichen Verhältnisse kritisch betrachtet und auch Erfolg hat mit ihren innovativen und fantasievollen, öffentlich geäußerten Gedanken, trittst Du als Jongleur der Worte auf und Clown bunter Gedankenfetzen, die vielfach in ihrer Reihenfolge bunt aneinander geheftet keinen wirklichen und auch verständlichen Sinn ergeben. Als Akrobat der Worte möchtest Du imponieren ohne wirklich die Absicht zu haben zu überzeugen. Es geht Dir vielfach nur um die bunte selbstsüchtige Aneinanderreihung von Buchstaben, wie ein Kunstwerk, mit dem Du,Dich in Szene setzen, pählieren und Dein Ego befriedigen kannst, ohne nur ein Wort darüber zu verlieren, aus welcher Richtung und Perspektive Du argumentierst. Dein Ziel ist es, auf der Bühne der möchte gerne Literaten zu tanzen und Pirouetten zu schlagen, allerdings immer wieder nach neuer Musik, von der Du glaubst anzukommen. Beifall erheischend erfindest Du tatsächlich auch neue Wortkonstruktionen, soweit die deutsche Sprache sie zulässt, soweit es in ihr möglich ist, Worte nach Belieben zusammenzusetzen, neu zu erfinden und Begriffe zu kreieren, um andere mit ihnen zu kritisieren. Dabei kommt es Dir mehr auf die Form an als den Inhalt. Hinter den kunstvollen Begriffskonstrukten verbirgt sich allerdings eine zutiefst konservative und neoliberale Haltung. Als bekennender Katholik und Papstfan ist Dir alles was nach Veränderung schreit zutiefst zuwider. In der Kritik aus der konservativen Ecke findest Du das Feld Deiner wirklich gekonnten Polemisisierung und Polarisierung. Aufmerksamkeit erheischend geht es Dir manchmal nur um den Beifall für Deine artistischen Leistungen. Für die Väterbewegung, die mit einem traditionalistischen Familienbild daher kommt, warst Du eine wichtige Figur, jedenfalls mindestens zum Schein, denn nach der Veröffentlichung Deines viel gekauften Buches bist Du in der Versenkung verschwunden, abgetaucht nach weis ich wohin und kein Wort mehr für die Väterbewegung übrig. Zu weit hast Du Dich anscheinend aus dem Fenster gehängt, hast Prügel von den Feministen bezogen und Beifall von den Vätern geerntet. Vor den Feministen hast Du offensichtlich resigniert und Dich von der Vaterbewegung zurück gezogen, schließlich eine nicht so bedeutende Gruppe. Dein Recht, denn Dein Geld hast Du mit Deinen Veröffentlichungen redlich verdient, auch wenn die Recherche andere für Dich erledigten, schließlich ging es Dir mehr um eine kunstvolle Aneinanderreihung von Buchstaben die ankommen und sich gut verkauften ließen. Die Fernsehauftritte taten ihr übriges. Hier konntest Du Dich in Szene setzen und neu erfinden. Jetzt hast Du den Papst entdeckt und argumentierst begeistert aus dieser Ecke, denn über diesen Papa lässt sich trefflich streiten, denn Kritiker am Katholizismus gibt es reichlich. Auf dieser Bühne läßt sich öffentlich wirksam nach konservativen Tönen tanzen. Jetzt sind die Piraten Opfer Deine Effekthascherei. Sie werden von Dir, mir nichts Dir nichts einfach mal in gleichem Atemzug mit der 68er Bewegung und den Neonazis verglichen werden. Auch wird diese Partei als Einforderungspartei in die Ecke gestellt, ohne zu erwähnen, dass sie sämtliche Politikfelder abdecken, weit hinaus über die Forderung eines freien Netzes. Richtig hinschauen wäre angesagt gewesen. Möglicherweise hat hier keiner für Dich recherchiert und Du erst recht nicht, wie es sich für einen aus Deiner Zunft gehört. Dir ging es wieder mal nur darum ein Werk zu kreieren, das den Anschein des Literaten widerspiegelt, in dessen Licht Du Dich so gerne sonnst. Der Beifall ist Dir sicher. Eine aus dem Netz geborene politische Gemeinschaft die angeblich nichts kennt als die Freiheit im digitalen Orbit. Hier prügelt Dich keiner nieder, weder Feministen oder andere die nach Veränderung streben. Hier kannst Du gefahrlos polemisieren. Allerdings laufen Deiner wortgewaltigen Sticheleien aus urkonservativen Richtung voll ins Leere. Die Piraten machen eine parlamentarische Demokratie wieder hoffähig, frei von dem Sumpf, der die Menschen mehr und mehr abschreckt. Eben die, die meinen Politik sei ein schmutziges Geschäft, das sie von einen zum Gang an die Urne abhält, werden wach, weil es doch noch aufrichtige Menschen gibt mit Visionen. Sie sind der Nährboden für Veränderung. Welche der anderen Parteien hat noch Visionen. Sie sehen alle gleich aus, wie die Autos die das Straßenbild ausmachen und wie die Wahlplakate alle vier Jahre. Korruptionen all überall, auch im Vatikan. Hier hat die menschenverachtende Korruption und das Zuschauen wenn Millionen umgebracht werden, Geschichte. Lieber Matthias, ein äußerlich beeindruckendes Pamphlet, innen allerdings nichts sagend.Als bekennender Katholik solltest Du Deine Richtung, aus der Du kommst auch benennen und Dich zu erkennen geben, aus welcher Perspektive Du eine neue und erfolgreiche politische Bewegung siehst. Mit einem lieben Gruß von Armin

    • Tyx schrieb am

      So elegant und eloquent hätte ich Hr.Matussek auch gern Paroli geboten (naja, man tut was man kann, seufz). Darf ich deinen Kommentar -so als Ergänzung zum Artikel- auf mein Blog stellen?

  4. SeeroiberJenny schrieb am

    Haltet euch doch nicht mit einem reaktionären Provokateur wie Matussek auf. Solche Meinungsmacher werden gerne gelesen und jeder weiß, wo seine Leser zu verorten sind. Nur weil ich eine Sonnenbrille trage, gebe ich also ein schönes Symbolbild für unsere Lächerlichkeit ab und ihr steigt ein. Danke schön. Ich bin übrigens 26 Jahre alt und Mandatsträgerin auf Kommunalebene und reiße mir seit 2009 meine Kehrseite für die Piraten und Urheberrechtsreformen auf.

    Grüße an die werte Redaktion, die vielleicht mal dem Spiegel vormachen könnte wie das mit der Recherce und dem inhaltlichen Journalismus geht. (Nur ein Vorschlag)

    • Große Entschuldigung SeeroiberJenny! Die von mir angeprangerte “Lächerlichkeit” bezog sich natürlich nur auf den Eindruck im Kontext von Matusseks Hetzartikel, wiederum im Kontext einer besitzbürgerlichen Illustrierten, die sich für den Gipfel des deutschen “Qualitätsjournalismus” hält (und leider von sehr vielen auch dafür gehalten wird). Wie du auch schreibst, ist ja klar, dass er dein Bild genau dafür instrumentalisiert hat. Umso perfider, dafür jemanden auszuwählen, der jahrelange engagierte Arbeit für die Piraten und für die UHG-Reform (die mir auch sehr am Herzen liegt und für die ich mich seit gut 10 Jahren gegen die Verwerter-Interessen einsetze) geleistet hat. also: mea culpa! tommyx Nur zur zerknirschten Rechtfertigung: Deine 26 Jahr sieht man dir auf dem “Spiegel”-Bild wirklich nicht an (Photoshop?).

      • Stephan Urbach schrieb am

        Ich finde es übrigens sehr spannend, dass sich dauernd an dem “Mandatsträger*in” aufgegangen wird. Es ist völlig egal, ob die abgebildete Person ein Mandat inne hat oder nicht – es war in jedem Falle nicht in Ordnung.

  5. localhorst schrieb am

    “wirklich albern wirkenden Piratin zu sehen, Alter zwischen 14 und 16”

    Entweder ihr kennt die eigenen MandatsträgerInnen nicht, oder ihr findet es lustig sie als minderjährig zu verunglimpfen. So oder so ein Armutszeugnis.

    • Gemach, gemach! Jemanden als 14-16j. o. minderjährig “zu verunglimpfen” würde ich nicht sagen (Ageismus ist ja wie Rassismus und Sexismus abzulehnen http://de.wikipedia.org/wiki/Altersdiskriminierung). Und es wäre wohl etwas viel verlangt, von einer ehrenamtlich arbeitenden Redaktion zu verlangen, alle Mandatsträger (Hunderte? Tausende?) zu kennen -und sie mit ÜW-Software anhand Foto identifizieren zu können, würde jedem Datenschutzgedanken widersprechen. Der Spiegel hatte den Namen der Abgebildeten natürlich nicht genannt und verschwiegen, dass es sich um eine Mandatsträgerin handelt, im darunter stehenden Text wurde vielmehr der Eindruck erweckt, es handle sich um eine Jugendliche, die auf kostenlose Lady-Gaga-Songs aus wäre. Trotzdem hast du recht: die Formulierung war zu ungeschickt, ich hoffe SeeroiberJenny nimmt meine Entschuldigung an. tyx

  6. Julia Reda schrieb am

    Wenn ein Parteimedium einen Artikel veröffentlicht, der sich über das Aussehen eines Mitglieds lustig macht, nennt man das Mobbing. Unterlasst das bitte. Eine Entschuldigung des/der anonymen Autor* wäre auch nicht schlecht.

    • ist geschehen, danke für den Hinweis, mein Name stand unter dem Artikel, ganz klein unten links unter dem Foto im Spiegel natürlich kein Name oder Hinweis, ob das Bild echt oder gestellt war (was angesichts des Pamphlets nicht fern gelegen hätte) siehe meine Entschuldigung an SeeroiberJenny oben

      • Michael Renner schrieb am

        Moin, du warst anfangs als Gastautor “nur” im Teaser, also auf der Startseite genannt. Wer dem Link zum Artikel direkt folgte, also nicht über die Startseite kam, sah das nicht. Das erkannten wir als verbesserungswürdig und erwähnen dich so gegen Miternacht auch auf der eigentlichen Artikelseite.

  7. Kritik am Shitstorm-Artikel des “Spiegel”-Matussek findet meine volle Zustimmung. Dass Bertelsmann (AG und Stiftung) kein Piraten-Freund ist, sollte niemanden wundern, der begriffen hat, dass alle anderen Parteien (großteils auch DIE LINKE) vor der Medienmacht der Erzeugnisse aus den Häusern der Mohn- und Springer-Damen (Merkel-Freundinnen!) liebdienen und kuschen. Wenn die Piraten-Partei weiterhin gegen die Stimmungsmaschinen und Urheberrechts-Ausbeuter von RTL, Gruner + Jahr, Random House, Springer etc. anstinkt, finde ich das prächtig. Ein echter Grund zur Freude … (Hoffentlich nicht der einzige.)

  8. Freia schrieb am

    Man muss das Licht Anderer nicht auslöschen um selbst zu leuchten! Offensichtlich hat Herr Matussek Probleme mit seinem Licht!

  9. Redaktion schrieb am

    In der Zwischenzeit wurden wir darauf hingewiesen, dass es sich bei der im Artikel als “wirklich albern wirkenden Piratin zu sehen, Alter zwischen 14 und 16, mit riesiger roter Plastiksonnenbrille” bezeichnete Piratin um die 26 jährige Bezirksverordnete Anne Helm aus Berlin Neukölln handelt. Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte was Thomas Barth als “albern wirkend” bezeichnet findet im Spiegel den vollständigen Artikel nebst Foto (das mit der Bildunterschrift “Delegierte”). Es war sicherlich nicht unsere Absicht, mit diesem Artikel jemanden zu beleidigen. Sollte der Eindruck entstanden sein, dass es um einen persönlichen Angriff gehandelt hat, entschuldigen wir uns dafür. Jedoch war Anne dem Team der Flaschenpost bisher persönlich nicht bekannt; weder ihr Aussehen, noch ihr Alter, noch ihr Rang innerhalb der Partei. Daher konnten wir auf nichts davon verweisen und holen dies hiermit nach. Gefion Thürmer & Michael Renner

    • SeeroiberJenny schrieb am

      Liebe “Redaktion”. (Wer auch immer das ist) Danke erstmal, dass ihr auf meine Kritik eingeht. Ich kann sie aus zwei Gründen trotzdem nicht so stehen lassen. 1.: Euch muss doch klar sein, dass Matussek innerhalb des vielfältigen Bildes, das wir abgeben, eines sucht, dass sein Bild der idealistischen unreflektierten Cyberkids sybolisiert. Natürlich steht dahinter -abgesehen von meiner Position und Person- eine engagierte Mitstreiterin und ihre Geschichte.Im Gegensatz zu Matussek, der das nur im Zusammenhang des Textes suggeriert, reproduziert ihr aber genau das, indem ihr mich als minderjährig und lächerlich darstellt. 2. Eine Politikerentschuldigung wie “für den Fall, dass sich jemand beleidigt fühlen sollte” ist keine Entschuldigung. “Sry Anne, unser Fail” wäre eine. Aber eine solche Falschdarstellung ist nicht nur im Falle dessen, dass es jemand bemerkt doof, es ist schlicht doof. Ihr solltet den Artikel also dahingehend ändern, denn es ist nicht nur dann falsch, dass ich albern und minderjährig bin, wenn ich es so empfinde, es ist schlicht falsch. Außerdem solltet ihr euer Journalismusbashing mal überdenken, wenn ihr genau die gleichen Methoden anwendet um ihn vorzuführen. Grüße aus Neukölln Anne

      • Liebe Anne, wer die Red. ist weiß ich auch nicht so genau, habe nur zu 2 leuten mailkontakt gehabt, meist zu michael renner. ich hoffe, du nimmst meine entschuldigung an. für die piratenpartei wäre es sicher nicht so gut, wenn wir uns wegen meines fauxpas jetzt wer weiß wie lange gegenseitig fertigmachen -da droht uns dann vermutlich eine heiter dokumentation des disputs im spiegel. besser wäre vielleicht, wenn du von der redaktion eingeladen würdest, in einem eigenen bericht (evtl. mit einem anderen foto von dir?) zu erzählen, wie es zu dem foto kam, und wie es auf dich gewirkt hat, das zur illustration so eines anti-piraten-hetzartikels wiederzufinden. michael war von dieser idee ganz angetan nochmal entschuldigung und piratige grüße von tyx (Thomas Barth)

        • Kommentar? gut, “Gegenpamphlet” wäre mir persönlich lieber gewesen, aber die Red. wollte etwas weniger polemisches von mir; der nicht ent-polemisierte, ungekürzte Artikel steht auf http://anders-verlag.de/page1.php Aber einen Nicht-Kommentar-Beitrag schrieb ich hier hoffentlich mit meinem Artikel zum CDU-Twitter-Affärchen: http://flaschenpost.piratenpartei.de/2012/07/16/internetpolitik-2-0-kauf-dir-virtuelle-freunde-die-union-zwischen-freibier-und-outsourcing/

        • pulegon schrieb am

          “für die piratenpartei wäre es sicher nicht so gut, wenn wir uns wegen meines fauxpas jetzt wer weiß wie lange gegenseitig fertigmachen”

          Dagegen hilft ja nun ganz einfach klare Positionen zu beziehen/ klare Aussagen zu machen, anstatt sich zu winden.

          Ansonsten klingt das gerade ein bisschen wie “Bitte prangert den Fehler nicht so laut an, ist zwar doof, aber was sollen die Leute denken?”

          Schade, wenn wir schon soweit sind, das Außenwahrnehmung über Problemwahrnehmung gestellt wird.

        • Tyx schrieb am

          nun mal, langsam, pulegon, ich bin doch hier und stehe öffentlich Rede und Antwort zu meinem Artikel. Was willst du denn noch? Es gibt nun mal einen Unterschied zwischen “Problemwahrnehmung” und übertriebener Selbstzerfleischung.

        • Tyx schrieb am

          nur um Missverständnissen vorzubeugen: ich meinte von der Redaktion der Flaschenpost zu einem Beitrag eingeladen —nicht von des “Spiegel”, wäre ja auch absurd, man sehe sich nur an, mit welchen Leserbriefen die den Matussek-Artikel kommentieren ließen: Dokumentation: Leserbriefe „Spiegel“ 25/2012 zu Matthias Matussek: Das maschinenhafte Menschenbild der Piraten / Jeder Mensch lernt alles neu

          (…) nicht Sie und nicht ich, aber jüngere Menschen müssen es neu lernen, weil jeder Mensch alles neu lernen muss. Dr. Herbert Schultz-Gora, Hofheim (Hessen)

          Jeder Satz trifft ins Schwarze. Hoffentlich nimmt der angezielte Personenkreis die Gelegenheit wahr, um sich die eigene Lächerlichkeit vor Augen zu führen. Jürgen Wissner, Hamburg

          Wäre es nicht besser, die Ursache als das Symptom zu behandeln: Die Undurchsichtigkeit der Verhältnisse? Friedrich Langreuther, Berlin

          Ich bin kein Piraten-Fan. Doch was Matussek hier schreibt ist himmelschreiender Unsinn. Es gilt: Wer den ersten Nazi-Vergleich macht, hat meistens unrecht. Rauol Nuber, Berlin

          (…) Woher er den „Traum totaler Herrschaftsfreiheit“ hat, weiß hoffentlich wenigstens er. Renata Stiller, Hamburg

          Hätte Matussek etwas mehr gelesen (…) wäre dem Publikum sein misanthropisches Gekeife über die „Wohlstandsverwahrlosung“ erspart geblieben. Hartmut Schönherr, Bruchsaal (BW) http://anders-verlag.de/page1.php Leserbriefe hier gekürzt und in geänderter Reihenfolge

        • SeeroiberJenny schrieb am

          Lieber Thomas, selbstverständlich nehme ich die Entschuldigung an. Ich wollte auch kein Shitstürmchen provozieren. Wie ich oben schrieb, kann ich ein “Ups, sorry” absolut annehmen. Nur eben diese verklausulierte Politikerfloskel nicht. Ich danke dir für die Korrektur. Ein Treffen halte ich für überflüssig. Wie solche Symbolfotos entstehen, könnt ihr euch ja denken, und dass da jemand dahintersteht auch. Für mich ist das vom Tisch. Liebe Grüße aus Neukölln und gutes Gelingen für dein politisches Engagement

    • das Zitat “wirklich albern wirkenden” bezog sich auf den “Debatten-Beitrag” von Matussek, der die Piraten nahezu in jedem einzelnen Satz als dumm, albern oder widerlich (sogar als den Nazis geistig verwandt) hingestellt hat

  10. Liebe SeeroiberJenny, ganz große Entschuldigung für die ungeschickte Verarbeitung der “Spiegel”-Instrumentalisierung deines Bildes. In meinem Versuch, dem Anti-Piraten-Pamphlet was entgegen zu setzen, sind mir da wohl die Gäule durchgegangen. Wie in der Antwort an dich direkt, hier noch einmal öffentlich: ich hätte mich in meinem Text besser von dem Eindruck, den Matussek mit dem Bild vermutlich erwecken wollte, abgrenzen sollen, statt so unreflektiert einfach diese (vermutlich beabsichtigte) Wirkung auf Spiegel-Leser zu beschreiben (“lächerlich wirkend”). Thomas Barth (tyx) PS. Von der Vorhaltung hier in einigen Kommentaren, die Bezeichnung als minderjährig sei per se eine Verunglimpfung möchte ich mich aber auch distanzieren, das generell so zu werten wäre Ageismus (analog zu Rassismus und Sexismus http://de.wikipedia.org/wiki/Altersdiskriminierung). Bei Matussek ging es wohl darum, seiner absurden Behauptung visuelle Beweise zu liefern, die Piraten wären eine “Jugendrevolte”.

  11. tarzun schrieb am

    Wir sind inzwischen 32.000 Mitglieder, sitzen in 4 Landtagen, haben fast 200 kommunale Abgeordnete, wollen nächstes Jahr in den Bundestag und 2014 ins EP einziehen. Wir sind mittlerweile fester Bestandteil der berichterstattung, haben eigene Balken in allen Umfragen und sind so was wie “angekommen”.

    Wir haben es nicht mehr nötig (und hatten es eigentlich auch nie), kritische und meinetwegen auch unfaire Artikel genüßlich mitm Skalpell auseinander zunehmen und uns mit einer”Der Spiegel gehört Bertelsmann und daher ist Matusseks Artikel Teil einer Medienkampagne gegen Piraten”-Conspiracy aus dem Fenster lehnen.

    Überlegt mal, wie laut johlend wir abfeiern, wenn in der Presse die Granden der großen Mitbewerber abgewatscht werden, wie wir abgehen wenn CDUCSUSPDGRÜNELINKE von den Medien in die Fresse bekommen. Aber wenn es uns trifft, dann fangen wir an loszujaulen, starten Shitstorms, schreien “Fail!” und Tod und Teufel.

    Ich finde diese fehlende Souveränität schade und es steht unserer eigentlichen Auffassung von Pressefreiheit schlecht zu Gesicht, wenn wir ihre Flagge nur solange hochhalten, wie es uns nicht selber (be)trifft.

    • C3_OP schrieb am

      …es soll sich ja auch schon mal einer so souverän zurück gelehnt haben, dass er nach hinten überkippte.

      Das klingt ja so als wäre der Erfolg der Piraten mal eben so vom Himmel gefallen -aber da stecken Millionen Stunden harter politischer Arbeit drin, von Leuten die sich nicht zurück gelehnt haben, und von Konfrontation mit politischen Gegnern aus allen möglichen Ecken (der Bertelsmannkonzern ist da nur einer von etlichen und wenn du das für “Conspiracy” hältst, kann man nur lachen: schau mal nach, wo die Bertelsmann-Stiftung überall mit drinsteckt).

      Also, fürs gemütlich-souveräne Zurücklehnen ist es noch reichlich zu früh: ein paar Umfrageschwalben machen noch keinen Wahlerfolgs-Sommer -und die anderen fangen gerade erst an sich aufzuwärmen.

    • Bachpirat schrieb am

      Piraten brauchen Bauch und Kopf. Die emotionale Identifikation mit unserer Sache und die daraus folgende, heißblütige Abwehrreaktion gegen unverschämte Artikel ist genau so wichtig wie die kühle, beschwichtigende Vernunft eines @tarzun. Das gilt im übrigen für alle Gegensätze in unserer Partei. Seid stolz über unsere Vielfalt, denn sie kann eine unserer Stärken sein.

  12. pazifist schrieb am

    Ich stimme Tarzun zu, obwohl ich (noch) kein Pirat bin. Dass Piraten und viele Sympathisanten nicht nur jung und knackig sind, will ich unterstreichen: ich bin 68 und hoffe, dass die Piraten bald in allen Parlamenten eine Kraft darstellen, ohne die nichts mehr geht!

  13. @Tarzun…Die Flaschenpost bietet auch externen Autoren die Möglichkeit Gastartikel in der FlaPo zu veröffentlichen. Diese werden dann – wie dieser – als Gastartikel gekennzeichnet.

    Diese Gastartikel geben Meinung und Empfinden des jeweiligen Autors wieder. Dies ist uns wichtig. So ist es uns auch wichtig, dass in diesem Rahmen öffentlich wird, wie der Leser die Piraten und deren Darstellung wahrnimmt. So sind Gastartikel zu lesen, so sind sie zu verstehen.

    Deine Meinung zur Souveränität unserer Presseorgane teile ich persönlich als Grundsatz. Daher danke ich Dir für Deine Darstellung. Dennoch bitte ich in diesem Zusammenhang darum, ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass Stimmungsbilder “von außen” essentiell sind für eine transparente und offene Pressearbeit und somit gerade auch für die Piratenpresse.

    • C3_OP schrieb am

      gerade in sachen pressefreiheit kann ich tarzun nun gar nicht zustimmen: die pressefreiheit gerät ja wohl alles andere als in gefahr, wenn ein medien-großmogul wie matussek, der tausende von seiten mit seinem gehässigen gesülze gefüllt hat, nun einmal in der kleinen flaschenpost im interweb ein paar widerborstige worte in seinen erlauchten öhrchen ertragen muss. außerdem, wenn du hier so mutig dem spiegel an die seite springst, um dessen freiheit zu verteidigen -was ist denn mit der pressefreiheit des gegen-pamphlet-autors hier? und der pressefreiheit der flaschenpost, gegen solche matusseks anzuschreiben? das klingt mir doch alles zu souverän unausgegoren…

      • Stinne schrieb am

        @C3_OP Ich sag es mal so: Tarzun macht eben innerparteilich Politik, deshalb gilt die Pressefreiheit der Flaschenpost weniger als die des ehemaligen Nachrichtenmagazins.

        Wie tief der Spiegel gesunken ist sieht man daran, das Claus Kleber den Posten des Chefredakteurs abgelehnt hat – nicht jeder macht eben den Seibert.

        Und die Rolle des Spiegels bei der Demontage von HaSe wollen wir auch nicht vergessen, oder?

        Stinne

        • C3_OP schrieb am

          ach so, hoffentlich hat ers schön gemütlich warm im innerparteilichen hinterstübchen. im nächsten wahlkampf draußen werden einem nämlich solche klopsigen dinger wie der matussek sie rumposaunt um die ohren gehauen werden. und so ganz leuchtet mir die logik ehrlich gesagt auch nicht ein: “Tarzun macht eben innerparteilich Politik, deshalb gilt die Pressefreiheit der Flaschenpost weniger als die des ehemaligen Nachrichtenmagazins” ???

        • Nochmal zur Klarstellung: Die Flaschenpost versteht sich nicht nur als eigenständig arbeitendes Medium, sie ist es auch. Ebenso gibt und gab es nie eine Einflußnahme des Bundesvorstandes oder anderer Parteiorgane. Tarzun äußert hier absolut legitim persönliche Meinung – nämlich seine. 🙂

        • C3_OP schrieb am

          und dafür, dass tarzun hier seine meinung legitimerweise weiter äußern kann, will ich kämpfen! (aber für unsinn halte ich sie doch und nach MEINER meinung fühlt sich das nach bevormundung an. macht aber nix: dazu gehört ja auch eine flaschenpost, die sich bevormunden lassen würde und die sehe ich hier nicht) 🙂

  14. Julia Schramm schrieb am

    Ich bringe übrigens bald auch ein Buch bei Bertelsmann raus!!! Ihr solltet das unbedingt alle KAUFEN!! 🙂

    • Michael Renner schrieb am

      Der Kommentar, der mit Julia Schramm gekennzeichnet ist, stammt offensichtlich nicht von Julia. Da nutzte wohl jemand einen falschen Namen – in welcher Absicht auch immer!

      Bei der Flaschenpost gibt es keine Pflicht zur Registrierung, keine Pflicht zu Klarnamen. Das bringt es mit sich, das Kommentatoren falsche Namen, ja sogar bekannte Namen angeben können. Solange wir von unserem Standpunkt zur Anonymität im Netz nicht abrücken, ist dies ein unschönes Seitenphänomen mit dem wir leben müssen. (Michael Renner, Mitglieder der Redaktion)

  15. MiChI8383 schrieb am

    Für mich liest sich das wie ein sehr gekünsteltes, vor Überheblichkeit strotzendes Pamphlet eines Narzissten, nicht mehr und nicht weniger.

  16. ron schrieb am

    Matussek postuliert, die Piratenbewegung sei eine neue Jugendrevolte, um seine eigene Behauptung dann wortreich zu widerlegen: „Was für ein Trugschluss“. Ein Kasten in fetten roten Lettern hebt hervor: „Ein Aufstand aus der Welt der Wohlstandsverwahrlosten, die alles umsonst haben wollen.“

    #

    Matussek hat keinen blassen Schimmer, was wirklich vorgeht. Die Piratenpartei ist der Sauerteig unserer Gesellschaft.

    Endlich werden wir wieder schmackhaftes Brot bekommen, nachdem wir Jahrzehnte nur schwammiges Weissbrot der Politiker und Journalisten essen musten.

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