Geschlechtsneutrale Satzung – Initiativgedöns

Initiativgedöns By Michael Renner | CC 3.0

Kommentare

8 Kommentare zu Geschlechtsneutrale Satzung – Initiativgedöns

  1. jp schrieb am

    Ich stimme diesem Beitrag voll zu und finde es Schade, wie viel Zeit wir für diese nutzlose Diskussion (die uns von Medien und Altparteien aufgedrängt wurde) verschwenden.

    Zu der Frage, ob man sich als Piratin bezeichnen ‘darf’: Ich denke mal die Einstellung, man sollte das nicht tun hat einfach damit zu tun, dass dann in zwei Kategorien eingeteilt wird. Piraten und Piratinnen. Da sind wir dann wieder bei “binären Geschlechterdenken”, weil sich das aus den Begriffen ergibt (nicht zwingend, aber so wird es aufgefasst werden). Pirat alleine ist da insofern besser, da es nur eine Möglichkeit zulässt. Das kann man jetzt so sehen, dass es alle ‘nicht-Männer’ ausschließt, oder aber auch so, dass es alle einschließt.

  2. Michael Renner schrieb am

    Frauen sind in vielerlei Hinsicht benachteiligt bzw. belastet. Es fängt beim “Kinder kriegen” an, geht über die Hauptlast der Erziehung, die Führung des Haushalts (auch bei eigener Berufstätigkeit), geringeres Jahresgehlt sowie die zusätzliche Benachteiligung im Arbeitsleben (es droht aus Arbeitgebersicht ja jederzeit der Ausfall wegen Schwangerschaft) bis hin zur daraus resultierden geringeren Rente. All das ist ungerecht, das gilt es anzuprangern. Diese Missstände müssen angegangen werden. Schnell, konsequent und mit dem Ziel wahrer Gleichstellung vor Augen.

    Ich sehe jedoch nicht, wie die Begrifflichkeit “Pirat*inn” uns diesem Ziel näher bringen könnte.

    • mike schrieb am

      ‘Kinder kriegen’ ist sicher Anstrengend. Aber nicht nur, und die Mutter Kind Beziehung ist etwas besonders Schönes

      Du hast es nicht gemeint, aber in unsrer Gesellschaft kommt oft der Eindruck rüber Kinder seien hauptsächlich eine Last. Das Gegenteil ist der Fall!

      P-S. Wir haben glücklicherweise 4.

    • Thomas schrieb am

      Männer sind in vielerlei Hinsicht benachteiligt bzw. belastet. Es fängt, dass sie keine Kinder kriegen können, geht über, dass sie gesellschaftlich geächtet werden, wenn sie die Hauptlast der Erziehung und die Führung des Haushalts übernehmen wollen, und dass sie keinen Vorwand haben, eine Auszeit zu nehmen oder Teilzeit zu arbeiten, selbst wenn sie dafür geringeres Jahresgehalt und Rente in Kauf nehmen. Diese Missstände müssen angegangen werden. Schnell, konsequent und mit dem Ziel wahrer Gleichstellung vor Augen. ;->

  3. Thomas schrieb am

    Chapeau! Ich könnte jeden Satz unterschreiben. Auch dein Sprachgebrauch ist vorbildlich und klar.

    Um die genannte lautstarke Minderheit endlich zum Schweigen zu bringen, wäre es wohl noch am einfachsten in der Satzung “Pirat” mit dem Neutrum “Mitglied” zu ersetzen. Dann könnte diese weiterziehen um in der Gesellschaft weiter nach Indizien der patriarchalischen Weltverschwörung zu suchen… 🙂

  4. Sibylla schrieb am

    Nicht nur, dass Binnen-Is, Schrägstriche und Extranennungen unsere Sprache verunzieren und sie in ein klebriges Netz sinnentleerter Hülsen verwandeln, sie lenken auch von den wirklichen Problemen ab, ganz nach dem Prinzip “Wir haben ja schon was getan für die Gleichstellung von Männern und Frauen, da können wir uns erstmal ausruhen”.

    Selbstbezeichnungen bleiben davon ja unbetroffen, denn gäbe es Vorschriften dafür, wären sie keine Selbstbezeichnungen mehr 😉

  5. thomas schrieb am

    Heißt es dann bald auch Flaschenpost/er? Weil doch die Flasschenpost …

    und PiratInnenPartei? Das wäre in der Tat eine Neuerung und endlich könnte man den Grünen die Gunst der Emma abnehmen.

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