Urlaubsimpressionen aus Zakynthos

Steingarten und Solarthermie | CC BY 3.0

Kommentare

15 Kommentare zu Urlaubsimpressionen aus Zakynthos

  1. Vangelis0815 schrieb am

    Grüße nach Zakynthos! Mir ist nicht bekannt wie Hotels ihre Steuern angeben. Private Unterkünfte werden pauschal versteuert. Ich habe bis vor kurzem 6 Ferienzimmer vermietet. Durch überdurchschnittliche Auslastung wegen intensiver Werbung, kamen wir auf einen Saisonumsatz von ca. 8500 € Der Umsatz der von der Regierung versteuert wurde waren 13.000 €

    • maurice dubois schrieb am

      lieber Vangelios, mein Hotelbesitzer sah das ebenso. Er versteuert nichts (nach seinen Aussagen) weil er im Mai ein Zimmer mit halfboard für 11,5,E pp.an die touroperators verkauft. Ich denke im Juni kommt er auf 15 (vielleicht). Er hat 50 Angestellte, 2 Hotels, 2 Restaurants. Alles was nicht vorher gebucht wird erscheint mir teuer im Vergleich zu Konkurrenzländer wie Tunesien und selbst Spanien (frischer Tunfisch am Hafen Puerto de la Cruz:6E). Die genannten Restaurationspreise, selbst der Bus für 1,6 E für eine Strecke von 10 km. Der Preisvergleich muss mit Konkurrenzländern, nicht mit Deutschland geschehen. Es ergibt sich das Bild völlig willkürlicher Steuern (Hotel wird nach Gewinn, Ihr pauschal besteuert) im Zusammenhang sinkenden Umsatzes und insbesondere: sinkender Kaufkraft der Kundschaft, die überwiegend last minute gebucht hat und einfach keine weiteren fin.Resourcen hat,. Beispiele hierfür könnte ich seitenfüllend nennen. Aber: wie geschrieben habe ich nur hilfsreiche, nette Menschen getroffen und ein sauberes Meer und einen excellenten Service. All das ist seriöse Grundlage zum Aufbauen einer neuen Klientel, die derzeit aus den östlichen EU ländern kommt. Ich kann euch nur bestätigen in dieser Strategie: die nächsten Jahre werden hart, aber nicht härter wie in vielen anderen EU ländern. Die nun ungerechte und wirre Steuerpolitik ist einerseits zurückzuführen, auf die jahrelange Verweigerung gerade auch von Lokaloligarchen Steuern zu zahlen, andererseits ist sie sicher korrigierbar wenn sich die Lage etwas stabilisiert. Als erstes müsste das Kassieren der unversteuerten Vermögen reicher GRoligarchen in den EU-oasen auf den Tisch. Das ist in den letzten Wochen in der Debatte untergegangen… Besten Gruss mit Sympathie, Maurice.

  2. Aber irgendwie liest der wohl im Urlaub nur den SPIEGEL u.ä. Mainstreammedien (wo seit ca. 2 Jahrzehnten bei jedem Problem immer schriller nach Deregulierung gekreischt wird)? “Staatsgehälter sind ebenfalls gesunken: z.B. ist das Einkommen eines Lehrer mit 5 Jahren Berufserfahrung von 1200 auf 700.- Euro reduziert worden (zum Vergleich: ein tschechischer Lehrer verdient am Ende seiner Karriere 800.- Euro).” Warum wird hier mit Prag und nicht mit Bella Italia verglichen, das nur wenige Adria-km entfernt liegt und auch lange vor 1989 in der EU war? Fast genauso der SPIEGEL in seiner berüchtigten “Akropolis zerschlagen -Griechen raus!”-Titel, der zurecht viele Griechen empörte, die sich mit einem hämischen “Adieu” aus Europa rausgeworfen fühlten. Im Artikel dazu fällt dem neoliberalen Kampfblatt nix ein außer: Privatisieren, Deregulieren & Raus aus dem Euro mit Athen. http://www.newsbomb.gr/chrhma/story/134469/to-spiegel-apohaireta-tin-ellada-akropolis-adieu&docid=1YbIUUZfMgRojM&imgurl Genauso redet Pirat Dubois hier- “Meine Meinung: wir müssen aufhören, die Eurokrise als monetäre Krise zu diskutieren. Europa hat kulturelle sowie Identitätsprobleme. Und: wir haben Korruption im Staatsapparat. Hier dauert es trotz Krise 8 Monate, um ein Gewerbe anzumelden. In Kanada braucht es dafür gerade mal einen Tag.” Das hätte der SPIEGEL wohl gern, dass man mit solchen Lapalien die Korruption für erklärt hält! Da kommen Lobbyisten der mächtigsten internationalen Bank nach Athen, “beraten” für ein Honorar von 300 Mio US-Dollar die korrumpierten Top-Politiker, wie man Schuldenberge aus den Bilanzen mogelt und ein paar Jahre in die Zukunft schiebt. Mit dem so gewonnenen Geld kauft Athen massiv Waffen z.B. in Berlin, ab 2008 werden die Kredite dann fällig, die Banker sind weg, keiner fragt nach ihnen. Stattdessen pöbelt man auf die Politik (was bei einigen Profiteuren berechtigt ist, aber nix bringt) oder völlig hirnig, auf die Verwaltung, die angeblich 8 Monate für ein Genehmigung braucht… Ist das eine gute Analyse der Krise? Oder nur Propaganda (aus dem Finanzstandort Deutschland, der größten Steueroase der Welt, dem Land der Dt.Bank und der Waffenfirmen, die prächtig an der Krise verdienen und schöne große Anzeigen im SPIEGEL schalten), nachgeplappert nach dem Motto: 1.Denen gehts zu gut; 2. Die sind eben dumm, faul und korrupt. Ich finde, sowas ist nahe an ethnorassistischen Ressentiments -wenn unsere “Edel”-Medien a la SPIEGEL das heut wie die BILD nur “edler” formuliert vorplappern, wirds nicht besser; und in Griechenland Urlaub machen und ein paar Stammtische abklappern ist auch kein guter Ansatz, um Transparenz zu erlangen, pardon! Und eins noch: die Deregulierung, nach der im SPIEGEL immer so laut gekreischt wird, ist vielleicht eher eine Krisenursache (Banken musste keine Regeln mehr bei Subprime-Schneeballsystem-Papieren einhalten, Hedgefonds betreiben heute Billionendollar-Schattenbankgeschäfte usw.) als Griechen, denen es “zu gut geht” wenn sie statt Hartz-IV-Elend lieber früher in Rente gehen und auf zu ihren hohen europäischen Preisen passende hohe europäische Löhne haben wollen.

    • Michael Renner schrieb am

      Moin, den Vergleich der Gehälter mit Tschechien kann ich erklären: Maurice lebt in Prag, kennt die Verhältnisse dort also besser als die anderer Länder – nicht zuletzt weil seine Zeit in Spanien, Frankreich und Deutschland schon etwas zurück liegt. Es ist mein Versäumnis, die Grundlage für diesen Vergleich nicht deutlich gemacht zu haben.

      CU

      • Naja, dann wars doch nicht der SPEIGEL dahinter; der hatte auch, glaub ich, Griechen auf Lohnniveau der Ungarn und Bulgaren setzen wollen (wobei ein erzfinanzokratischer IWF oder Weltbank-Manager zitiert wurde). Aber fair wäre bei sowas grundsätzlich auch das Preisniveau neben das Lohnniveau zu setzen. Deutsche Arbeitende mussten sich jahrzehntelang das Jammern der Industrie und ihr zugewandter Medien (SPIEGEL, BILD, ARD, ZDF usw.) anhören, wir wären ein “Hochlohnland”: dann endlich ließen sich Hartz-IV-Elend und Lohndrückerei durchsetzen. Effekt: Exportweltmeister bei Rente mit 67 (aber das Durchschnittseinkommen der Franzosen lag und liegt höher, bei Rente mit 60 und besseren Sozialsystemen).

      • maurice dubois schrieb am

        ahoy. Hass predigen ist schlecht . Das hat aber nichts mit Selbstkritik und Eigenverantwortung zu tun. In der angesprochenen talkshow Hartaberfair hat eine in Athen wohnende Deutsche in diesem Sinn geredet. ME war sie diejenige , die am Besten von der Komplexität des GRproblems sprach – weit besser als ATTAC Passadaikis mit seinem generischen Systemgerede. Ich denke, hier liegt eine Kaskade der Fehlverhalten und Fehlentscheidungen vor und dementsprechend muss auch die Lösung aussehen: Massnahmen auf allen Ebenen.

    • maurice dubois schrieb am

      ähnlich wie Passadakis von ATTAC vermischst du alle Probleme. Was hat die Frage der Selbstverantwortung der Griechen mit den anderen Problemen der Schattenbanken, EU Steueroasen (du vergasst, sie zu erwähnen)usw. zu tun? Und ähnlich wie Passadakis (in der Sendung HartaberFair) bringst du keine Lösungsansätze. Dafür finde ich deinen Stil sehr herablassend. Kritik ist gut aber bitte respektvoll vorgetragen. Maurice

  3. Climateatheist schrieb am

    Herr Dubois, wenn man in einer Ferienlandschaft Urlaub macht, sieht man auch nur Ferienhäuser. Wären Sie wirklich durch Griechenland gereist, hätten Sie u.a. im Festlandesnorden und im Golf von Kavala die Öl-, Gas-, Gold-, Silber-, seltenen Erden- und Kohleressourcen erkennen können, die Griechenland aus der Pleite helfen würden. Den Griechen, so wie Sie das zu kolportieren scheinen, absolut kostenineffiziente Subventionsumverteilungsanlagen (Windmühlen, PV) anzudienen, die auch bei uns nur mit massivsten Subventionen überhaupt betrieben werden können und unsere Strompreise explodieren lassen, zeigt mir, dass Sie unter einem ähnlichen Realitätsverlust zu leiden scheinen, wie die meisten Umweltpolitiker in Deutschland. Der Grund der griech. Krise ist neben dem “failed state” eine zu hohe lokale Inflationsrate, die alle griech. Produkte im Euroraum schneller verteuert als z.B. in der BRD. Sie hätten das erkennen können, wenn Sie auf die Preisangaben in Ihrem Hotel geblickt hätten (Expresso, Mineralwasser, Schnitzel). Selbst wenn Lebensmittel exakt so effektiv in Griechenl. produziert würden wie in der BRD, wären die Griechen inflationsbedingt 20% teurer. Ihr Lösungsansatz zeigt nur, dass Sie sich der wahren Probleme (Inflationsdisparität in der Euro-Zone) nicht bewusst sind. Ihre Lösungsansätze bleiben deshalb falsch, zumal die Griechen unabhängige Rohstoffexporteure sein könnten, wenn man sie lassen würde. Wenn Sie wirkliche Infos von Griechen über Griechen lesen wollen, empfehle ich Ihnen den Griechenland-Blog im Netz.

    • maurice dubois schrieb am

      Herr Climaatheist, der Tourismus ist Industrie Nr. 1 in GR. Insofern bin ich in das Epizentrum industrieller Aktivität gestossen. Die Preise habe ich explizit zitiert mit dem Hinweis dass GR auf diese Niveau nicht konkurrenzfähig ist. Dies wurde in der Sendung Hartaber fair auch von Herrn Müller bestätigt: die Preise müssten um 50% runter. Dann wären auch die Lohnsenkung besser verkraftbar. Auf meine Frage antwortete man mir, die Mieten gehen runter: in Stadt Zakynthos immer noch 500 E /70qm aber auf dem Land, 10km entfernt, 350 E / 150qm. Ich vermute , ein Teil der Inflation sind weitergegebene Steuererhöhungen ein anderer genügend cash zu finden zum Überleben ein anderer das Unvermögen (der Kleingewerbler, Hoteliersusw) auf gewohnten Lebensstandard zu verzichten. Es ist mir sowieso unklar warum mit/trotz Euros die GRpreise A PRIORI nicht generell sinken sollten.

      In der Frage der regenerierbaren Energien bin ich nicht Ihrer Meinung aber das ist ein anderes Kapitel …. Bestes Kalisfera, Maurice

  4. Rainer Just schrieb am

    Hallo :),

    ich möchte mich für den Augenzeugenbericht bedanken. Gerade was Griechenland betrifft, finde ich nur wenig Material, was nicht komplett kommentiert ist und eine bestimmte Sichtweise hervorrufen möchte. Ihr Bericht ist da angenehm anders.

    • maurice dubois schrieb am

      re-hallo.

      Gerade lief in der D-TV die Sendung “hart aber fair” zu Griechenland. Ich denke die allermeisten facts und Argumente wurden in dieser Sendung auf den Tisch gelegt. Mit Ausnahmen. Nämlich der katastrophalen Umschuldungseierei der selbsternannten Troika. Hier wurden grundsätzliche Rechtsprinzipien (1.Gleichstellung ALLER Gläubiger, 2.Enteignung der Kleinsparer durch illegale reaktive “CAC”s) in den EU -Müllsack geworfen. Der CDU-Mann in der Sendung fragte sich, warum deutsche Firmen nicht mehr in GR investieren. Die Antwort ganz einfach: weil es durch die EU-strategie mit massgeblicher Beteiligung von Schäuble KEINE RECHTSSICHERHEIT mehr gibt!!! Das ist keinem der Diskutanten aufgefallen. Zur Armut: Menschen die aus der Mülltonne esen gibt es leider in vielen Länder, nicht nur in GR. Zur Jugendarbeitslosigkeit: wenn es in D 1-Euro-jobs gibt, warum ist es in GR nicht möglich für ein geringen Lohn junge Menschen zum Wiederaufforsten abgefackelter Wälder (auch in Zakynthos riesige Gebiete)zu gewinnen? Beispiele dieser Art gibt es viele. Besten Gruss, maurice

  5. Ich kann nichts zu Griechenland schreiben. Oder vielleicht doch? Nämlich zu den hochverschuldeten Kommunen in Rheinland-Pfalz, zu unserem kleinen Dorf (160EW) Neunkirchen im Hunsrück mit einer Verschuldung von 350.00 €, wo ich Ortsbürgermeister bin. So eine Art Mini-Griechenland, wie sie ist europaweit zu Hauf gibt. Als ich vor 7 Jahren ins Amt standen wir mit dem Rücken an der Wand. Was war passiert? Vor ca. 25 Jahren wurde beschlossen, dass die Infrastruktur modernisiert wurde: also Erstbau der Kanalisation, Straßenneubau und Umbau der alten Dorfschule zum Gemeindehaus. Kein Problem erklärten damals die Kommunalpolitiker auf Kreisebene und Verbandsgemeindeebene: Die aufgenommen Kredite könnt ihr locker in den nächsten 2 Jahrzehnten zurückzahlen. Und außerdem habt ihr ja Gegenwerte. Was passierte dann? Die Verbandsgemeindeumlagen, die Kreisumlagen wurden ständig hochgeschraubt, die Bedarfszuweisungen der RLP-Landeszuweisungen für finanziell angespannte Dörfer wurden auf Null gestrichen, denn die Landesregierung Mainz war komplett verschuldet wegen des Nürburgrings und der Subventionen für den “Billigflughafen” Frankfurt-Hahn mit Nachtflug und wegen des Baus des Hochmoselübergangs und den Unterhaltszahlungen für die US-Militärstützpunkte Ramstein und Spangdahlem….usw. usf. Wachstum auf Pump, finanziert von den Geldinstituten, spekulativ angelegt und wie bei der Kreissparkasse Cochem-Zell verzockt im Staatsbankrottland Argentinien. Ja auch unseren Einwohneren hat man gesagt: “Leute wenn ihr die günstigen Kredite nicht haben wollt für den Ausbau der “rückständigen” Infrastrultur”, dann bekommt die ein anderes Dorf. Mit Speck fangt man Mäuse bzw. Griechen und Hunsrücker, und nicht nur die. Und dann tischt man uns die Geschichten von den “faulen, korrupten Griechen” auf, ausgerechnet von Medien, die verbandelt sind mit dem großen Geld, mit den Oberzockern. Jetzt versuchen wir in unseren Dorf über die Energiewende und auch Windkraft sowie der Rekommunalisierung unseres eigenständigen Forstes von der Basis her den Ausweg zu organisieren. Wir verlangen aber auch, dass z.B. beim Ausbau der Kindertagesstätten, wo demnächst auch Einjährige einen Rechtsanspruch zum KiTa-besuch erhalten, dass uns der BUND, das Land ausreiehend Finanzmittel zur Verfügung stellt. Wir verlangen aber auch eine umfassende Entschuldung und eine steuerfinazierte finanzielle Mindestausstattung der Gemeinden. Wir haben erkannt, dass wir Griechen sind, und das wir von den Geldinstituten abgekocht werden sollen, Griechen oder Hunsrückern, das ist den Bankster egal, von wegen Mentalitäts- und Kulturunterschiede, das wird jetzt breit getreten, damit wir Griechen und Hunsrücker nicht erkennen: Wir alle sind Piraten, wir alle müssen klarmachen zum radikalen Ändern. Wir dürfen uns also nicht gegeneinander ausspielen lassen. Mit den besten Grüßen aus dem Hunsrücker Neunkirchen. Wer mehr über uns erfahren will, der lese bitte nachfolgenden Link: ZEIT-Artikel http://www.zeit.de/2011/50/Kapitalismus-Wirtschaftskreislauf

    Ahoi miteinander

  6. die üblichen Medienlügen durch eigene Berichte überprüfen ist gut… und auch Medienkonzernen auf die Finger gucken: http://www.bertelsmannkritik.de/index.htm Bertelsmannkritik ist notwendig! NRW-Piraten fordern nicht ohne Grund der Konzernstiftung (einem neoliberalen think tank, ca. 10 Milliarden Euro schwer) die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Im Netz ist das ein Verwerter-Lobbyist Nr.1

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