Tanz(demo)verbot – stille Tage in Hessen

Bildquelle: Piratenpartei Hessen

Kommentare

37 Kommentare zu Tanz(demo)verbot – stille Tage in Hessen

  1. Pressemitteilung: Zug um Zug in Abseits (Schachturnier Weißenburg) Christliche Kirchen schränken die Austragung der mittelfränkischen Schachmeisterschaften in Weißenburg ein – Die Giordano Bruno Stiftung ruft zum Austritt auf! Weißenburg – Zug um Zug begeben sich die beiden christlichen Kirchen weiter ins gesellschaftliche Abseits. Mit ihrer Einschränkung der mittelfränkischen Schachmeisterschaft in Weißenburg zeigen die evangelische und katholische Kirche deutlich, wie weit sie sich inzwischen von der Lebenswirklichkeit der Menschen entfernt haben. Sie sitzen im Loch und graben munter weiter. Die Giordano Bruno Stiftung ruft mit ihrer Aktion „Austritt zum Hasenfest – kollektiver Kirchenaustritt Ostern 2012“ dazu auf die persönlichen Konsequenzen zu ziehen.

    Was war passiert? Die seit 1953 stattfindenden Schachmeisterschaften werden vom 2. bis zum 5. April zum zweiten Mal in Weißenburg ausgetragen werden. Eigentlich sollte auch am Karfreitag noch gespielt werden. Um einer erneuten Konfrontation mit den Kirchen aus dem Weg zu gehen, ließ der örtliche Bürgermeister Herr Schröppel die örtlichen Honoratioren über die Austragung des Schachkongresses entscheiden. Der katholische Dekan Konrad Bayerle und der evangelische Pfarrer Gerd Schamberger befanden einhellig, dass Schach und Ostern nicht zusammenpassen und verweigerten ihre Zustimmung. Damit darf am Karfreitag kein Schach gespielt werden. Das Turnier ist wegen des daraus resultierenden Boykotts vieler Schachmeister ein Desaster, das Weißenburger Tagblatt berichtete.

    Die vielen großen und kleinen Skandale der beiden großen Glaubensgemeinschaften, wie die Arbeitsbedingungen in kirchlichen Einrichtungen, sexueller Missbrauch durch Geistliche, offene und latente Homophobie und Veruntreuung von Geldern, sind hinlänglich bekannt und bescheren den Kirchen seit Jahren sinkende Mitgliederzahlen und Proteste von Seiten der Zivilgesellschaft. Die Entscheidung für einen schachfreien Karfreitag führt die beiden Amtskirchen dabei weiter Zug um Zug ins Abseits.

    Immer noch lassen sich viele Bürger von der Kirche ohne Murren an Karfreitag das Tanzen verbieten. Das Schachverbot allerdings können die wenigsten nachvollziehen. Viele dachten bislang: Ein oder zweimal im Jahr nicht tanzen, das ist kein Opfer, dafür lohnt sich kein Aufstand. Jetzt aber können alle sehen, dass es den Kirchen nicht ums Tanzen geht. So gesehen ist das Schachverbot ein Glücksfall. Mit keiner anderen Maßnahme hätten die Kirchen ihren Anspruch auf kulturelle Hegemonie deutlicher machen können. Beim „stillen“ Feiertag geht es nicht um Ruhe aus Toleranz für die religiösen Gefühle der anderen. Denn niemand fühlt sich wohl durch Lärm belästigter als Schachspieler.

    Hier geht es darum, christliche Pflöcke in die Kulturlandschaft zu rammen. Alle haben um den Heiland zu trauern, auch diejenigen, die den Mythos inzwischen nicht mehr ernst nehmen. Es gilt immer noch die Anmaßung von Papst Leo XIII vom 10.1.1890: „Nach göttlichem Recht gebühre es der Kirche und in der Kirche dem Römischen Bischof, in beiden Ordnungen (der bürgerlichen und der kirchlichen) zu bestimmen, was zu glauben und was zu tun sei.“

    Dieses Mal haben sich Dekan Bayerle und Pfarrer Schamberger also einen wirklichen Bärendienst geleistet. Mit ihrer kleinlichen Haltung sind sie gleichzeitig Spielverderber für eine Reihe begeisterter Schachspieler und die größten Förderer von Kampagnen wie „Austritt zum Hasenfest – kollektiver Kirchenaustritt Ostern 2012“ der Giordano Bruno Stiftung. Aber auch viele Christen lassen sich nicht mehr so einfach vorschreiben, „was zu tun sei“. Auch für sie ein guter Anlass, intensiver darüber nachzudenken, ob sie sich weiter vorschreiben lassen wollen, „was zu glauben sei“.

    Damit steht auch das Thema „stille Tage“ wieder auf der politischen und medialen Agenda. Die Meldung macht bereits bei Twitter und Facebook die Runde, Kommentare bei Zeitungen quellen über. Die längst überfällige Streichung der entsprechenden Paragraphen aus den Gesetzbüchern rückt damit Zug um Zug ein Stückchen näher.

    Die Giordano-Bruno-Stiftung steht für die Werte von Humanismus und Aufklärung ein und meldet sich immer dann zu Wort, wenn gegen diese Werte eklatant verstoßen wird.

    • Karl-Heinz Ott schrieb am

      Hallo, selten habe ich solch einen Mist und soviel Verqueres auf einem Haufen gelesen. Keiner ist gezwungen irgendetwas “christliches” zu glauben oder einer Kirche anzugehören – nur eines geht nicht: Lauthals gegen ein “Tanzverbot” zu protestieren, aber den freien Tag gerne anzunehmen. Ich bin dafür, dass alle so feiern dürfen, wie sie das wollen und natürlich wann immer sie wollen – nachdem sie dann an Karfreitag,Ostermontag, Pfingstmontag, 2. Weihnachtstag etc. munter gearbeitet haben. Scheinheilige gibt es in unserem Staat schon genug, dazu brauchen wir keine Piraten. Manchmal hilft sogar kurz nachzudenken.

      • sabine schrieb am

        Hi Karl-Heinz, auch ich bin dafür, dass ein Land, das sich als “christliches Abendland” bezeichnet, die Bräuche achtet. Will ich einen Feiertag – und zwar angemessen begehen – so muss das Verbot bleiben oder der Feiertag abgeschafft werden. Ist Religion Privatsache, dann ist halt ein Tag Urlaub fällig! (Dummerweise gibts den Sonntag ja auch nur, weil Gott am siebten Tage ruhte)… Soweit sind wir also konform. Allerdings sehe ich es nicht ein, dass Du eine Ausdrucksweise verwendest, die einer Diskussion nicht angemessen und nicht dialogfördernd ist. Auf einer Platform, die eine Partei jedem zur Verfügung stellt, sich in solch abwertender Weise zu äußern widerspricht meines Erachtes dem basisdemokratischen Gedanken – und ohne Willen zur demokratischen Diskussion sollte man sich besser in anderen Kreisen bewegen

    • Helmut Kokoschka schrieb am

      Als eingefleischter Atheist, habe ich keinen Grund, die Kirchen in Schutz zu nehmen. Mir erscheint diese ganze Debatte, heuchlerisch. Wenn drei stille Tage im Jahr, zu viele sind, dann muss man konsequent sein und die Abschaffung fordern. Ich für meinen Teil, genieße auf jeden Fall die eine Nacht, in der keine besoffenen und bekifften, nachts um 3 Uhr durch die Straßen torkeln und Autospiegel abtreten.

      • Bine schrieb am

        Mein Onkel “Gott hab in selig”, war katholisch. In seiner Heimat, erzählte er, wären die stillen Feiertage “Sauftage” gewesen. Offiziell inoffiziell. Fast jeder männliche Katholik begab sich nach dem Kirchgang in die Kneipe, um sich mit seinen Glaubensbrüdern den geistigen Getränken zu widmen, bis man “voll war, wie ein Amtmann”.

  2. TF schrieb am

    Was fuer Relikte aus dem Mittelalter sind das denn. Nicht jeder geht mit dem senilen Niederbayern in Rom konform. Jeder soll nach seiner Facon selig werden und der Rest soll tanzen Und feiern.

    • bebob schrieb am

      Tja, wenn ihr tanzen wollt und so weiter macht wird der Feiertag wohl schneller nicht mehr Feiertag sein als wir alle gucken können; dann müssen wir eben arbeiten und können dann auch tanzen. Klasse !!!!; danke dann auch!

  3. Pingback: Wehklagetag - erdstrahlenharke

  4. MarkAOE schrieb am

    Eigentlich wollte ich bei der nächsten Gelegenheit auch die Piraten wählen, aber mit der Demo gegen das Tanzverbot stellen sie sich in meinen Augen gegen die christlichen Werte. Ich bin gegen diese Islamisierung (Yugoslawienkrieg 20 Jahre – Moslems gegen Christen IN EUROPA!!).

    Es ist nur der Versuch die Jugend auf die Seite zu ziehen. Mann kan ein paar TAge im Jahr auf Komasaufen, Rumbrüllen und die Strassen vollkotzen verzichten, oder?

    Deutschland = vollkommen verblödete Spassgesellschaft und die Piraten springen da mit auf.

    Damit war`s das für mich mit der Partei – egal, denn Kleinvieh macht auch Mist. Tanzt und feiert – gibt ja genug Grund in Deutschland zu feiern. Am besten mit Kopftuch.

  5. HdF schrieb am

    Diese Relikte sind es die euch einen Feiertag schenken. Habt ihr auch mal daran gedacht. Am besten wir lassen den religiösen Scheiß weg und damit fallen dann auch gleichzeit alle christlichen Feiertage weg. Wollt ihr das ihr undankbares Volk ?

  6. thomas Heyn schrieb am

    Druck erzeugt Gegendruck, das ist ein simples Physikgesetz. Ein Rauchverbot erzeugt die Lust, zu rauchen; ein Trinkverbot (z.B. auf öffentlichen Plätzen) würde den Durst vieler Menschen anstacheln, ein Geschwindigkeitsverbot macht Lust, schnell zu fahren. Ein Tanzverbot würde sogar meine bescheidene Tanzlust anstacheln. Die Menschen sind halt so konstruiert. Wer an Gott glaubt und dies lebt, wird sich durch tanzende Menschen nicht belästigt fühlen. Und wer sich belästigt fühlt, hat was nicht verstanden. Das Leben ist schön und es ist einfach, wenn man es sich nicht selbst schwer macht. Thomas Heyn, Musiker, Berlin

  7. S21D schrieb am

    Guten Abend! Zwar hätte ich wirklich großes Interesse, an dieser Stelle nochmal einiges zu betonen, was das Christentum in seiner nahezu 2000jährigen Geschichte ausmacht – nämlich Fortschrittsfeindlichkeit, Inquisition, Kriege, tyrannische Kolonialisierung, Scheinmoral usw. usf., aber dem gebildeten Leser sollte all dies hinreichend bekannt sein.

    Politisch stehe ich den Piraten nach wie vor fern, aber der hessische Landesverband verdient für diese gelungene Aktion großen Respekt. Keine Kirche hat ein Recht, den Menschen in Deutschland zu diktieren, an welchen Tagen sie feiern und tanzen dürfen, christliche Feiertage sind in der Tat ein Relikt aus längst (und zum Glück) vergangener Zeit.

    Selbstverständlich halte ich das geltende Recht für wichtig und es wäre durchaus verwerflich, bewusst nur aus Protest das Recht zu brechen. Aber hier möchte ich gerne Gustav Radbruch zitieren – “Recht ist der Wille zur Gerechtigkeit”. Und offensichtlich ist ein so parteiisches, undemokratisches und durch bloße Tradition begründetes “Tanzverbot” alles andere, als ein gerechtes Gesetz.

    Für diese Erkenntnis und für den Entschluss der Piraten, gegen dieses absurde “Gesetz” zu demonstrieren, kann man den Piraten nur Glückwünsche ausrichten! Keine Religion darf irgendwelche Sonderrechte in Anspruch nehmen – um es einmal überspitzt zu formulieren: Auch wenn über zwei Milliarden Menschen auf der Welt an einer spezifischen Geisteskrankheit leiden, die ihnen weismacht, dass sie jeden Sonntag um ins Paradies zu kommen, das Blut eines vor 2000 Jahren auf die Erde gekommenen Gottes trinken müssen (von den lächerlichen und nicht selten grausamen Forderungen in der Bibel mal ganz zu schweigen), so bleibt es eben doch, was es ist: Eine Geisteskrankheit.

    Ich hoffe sehr, dass die Piraten in Fragen zur Religion mehrheitlich die atheistische Position einnehmen werden, die es so in der deutschen Politik eigentlich nicht gibt.

  8. S21D schrieb am

    uten Abend! Zwar hätte ich wirklich großes Interesse, an dieser Stelle nochmal einiges zu betonen, was das Christentum in seiner nahezu 2000jährigen Geschichte ausmacht – nämlich Fortschrittsfeindlichkeit, Inquisition, Kriege, tyrannische Kolonialisierung, Scheinmoral usw. usf., aber dem gebildeten Leser sollte all dies hinreichend bekannt sein.

    Politisch stehe ich den Piraten nach wie vor fern, aber der hessische Landesverband verdient für diese gelungene Aktion großen Respekt. Keine Kirche hat ein Recht, den Menschen in Deutschland zu diktieren, an welchen Tagen sie feiern und tanzen dürfen, christliche Feiertage sind in der Tat ein Relikt aus längst (und zum Glück) vergangener Zeit.

    Selbstverständlich halte ich das geltende Recht für wichtig und es wäre durchaus verwerflich, bewusst nur aus Protest das Recht zu brechen. Aber hier möchte ich gerne Gustav Radbruch zitieren – “Recht ist der Wille zur Gerechtigkeit”. Und offensichtlich ist ein so parteiisches, undemokratisches und durch bloße Tradition begründetes “Tanzverbot” alles andere, als ein gerechtes Gesetz.

    Für diese Erkenntnis und für den Entschluss der Piraten, gegen dieses absurde “Gesetz” zu demonstrieren, kann man den Piraten nur Glückwünsche ausrichten! Keine Religion darf irgendwelche Sonderrechte in Anspruch nehmen – um es einmal überspitzt zu formulieren: Auch wenn über zwei Milliarden Menschen auf der Welt an einer spezifischen Geisteskrankheit leiden, die ihnen weismacht, dass sie jeden Sonntag um ins Paradies zu kommen, das Blut eines vor 2000 Jahren auf die Erde gekommenen Gottes trinken müssen (von den lächerlichen und nicht selten grausamen Forderungen in der Bibel mal ganz zu schweigen), so bleibt es eben doch, was es ist: Eine Geisteskrankheit.

    Ich hoffe sehr, dass die Piraten in Fragen zur Religion mehrheitlich die atheistische Position einnehmen werden, die es so in der deutschen Politik eigentlich nicht gibt.

  9. Jutta schrieb am

    Genau so soll es sein. Die Menschen können eben nicht immer machen was sie wollen. An Regeln halten ist das Konzept. Wunderlicherweise scheint da die Piratenpartei Vorredner zu sein. Jeder kann machen was er will immer und wo und wie. Nein, wir müssen aufeinander Rücksicht nehmen, die Ideale andere Menschen gelten lassen und auch akzeptieren. NICHT immer nur mein WILLE. Wie kann man gegen alles und jedes vorgehen und dabei wohl weit aus wichtigere Themen aus den Augen lassen. Man muß sich Qualifizieren für bestimmte gesellschaftliche Dinge. SIch auch festlegen und entscheiden. Nicht mit jedem Menschen mitlaufen nur damit man als Piratenpartei akzeptiert wird. Nach dieser Aktion seid Ihr für mich aus dem Spiel. Ich wünsche mir den Karfreitag weiterhin so wie er ist. Er ist für viele Menschen ein sehr wichtiger Tag. Kann man das nicht einmal im JAHR einen TAG akzeptieren, muß man immer gegen alles sein. Nehmt eure Kräfte für wichtigere Dinge des Lebens in Gebrauch sonst verhaspelt Ihr Euch bevor ihr richtig stehen könnt. Habt ihr eine Straßenaktion gegen Sozialhilfeempfänger im Alter, denen wir den WOhlstand zu verdanken haben und die heute mit ihrer Rente nicht leben können. ARMES DEUTSCHLAND, wenn ich meine Kraft dafür aufbringe an allem zu nörgeln und anderen nicht einmal einen Tag der Ruhe und Kraftschöpfung gekönnt wird. Wenn ihr ihn nicht braucht, dann gönnt es Anderen.

  10. Holger schrieb am

    Tanzen gegen die Ruhe, gegen die Besinnung auf Christi Tod am Karfreitag? Hat mit Meinungs- oder Religionsfreiheit nichts zu tun. Erklärt ihr auch Muslimen, dass ihr den Ramadan doof findet? Feiert und tanzt gerne, aber lasst uns bitte unseren Glauben. Respektlos.

  11. Henning schrieb am

    Ich hoffe sehr,dass diese lächerliche Aktion eine einmalige Sache bleibt,weil ich mich sonst definitiv umentscheiden werde die Piraten bei den anstehenden NRW-Landtagswahlen zu wählen. Es gibt reale Probleme mit denen wir uns auseinandersetzen werden müssen!! ( Schuldenkrise,EU,UN,NATO,Internetzensur etc.) Ein Tanzverbot an religiösen Feiertagen ist wirklich kein Thema das weder mich noch die Mehrheit der Bevölkerung nachts wach hält,sondern eher etwas was negative Aufmerksamkeit errgegt,weil es ziemlich unerheblich ist !! Vor allen Dingen,wenn man es auf diese Weise protestiert! Ich denke,dass weite Teile der Bevölkerung (mich eingeschlossen)sich damit abfinden können,wenn sie an 5 von 365Tagen im Jahr nicht öffentlich tanzen dürfen. GET OVER IT !!!

  12. Patrick schrieb am

    Als Deutscher der seit nunmehr mehr als 10 Jahren in den USA lebt habe ich vielleicht eine etwas militantere Ansicht zu diesem Thema. Vor meiner Auswanderung hatte ich die typisch deutsche Einstellung zum Thema Religion: Lasst mich damit in Ruhe, dann lasse ich Euch auch in Ruhe.

    Wenn man dagegen in einem strikt religoesen Land wie den USA lebt, dann veraendert sich diese Ansicht schnell. Hier lernt man die haessliche Visage des Christentums wirklich kennen, da in einem Land mit ungefaher 85% bekennender Christen, trotz verfassungrechtlicher Trennung von Staat und Kirchen, die potentielle Macht der Waehler enorm ist. Der staendige Versuch, nicht nur die Trennung von Staat und Kirchen zu unterminieren, sondern auch die christlichen Moral- und Wertvorstellungen den wenigen Atheisten unter uns aufzuoktruieren ist schon beangstigend. Gegenwaertig, im Wahlkampf, nimmt dies, von einem rationellen Standpunkt gesehen, bizarre Formen an, wenn Kandidaten oeffentlich bekennen, als Praesident Pornographie bekaempfen zu wollen, das Recht auf Abtreibung abzuschaffen und den Zugang zu Verhuetungsmitteln einzuschraenken.

    Wenn man der Ueberzeugung ist, die einzige, unverselle Wahrheit auf seiner Seite zu haben, sind notgedrungen alle anderen Menschen nicht politische Opposition, sondern Feinde die man, wenn nicht vernichten, so doch zumindest unterdruecken muss. Von Selbstmordenattentaten agesehen ist wirklich kein grosser Unterschied zwischen Christentum und Islam. Ich empfehle jedem den Konsum von Bill Maher’s Dokumentation “Religilous”

    Ich warne davor, Religion durch die typisch deutsch-liberale politische Brille zu betrachten. In Europa passen sich die etablierten Religionen notgedrungen an, weil die Mehrheit der Bevoelkerung eher nicht-religioes ist. Nur wenn man einmal gesehen hat, wie Kirchen und religioes orientierte Politiker agieren, wenn sie die Mehrheit der Bevoelkerung hinter sich wissen, sieht man das wahre Gesicht der Religion. Und es ist kein schoenes!

    • Nana schrieb am

      Als in Großbritannien lebende Deutsche geht es mir umgekehrt. Da bestimmten Atheisten zunehmend die gesellschaftlichen Debatten und die Politik. Sie sind im angelsächsischen Raum übrigens nicht nur areligiös, sondern aktiv antireligiös – und das mit zunehmendem Erfolg: Christen werden diskriminiert, sie verlieren beispielsweise ihren Job oder bekommen Abmahnungen, wenn sie sich bei der Arbeit als Christen zu erkennen geben (Kreuz an der Kette tragen, frohe Weihnachten wünschen, als Therapeuten im Kollegenkreis über Post-Abtreibungs-Traumata informieren usw.). Bei Diskussionen wird jeder, die nicht der Meinung der gesellschaftlichen (antireligiösen) Elite entspricht, als „bigott“ und zurückgeblieben beschimpft. (Echte Argumente bleiben in der Regel aus.) Es gibt Aufrufe, religiöse Menschen bloß zu stellen, sich über sie lustig zu machen. Es heißt beispielsweise auch, eine respektable Person könne nicht katholisch sein. (Katholisch zu sein, ist also nichts für respektable Personen.) Das Ziel ist, ein religiöses Bekenntnis zur Peinlichkeit werden zu lassen, bis sich niemand mehr traut, sich als Christ zu outen, weil er seine gesellschaftliche und berufliche Stellung nicht gefährden will. Man lernt hier sozusagen „die hässliche Visage” des (Neo-)atheismus “wirklich kennen“. Auch hier geht es um Feindschaft, aber eben von der anderen Seite. Man diskutiert nicht mehr, man beschimpft und schließt aus. Man darf das nicht unterschätzen, weil man das Thema „durch die typisch deutsch-liberale politische Brille“ betrachtet. In Deutschland sind die Atheisten notgedrungen noch relativ sanft im Auftreten, weil sie noch nicht die politische Position erreicht haben, von der aus sie ihre Vorstellungen durchsetzen können. Und die haben es in sich. Religion soll komplett aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden wie etwas, wofür man sich schämen muss. Elternrechte sollen massiv eingeschränkt werden: die eigenen Kinder zur eigenen Religion zu erziehen, soll verboten werden, es wird zu Missbrauch erklärt. Die Atheisten schreiben sich die Freiheit auf die Fahnen. Aber wo sie die gesellschaftliche Macht haben, zeigen sie, wie wenig sie von der Freiheit anderer halten. Wenn die Piraten diesen Weg (der Neoatheisten) mitgehen, werden sie die Freiheit, für die sie stehen wollen, ziemlich schnell verraten.

    • Jutta schrieb am

      Ganz ehrlich, typisch für Menschen die dem sozialem Blick entfliehen. Wir wollen tanzen, einen Tag im Jahr nicht und dafür gehen wir auf die Straße. Ehrlich kurzsichtig und ganz sicher nicht gut für eine Partei sich solch einer Form noch öffentlich zu machen. Wer tanzen will, kann das an 355 Tagen im Jahr machen. Wer seine Zeit für so etwas auf der Straße verbringt, Schlagzeilen macht und auch nur mehr als eine Minute damit verbringt sich darüber Gedanken zu machen, hat Politik nicht verstanden. Es gibt wohl wesentlich wichtigeres als so einen Humbuk. Das macht nicht beliebt, zumindest stößt es bei auf. Der Verdacht das hier Menschen am Werke sind die nicht viel von Politik verstehen verdeutlicht mir den Einsatz für dies Problemtik. ES GIBT VIEL ZU TUN IN DEUTSCHLAND; PACKT ES AN.. aber laßt solche Sachen nicht aufkochen. Jeder ist Anderes laßt uns auch die Freiheit mal einen Tag ohne Tanzen auskommen zu dürfen.

  13. Hugo Kübler schrieb am

    Sehr geehrte Damen und Herren des Vorstandes,

    ich erhoffte mir durch Ihre Partei eine Alternative. Doch nach Ihrer Karfreitagsdemo gehören Sie in die Wüste geschickt. Sie sind ein unmoralisacher Haufen! Toleranz ist keine Einbahnstrasse ! Wenn Sie die religiösen Gefühle von Menschen verletzen, so ist das keine Toleranz. Es ist sonderbar. Diese Menschen, die am lautesten nach Toleranz schreiben, sind immer die intolerantesten. Warum greifen Sie christlich orientierte Menschen an. Weshalb nicht muslimisch Gläubige an. Fehlt Ihnen der Mut dazu. Haben Sie Angst, dass man Ihnen eine Bombe unter den Hintern legt ? Sie, mit Ihrer Partei, werden so schnell verschwinden, wie Sie aufgetaucht sind.

    Doch ich will keinen Vortrag über Humanität, Toleranz und Freiheit halten. Das wäre Perlen vor die Säue geworfen.

    Hugo Kübler

    christlich

  14. Albertine schrieb am

    Wer sich den kirchlichen Ritualen nicht beugen will, kann gleich alle diese Feiertage zu Arbeitstagen machen. Es ist niemand gezwungen diese Freien Tage in christlicher Weise zu verbringen, wobei etwas Ethik, Ruhe und Besinnung (egal welcher Art) in unserer hektischen Zeit niemand schaden würde) Aber wenn alles was damit zusammenhängt abgeschafft werden soll, haben wir dieses wundervolle lange Wochenende auch bald los und sind nur noch Sklaven der Arbeit. Bitte nicht alles torpedieren, damit macht Ihr die bis jetzt tolle politische Arbeit schnellstens zunichte. Denkt ruhig auch mal nach, das die Rituale im Jahresablauf eigentlich serh gut tun. Jeden Tag gleich, das hält doch keiner aus. Die meisten der sog. christlichen Feiertage geht sowieso auf die Heiden zurück. Der Mensch wusste schon länger was ihm gut tut. Jung und spontan ist gut, aber weiter denken, was für Folgen Handeln hat ist dringend erforderlich. In diesem Sinne frohe Ostern. Albertine

    • ludwig schrieb am

      Ja, dem kann ich zustimmen ! Alles so lassen wie es ist, ich habe vier Tage gefaulenzt und fühle mich super ! Frohe Ostern !!

  15. Michael Werner schrieb am

    Schaut man auf diese Bestrebungen, das freie Denken einzuschränken – anders läßt sich diese Art der Verbote nicht begreifen – dann muß man sich die Geschichte im Allgemeinen anschauen.

    Wir sollen also nicht tanzen, sondern das was den kirchlichen, gesetzlichen Feiertag ausmacht in unsere Köpfe stecken und in der Kirche beten gehn. Ich bin zwar kein Ateist, aber was gehen mich die Religionen an, könnte ich ja auch als Mitglied einer anderen Glaubensrichtung an diesem Tag zur Freude irgendeines anderen Anlasses gehalten sein, zu tanzen und das wäre mir dann verwehrt?

    Es ist nicht verwunderlich, daß immer wieder “Restaurationsbestrebungen” des Adels und auch der Kirche mit solchen Verbotsmethoden versuchen Öffentlichkeit zu unterdrücken und an die Stelle der Freiheit Aller nur ihre eigene zu stellen und da gibt es viele Beispiele; unter anderen auch das von “Friedrich Sieburg” in seinem Buch “Napoleon – Die hundert Tage” beschriebene Verhältnis der Bourbonen zum Volk, nach der napoleonischen Niederlage bei seinem Feldzug gegen Russland.

    Napoleon war in seinem Exil auf Elba und die während der Revolution geflüchteten adeligen und kirchlichen Emigranten kehrten nach Frankreich zurück.

    Sieburg schildert einen Fall bei dem ein Geistlicher einer berühmten Schauspielerin, die sich in ihrem Alter einiges Ansehen durch Wohltätigkeit erworben hatte, auf dem Sterbebett nach einem Priester verlangt. Der Pfarrer von Saint-Roch, der so manches Schärflein aus ihren Händen für die Armen entgegen genommen hatte, verweigert den geistlichen Beistand. Er vertritt den Standpunkt, daß das Gesetz aus der Zeit vor der Revolution, der Monarchie, laut dem alle Komödianten exkommunisiert sind, mit der Rückkehr des Königs Ludwig XVIII. an die Regierung wieder in Kraft sei. Die Schauspielerin, Fräulein Raucourt ist also aus der Kirche ausgeschlossen und hat keinen Anspruch auf Beistand.

    Damals entstand bei Bekanntwerden ein großer Skandal bei den Parisern und man rottete sich zusammen um die Leiche dann doch in die Kirche zu verbringen und für die Tote den Trauergottesdienst zu begehen, entgegen der herbeigerufenen Gendarmerie darauf bestehen, die ihre Machtlosigkeit begreifend sich zurückzog. Wer will kann sich dieser Lektüre aus dem Jahre 1956, als die Sinne noch geschärfter waren als heute, mal widmen und da gibt es noch mehrere Hinweise auf solche Versuche.

    Den heutigen Kirchen laufen die Leute in Scharen davon und es ist schon zu verstehen, daß es wieder mal verzweifelte Versuche gibt den Trend umzukehren und die Uhr zurück zu drehen und die verlorenen Pfründe und Schäfchen wieder zu bekommen.

    Erstaunlich ist nur wie das in die globalisierende Neuzeit passen soll, wo doch ständig Politiker aller Coleur mit dem Wort Toleranz auf den Lippen ob ihrer Offenheit allerlei exotischem gegenüber werben?

    Und nebenbei vermerkt, es gibt nichts zu verschieben und wichtigeres zu erörtern, es gilt immer: “wehret den Anfängen!” und, bleibt wach sonst werdet ihr gefressen. Nix für Ungut.

  16. stefelf schrieb am

    Das Tanzverbot ist doch ein Witz, wenn man bedenkt, woher die kirchlichen Feste kommen: Weihnachten, Ostern und noch viele andere Feste wurden den sehr mächtigen ‘heidnischen’ Bräuchen übergestülpt um diese Kulte zu verdrängen und einen ‘Ersatz’ zu bieten- deren Macht ist aber, wie sich an verschiedenen Bräuchen gerade zu Ostern zeigt, noch immer ungebrochen. Osterfeuer ? Fruchtbarkeitsriten mit Eiern ? Osterwasser ? Alles durch und durch christlich ??? Feiertage sind wichtig – und es gab sie schon immer, auch in vorchristlicher Zeit. Man kann sie sehr gut erhalten, indem man den kirchlichen (kirchlich, NICHT christlich !!) Bezug herausnimmt und dahin zurückgeht, woher sie kommen; nämlich aus dem Bezug zur Natur, zu natürlichen Gegebenheiten . Denn die Natur gibt den Rhythmus vor, nach dem alle Lebewesen tanzen . Wer darüber hinaus seinen Glauben leben will, darf und wird nicht daran gehindert werden. Wenn ich an bestimmten Tagen meditieren und in die Stille gehen will, kann ich das mit Gleichgesinnten oder auch allein immer tun. Und wer draußen herumhopst, ist mir ziemlich egal. Und wer nur an Karfreitag sich still verhält und in die Kirche rennt, ist deshalb noch kein guter Christ. ‘Wer denkt, er sei ein guter Christ weil er in die Kirche geht, täuscht sich. Man wird ja auch kein Auto , wenn man in eine Garage geht ‘ (Albert Schweitzer ). Daß aus den meisten Kommentaren sowieso nur die Angst um den freien Tag spricht und nicht die Sorge um das christliche Abendland, finde ich auch sehr interessant. Und genug Leute gibt es, die an Feiertagen wie diesem keine Zeit haben zu diskutieren – sie müssen nämlich arbeiten…

  17. Badok schrieb am

    Ich habe selten soviel Mist gelesen, wie hier in den Kommentaren…

    Auf den Feiertag verzichten… Ja, von mir aus. Allerdings sollte bedacht werden, dass im Laufe der Geschichte die christlichen Feiertage auch durch (teilweise absichtlich durch Verschiebungen, etc. herbeigeführte) zeitliche Nähe und die Einbindung bestehender Bräuche nach und nach bestehende Feste auch unter Un- bzw. Andersgläubigen verdrängt haben. Ostern verdrängte weltweit einige Frühjahrsfeste, die die Fruchtbarkeit des neuen Jahres feierten oder erbaten. Aber egal; fallen die kirchlichen Feiertage weg, werden sich langfristig andere arbeitsfreie Ruhetage durchsetzen. In den USA beispielsweise ist der einzige christliche Feiertag der 25.12. (Christmas Day) und es gibt insgesamt zehn gesetzliche Feiertage. Bei uns sind es elf inklusive des zweiten Weihnachtstages.

    Wir wollen nur mehr Spaß und Komasaufen… Bitte? Was hat das damit zu tun? Können bei euch nur Jugendliche tanzen und feiern? Geht das nur mit Alkohol? Außerdem geht es nicht darum, dass wir es dringend wollen, wir wollen nur nicht, dass es uns verboten wird.

    Gegen Christen? Nein, ihr dürft gerne eure Religion ausüben und ihr dürft gerne zu Ostern um euren Messias trauern (oder was immer der Grund sein sollte), dass könnte mir egaler nicht sein. Aber Religion ist Privatsache. Haltet die Öffentlichkeit und die, die nicht euren Glauben teilen oder die ihn nicht so eng sehen bitte da raus. Mehr verlangen wir nicht. Prinzipiell sind wir allerdings gegen die Übervorteilung, die die Christen und teilweise auch die Muslime erhalten. Man bedenke, dass der Religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst zum Stand 2009 31,9% der Deutschen als säkular geschätzt hat. Das ist beinahe ein Drittel! Werden Staat und Religion, wie wir es fordern, getrennt, wird keiner bevorzugt und keiner benachteiligt. Ein Kommentar sprach gar von Islamisierung… Das wollen wir ganz bestimmt nicht. Das hieße ein Übel durch ein anderes ersetzen. Säkularisierung ist hier das Stichwort.

    Und was die Aussage angeht, dass man mit der Aufhebung des Tanzverbots die Religionsausübung stören würde… Das ich nicht lache. Was kann euch eine Tanzveranstaltung im Dorfkrug stören, wenn ihr in eurer Kirche sitzt oder wo auch immer ihr eurem Messias gedenken wollt? Es stört uns aber an einem freien Tag nicht frei zu sein. Eure Religionsausübung beschneidet unser Recht auf freie Entfaltung. Für die Abwägung solcher Grundrechte (kleiner Tipp, die findet man im Grundgesetz in §§1-19) haben wir ein Bundesverfassungsgericht. Schade, dass die Gelegenheit einer juristisch und formal richtigen Klärung dieser Grundrechtsabwägung von unserer Seite aus vorerst medienwirksam vermasselt wurde. Und zur Forderung, dass wir Rücksicht aufeinander nehmen sollten: Richtig. Beschränkt uns nicht und wir beschränken euch nicht. Es ließe sich sogar um ein Tanzverbot auf öffentlichen Plätzen reden, aber ein generelles Verbot ist mE nicht haltbar.

    Achja… Werner… Richtig, es gibt wichtigeres. Aber ich darf mich doch auch an kleinen Dingen stören, oder? Das heißt ja nicht, dass wir nichts anderes mehr tun.

  18. Ich finde eine Debatte darüber, sehr wertvoll. Nicht jeder Mensch in Deutschland ist automatisch Christ. Wir haben in Deutschland eine Trennung von Kirche und Staat, angeblich! Eine solche Trennung existiert aber nicht. Ein Kommentatur schreibt hier sinngemäß: die Feiertage in Anspruch nehmen, aber gegen das Tanzverbot sein. Meine Antwort: Ich habe ja nicht einmal die Möglichkeit arbeiten zu gehen.Ostern ist ein kirchlicher Feiertag, sprich, ein Feiertag für eine Glaubensgemeinschaft, der viele in Deutschland nicht angehören, aber automatisch angehören müssen wenn es um Feiertage oder kirchliche Aufrufe zum Gebet geht ( im Grunde wie in den Muslimischen Ländern, muss ich mir hier das Läuten der Glocken jeden Sonntag und Feiertag anhören). Unser Staat ist durchzogen von Zwängen der Glaubensgemeinschaft Kirche. Was teilweise heraus kommt, konnte man in letzter Zeit immer wieder lesen. So wird eine Glaubensgemeinschaft als Berater und Untersuchungsgremium herangezogen, um Missbrauchsopfern zu helfen und die Täter zu finden, die aus der gleichen Glaubensgemeinschaft kommen. Bei der Polizei wird soetwas als „Befangenheit“ bezeichnet, und darf nicht für eine Ermittlung eingesetzt werden, bei der Kirche geht dies. Ich habe nichts gegen gläubige Menschen, jeder soll und darf seinen Glauben ausleben, nur sollten nicht Grundsätzlich alle Menschen, ob gefragt oder nicht gefragt, automatisch dazu gehören, oder dazu gehören müssen.

  19. Bau Lutz schrieb am

    Es gibt wichtigere Themen als diese.

    Ein paar ruhige Tage sind ganz gut. Jeder braucht mal Erholung. Üben wir Toleranz und lassen den Leuten Ihren Feiertag. Man kann da ja auch so regeln, daß man nich rigeros alles verbietet. Nur der ganz große Rummel, der muß nicht sein. Die Shopping Center bleiben ebenfalls zu.

    Die Debatte wurde doch aus ganz anderen Grunde so breitgetreten. Man will den Kommerz,Einkaufen, Rummel usw. Wir sollten daran denken wer das ausbaden muß . Und , wirtschaftlich bringt das gar nichts. Die wundersame Geldvermehrung wird es nicht geben.

  20. Georg schrieb am

    Es ist schön wenn sich hier manche gleich seitenweise an der restriktiven Haltung der Kirche hochziehen und wie furchtbar schlimm Religion denn ist. Ich für meinen Teil ziehe es vor mal wenige Tage im Jahr stiller zu verbringen UND SIE DAFÜR FREI ZU HABEN! Euch ist schon klar das Arbeitgeber seit Jahren darauf warten das z.B. Bayern einige kirchliche Feiertage streicht? Manchmal bedaure ich es wirklich in einer Partei zu sein die anscheinend aus 80% Studenten besteht die noch nie gesehen haben wie angenehm die zusätzlichen kirchlichen Feiertage sind. In dem Sinne, wer arbeitet darf tanzen, von mir aus bis die Zehen abfallen 🙂

  21. Thomas schrieb am

    Nun ja immerhin ist unser Recht, wie auch unsere Gesellschaft auf Christliche Werte aufgebaut. Das heist auf die 10 Gebote. Letztendlich werden wir sicherlich sterben und Yama der Furchterregende Herr des Todes kennt alle deine Guten und Schlechten Taten. Ein etwas ehrfurchtsvoller Respekt ist OK. Und bitte etwas Toleranz den Christen gegenüber, immerhin ist es die meist verfolg teste Religionsgemeinschaft der Welt. Die letzten Kreuzigungen von Christen haben 2006 im Jemen unter Beifall des Mobs stattgefunden

  22. DirkJes schrieb am

    ! Erst informieren – dann denken – erst dann entscheiden !

    Diese ganze “Tanzen gegen das Tanzverbot”-Aktion ist lächerlich und scheinheilig. Stellt man jene, die lauthals “für die Abschaffung des Tanzverbots” sind, vor die Wahl zwischen

    “Feiertag mit Tanzverbot” oder “Arbeitstag ohne Tanzverbot”

    sind plötzlich 99% für den “Feiertag mit Tanzverbot”. Denken, Piraten, denken!

    Ansonsten: Macht weiter so, Piraten, ich wähl euch schon seit letztem mal… 😉

    ! Erst informieren – dann denken – erst dann entscheiden !

  23. Steffen Reinecke schrieb am

    Ich denke hier wird Einiges verdreht. Es geht doch gar nicht darum Menschen an Ihrem kirchlichen Feiertag zu stören, sondern nur darum dass es nicht sein kann, Menschen diesen Tag aufzuzwingen, welche eben nicht bzw. anders gläubig sind. Was würdet Ihr sagen, wenn die Cafe’s geschlossen blieben während des Ramadan? Ich finde den Protest der Piraten hier mehr als richtig!!!

  24. Klaus schrieb am

    Thema stille Tage und Tanzverbot:

    Es gehört zur Religionsfreiheit auch einmal stille Tage einzuhalten und einmal an einem Tag nicht zu tanzen. Das bricht niemand einen Zacken aus der Krone. Dagegen so vorzugehen ist ganz einfach kontraproduktiv und dumm, denn Christen, von denen auch ich einer bin, sind viele Wählerstimmen und die sollte man mit solchen ideenlosen “Teeniedummheiten” sich nicht verprellen.

    Viele Christen und gerad katholiken sind eben keine potentiellen CSU – Wähler mehr, sonder auf der Suche nach politischer Neuorientierung. Wir Piraten sollten uns da aktiv einbringen und nicht so deppert reagieren.

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