Waffenrecht – Ein Thema für die Piraten?

Armbrustschießen | CC-BY-SA Guido Körber

Kommentare

82 Kommentare zu Waffenrecht – Ein Thema für die Piraten?

  1. Lukas G. schrieb am

    Deinen Ruf nach Versachlichung und Liberalisierung in allen Ehren – wie alles, wo man den großen roten Warnsticker “GEFAHR” draufkleben kann, wird dieses Thema emotional dramatisiert.

    Lediglich ein Problem habe ich mit Deinem Argumentationsmuster: Der Hinweis darauf, dass legale Schusswaffenbesitzer idR ein gesetzestreues Völkchen sind (was ich gar nicht in Zweifel ziehen will) erinnert zu sehr an das bekannte “Guns don’t kill people, people do”. Die abstrakte Gefährlichkeit von Handfeuerwaffen ergibt sich nicht nur aus der Einstellung der Person, die sie zu führen berechtigt ist, sondern oft genug aus der reinen Möglichkeit der Gebrauchmachung oder eben aus der Benutzung von Personen, die dazu nicht berechtigt sind. Läuft das in Deiner Statistik dann unter “iilegalem Waffenbestiz”? Wenn ein ansonsten gesetzestreuer Bürger also zu blöd ist, seine Waffe ordentlich einzuschließen, mithin die ausnahmsweise Erlaubnis, eine Waffe zu nutzen, grob missachtet, muss das auch ahndbar sein, bevor etwas passiert. Eine zentralisierte Aufbewahrung legaler Waffen scheint mir ein milderer Eingriff als ein anlassloses Durchsuchungsrecht zu sein und wäre mE wenigstens diskutabel. Dein einziges Gegenargument ist, dass keine Bedrohungslage vorliegt – ich sehe das anders: “fast alle” ist mir hier nicht alle genug. Dass gleichzeitig wirksamere Methoden gefunden werden müssen, gegen illegalen Waffenbesitz vorzugehen, steht außer Frage. Was schlägst Du vor?

    • Thomas Wollesky schrieb am

      seit der Verschärfung des Waffenrechts 2003 ist die Aufbewahrung von Waffen in entsprechenden Behältnissen geregelt und nach der letzten Verschärfung nach Winnenden wurde das Grundrecht auf Unverletzlichket der Wohnung für legale Waffenbesitzer eingeschränkt um dort unangemeldete, verdachtsunabhängige Kontrollen durchführen zu können. Wie sollte das den bei illegalen Waffen laufen wo die Besitzer nicht bekannt sind ? Dann müßte das o.g. Grundrecht abgeschafft werden (wer will das)oder es bleit wie es ist. Bei zentraler Lagerung von Waffen z.B. in Schützenhäusern würde Verbrechern die Möglichkeit gegeben viele Waffen gleichzeitig zu erbeuten. Jeder Waffenbesitzer schützt sein Eigentum zu Hause zuverlässiger vor Verlust als jeder Andere es für ihn tun würde.

    • Guido Körber schrieb am

      Sorry, das Konzept “zentrale Lagerung” ist so grundlegend falsch, dass mein erster Reflex immer ist in die Tischkante zu beißen.

      Erst mal schaffst Du mit so einem zentralen Lager natürlich ein interessantes Einbruchsobjekt zwecks Waffenbeschaffung.

      Und dann ist es vollständig wirkungslos, da dort ein reger Verkehr herrschen wird um Waffen zum Training oder zu Wettkämpfen zu entnehmen und zurück zu bringen. Wie soll damit verhindert werden, das jemand die Waffe halt nicht dazu abholt? Wettkämpfe finden ja nicht nur im eigenen Verein, oder nur im gleichen Bundesland statt.

      Es gibt keinen Sicherheitsgewinn durch so einen Aufwand.

      Abgesehen davon ist es tatsächlich aber so, dass eine objektive Bedrohung vorhanden sein müsste um überhaupt irgend eine Maßnahme zu rechtfertigen. Es ist absolut nicht ausreichend, dass es nur ein Bedrohungsgefühl gibt. Hier geht es um die grundlegende Frage nach der Einschränkung von Freiheiten ohne eine Grundlage.

      • Miro schrieb am

        Am Ende währe das Besitzen von Waffen wohl den oberen 10.000 vorbehalten (mir ist die Übertreibung durchaus bewusst)- welcher Schützenverein könnte es sich wohl leisten einen “waffenbunker” für rund 1000 Schusswaffen zu bauen?! Unterm strich sehe ich hier (man halte mich für einen Verschwöhrungstheoretiker) einen klaren Versuch “die waffen aus dem Volk zu bringen”

        • volker t. schrieb am

          Der Waffenbesitz für die oberen 10.000 ist durchaus eine relistische Einschätzung.

          Viele Schützenvereine mussten im Zuge von Gesetzesverschärfungein den vergangenen Jahrzehnten erhebliche Investitionen tätigen: Umweltvertäglichkeitsgutachten, Gewässer und Bodenschutz, Lärmemission, zweijährige Kontrollen durch die Waffenbehörden (quasi ein Schiessstand TÜV) etc. Da die meisten Sützenhäuser unbewohnt sind mussten spezielle Tresoremit extrem hoher Sicherheitsstufe für die Lagerung der Vereinswaffen beschafft werden. Nur damit wurde die Bewilligung einer behördlichen Ausnahmegenehmigung zur Lagerung von Waffen in nicht ständig bewohnten Gebäuden erzeilt. Der nächste Kostenhammer werde dann die – erwiesenermaßen wirkungslosen – biometrischen Sicherheitssysteme werden. (SPD/GRÜN/LINKS arbeiten schon an einer entsprechenden Gesetzesinitiative. 1. Lesung im BT war am 7.01.2012). Und dann steht noch die Waffensteuer zur Diskussion. Damit wird aus dem Breitensport Schiessen möglicherweise ein elitäres Vergnügen für Vermögende.

        • specialsymbol schrieb am

          So wie es die Jagd bereits ist. Ich bin immer wieder erstaunt wieviele Jäger sich im (Investment-)Banking-Bereich tummeln, während mir in der Uni oder bei anderen Gelegenheiten mit vielen Leuten sich über solche Themen zu unterhalten keine untergekommen sind. Eine Begründung, die ich in dem Zusammenhang übrigens immer wieder höre: Waffenbesitz ist für Jäger einfacher zu rechtfertigen als für Sportschützen. Auch ist der Umgang weniger restriktiv geregelt. Weniger oft erwähnt aber umso offensichtlicher ist die Möglichkeit, sich in einem sehr elitären und irgendwie auch familiären Umfeld bewegen zu können. Die Kosten spielen auch hier eine große Rolle.

    • Marc schrieb am

      “[…], sondern oft genug aus der reinen Möglichkeit der Gebrauchmachung oder eben aus der Benutzung von Personen, die dazu nicht berechtigt sind.”

      Eben genau das ist absolut nicht der Fall, wie Statistiken eindeutig zeigen. Das ist bei illegalen Waffen der Fall, aber nicht bei legalem Waffenbesitz. Natürlich gibt es überall schwarze Schafe, aber aus den Statistiken geht eben auch hervor, dass es bei Legalwaffenbesitzern in meinen Augen nicht dazu führen darf, dass wegen einigen wenigen eine große Gruppe benachteiligt wird. Das ist genau so dämlich wie die große Mär vom “Millionenmarkt Kinderpornographie im Internet”.

      Ich bin Pirat. Und seit einiger Zeit habe ich beruflich viel mit dem Waffenrecht und vorallem auch mit seiner Umsetzung zu tun. Und daher kann ich sagen: Zentrallagerung ist der epic fail überhaupt. Wir Piraten sagen ja immer, dass man Daten am besten dezentral ablegt. Nichts anderes ist die gesicherte Aufbewahrung (in übrigens genormten Waffenschränken) von Waffen in Privatbesitz. Die dezentrale Verwahrung sichert den Zugriff von Unbefugten viel besser.

      Zu den illegalen Waffen noch was: Viele illegale Waffen sind Altwaffen, die nie dem Bestand gemeldet worden sind. Die Besitzer kommen aber nicht raus aus dem Schlamassel, weil sie nach aktuellem Waffenrecht keinen Bedürfnisgrund und auch keine Sachkunde haben. Also bleibt die alte K98 von Opa aus dem Krieg doch lieber im Schlafzimmerschrank stehen, weil sie sonst eingezogen werden würde.

      Uns jetzt wird’s interessant: Wenn man diese Besitzer dazu bekommen will, ihre Waffen anzumelden, dann müsste das Waffenrecht erstmal entschärft werden, weil anders geht es nicht.

      Illeale Waffen, die von Kriminellen für das Begehen von Straftaten beschafft werden wird es IMMER geben, machen wir uns doch nichts vor. Hier greift kein Waffenrecht und auch kein Strafrecht, es handelt sich schließlich um Kriminelle.

      Ich habe auf meinem privatem Blog zwei Beiträge dazu geschrieben, die diese Thematik ebenfalls behandelt.

      Siehe: http://thegeek.de/waffenverbote-beruhigen-das-gewissen-aber-sie-nutzen-nichts http://thegeek.de/die-folgen-eines-verbots-von-schusswaffen-in-privatbesitz

      • volker t. schrieb am

        Auch die zentrale Lagerung der Daten über den Waffenbesitz (ZWR) könnte ein epic fail sein. Wenn diese Daten in kriminelle Hände kommen könnten gezielte Einbrüche organisiert werden, um die interessantesten Waffen einzukassieren und für den Schwarzen Markt verfügbar zu machen.

    • volker t. schrieb am

      Das mit der zentralen Lagerung der Waffen im Schützenhaus ist auch nicht so einfach machbar.

      1. In der Regel sind Schützenhäuser meist an Siedlungsrändern gelegen. Schiessstände dürfen müssen einen Abstand von mindestens 2km zu Wohnsiedlungen einhalten (Emissionsschutz). Dieben wird damit das Handwerk erleichtert, weil niemand in der Nähe ist der einen Einbruch bemerken könnte.

      2. Nach § 13 Abs. 6 der AWaffV gilt: In einem nicht dauernd bewohnten Schützenhaus dürfen nur bis zu drei erlaubnispflichtige Langwaffen aufbewahrt werden. Die meisten Schützenhäuser sind aber unbewohnt. Demnach würde der Vorstand des Schützenvereins sogar eine Ordnungswidrigkeit begehen, wenn in seinem Vereinen mehr als 3 Langwaffen gelagert werden.

    • volker t. schrieb am

      Aus einem Merkblatt der Polizei NR: http://www.polizei-nrw.de/minden-luebbecke/stepone/data/downloads/97/00/00/lagerung

      Die Waffenbehörde kann die Einhaltung der Aufbewahrungsvorschriften verdachtsunabhängig überprüfen. Besitzer von erlaubnispflichtigen Schusswaffen, Munition oder verbotenen Waffen haben der Behörde zum Zwecke der Überprüfung Zutritt zu den Räumen zu gestatten, in denen die Waffen oder die Munition aufbewahrt werden.

      Wer den sofortigen Zutritt zum Aufbewahrungsort der Waffen und Munition verweigert, muss zwar nicht mit einer Durchsuchung gegen seinen Willen rechnen. Bei Verweigerung der Mitwirkungspflicht wird jedoch die erforderliche Zuverlässigkeit des Waffenbesitzers angezweifelt.

      Auf gut Deutsch: Wenn man die netten Kontrolleure nicht in die Wohnung lässt wird die Zuverlässigkeit angezweifelt. Wird die Zuverlässigkeit angezweifelt sind die Waffen weg.

    • Roland schrieb am

      Der angehende Verbrecher bildet ein Wagnis-zu-Gewinn-Verhältnis.

      Gewagt wird gesellschaftliche Mißbilligung, Ächtung, Haft, Strafe, Verletzung oder gar der Tod. Gewonnen sollen Geld, Macht, u. ä. werden. Dann stellt er noch eine Entdeckungswahrscheinlichkeit auf. Nach Prof. Hans Alberts, Polizeihochschule Hamburg, ist die ein wesentliches Merkmal Täterverhalten zu erklären.

      Erst nach geschätztem Wagnis-zu-Gewinn-Verhältnis entscheidet sich der Verbrecher zu handeln.

      Ein bewaffneter Angriff gegen bewaffnete Opfer ist äußert gewagt, denn ein Schußwaffenangriff nimmt die eigene leibliche Vernichtung in Kauf, denn nur gekonnte schwierige Kopf- und hohe Wirbelsäulentreffer führen zur sofortigen Kampfbeendigung, lärmen, ziehen Aufmerksamkeit und Polizeierscheinen nach sich, werden in der polizeilichen Ermittlungsarbeit bevorzugt.

      Für solch hohes Wagnis sollte sich der mögliche Gewinn dann schon lohnen, sonst sucht sich der angehende Verbrecher einen anderen Weg sein Bedürfnisse zu befriedigen, läßt also den Vorsatz ein Gewaltverbrechen gegen ein bewaffnetes Opfer zu führen, leichter fallen als gegen ein unbewaffnetes Opfer. Verbrecher wollen Beute – keine Schießereien.

      Anscheinend denken Verbrecher eben genau so, denn die Gewaltverbrechenzahlen sind in den meisten US-Staaten, die Schußwaffen zu führen erlauben, niedriger als im heutigen entwaffneten England! Auch in dem seit der Jahrhundertwende weitgehend entwaffneten New York City bewirkt das Waffenverbot nicht das gewünschte Ergebnis, Gewaltverbrechen mit Schußwaffen zu verhindern. In England und Australien stiegen ach den dortigen Kurzwaffenverboten die bewaffnete Kriminalität mit eben solch Kurzwaffen stark an. Die Verbote waren kontraproduktiv. Waffenverbote begünstigen böswillige Angriffe gegen wehrlose Opfer!

      Jeder Soldat, Polizist oder Jäger läuft andauern bewaffnet unter Bewaffneten herum. Zwischen denen herrscht gelegentlich auch Streit. Den Streit beizulegen werden hier Waffen grundsätzlich nie gebraucht. Im Gegenteil! Das Wissen um den Besitz der eigenen Waffe hilft oft, den eigenen Streitgeist im Zaume zu halten, sich in beherrschter Selbstzucht zu üben. Wer will schon wegen einer Unbedachtsamkeit seine Lizenz verlieren?

      Ist nun deutlich, nicht Waffen, sondern Verbrecher bilden das Problem?

  2. schrieb am

    In der Schweiz existiert ein sehr liberales Waffenrecht, d.h es ist kein Problem an MP oder Sturmgewehr + Munition heranzukommen. Trotzdem gibt es dort deutlich weniger Morde als z.B. in den USA.

    Hat denke ich was mit den Sozialsystemen zu tun. Solange niemand gezwungen ist kriminell zu werden um über die Runden zu kommen wird es wenig Mißbrauch geben.

    Die echten Verbrecher, Mafia, NSU Nazis, Terroristen usw haben ja schon jetzt kein Problem damit illegal an Waffen zu gelangen. Solche Leute würden selbst im Falle einer Liberalisierung des Waffenrechts wohl die illegalen nicht registrierten Waffen vom Schwarzmarkt bevorzugen.

    Nur wie weit will man gehen, darf ich dann ein MG Besitzen, eine 20mm Flak oder gar einen Raketenwerfer ? Dürfen waffen öffentlich getragen werden oder müssen sie z.B. in einem Zeughaus gelagert werden ?

    • Guido Körber schrieb am

      Ganz einfache Antwort (bzw. Gegenfrage) auf die Frage welche Waffen Privatpersonen besitzen dürfen: Was sollte der Sinn davon sein, dass eine Privatperson MG, Werfer, Flak und ähnliche Dinge besitzt? Mir wäre keine Anwendung in Sport oder Jagd bekannt.

      • Werner schrieb am

        Gegenfrage,warum wäre es sooo schlimm wenn eine Privatperson zb. eine alte Flak besitzen würde…wie hoch schätzt du die Wahrscheinlichkeit ein das dieser Flakbesitzer vllt irgendwann auf die Idee kommt,diese Flak an sein Auto zu hängen um damit einen Banküberfall zu begehen? Stimmt,er könnte ja möglicherweise in einem Nachbarschaftsstreit seinen Kontrahenten durch blitzschnelles Herunterkurbeln des Rohres schädigen..

    • Marc schrieb am

      Solche Waffen fallen auch das Kriegswaffenkontrollgesetz und dürfen von Bürgern – ob Sportschütze, Jäger oder Sammler – nicht erworben und besessen werden. Und das ist übrigens im Deutschen Waffenrecht sehr lange so.

      Was beim Thema Waffenrecht wichtig ist: Informiert euch über die tatsächlichen Waffen, die Sportschützen und Jäger bzw. Waffensammler überhaupt besitzen dürfen.

      Die meisten, die sich mit diesem Thema nicht auskennen, kennen übrigens auch den Unterschied zwischen Waffenschein und Waffenbesitzkarte bzw. Waffenrechtlicher Erlaubnis nicht. Selbst die Medien schreiben in der Regel Waffenschein, dabei haben die wenigsten überhaupt.

      Und genau deswegen brauchen wir DRINGEND eine Versachlichung der Diskussion!

      Gruß, Marc

    • Speedy schrieb am

      Wenn die Menschheit ohne den Besitz von Schusswaffen gewaltfrei und friedlicher wäre, warum war dann die Zeit vor dem 13-Jahundert, also vor der „Erfindung“ von Schuss- und Feuerwaffen nicht friedlicher?

      Objektiv und ganzheitlich betrachtet existieren somit andere Ursachen und Zusammenhänge für Mord- und Tötungsdelikte, die nicht kausal mit dem Besitz von Schusswaffen zusammenhängen.

      Der Mut und die Bereitschaft auch ein Waffengesetz zu reformieren (nicht abzuschaffen) sollte in einer freiheitlich und demokratisch geprägten Gesellschaft immer vorhanden sein.

  3. Maxi S. schrieb am

    Ich habe selbst vor einem Dreiviertel Jahr die Waffensachkundeprüfung abgelegt und hierbei ist ein Teil des Kurses intensive Rechtslehre. D.h. man muss sich mit den Gesetzen auseinandersetzten. Oft werden auch in solchen Kursen nur Personen aufgenommen, welche z.B. nicht berüchtigt sind, dass sie irgendwelche Straftaten begangen haben und auch keine Alkohol Kranke. In den USA werden auch oft Gewaltverbrechen mithilfe von Waffen begangen, aber in einem Land das vielleicht ein 15tel so groß ist wie Amerika bringt es nicht auf die Reihe optimale Gesetze zu machen. Ich bin fast 18 Jahre alt aber ich muss jetzt noch 7 Jahre warten bis ich mir selbst eine Sportpistole zulegen kann und von Förderung der Jugend in Vereinen kann da keine Rede sein. Ich kein dummer Junge der genervt ist oder so ich absolviere nicht umsonst heuer das Abitur und ich der Schießsport ist ein Sport der viel Konzentration abverlangt.

    Gruß Maxi S.

  4. Hanz schrieb am

    Vielen Dank für diesen sehr reflektierten Beitrag zu einem wichtigen Thema.

    Die Argumentation stimmt so weit und die Fakten sind auch alle okay, wobei ich mir allerdings wünschen würde, dass bei dieser und anderen Thematiken nicht immer nur utilitaristisch argumentiert würde.

    Wenn wir utilitaristisch bleiben wollen, dann würde ich aber noch etwas anderes einwenden: Es sind die Politiker, die bei diesem wie auch allen anderen Themen an die niedersten Instinkte der Menschen appellieren. Mit Angst wird Politik gemacht, Angst vor allem und jedem: Angst vor Terroristen, Angst vor dem Islam, Angst vor dem Klimawandel, Angst vor “Ausländern”, Angst vor dem Alter, Angst vor der Technik, Angst vor dem Internet, Angst vor … . Es ist stets die selbe Masche. Nur vor einem sollen wir keine Angst haben, nicht einmal misstrauisch sein: vor dem “Staat”, also Politikern und ihren Handlangern.

    Dabei sind sie die tatsächlich gefährlichen Leute. Allein im 20. Jahrhundert haben jene Menschen, die die Staatsgewalt bilden, mehr Menschen umgebracht als alle “privaten” Mörder in der Menschheitsgeschichte zusammen. Und die Bundesrepublik Deutschland bspw. hat mehr “Ausländer” umgebracht als “private” Fascho-Banden in diesem Land zusammen. Diese Leute sind es, die es zu entwaffnen gilt.

    Was würden die kostümierten Handlanger – Polizisten und Soldaten – wohl alles machen, wenn es die Herrschenden nur befehlen oder decken? Was heißt “würden” – sie tun es: Eine geistig Behinderte wird wie in Berlin erschossen, weil sich eine massive Überzahl an Polizisten von ihr “bedroht” fühlte – die Konsequenz ist ein Schulterklopfer für die Bürokraten. In Afghanistan wird durch einen deutschen Offizier die Bombardierung eines Tanklasters befohlen, weil dieser vielleicht unter Umständen möglicherweise von einem “Taliban” gekapert worden sein könnte. Ergebnis: Hunderte tote Zivilisten, die keinem was Schlimmes getan hatten und nur Bezin klauen wollten. Und niemand solle glauben, deutsche Soldaten und Polizisten wären nicht auch bereit, Verbrechen gegen dich und mich zu begehen, wenn ihnen das befohlen würde.

    In der Diskussion um Waffen, besonders Schusswaffen, werden diese Leute, die jener Gruppe angehören, die wir als “den Staat” bezeichnen, immer ausgespart. Dabei sind diese Leute wirklich die Gefährlichen, noch weit vor den Normalogewaltverbrechern.

    Politiker sind natürlich nicht immer nur bösartig. Viel Leid entsteht auch aufgrund bloßer Dummheit. An der Idee einer zentralen Lagerung von Schusswaffen lässt sich das exemplarisch beobachten. Da freuen sich die Gewaltverbrecher jetzt schon. Da braucht’s nur noch einen einzigen Einbruch, um ein ganzes Arsenal an Waffen zu erbeuten. Meist liegen die Anlagen von Schießsportvereinen ja auch eher außerhalb bzw. am Stadtrand, was sogar das Entdeckungsrisiko beim Einbruch noch minimiert. Ganz großes Kino.

    • David schrieb am

      Stimmt jetzt wo du’s sagst, hätte man sich eigentlich denken können, dass mehrere Kilometer von der nächsten Siedlung entfernt bei einem gestohlenen Tanklaster mitten in der Nacht sich Zivilisten aufhalten….aber was haben die da nur gemacht? Die wollten dem Fahrer bestimmt Tee und Gebäck servieren. Ich finde du pauschalisierst ein wenig zuviel ohne dich in die Leute die diese Tat begangen haben hineinzuversetzen. Die Tanklaster in die Luft zu sprengen war die sicherste Option, oder würdest du an der stelle lieber ein offenes Feuergefecht riskieren wonach du dich einerseits vor den Medien für den Tod deutscher Soldaten rechtfertigen kannst, ja vor den Medien und dementsprechend vor den Politikern die dann deinen Vorgesetzten unter druck setzen, weil mal ehrlich, wer diesen Beruf ausübt der kennt das Berufsrisiko, weiterhin darfst du auch noch bei der Beerdigung deiner Kameraden dabei sein, auch kein so tolles Gefühl. Was die FRau mit dem Messer angeht, ein Messer ist eine absolut tödliche Waffe, ein unglücklicher Schnitt oder Stich und das war’s und wenn man die erste Regel eines Messerkampfes berücksichtigt (Man wird geschnitten egal wie gut man ist) dann könntest du auch nachvollziehen wieso der Polizist vielleicht so gehandelt hat. Klar gibt es immer elegantere Lösungen aber soweit ich weis ist unsere Polizei leider nicht mit Tazern ausgerüstet. Wobei selbst dann würden die Medien wahrscheinlich schreiben das eine arme Frau mit Elektroshocks gefoltert wurde.

    • volker t. schrieb am

      Es sind die Politiker, die bei diesem wie auch allen anderen Themen an die niedersten Instinkte der Menschen appellieren. Mit Angst wird Politik gemacht

      Ich sehe hier nicht nure Politiker als diejenigen die an die Ängste der Menschen appelieren. Vielmehr ist es ein Dreiklang aus Medien, sogenannten Experten und der Politik der die zunehmende Gängelung und Bevormundung der Bürger durch neue Gesetze sorgt.

      Das funktioniert so: Irgendwo auf der Welt passiert etwas dramatisches und tragisches. Sofort sind die Medien vor Ort um auch ganz bestimmt jedes kleinste sensationsheischende Detail ob wahr oder fiktiv reisserisch der Öffentlichkeit darzubieten. Als nächstes treten sog. Experten auf, die schon immer vor solchen dramatischen Ereignissen gewarnt haben. Vor den Medien werden öffentliche Diskussionen mit Politikern über die schlimmen Zustände geführt und schnell werden geeignete Rezepte aus dem Hut gezaubert. Die schnellen Rezepte werden in Gesetzen manifestiert und die Warner die in den schnellen Gesetzen Probleme und Gefahren erkennen zum Schweigen gebracht indem diese als Leugner, Verschwörungstheoretiker oder sonst was abgekanzel werden. Am Ende stehen immer neue Gesetze die vermeintlich mehr Sicherheit bringen soll auf alle Fälle aber grundlegende Bürgerrechte und Freiheiten gefährden.

      Das muss man noch nicht mal am Waffenrecht festmachen. Beispiele gibt es genug: Vorratsdatenhaltung Staatstrojaner Handyortung Erfassung von Handydaten … Diese Liste ist beliebig lang.

  5. Erik der Rote schrieb am

    Wenn man die Länder rund um uns anschaut, wird man feststellen, das in fast allen das Waffenrecht liberaler ist, mit wenigen Ausnahmen z.B. England. In Tschechien z.B. bekommt man rel. leicht sogar einen Waffenschein, der zum Führen (geladen Beisichtragen) berechtigt.In anderen Ländern wie Österreich darf man eine Waffe zum Selbstschutz in seiner Wohnung erwerben. Trotzdem lesen wir nicht jede Woche von Amokläufen und Massenmorden dort.

    Wenn jemand derartige Verbrechen verüben will wird er immer ein Tatmittel finden oder illegal erwerben. Als Beispiel sei hier einmal China genannt und die Mehrfachtötungen von Schulkindern mittels Messer.

    Bei uns werden Bürger kriminalisiert, weil sie vor einigen Jahren damals ab 18 frei verkäufliche Vorderlader erworben haben, welche heute unter das Waffengesetz fallen.

    Dagegen müsste dringend was unternommen werden.

    PS: Die Gruppe der legalen Waffenbesitzer in D besteht aus ung 7 Millionen Bürgern nicht 1,8 Millionen.

    Erik

    • volker t. schrieb am

      Wenn jemand derartige Verbrechen verüben will wird er immer ein Tatmittel finden oder illegal erwerben.

      Vor der Tat kommt der Vorsatz. Ist der Vorsatz gefasst kommt die Überlegung mit welchen Mitteln die Tat bangen wird.

      Leider wird dies auch in den Medien häufig umgekehrt gesehen, nach dem Motto erst das Tatwerkzeug macht den Täter.

      Bei uns werden Bürger kriminalisiert, weil sie vor einigen Jahren damals ab 18 frei verkäufliche Vorderlader erworben haben, welche heute unter das Waffengesetz fallen. Diese Bürger finden sich dann auch unter der Rubrik Schusswaffenkriminalität der Polizeistatistiken wieder.

  6. piratenproll schrieb am

    Zur Info: Im Hamburger Lqfb wurde vor ein paar Monaten folgendes Meinungsbild relativ deutlich (85%) angenommen:

    “Die Piratenpartei Hamburg lehnt weitere Verschärfungen des Waffenrechts ab und fordert die Überprüfung der seit 2002 getätigten Änderungen. Die 2009 eingeführten verdachtsunabhängigen Kontrollen in den Wohnungen der Waffenbesitzer sollen auf jeden Fall wieder abgeschafft werden.

    Bei den erwähnten Gesetzesänderungen handelt es sich weitgehend um aktionistisches Sicherheitstheater unter den Eindrücken der Amokläufe von Erfurt und Winnenden. Teilweise wurde da totaler Blödsinn beschlossen, z.B. ein Verbot von Wurfsternen, obwohl auf Anfrage keine einzige Straftat genannt werden konnte, die unter Zuhilfenahme von Wurfsternen begangen wurde.

    Zwei tragische Vorfälle innerhalb eines Jahrzehnts rechtfertigen auch keinesfalls, das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung von ca. 2—3 Millionen Sportschützen, Jägern und anderen legalen Waffenbesitzern derart massiv zu beschränken.

    Selbst wenn Schützenvereine wahrscheinlich nicht gerade zu unseren Wählerhochburgen gehören, sollten wir für deren Freiheitsrechte ebenfalls eintreten. Die Killerspieldiskussion auf die “bösen” Schießsportler abzuwälzen ist jedenfalls zu billig. Genau wie Ego-Shooter-Spieler ermorden auch Schießsportler nicht ihre Mitmenschen, sofern sie noch einigermaßen richtig im Kopf sind. Die überwältigende Mehrzahl entsprechender Straftaten im kriminellen Milieu wird sowieso mit illegalen Waffen begangen, so dass die Bestimmungen des Waffenrechts keinerlei präventive Wirkung entfalten.

    Dies ist ein einfaches Meinungsbild. Im Erfolgsfall könnte daraus mal ein Antrag an einen Parteitag werden.”

    Vielleicht kann die AG Waffenrecht damit ja was anfangen, und sei es nur als Hinweis darauf, dass sie vielleicht gar nicht sooo viel Überzeugungsarbeit vor sich haben, wie sie vielleicht glauben. 😉

    • Guido Körber schrieb am

      Die Landesverbände Schleswig Holstein und Baden Württemberg haben einen entsprechenden Absatz in ihrem Wahlprogramm bereits drin.

      Zu den letzten beiden BPTs stand jeweils ein ähnlicher Antrag, der leider nicht zur Abstimmung kam. Wir werden ihn zum BPT 2012.1 wieder einreichen.

    • jochen dorn schrieb am

      Inneres/Gesetzentwurf – 17.11.2011

      Berlin: (hib/STO) Der Umgang mit halbautomatischen kriegswaffenähnlichen Schusswaffen soll nach dem Willen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen verboten werden. Wie die Fraktion in einem entsprechenden Gesetzentwurf (17/7732) schreibt, hat der Massenmord auf der norwegischen Insel Utøya im Sommer dieses Jahres „auf brutale Weise vor Augen geführt, welches Unheil mit halbautomatischen Schusswaffen, die vollautomatischen Kriegswaffen nachgebaut sind, im Falle eines Missbrauchs angerichtet werden kann“. Dabei sei diese Art von Schusswaffen weder für den Schießsport noch für die Jagd erforderlich. Durch eine gesetzliche Regelung, die „den Umgang mit halbautomatischen Schusswaffen verbietet, die den Anschein einer vollautomatischen Kriegswaffe erwecken“ und zum Schießsport beziehungsweise zur Jagd nicht geeignet oder nicht erforderlich sind, könne „die Gefahr eines Missbrauchs maßgeblich eingedämmt werden“, argumentierten die Abgeordneten.

      Zugleich verweisen sie darauf, dass der Anschein einer schussbereiten Feuerwaffe „zudem im Zusammenhang mit täuschend echt wirkenden, aber objektiv nicht oder nur mittels Federdruck, Gas oder Druckluft schussfähigen Nachbildungen eine Rolle“ spiele. Immer wieder sei es in der Vergangenheit zu Polizeieinsätzen gekommen, „bei denen die Einsatzkräfte auf zumeist Jugendliche treffen, die im öffentlichen Raum mit solchen Imitaten ,spielen‘, und nicht sicher einschätzen können, ob es sich um gefährliche Schusswaffen handelt oder nicht“. Die mit dieser Unsicherheit einhergehende potenzielle Gefahr für Leib und Leben der Jugendlichen und gegebenenfalls auch umstehender Personen sei nicht zu unterschätzen und die nervliche Belastung der Polizeibeamten nicht nötig. Die Fraktion plädiert daher für eine „Neuausrichtung des Begriffs der Anscheinswaffen im Waffengesetz“, mit deren Hilfe „dem Gefahrenpotenzial von Gegenständen, die nur objektiv harmlos sind, besser vorgebeugt werden“ könne.

      • jochen dorn schrieb am

        Die von obiger Partei angeführte Änderung des Waffengesetztes wurde damals vom BKA mitgestalltet weil man eingesehen hatte, daß das Aussehen keinen Einfluß auf die Gefährlichkeit hat. Nun soll das alles wieder rückgänig gemacht werden ? Wer erstattet den Besitzern den Schaden ?

  7. WolfgangK schrieb am

    Ich habe mit Interesse den Thread hier gelesen. Ich als Sportschütze, bekomme zum ersten mal das Gefühl das hier Politiker mit Augenmaß und Sachargumente sind. @Pratenproll du schriebst”Selbst wenn Schützenvereine wahrscheinlich nicht gerade zu unseren Wählerhochburgen gehören..” Vertue dich da mal nicht, wenn die Piraten Liberal und mit Sachverstand diese Thema behandelt dann kommen viele Schützen, denn diese suchen Händeringend eine Politische Heimat. Ist das so schwer unter einem Hut zu bringen: Liberal, Pro Natur, gegen Atomkraft, gegen Rechtsextremismus, gegen Linksextremismus, Gleichberechtigung aller Menschen, Soizaler Frieden, Recht auf Arbeit, Recht auf Freie Meinungsäußerung, Recht auf freie Sportwahl=Sportschütze!!! usw. Ich glaube einfach das ich ganz Normal bin, so wie 98% der Deutschen, aber ich will einfach nicht gegängelt werden. Muss ich mir PC Spiele aus Österreich kaufen weil diese dann nicht beschnitten sind. Macht weiter so und lasst euch eure Liberale Einstellung nicht vergraulen, es war nie einfach gegen den Strom zu schwimmen. Gruß Wolfgang

    • Marc schrieb am

      Hey Wolfgang, genau das Feedback habe ich auch bekommen, als ich das erste mal als Pirat beim Sportschützenverein aufgeschlagen bin, wo ich jetzt schieße. Ich hab nur so ein wenig erzählt, was wir in der AG Waffenrecht so über das Thema denken und alle waren sofort begeistert. Ich denke das liegt einfach daran, dass gerade die Sportschützen politisch in den letzten Jahren keinerlei Gehör gefunden haben. Ist ja auch klar, die Diskussion wurde in den letzten Jahren immer unsachlicher… von daher hat das Thema Potential, eben weil wir objektiv begründen können, dass die Realität gegenüber der gefühlten Realität (verursacht durch die Medien) eine ganz andere ist.

      Ich bin ja das beste Beispiel… wir haben 6 Kinder, ich bin absoluter Pazifist, Dreadhead und Geek, also eher so ein Hippie, wenn man es oberflächlich betrachten würde, trotzdem macht mir das Schießen Spaß. Es geht einfach nur um den Spaß an der Sache und darum sich sportlich zu verbessern. Viele verstehen das nicht, aber wenn man mal auf 50 Meter mit einer 70 Jahre alten Waffe versucht hat was zu treffen, dann sieht man das irgendwann als Herausforderung. 😉

      • Reinhard Lammers schrieb am

        Hallo Marc ich schließe mich Dir und Wolfgang an. Bin selber Sporteschütze und über das Vorderladerschießen zu dem Sport gekommen. Mein Entschluss. steht jetzt fest ich werde der Piratenpartei beitreten und hoffe noch sehr viele Sportschützen mehr. Viele Grüße Reinhard

    • SilverStar schrieb am

      @wolfgangk so ist es. Wenn die Piraten bei diesem Thema so sachlich leiben, werden sie nicht nur meine Wählerstimme haben. Befass mich mit Waffen seit ich 18 J.bin. Ferner auch Berufswaffenträger.Das problem war immer das illegale Zeug,nie der Sammler oder Sportschütze. Und auch das vererben wird immer schwieriger-also wird im zweifelsfall die Waffe verschwinden. Dann kann man ja den verstorbenen Fragen,wem er zu lebzeiten die Waffen überlassen hat.Hier wäre es schon hilfreich den alten Rechtszustand vor April 2003wieder herzustellen.Dann könnte man auch illegalen Altbesitz eines Verstorbenen wieder nachmelden.Nach jetziger Lage wird das nicht getan,weil dann die Waffe ersatzlos eingezogen wäre.Also bleibt Opa´s 08 weiter im Dunkeln und hat keinerlei Kontrolle über den Verbleib.

    • Schützenkönig schrieb am

      @WolfgangK

      Hust…nur so am Rande “Recht auf Arbeit” ist nicht gerade eine piratige Position…höchstens Recht auf Einkommen. Die Totalitarismustheorie lehnen wir auch ab. Es gibt in Deutschland keinen Linksextremismus.

  8. Peter schrieb am

    Was in dem guten Beitrag noch fehlt ist die Zwangsmitgliedschaft in Vereinen für Sportschützen, vor dem Erwerb der ersten erlaubnispflichtigen Waffe. 12 Monate regelmässiges Training nach einer Sportordnung die von Ämtern kontrolliert wird. Ab der 3 Kurzwaffe für Sportschützen, wird es schwer. Verband, Verein und Ämter müssen jeder Waffe über der 2 zustimmen und dort muss man fast Leistungsportlerlevel in jeder Disziplin haben.

    Wer zum Thema Waffenrecht aus Sicht der Aufklärer mehr wissen will, sollte John Locke, Thomas Paine, Cesare Beccari oder Alexis de Tocqueville lesen. Jeder dieser Autoren befürwortet den privaten Waffenbesitzt zum Schutz vor Straftätern und dem Staat.

    • Guido Körber schrieb am

      In die Details sind wir ja noch nicht eingetaucht, der Artikel und auch der Termin im Dicken Engel heute Abend dienen dazu die Partei für das Thema grundsätzlich zu sensibilisieren. Ohnehin ist bei der momentanen politischen Situation bestenfalls als erstes Ziel realisierbar die aktuelle Situation zu stabilisieren und Grüne/SPD/CDU davon ab zu halten Softair und Halbautomaten (damit u.A. Olympisch Schnellfeuer) zu verbieten.

      Was die etwas älteren Denker betrifft, da sollte man nicht vergessen, dass die in anderen Zeiten und in anderen Umständen lebten. Auch wenn vieles im Argen liegt, man braucht in Deutschland keine Schusswaffe um sich gegen den Staat zu wehren, viel wirkungsvoller ist es eine Partei zu gründen, z.B. die Piraten 🙂

  9. Michael schrieb am

    Hallo,

    bin durch Zufall auf diesen Artikel gestoßen und bedanke mich herzlich für diese außerordentlich gut recherchierte und fundiert analysierte Darstellung!

    Nach Ausüben des Schießsportes in meiner Jugend und meinem Wehrdienst in den 80ern habe ich nach 30 Jahren kürzlich zum Schießsport zurückgefunden. Da ich es gerade durchexerziere, kann ich Euch sagen, es wird einem Legalwaffenbesitzer heute mehr als schwer gemacht, eine eigene Waffe besitzen zu dürfen. Vereinsmitgliedschaft mindestens 1 Jahr, wiederkehrende Prüfungen der Zuverlässigkeit, persönlichen Eignung sowie des “Bedürfnisses” durch die Behörden, Sachkundeprüfung (entpricht in etwa dem Aufwand einer theoretischen Führerscheinprüfung), Nachweis des regelmäßigen Schießbetriebes anhand eines peinlich zu führenden und vom Verein in jedem einzelnen Fall über Jahre abzustempelnden Schießbuches, kostspielige Tresore für die Aufbewahrung, streng reguliertes Waffenkontingent und unangemeldete Waffenkontrollen zu Hause.

    Wer diese Ochsentour durchlaufen hat, bzw. laufend weiter durchläuft, wird peinlichst darum bemüht sein, sich auch nicht die kleinste Kleinigkeit zu Schulden kommen zu lassen, was unmittelbar zur Aberkennung der Zuverlässigkeit und damit dem Entzug der teuren Sportwaffen führen würde.

    Ein Legalwaffenbesitzer gehört heute zweifellos zu den bestüberwachtesten Bürgern im Staat und muss ein außerordentlich hohes Maß an Kosten, persönlichem Engagement und Eingriff in seine Persönlichkeitsrechte auf sich nehmen. Das nimmt kein Mensch auf sich, um “nur mal eben” ein Verbrechen zu planen.

    Es ist ohne jeden Zweifel um ein Vielfaches weniger Zeit- und Kosten aufwändig, eine illegale Waffe zu beschaffen.

    Die ganzen oben erwähnten Dinge bin ich bereit, auf mich zu nehmen, um mein schönes Hobby weiter, bzw. wieder betreiben zu können. Aber irgendwann muss auch einmal Schluss sein mit der ständigen Forderung nach noch weiteren Verschärfungen unseres ohnehin schon fast beispiellos restriktiven Waffengesetzes! Insbesondere dann -und das wird, wenn man die politische Diskussion verfolgt, schnell klar- diese Forderung aus rein ideologischem Antrieb und bar jeder sachlichen Grundlage, verfolgt wird.

    Die Piratenpartei, die zeigt, dass sie in der Lage und willens ist, dieses Thema zumindest sachlich anzugehen, wird natürlich schon seit geraumer Zeit genau von den (nach meinen Informationen 3 Mio.) Legalwaffenbesitzern beobachtet, wie man in den einschlägigen Foren lesen kann.

    Nochmals vielen Dank für eine Versachlichung dieses leider künstlich von den Medien und gewissen politischen Gruppierungen emotionalisierten Themas!

    Michael

  10. JanGret schrieb am

    Ich persönlich gehöre eher zu der Fraktion, die gegen Privatwaffenbesitz ist, bin jedoch sehr positiv erstaunt über die guten Argumente dieses Threads.

    Kurze Hintergrundgeschichte: Ich habe an dem Tag, an dem ich das erste Mal beim Bund mit einer Waffe schießen musste verweigert. Die Möglichkeit, dass ich jemanden damit verletzen könnte, hat mich einfach zu sehr beschäftigt. Vor allem da wir zwar durchaus viel über den Umgang und die Pflege und auch einige Sicherheitsvorschriften kennengelernt hatten – aber uns mit der eigentlichen Tätigkeit, dem Töten, einfach in keiner vernünftigen Form während meines Grundwehrdienstes beschäftigt hatten.

    Ich habe selbst im Übrigen noch keine vernünftige Anti-Waffen-Argumentation gelesen, daher versuche ich mal selbst einige Argumente zu bringen:

    -Waffenbesitz ermöglicht Morde/Tötungsdelikte: ohne Waffen sterben deutlich weniger Menschen

    -Waffenkauf unterstützt direkt die Industrie, die von den unsinnigen Kriegen der Welt profitiert

    Viel mehr fällt mir da eigentlich spontan nicht ein.

    Das Thema ist auf jeden Fall nicht einfach. Gute Argumente gegen Waffenbesitz konnte ich aber gerade nicht einmal auf Google finden. Das scheint leider wirklich eine weitere Diskussion der Marke: Sachliche Argumente gegen Panikmache und Sündenbocksuche zu sein…

    • Katja Triebel schrieb am

      Ich antworte auf die beiden Argumente, die zunächst einsichtigt klingen:

      1. Argument Waffenbesitz ermöglicht Morde/Tötungsdelikte: ohne Waffen sterben deutlich weniger Menschen

      1.a Gegenargument So wie Schuhe nicht tottreten, Messer nicht totstechen, Autos nicht totfahren, so können auch Waffen nicht totschießen. Dazu braucht es immer den Risiko-Faktor Mensch. Schusswaffen werden selten, nur bei 3% aller Gewalttaten eingesetzt. Der vom Waffenrecht beeinflussbare Anteil der legalen Waffen liegt im Promillebereich

      1. b) Trotzdem stimmt das Argument für “Unrechtsstaaten”. Dort wo der Staat kein Gewaltmonopol hat, wo Bürger Selbstjustiz üben, weil der Staat korrupt ist und “Gerechtigkeit” nur für die Reichen existiert, oder dort, wo Bürger von Waffenbesitz in den Händen von Guerillas, Kombattanden und Kriminellen bedroht werden, stimmt das Argument.

      Das Small Arms Survey hat ca. 2-10 Mio. Vollautomaten (in Deutschland für Zivilisten verboten) und billige Kurzwaffen (in Deutschland uninteressant) ausgemacht, die hauptsächlich in den o.g. Händen für die vielen Schusswaffentoten weltweit verantwortlich sind. Die restlichen 630-648 Mio. Waffen in Privatbesitz werden äußerst selten zum Missbrauch benutzt.

      Die Argumente der Waffengegner passen auf demnach auf Diktaturen/Oligarchien, in denen nur Staatsdiener Waffenbesitz haben, sowie auf fragile Staaten (nach Bürgerkriegen), wo viele Armeewaffen unregistriert kursieren und eine Entwaffnung (meist gegen Entschädigung) von Vorteil ist.

      Wissenschaftliche, nicht publizierte Untersuchung zu 1: In Rechtsstaaten, in denen der Staat kontrolliert, wer eine Waffe besitzen darf und Selbstjustiz verboten ist, trifft das Gegenteil zu.

      Detail: In einem Projekt einer Expertengruppe des International Small Arms Control Standards (ISACS) Projekt wurden mit Modulen die folgenden Annahmen überprüft: – Mehr Waffen bedeuten mehr Gewalt. – Mehr Waffenkontrolle führt automatisch zu weniger Gewalt – Mehr Waffen führen automatisch zu mehr Toten.

      Die Studien haben jedoch ergeben: – In Staaten mit vielen legalen Privatwaffenbesitzern führen viele Waffen zu weniger Gewalt. – Die Entwaffnung rechtstreuer Bürger führt nicht zu weniger Gewalt – Eine Waffe ist ein Werkzeug und wie jedes Werkzeug kann sie für Schlechtes oder Gutes genutzt werden.

      Da das Ergebnis nicht den Erwartungen entsprach, wurde es negiert: Rede des WFSA (internationaler Waffenlobbyverband) auf der UN: http://www.wfsa.net/pdf/WFSA2010_patterson.pdf Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die Studie der beiden Krimonologen Prof. Gary Mauser und Don B. Kates: Havard Journal of Law & Public Policy Vol.30: http://www.law.harvard.edu/students/orgs/jlpp/Vol30_No2_KatesMauseronline.pdf

      1. Argument Waffenkauf unterstützt direkt die Industrie, die von den unsinnigen Kriegen der Welt profitiert

      Auch das stimmt in Teilen. Waffen in den falschen Händen bedeuten Tod, Folter, Erniedrigung, Machtmissbrauch.

      2.a) Fragen zum Statement: Doch wer bestimmt, was die falschen Hände sind?

      Auch in der UN, die Waffenembargos beschließt, bestimmen die Mächtigen. So hat das Volk von Ost-Timor jahrelang unter dem Druck von Indonesien gelitten. So wurde El Salvador mit Geld (der Grünen) aus Deutschland der Waffenkauf ermöglicht. So forderten die Grünen und Daniel Cohn-Bendit, die Freiheitskämpfer in Libyen mit Waffen auszustatten.

      Was ist richtig? Was ist falsch? Wer bestimmt, was illegal ist bzw. welcher Teil der Bevölkerung die besseren Rechte hat (Obrigkeit oder Freiheitskämpfer/Guerilla)? Wie wird der Sieger die Bevölkerung behandeln? Fragen über Fragen.

      Ich empfehle diese Abhandlung eines US-Rechtsanwalts zu lesen, der sich mit diesem Thema auseinander gesetzt hat: http://www.davekopel.com/2A/LawRev/Non-state-actors.pdf

      Zusammenfassung für Schnellleser: Inhalt: Die Studie untersucht Waffenbanns von der Antike bis zur Neuzeit. Stichworte sind Plato, Aristoteles, China, Russland, East-Timor etc. Fazit: Entwaffnungs-Kampagnen werden von Regierungen und terroristischen Gruppen genutzt, um die Unterdrückung der Menschenrechte durchzusetzen. Nur ein wehrhaftes Volk ist ein demokratisches Volk. Entwaffenete Völker haben keine Rechte. (Bitte beachten: US-Sicht, wo Waffenbesitz ein Grundrecht ist)

      Eventuelle Antworten zu 2.a) Wenn man das Glück hat, in einem Land wie Deutschland zu leben, welches genug Know-How und Industrie hat, um sich selbst zu bewaffnen/verteidigen, dann braucht man sich zunächst keine Gedanken über die UN machen.

      Dies sieht für Bürger in Unrechtsstaaten ganz anders aus. Diese kommen an legale Waffen nur heran, wenn die UN ihnen das Recht zum Aufstand zugesteht. Und ob ihnen dieses Recht zugestanden wird (siehe Ost-Timor) liegt beim Mehrheitsbescheid. Dann können sie nur noch illegal einkaufen.

      2.b) Profite der Hersteller Ich kenne den Profit nicht, weiss aber anhand der Rüstungskontrollberichte, wie hoch die Exportwerte sind: Über 3 Milliarden : 200 Mio. zivile Schusswaffen.

      Die AG Waffenrecht beschäftigt sich nicht mit Rüstungsgütern, sondern mit zivilen Schusswaffen.

      Die Vermengung von beiden in den Medien und Argumenten ist häufig. In Deutschland werden beide Waffenarten jedoch von zwei völlig verschiedenen Gesetzen geregelt und haben zwei völlig verschiedene Produktions-, Handels- und Käuferkreise. Selbst die wenigen multinationalen Konzerne, die beide Gesetze bedienen, haben intern unterschiedliche Abteilungen für den militärischen und zivilen Bedarf (z.B. Heckler&Koch und RUAG). Diese Mischkonzerne sind jedoch nicht die Hauptexporteure, gehören nicht mal zu den Top 10.

      Und die von den Medien und J.Grässlin geschasste Firma Heckler&Koch gehört nicht mal zu den Top 100. Ihr Anteil am Rüstungsexport ist weit unter dem von Rolls Royce, Mitsubishi, Saab, NEC, HP &Co., die ebenfalls Mischkonzerne sind. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/36453/umfrage/groesste-ruestungsunternehmen-weltweit-nach-umsatz/

      http://de.wikipedia.org/wiki/Waffenexport

  11. Ich bin übrigens auch Sportschütze, Großkaliber, und beobachte die Entwicklungen in der Piratenpartei mit Argusaugen… wenn die PP sich hier vernünftig postitioniert, kann sie bei Sportschützen und generell Waffenbesitzern durchaus Erfolg haben, da momentan KEINE Partei wirklich wählbar ist.

    Sehr lesenswert ist übrigens die Dissertation “Faszination Waffe – Eine Studie über Besitzer legaler Schusswaffen in der Bundesrepublik Deutschland” von Dr. Arne Niederbacher.

    http://www.amazon.de/Faszination-Waffe-Schusswaffen-Bundesrepublik-Deutschland/dp/389391465X/ref=sr_1_17?ie=UTF8&qid=1327642377&sr=8-17

    http://www.fk12.tu-dortmund.de/cms/ISO/de/soziologie/teilkulturen_der_gegenwartsgesellschaft/forschung/abgeschlossene_projekte/schiessen_im_verein/index.html

    Gibt es in vielen Unibibliotheken.

  12. StarFire schrieb am

    Die FDP hat bei der letzten BT-Wahl (auch) so ein relativ (für die FDP) hohes Ergebnis erzielt, weil die Sportschützen und Jäger (sowie die von ihnen mobilisierten Bekannten, Verwandten und Familienmitglieder) sich durch ihre Stimmen Erleichterungen und auch mehr Gerechtigkeit versprochen hatten. Diese Hoffnung wurde enttäuscht.

    Die vielbeschworene “Waffenlobby” ist übrigens ein Märchen. Die besteht vor allem aus Rüstungsfirmen. Die großen Sport- und Jagdverbände sind sehr auf ihre Reviergrenzen bedacht und kämpfen eher gegen eine gemeinsame Linie um ihre Pfründe zu sichern, womit sie der Verbotspolitik in ihrem “teile-und-herrsche”-Spiel nichts entgegenzusetzen haben und diesem Unsinn sogar Vorschub leisten.

    Allerdings sind vor allem die etablierten “Verbotspolitiker” immer sehr überrascht, wenn sie aufgrund von waffenbesitzfeindlichen Äußerungen von entrüsteten Bürgern mit Telefonanrufen, Faxen, Briefen und Emails bombardiert werden. Bei manchen Bürgersprechstunden (vor allem bei Grünen-Politikern g) werde ich schon gar nicht mehr reingelassen. Da herrscht dann blinde Ideologie, die sich von Fakten nicht beeindrucken lässt.

    Die Waffengegner argumentieren fast ausschließlich emotional mit relativen Zahlen, während die Gegenseite im allgemeinen gut vorbereitet mit sauberen Statistiken und Vergleichswerten daherkommt. Gegen Gefühle kann man aber schlecht argumentieren. Sobald das Wort “Schusswaffe” geäußert wird, schalten viele Menschen einfach ihr Gehirn ab und schwelgen in bedrohlichen Szenerien aus TV und Kino. Das hat zwar nichts mit der Realität zu tun, reicht aber für verdrehte Verbotssemantik.

    Übrigens Die Piraten könnten nicht nur auf die Stimmen von rund 3 Millionen Waffenbesitzern hoffen, sondern auch darauf, daß die bewaffneten Wähler eben auch Multiplikatoren sind.

    Sollten sich die Piraten für ein ordentliches Waffenrecht einsetzen, werde ich gerne mal auf den Kauf von ein paar Schachteln Munition verzichten und Mitglied werden (meine Sympathie habt Ihr sowieso schon lange). Und die AG Waffenrecht werde ich mir auch mal ansehen. Ich habe über die letzten Jahre schon einiges an Material gesammelt, das ich vielleicht einbringen kann.

    lg SF (seit über 30 Jahren Sportschütze)

    PS: Katja Triebel solltet Ihr Euch sichern. Es gibt mW. derzeit kaum jemanden, der so viel sauber recherchiertes Material gesammelt hat und auch sachlich und geschickt argumentieren kann.

  13. Daniel schrieb am

    Hallo liebe Piraten,

    als Sportschütze freut es mich, dass Ihr so sachlich an die Materie herangeht.

    Es ist höchste Zeit, dass das Thema mit Fakten anstatt mit Vorurteilen, Diffamierungen und dem Schüren von Ängsten bearbeitet wird.

    Mit Fakten meine ich die wirklichen Fakten und nicht das, was die Medien an einseitigen, undifferenzierten oder gar falschen Berichten veröffentlichen, um Stimmung zu machen, die Quote zu erhöhen, oder aus purer Effekthascherei.

    Dazu muss man sich aber eben die Mühe machen, sich selbst in die Materie einzuarbeiten, in die Vereine zu gehen, mit den Waffenbesitzern zu sprechen und die Menschen kennen- und verstehen zu lernen.

    Wir Schützen sind ganz normale, verantwortungsbewusste Leute aus der Mitte der Gesellschaft, die einfach Freude bei der Ausübung ihres Hobbies empfinden und sicher keine Machtgefühle oder Tötungsfantasien, wie einem die Waffengegner immer unterstellen.

    Bitte unterstützt auch die Petition gegen den aktuellen Gesetzesentwurf der Grünen zum Verbot halbautomatischer Langwaffen. Dieser rein ideologische Entwurf zeigt eindeutig, dass deren Initiatoren keinerlei Ahnung von der Materie haben. Nach Vorstellung der Grünen sollen die Besitzer solcher Waffen diese bei der Behörde abgeben, von einer Entschädigung ist keine Rede. Flankiert wird dieser unselige Entwurf von harabwürdigenden Äußerungen bei Report Mainz seitens Hr. Wieland, innenpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, der sagt, Besitzer solcher Waffen hätten einen Defekt in ihrem Ego und wollten nur Machtgefühle haben. Vermutlich hat der Mann nie in seinem Leben einen Schützenverein von innen gesehen, geschweige denn jemals mit Waffenbesitzern den Dialog gesucht. Die Grünen schrecken nicht davor zurück, die Opfer des Massakers in Norwegen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, während deren Angehörige noch trauern. Dabei war das dort verwendete Gewehr kein kriegswaffenähnlicher Halbautomat, sondern ein Ruger Mini 14, das als Jagdgewehr gebaut ist. Was die Grünen hier veranstalten, kann und darf es in einem demokratischen Rechtsstaat nicht geben!

    Report Mainz: http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=8717846/57yxjq/

    Link zur Petition: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=21204

  14. Dominik schrieb am

    Als Pirat und Sportschuetze freue ich mich sehr, dass sich auch meine Partei mit diesem heiklen Thema sachlich auseinandersetzt! Werde mir die AG Waffenrecht auf jeden Fall mal genauer anschauen. Vielen Dank fuer diesen Artikel! Ich denke uebrigens auch, dass in diesem Bereich mehr Waehlerpotential steckt, als man gemeinhin annimmt. Das Bild vom typischen schwarzen, stock-konservativen Schuetzenvereinsmeier der Generation 60+ trifft immer weniger zu.

  15. Rainer Lautenschlager schrieb am

    An Marc,

    ihr habt meine Simme sicher, vieleicht (sehr Warscheinlich) trete ich auch den Piraten bei.

    weiterhin viel Erfolg

    Rainer

  16. D.Sch. schrieb am

    Hallo liebe Piraten, auch von mir erstmal Respekt für Euer Anliegen, ein so wichtiges Thema so objektiv und mit liberaler Intention anzugehen und Glückwunsch von mir, dass dies schon so umfassend gediehen ist!

    Dass dieses Thema stets zu so zähem Ringen führt, liegt doch in der Natur der Sache, da Waffen allgemein als Mittel der Gewaltausübung gesehen werden. Somit führt dieses Thema bei einer unaufgeklärten, häufig unsachlich und einseitig informiertn Bevölkerung zu Besorgnis, statt zum Wunsch nach mehr Freiheit. Als Sportschütze sehe ich, seit ich mich zurückerinnern kann, nur mit Sorge auf die staatlichen Bestrebungen beim Thema Waffenrecht, die stets vorgeben, durch Verschärfungen nur mehr Sicherheit zu ermöglichen, jedoch in der Realität dieses Ziel im Kern verfehlen. Was uns ständig als Zugewinn an Sicherheit vorgestellt wird, löst keine Probleme, kriminalisiert und diskriminiert ehrliche Bürger und öffnet nicht zuletzt Machtmißbrauch Tür und Tor. Es gab in Deutschland schon die verschiedensten Rechtslagen zum Thema Waffen. Von liberal im Kaiserreich bis extrem restriktiv in den Diktaturen des 3.Reiches und der DDR.

    Niemals jedoch führten liberale Rechtslagen zu ungeordneten Verhältnissen- stets gingen die Bürger ganz instinktiv korrekt mit diesen Freiheiten um.

    Nach Überlesen der Kommentare hier, sehe ich im Kern die Frage, mit welchen Mitteln nun das Ziel erreicht würde, dem Anspruch von Sicherheit und Freiheit gleichermaßen gerecht zu werden und das wichtigste Ziel, die Schwächung krimineller Strukturen zugunsten der Stärkung des ehrlichen Bürgers zu erreichen. Zu den grundlegenden Punkten wären meine zwei Vorschläge: Der Bedürfnisnachweis in seiner jetzigen Form ist m.M.n. ein Hauptgrund zur Stabilisierung des Marktes illegaler Waffen. Die Hauptgruppen der Bürger, die vom WaffG. tangiert und in seiner jetzigen Form z.T.übermäßig eingeschränkt werden, sind doch hauptsächlich Sportschützen, sowie etwas weniger Jäger. Berufliche Waffenträger etc. können hier außenvor gelassen werden. Der Bedürfnisnachweis, der in keiner anderen Form anerkannt wird als die Mitgliedschaft in Schützenvereinen diskriminiert diejenigen Bürger, die aus zeitlichen, finanziellen, beruflichen oder Mobilitätsgründen die kosten- und zeitintensive (ständige)Mitgliedschaft in einem Schützenverein nicht erbringen können, ihnen jedoch dasselbe Recht auf Ausübung anerkannter Sportarten(und andere Rechte) zusteht, wie Bürgern, die keine Schwierikeiten haben, diese Auflage zu erfüllen. Außerm erwerben meiner Vermutung nach die meisten Besitzer illegaler Waffen diese mit der grundsätzlich ja nicht verwerflichen Absicht, im Falle von ihnen widerfahrender Gewalt, sich zu verteidigen. Eine Orientierung am österreichischen WaffG. wonach jeder Bürger auf formlosen Antrag bei seiner zuständigen Behörde nach Nachweis von Mindestalter, Sachkunde und hier bei uns ggf. noch amtspsychologischem Gutachten und sicherer Verwahrungsmöglichkeit eine WBK ausgestellt bekäme, müsste vollkommen ausreichend sein. Die Anzahl der erwerbbaren Waffen-wenn zu regeln- sollte sich an den Bedürfnissen ambitionierter Schützen orientieren und letztlich auch Schützen und Jäger gleichstellen.Wenn laut EU-Waffenrechts-Richtlinie unbedingt ein Bedürfnis bei der Beantragung anzugeben ist, so sollte auch die einfachen Begründungen “Sportausübung” und “Schutz von Leib und Leben innerhalb der eigenen Wohnung” akzeptabel sein. Somit entfiele schlicht ein Großteil der Nachfrage nach illegalen Waffen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Angleichung des Teils des WaffG. betreffend die Freizeitschützen abseits des erlaubnispflichtigen Großkaliber-Sportes an das geltende Recht unserer Nachbarländer. Da dies eine teilweise Überlagerung mit den Regeln der binneneuropäischen Freizügigkeit beinhaltet, sollten die Regelungen hinsichtlich des Erwerbs freier Waffen dahingehend geändert werden, dass sich kein Bundesbürger beim Kauf von hier freien Waffen innerhalb der EU zuhause strafbar macht: Die hier als F-Regelung bekannte 7,5J -Grenze für frei verkäufliche Waffen war zu ihrer Einfühung ein moderater,im mittleren Bereich des Standes der Technik angesiedelter Wert, ebenso bestanden zur Zeit ihrer Einführung noch keine europäischen Freizügigkeits-Regelungen wie z.B. das Schengen-Abkommen usw. Da sich diesbezüglich sowohl die politische Lage als auch der Stand der Technik weiterenwickelt haben, ist die F-Regelung in ihrer jetzigen Form schlicht obsolet. Vergleichend mit der Gesetzeslage unser Nachbarländer und den daraus resultierenden, seit Jahren bestehenden Fakten kann die F-Regelung entweder aufgehoben oder auf ein Niveau angehoben werden, welches bewirkt, dass sich kein Bundesbürger beim Kauf freier Waffen innerhalb Europas mehr strafbar macht.Außerdem sollte der Stand der aktuellen Technik sowie die Bedürfnisse anerkannter Schießsportdisziplinen wie Biathlon und FieldTarget berücksichtigt werden. Hier wäre die trennende Grenze der Leistung von Klein- zu Goßkaliber praktisch am sinnvollsten. Sollte zusätzlich eine Trennung von Druckluft- und Feuerwaffen erfolgen, so könnte für Druckluftwaffen eine freie Grenze von 100 J gelten, dies würde in diesem Punkt sowohl die Gesetzeslage unserer (liberalen) Nachbarländer mindestens abdecken, den Stand der Technik berücksichtigen als auch die Ausübung anerkannter Schießsportarten im breitensportlichen Bereich berücksichtigen. Ein Nebeneffekt wäre sicherlich weiterhin, dass dadurch bei vielen Bürgern der Wunsch nach Erwerb “scharfer” großkalibriger Feuerwaffen zugunsten freizeitlicher schießsprtlicher Betätigung entfiele und somit nochmals weniger “scharfe” Waffen in-legalen- Umlauf gerieten. Nach Abwägung aller Für und Wider überwiegt hier eindeutig erkennbar der Nutzen vor den Risiken. Aus meiner Sicht wären mit nur diesen beiden Änderungen schon die größten Probleme gelöst. Beste Grüße und macht weiter so !!

  17. Robert schrieb am

    Hallo Allerseits,

    ich bin ganz entzückt, was ich hier bisher gelesen habe. Kurz zu mir: Ich habe vor 20 Jahren den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigert und würde das auch Heute wieder so machen, stehe den Einsätzen der Westlichen Welt absolut kritisch gegenüber, verurteile die Teilnahme unserer Armee in Afghanistan aufs schärfste – und bin dennoch seit Jahren aktiver und begeisterter Airsoftspieler. Auf diesen Randaspekt des Waffenrechts würde ich gern ein wenig Aufmerksamkeit lenken.

    Seit der Änderung des Waffenrechts durch Rot/Grün im Jahre 2003 ist dieses Hobby in Deutschland überhaupt erst möglich geworden. Jedoch, was in weiten Teilen des Europäischen Auslands schon immer als das angesehen wurde, was es ist, nämlich Spielzeug, wurden Softairwaffen in Deutschland zum großen Teil dem Waffenrecht untergeordnet. Ausnahme bilden dabei lediglich Softairwaffen mit einer Energie bis 0,5 Joule.

    In der bereits erwähnten Petition, die (leider) von einem Airsoftspieler eingebracht wurde, wird die Problematik mehr schlecht als recht deutlich.

    Ich würde mich freuen, wenn die Piraten diesen Aspekt des Waffenrechts ebenfalls in die Diskussion einbeziehen würden, da wir ernsthafte Airsoftspieler trotz peinlich genauer Beachtung der Rechtslage, durch Unkenntnis oder Willkür der Behörden gegängelt werden. Von Beschlagnahme über Hausdurchsuchungen bis hin zu Gerichtsverfahren wegen angeblichem Besitz von Kriegswaffen ist alles dabei.

    Die Einordnung von Softairwaffen unter das Waffengesetz ist aus meiner Sicht ursächlich für die Unsicherheit der Behörden, die dadurch lieber einmal zu drastisch, als einmal zu lax handeln. So wird massenhaft wegen Waffengesetzverstöße ermittelt, welche derzeit zu einem erheblichen Anteil aus „unerheblichen Verstößen“ bestehen.

    Sollten sich Fragen zu dieser Thematik stellen, stehe ich sehr gern zur Verfügung.

    Abschließend will ich noch meine Freude darüber äußern, dass es die Piraten, auch mit Hilfe meiner Stimme, in den Berliner Senat geschafft haben. Weiter so!

  18. Johannes schrieb am

    Grundsätzlich sind alle Legalwaffenbesitzer, egal ob Schütze (Luft/Feuer/Bogen/Armbrust), Jäger, Waffensammler, Paintballer, Büchsenmacher, Personenschützer, Werttransporter dankbar, wenn sie eine politische Heimat bekommen. Das würde schon sehr viele Wählerstimmen vereinigen. Nur ein Beispiel: BSSB und Landesjagdverband Bayern haben zusammen 500.000 Mitglieder. Ergibt mit Ehepartnern und wahlberechtigten Kinder rund min. 1 Mio Wählerstimmen oder 12,5% aller Wahlberechtigten in Bayern. Da sind die Landesverbände BdMP, BDS, DSU und die Gebirgsschützen noch nicht dabei.

    Grundsätzlich sind die Ansätze der Piraten Partei richtig. Weg mit allen verfassungswidrigen Vorschriften im WaffG. Weg mit allen Lobby Vorschriften im WaffG vermutlich erwirkt durch Armatix. Weg mit der Mengenbeschränkung bei Faustfeuerwaffen. Weg mit den Messerparagraphen. Der ist für alle Bürger eine Falltür, z.B. die Verbringung von Küchenmesser länger als 12cm Klingenlänge! Ich will nicht wissen, wieviele Hausfrauen in dieser Hinsicht bei einer Polizeikontrolle sehr böse durch die Falltüre gefallen sind. In einem weiteren Schritt sollten Kleinkaliber Waffen und Schrotflinten (glatter Lauf) aus dem Bedürfnisgrundsatz herausfallen.

  19. Checkinger schrieb am

    Als Nicht-Waffen-Narr stellen sich mir folgende Fragen: Wozu brauchen Sportschützen Waffen mit Tötungspotential ? Wenn das Tolle beim Schiessen einzig das Treffen des Ziels ist: Warum reicht dann nicht ein Zielgerät (Waffe) mit geringer Durchschlagskraft ? Warum müssen es großkalibrige Waffen sein ? Warum muss “Sport-“Munition überhaupt tötungs-geeignet sein ?

    Um das Thema Thema, Kriegswaffen “Zivile Waffensystem”, illegale Waffen und vagabundierende Kriegswaffen kommt Ihr nicht drum rum: Die Sicherheit könnte deutlich erhöht werden durch eine flächendeckende Registrierung und Kennzeichnung von Waffen und Munition. Jede Waffe und jedes Stück Munition sollte eine eindeutige unverfälschbare Kennung besitzen, die es erlaubt Herkunft, Besitz und Anwendung der Waffe und der Munition genau zurückzuverfolgen. Hersteller und In-Verkehrbringer von Waffen und Munition könnte so bei Verursachung von Schäden durch das benutzte Material direkt mit zur Verantwortung gezogen werden. Voraussichtlich würde es dann nicht passieren, das bei einem Konflikt/Beinahekrieg wie 2008 z.B. in Georgien plötzlich Hunderte von G36 made by Heckler&Koch auftauchten. Ja ich weiss: Seriennummern kann man fälschen. Fällt den Meistern aus Deutschland da nix fälschungssichereres ein ?

    Hier ein paar links: H&K Parteispenden: http://www.waffenexporte.org/category/archiv/telegramm/ Deutsche Waffen trotz Exportverbot schon seit Jahren in Georgien im Einsatz: http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Georgien/g3.html “Es gab immer wieder Hinweise darauf, dass die USA Georgien bei der Aufrüstung unterstützt haben.” Die USA seien seit Jahren der Hauptempfänger deutscher Waffenexporte. http://www.sueddeutsche.de/politik/deutsche-waffen-in-georgien-immenser-politischer-sprengstoff-1.571722

    Der Alex, etwas erschrocken über die Waffen-Piraten

    • Speedy schrieb am

      Antworten auf folgende Fragen:

      Frage: Wozu brauchen Sportschützen Waffen mit Tötungspotential?

      Antwort: Die Waffen töten nicht, nur der Mensch, zum Beispiel ein Krimineller oder Nicht-Waffen-Narr könnte ein Tötungsdelikt mit einer Waffe (oder ohne eine Waffe) begehen.

      Frage: Wenn das Tolle beim Schiessen einzig das Treffen des Ziels ist: Warum reicht dann nicht ein Zielgerät (Waffe) mit geringer Durchschlagskraft ?

      Antwort: Es geht beim Schießen nicht nur um das Treffen eines Ziels. Weitere Kriterien sind das Sammeln und schießen von und mit historischen Waffen, das große Gebiet der Waffengeschichte und Technik also z.B. die Mechanik vor 1900, betrifft unter anderem die Radschloss-, Steinschloss- und Perkussionswaffen. Des weiteren die Physik (Gasvolumen, Gasdrücke) Chemie (Zusammensetzung und Rückstände von Treibladungsmittel), die Innen- und Außenballistik. Für den Schießsport und zur Jagdausübung werden für weitere Entfernungen (Erdanziehung, 9,81m/s², Ballistik) Geschosse mit noch einer gewissen (Energieerhaltungssatz, Luftwiederstand, Physik, Ballistik) “Durchschlagskraft” benötigt. Nicht jeder Schütze möchte in seinem Hobbybereich auch ständig von Elektronik umgeben sein, daher bevorzugen manche Menschen eben auch die “einfache” Mechanik. Auch im olympischen Bogensport sind weiterführende Zielgeräte und “elektronische”Pfeile nicht realisierbar und kontraproduktiv.

      Frage: Warum müssen es großkalibrige Waffen sein ?

      Antwort: Es müssen nicht nur großkalibrige Waffen sein, auch mit “Kleinkaliber” wird der Schießsport ausgeübt und gejagt. Die Begriffe Groß- oder Kleinkaliber sind nicht exakt genormt. Auch mit kleineren Kalibern haben Kriminelle Tötungsdelikte begangen.

      Frage: Warum muss “Sport-”Munition überhaupt tötungs-geeignet sein ?

      Antwort: Munition tötet nicht (siehe oben). Geschosse müssen gewisse Attribute aufweisen damit diese auf einer Flugbahn ein beabsichtigtes Ziel erreichen. Leider weisen z.B. Wattebäuschen oder Papierkügelchen diese Eigenschaften nicht auf (Ballistik). Autos, Flugzeuge (besonders Flugzeuge) und Werkzeuge (Messer und Hämmer) sind leider auch “geeignet zum töten” um in dieser Ausdrucksweise fortzufahren.

      Die Sicherheit in einer Gesellschaft wird durch Beseitigung von Illegalen Waffen, einer gesunden Sozial- Arbeits- und Wirtschaftspolitik, durch eine freiheitliche, auf demokratischen Grundrechten basierende Gesetzgebung, also einer direkten Demokratie die die Würde und Freiheit des Menschen berücksichtigt erhöht.

      Die Waffen von Jägern und Sportschützen sind gekennzeichnet und registriert. Sportschützen und Jäger sind durch die Polizei (auch Bundeszentralregister) überprüft. Um Wiederholungen zu vermeiden bitte ich höflich um das “einlesen” bzw. sachkundig machen zu diesen Themenpunkten auch auf den Seiten der AG-Waffenrecht.

      Einen Sportbogen-, Baseballschläger-, Waffen- oder Autohersteller für den unsachgemäßen Gebrauch dieser Produkte verantwortlich zu machen stellt die Rechtsprechung wohl vor eine neue Herausforderung.

      Das im Konflikt 2008 in Georgien eine gewisse Anzahl von automatischen Waffen “auftauchten”, ist unter anderem, aber nicht nur, auf politische Entscheidungen zurückzuführen, die die Jäger und Sportschützen, also die Legalwaffenbesitzer nicht zu verantworten haben. Fälschungssichere Produkte, Personalausweise, Dokumente wir es vermutlich wohl nie und nirgends geben. Sorry, aber es geistern schon genug Utopien durch die Medien.

      Mit freundlichem Gruß

      Speedy, etwas erschrocken über die nicht vorhandene Evidenz von den “Nichtkennern” des Waffengesetzes

    • kritiker schrieb am

      Alex, ich teile dein Erschrecken.

      Offensichtlich entern die Sportschützen gerade die Piraten und versuchen Klientelpolitik zu etablieren.

      Hoffentlich gelingt es dieser gut organisierten aber kleinen Minderheit nicht agendasetting zu betreiben.

    • Bukem schrieb am

      Ich weis ja nicht aber warum fallen Anti-Waffen-Narren immmer nur Mord und Totschlag bei diesem Thema ein? In welchen Teil von Deutschland leben sie? Wo anscheinend ganze Horden durch das Land ziehen müssen.

      Warum werden immer die “Kriegswaffen” mit den zivilen in einen Topf geworden aus unwiesenheit, Bauchgefühl? Was haben zivile Waffen mit den Rüstungsexporten von Panzern, Mörsern und der gleichen zu tun? NICHTS!

      Warum ist ein Rambo Messer eine Waffe aber ein Küchenmesser nicht? Sie haben die gleiche Länge das gleiche Gefährdungspotential. Nur weil jemand sagt “du das ist eine Waffe nichts für Bürger”? Ist es das was man will? Eine Instanz die einem alles abnimmt die sagt was gut und was schlecht ist. Warum werden immer Anti-Waffen-Narren beim blosen gedanken an eine “Waffe” schon aggressiv?

      Genau das ist was wir benötigen eine sachliche Diskussion über Waffen und nicht immer das “Bauchgefühl” entscheiden lassen. Jeder kann entscheiden ob er eine Waffe haben will, und viele die schreien “Ich will keine” würden sich wundern welche Waffen sie alle schon haben, es aber nicht wissen!

      Bei der Sachlichen Diskussion muss auch die Kriminalitäts Rate berücksichtig werden und die ist auch wenn es Anti-Waffen-Narren nicht hören wollen. Ganz Ganz Ganz klein mit Legalen Schusswaffen! Auch die int. Statistiken sagen es deutlich, liberalers Gesetz = weniger Kriminalität. !

      Die geplante Morde in der Vergangenheit sind passiert weil Gesetze nicht beachtet wurden. Aber es ist heute schon so das Legale Waffen besitzer schlechter gestellt sind.

      Nehmen wir mal den Fall an, Waffe ist im Tresor alles ok. Einbrecher klaut die Waffe und tötet damit, es wird immer gegen den Waffenbesitzer ermittelt. Warum ? Ist das so rechtens? Viele Anti-Waffen-Narren würden jetzt sagen ja ist richtig er hat ja eine Waffe gehabt. Aber wie schaut es denn aus wenn der Einbrecher die Autoschlüssel klaut und dann in der Einkaufsstraße mit dem Auto Mensch tötet. Tja ganz klar der Einbrecher ist der Täter.

      Die Piraten sind mal angetreten offen und sachliche Politik machen zu wollen. Was aber nun an shitstorm von einigen wenigen innerhalb der Piraten gegen Waffenbesitzer losgetreten wurde ist unter aller Kanone.

      Von Leuten die aus dem Bauch entscheiden. “Ich wills nett” dann dürft ihr auch nicht…ohne Sachliche Gründe.

      Na dann kann ich auch was anders wählen den solche Parteien gibt es schon genug.

      Und die Piraten werden nicht “unterwandert” Waffen besitzer sind schon seit langer Zeit teil unserer Gesellschaft. Die Piraten haben mit der AG-Waffenrecht eine gewissenhafte Informations Basis. Das zu verschwenden wie es ander Parteien machen wäre schade.

      Es schaut so aus als haben die Piraten auch denkverbote.

      Grus

      PS: Anti-Waffen-Narren ist nartürlich lieb gemeint.

      • Claus Martin schrieb am

        “Bei der Sachlichen Diskussion muss auch die Kriminalitäts Rate berücksichtig werden und die ist auch wenn es Anti-Waffen-Narren nicht hören wollen. “

        #

        Dieses Argument wird gerne in den USA verwendet, um den Verkauf von Waffen – auch automtischen Waffen – zu rechtfertigen.

        USA hat eine wesentlich höhere Kriminalitätsrate als Länder mit Waffenbegrenzungsgesetzen und es sitzen ca. 2 Millionen Menschen in den USA in Gefängnissen. Dafür ist die seit Jahrzehnten verfehlte Innen- und Sozialpolitik in den USA verantwortlich.

        Selbstschutzwaffen sollten eventuell grosszüger gehandhabt werden. Welcher Bürger benötigt aber ein Gewehr, es sei denn er ist Jäger oder Sportschütze.

        Wir könnten natürlich auch wie in der Schweiz einführen, dass jeder Bürger ein Gewehr und Munition erhält, um sich und andere gegen Terrorangriffe verteidigen zu können.

        Da wir die Bundeswehr abgebaut haben, ist es notwendig zu diskutieren, wie wir flächendeckend unser Land verteidigen können. Aber dann müsten wir ein paar Schritte weitergehen und auch panzerbrechende Waffen verteilen.

        Ich bin übrigens für die allgemeine Wehrpflicht, weil das die beste Kontrolle des Bürgers über die Bundeswehr ist und wir damit Hunderttausende Männer und Frauen bekommen, die im Notfall unser Land mit militärischen Waffen verteidigen können.

        Eine Berufsarmee alleine kann das nie schaffen.

        Und solange wir in einer solch primitiven Welt leben müssen, in der es andauernd irgendwo Kriege gibt, müssen wir darauf vorbereitet sein.

        • Michael Renner schrieb am

          Hallo Herr Martin,

          Sie bringen interesante Aspekte in die Diskussion. Zuerst ist da die Kriminalitätsrate in den USA. Sie ist in der Tat sehr hoch, sicherlich begünstigt durch die grosse (und leichte) Verfügbarkeit von Schusswaffen. Schaut man etwas genauer in die Statistik kristalisiert sich zundindest bei den Gewaltverbrechen die Gruppe derer heraus, die hierzulande gelgentlich als “abgehängtes Präkeriat” bezeichnet wird. Menschen ohne Hoffung auf Besserung ihrer wirtschaftlichen Situation, Menschen am Rand der Gesellschaft. Mehr noch als eine Reglementierung des Waffenbesitzes würden den USA eine Bildungsoffensive helfen, die allen Bürgern die Chance auf eine gesicherte Existenz gibt. Vielleicht klingt es zynisch, aber wer etwas zu verlieren hat setzt das nicht durch ein Gewaltverbrechen auf’s Spiel. Diese Formel würde wohl auch hierzulande funktionieren, leider scheint das nicht das Ziel der Politik zu sein.

          Wir leben in (West-) Europa seit 1945 frei von militärischer Gewalt. Eine derart lange Phase des Friedens hat der Kontinent bisher selten erlebt. Das verdanken wir dem europäischen Gedanken, der Versöhnung zwischen “Erbfeinden” und Politkern, die Europäer im Herzen waren. Angefangen von Charles de Gaulle und Konrad-Adenauer, über Valery Giscard d’Estaing und Helmut Schmidt bis zu François Mitterrand und Helmut Kohl. Auch wenn die derzeigen Euro-Politiker eher von der Vernunft als vom Herzen getrieben werden bleibt uns der Friede erhalten. Leider scheint es nicht ohne Feindbild zu gehen. Und da uns der “böse Russe” schon 1989 als Gegner im Geiste abhanden kam wird nun mit dem bösen Islamisten Angstpolitik betrieben? Das Gewehr im Schlafzimmerschrank wird gegen religiöse Fanatiker kaum helfen. Was hilft wäre es, wenn alle mal Lessings “Nathan der Weise” lesen würden! Aber welches Buch kommt heute noch gegen das Fernsehprogramm an?

          Was die Bundeswehr betrifft: ich selbst verweigerte den Kriegsdienst und machte 20 Monate lang Zivildienst. Den Wehrdienst stellte ich allerdings nicht in Frage, hier bin ich ganz bei ihnen: es ist gut, wenn Demokrataten, Bürger aus der Mitte der Gesellschaft, in der Armee vertreten sind. Besser wäre es jedoch, wenn sie sie erst gar nicht bräuchten. Leider scheint es gesellschaftfähig zu werden die Bundeswehr zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen (Handelswege) einzusetzen. Nun haben wir sie, die Berufsarmee, und für die jungen Menschen, die nun nicht ein Jahr ihres jungen Lebens in Unfreiheit (denn das ist eine Armee: eine Ort mit eingeschränktler Freiheit) verbrigen müssen ist auch das zu begrüssen. Wie sich dadurch die Bundeswehr verändert bleibt abzuwarten. Unsere Demokratie hat die Kraft Fehlentwicklungen zu korrigieren.

  20. D.Sch schrieb am

    Hallo Checkinger, ich hoffe mal, dass Sie das “~Narr” nicht bös gemeint haben :-)) Denn sonst wäre es schade, dass Sie gleich am Anfang Ihres Posts versuchen, zu polarisieren. Niemand lässt sich ja gern als Narr betiteln, besonders, wenn im Anschluß Fragen gestellt werden,die sich bei genauerem Befassen mit dem Thema eigentlich von selbst beantworten… Ich fühle mich mit ~Narr nicht angesprochen, klar gibt es wirklich extreme Asprägungen(wie bei jedem Hobby)aber viele werden vielleicht befindlich reagieren, wenn man an Befindlichkeiten rührt… BTT: Ihre Frage: Warum das Tötungspotenzial? Abgesehen von der körperlichen Herausforderung beim Großkaliber-Schießen-(dadurch ist es ja “Sport”) Es liegt im Kern der Sache, dass viele Schießsportdisziplinen auf große Entfernungen ausgetragen werden- um das Geschoß entgegen der Schwerkraft ohne Anfälligkeit für Wind und Wetter von A nach B zu bringen, ist eine Menge an Energie nötig, die im Unglücksfall zu tödlichen Verletzungen führen kann, ja das ist so und lässt sich ohne den gesamten Schießsport in seinem Kern sinnlos zu machen auch nicht abstellen (ist aber beim Autofahren, Holzhacken, Bergsteigen…genauso ;-)) So wie Sie in ihrer Argumentation schlußfolgern, gehen Sie grundsätzlich davon aus, eine Waffe ist ein Instrument zur Gewaltausübung. Das ist dem ursprünglichen Sinn nach zwar richtig und findet in den Regelungen des WaffG. ja auch seinen Ausdruck, allerdings dreht sich hier ja das Thema erstmal um das Sportschießen und die Schützen. Und genau dieser Grundansicht folgen Sportschützen eigentlich nicht- für sie ist eine Waffe grundsätzlich ein Sportgerät, eine Nuztzung zur Gewaltausübung betrachten alle landläufigen Sportschützen als Mißbrauch. Den Schützen geht es um Leistung(ihre sportliche), Technik(ihre sportliche und die der Waffen), Sportliche Herausforderung,Geselligkeit usw. In dieser Personengruppe existiert eine Hemmschwelle für das Schießen auf Lebewesen, dies gilt unter “ambitionierten” Sportschützen ohnehin als verpönt. Sonst wären die Sportschützen wohl auch eher Jäger oder Soldaten geworden, der Weg steht ja allen frei und ist bei der leichten Privilegierung der Jäger (Bedürfnis usw.)sogar einfacher einzuschlagen. Zu Ihrer Frage mit den Kriegswaffen- da haben Sie m.M.n. Recht, das sind allerdings rein zur -oft sinnlosen- Gewaltanwendung gebaute Waffen, die dürften stärker als bisher überwacht werden.Nur solange Industrie und Staat da voneinander profitieren wird die einzige hierzulande wirklich existierende (fianziell bestens aufgestellte, vernetzte und einflussreiche) Waffenlobby- nämlich die Rüstungsindustrie- alles tun, damit das so bleibt. Aber das ist ja grundsätzlich wieder ein ganz anderes Feld als der private Waffenbesitz zur Sportausübung oder bestenfalls noch Notwehr. Ich würde mich freuen, wenn diese Zeilen Ihre Ansichten noch mehr erweitern würden, mit freundlichen Grüßen D.

  21. Checkinger schrieb am

    Hallo und Ahoi zusammen !

    Zunächst wollte ich niemanden als “Narr” verunglimpfen. Sagt doch gerade der Narr im Theater oft die Wahrheit, während alle anderen blind und dumm agieren. Der “Waffen-Narr” ist nunmal der aller-bekannteste Narr, noch dazu mit einer spezifischen Fixierung auf Instrumente oder Werkzeuge, deren ursprünglicher Zweck es ist, zu töten. Sorry, dass ich das so hart sage. Die Sprache kennt keinen anderen derart sprichwörtlichen Hobby-Narren, keinen Eisenbahn-Narren, (vielleicht noch einen Auto-Narren).

    Euer gemässigter, geradezu angenehmer Diskussionsstil hier ist hoffentlich nicht nur der -noch dazu bei Piraten- seltenen Einmütigkeit geschuldet, mit der hier diskutiert wird. Da fällt ja kein kritisches Wort ! Auch habe ich wirklich durch diesen Thread schon vieles gelernt, zu Technik, zu Recht usw. Für die interessanten Infos danke ich Euch.

    Mir ist schon klar, dass es in diesem Thread um Sportwaffen bzw. um Waffen als Hobby und Sammlerstücke geht. Ich finde aber, dass das Thema Waffen + Recht somit allzu verengt dargestellt wird. Ich wollte mit meiner Initiative zur eindeutigen Kennzeichnung von Waffen und Munition darauf hinweisen, dass es weiteren rechtlichen Handlungsbedarf gibt, der sich angesichts des schmutzigen weltweiten Geschäfts mit Waffen als äusserst dringend erweist.

    Dass Waffen und Munition heutzutage nicht eindeutig und unverfälschbar (ohne elektronische Mittel !) zu kennzeichnen sein sollen halte ich für ein typisches, unhaltbares geht-nicht-gibts-nicht-Argument. Sophismen wie: “Waffen töten nicht, Munition tötet nicht, Menschen töten” sind direkt aus dem Stammbuch der US-amerikanischen http://www.NRA.org. Findet Ihr die wirklich soo gut ?

    Euren Zorn über die Verschärfung und Bürokratisierung des Waffenrechts kann ich -ein Stück weit- nachvollziehen. Ihr müsst allerdings zugeben, dass (afaik) Amokläufe im öffentlichen Raum wohl mit ordnungsgemäß registrierten (nicht ordnungsgemäß weggesperrten) Waffen durchgeführt wurden.

    Sollte sich diese AG ggf. einen eindeutigeren Namen geben, z.B.: AG_Legale_Waffen ?

    WEITERMACHEN ! 😉

    Der Alex

    • Johannes schrieb am

      Hallo Alex,

      der Amoklauf in Winnenden wurde mit einer nicht ordnungsgemäß gelagerten bzw. aufbewahrten Waffe und Munition möglich, das ist richtig. Warum die Waffe nicht gesetzeskonform gelagert wurde, die Antwort auf diese bohrende Frage blieb der ehemalige rechtmäßige Eigentümer der Waffe der Justiz, den Angehörigen der Opfer und der Öffentlichkeit schuldig. Wahrscheinlich hatte er keine plausible stichhaltige Erklärung dafür. Das Mindeste wäre richtigerweise gewesen: Wenn er ausser Haus gegangen wäre, die Waffe vorher in den Safe wegzuräumen oder ein wesentliches Teil ausbauen und mitnehmen.

      In Erfurt war die Sachlage eine Andere. Der Täter hatte sich ein Bedürfnis über einen Schützenverein erworben. Es wurde ihm das Bedürfnis für eine Pistole und eine Schrotflinte über den Verband beantragt und von der Behörde bewilligt. Er hatte für beide Waffen in der grünen Waffenbesitzkarte zwei amtliche Voreinträge erhalten, das heißt (ausschließlich nur) die voreingetragene Waffenart darf erworben werden. Im Waffengeschäft wollte der Täter patout eine Pumpgun (Voderschaftrepetierer Schrot) anstatt der Schrotflinte (Einzellader) kaufen. Die Behörde bewilligte diese Änderung telefonisch gegenüber dem Waffengschäft. Der Täter kaufte noch eine gebrauchte Pistole, wie sie in der WBk voreingetragen war. Der Verkäufer meldete ordnungsgemäß die Waffe als verkauft. Nun hätte der spätere Täter beide Waffen nach dem damals geltenden Waffenrecht innerhalb von 10 Tagen bei der Behörde registrieren lassen müssen, das war nicht geschehen. Von beiden Transaktionen wusste die Behörde. Sechs Monate nach Erwerb schlug der Täter zu. Nun der publizierte Zorn richtete sich nicht gegen die Behörde wegen ihrer Unterlassung, sondern gegen die Legalwaffenbesitzer.

  22. Checkinger schrieb am

    Nur noch einen Punkt

    Zitata: << Einen Sportbogen-, Baseballschläger-, Waffen- oder Autohersteller für den unsachgemäßen Gebrauch dieser Produkte verantwortlich zu machen stellt die Rechtsprechung wohl vor eine neue Herausforderung.

    >

    Beim llegalen Export von Kriegswaffen sind Sanktionen bereits heute geltendes Recht: Zitat: <<< Ein Waffenexport nach Georgien hätte ein strafrechtliches Verfahren gegen den Geschäftsführer zufolge. In 98 Prozent aller Fälle, in denen deutsche Waffen im Ausland auftauchen, handele es sich um legale Lieferungen, so Grässlin.

    > Der ganzee Artikel ist sehr interessant gerade weil er die völker-rechtliche un die diplomatische Seite beleuchtet: http://www.sueddeutsche.de/politik/deutsche-waffen-in-georgien-immenser-politischer-sprengstoff-1.571722

    Ahoi zusammen ! Klar zum Ändern ?

  23. Katja Triebel schrieb am

    Die AG Waffenrecht befasst sich nur mit dem Waffenrecht für zivile Personen.

    Das mehrmals angesprochene G36 von Heckler&Koch ist eine vollautomatische Schusswaffe, die als Rüstungsgut – wie Panzer, Bomben, Kriegshubschrauber u.ä. – vom Kriegswaffenkontrollgesetz betroffen ist.

    Herr Grässlin betrachtet den Export von Kriegswaffen, der laut Small Arms Survey nur zu 66% legal durchgeführt wird.

    Anders sieht dies bei zivilen Schusswaffen aus. Hier bescheinigt das Small Arms Survey weltweit einen 98-99% legalen Export. Es hat die Daten der Exportländer und Importländer laut SIPRI verglichen und dabei auch einige Unregelmäßigkeiten in der Datenerhebung festgestellt. Die EU ist hier vorbildlich und Deutschland gehört zu den transparentesten Ländern mit der Schweiz und Großbritannien.

    Auch erfolgen 80% der Schusswaffenexporte zwischen 20% der reichen, westlichen Länder, die alle eine starke Zoll-Importkontrolle haben. Übrigens ist Italien der Hauptexporteur von zivilen Schusswaffen. Es exportiert doppelt so viel wie Deutschland, dann folgt USA, Österreich und Brasilien. http://de.wikipedia.org/wiki/Waffenexport#Aktuelle_Waffenexporte

    Das Small Arms Survey wurde 1997 gegründet, um Daten über Schusswaffen zu sammeln und aufzubereiten.

    Es zeigt in seinem Jahrbuch 2011, obwohl es dem Privatwaffenbesitz mehr als kritisch gegenüber steht, dass der Einfluss von Nichtregierungsorganisationen mit weltweiten Kampagnen die nationale Waffengesetzgebung beeinflussen. Auch medienwirksame Zwischenfälle mit Waffengewalt haben häufig Einfluss auf nationale Waffengesetze. http://de.wikipedia.org/wiki/Waffenkontrolle_(Recht)#Einfluss_durch_Nichtregierungsorganisationen

    Der erwähnte Herr Grässlin, wie auch das Aktionsbündnis Winnenden sind Mitglied des IANSA, einem finanziell gut ausgestatten Netzwerk zur globalen Privatwaffenkontrolle.

    Laut Dr. Franz Császár, Univ.-Prof. i.R. der Universität Wien, bringen Antiwaffen-NROs seit Jahren eine große Zahl von Büchern auf den Markt, die von Aktivisten mit Unterstützung durch Mittel aus Stiftungen und durch Regierungsgeld geschrieben werden. Da die Antiwaffen-NROs in ihren Statistiken keine Abgrenzungen zu den legalen, privaten Waffen machen, befürchtet er, dass die Veränderungen im nationalen Waffenrecht hauptsächlich durch die finanziell gut ausgestatteten Antiwaffen-NGOs beeinflusst werden. Demgegenüber seien die finanziellen Mittel der Waffenbefürworter bescheiden.

  24. Jogi schrieb am

    Es wäre wirklich wünschenswert, wenn sich die Piraten dem Thema “Waffenrecht” nicht nur annehmen würden, sondern auch den Mut hätten, dann auch aktiv und öffentlich gegen weitere Verschärfungen der Gesetzgeber energisch vorzugehen.

    Öffentlich eine Position “pro legalem Waffenbesitz” einzunehmen, würde natürlich dem Grundsatz der Piraten nach Erhalt/Verteidigung von Freiheiten entsprechen, mag aber angesichts einer Übermacht von “Unbewaffneten” zunächst riskant erscheinen.

    Deshalb hier mal ein paar Fakten:

    A) Es gibt in Deutschland ca. 1,5 Mio. Sportschützen, 0,3 Mio. Waffensammler, 0,4 Mio. Jäger und 0,9 Mio. Erben von Waffen, macht insgesamt 3,1 Mio. legale Waffenbesitzer plus deren Ehepartner und andere wahlberechtigte Familienangehörige. Nicht schlecht, für eine so große Gruppe quasi alleine(!) Stellung beziehen zu können.

    B) Die politischen Parteien sind heute in den Augen vieler Wähler mehr oder weniger austauschbar, wenn es um’s Große und Ganze geht. Deshalb entscheiden sich viele Wähler anhand vermeintlich “kleiner”, aber sie selbst persönlich betreffender Dinge. Waffen und deren Gesetzgebung sind für die (unbewaffnete) Masse kein Thema, um Stimmen zu fangen (egal, was dort gefordert wird). Ganz anders bei denen, die persönlich betroffen sind !

    C) Wer Punkt B) noch nicht wirklich verinnerlicht hat, hier ein paar Beispiele, die den oft angeführten Sicherheitsgewinn durch weniger (legale) Waffen auf den Kopf stellen (und damit selbst die Massen überzeugen könnten):

    1.) In England wurde nach einem Waffenvorfall das englische Waffenrecht 1997 so radikal geändert, dass praktisch alle legalen Schußwaffen verboten und eingezogen wurden. Das Ergebnis: Ein aufblühender Schwarzmarkt ungeheuren Ausmaßes und plötzlicher Anstieg z.B. der Raubüberfälle um 19%. In 1997 waren auf der Insel ca. 2650 Straftaten mit Waffen erfaßt, 3 Jahre später stieg diese Zahl auf das 1,4 fache an. Heute sind Schußwaffen in Großbritanien illegal so einfach zu haben, wie nie zuvor.

    2.) In Australien wurde 1996 das Waffenrecht verschärft und die dort verbreiteten halbautomatischen Langwaffen verboten. Folge: Anstieg der bewaffneten Raubüberfälle um mehr als 40%; insbesondere Ältere waren betroffen.

    3.) In den letzten 30 Jahren ist die Anzahl der legalen Schußwaffen in Deutschland erheblich angestiegen, die Verbrechen mit Schußwaffen sind aber weiter rückläufig.

    4.) Erhebungen in Großbritanien zeigten, dass es in Gebieten mit hohem legalen Waffenbestand oft unterdurchschnittlich wenige Gewalttaten mit Schußwaffen gab und in Gebieten mit wenigen legalen Schußwaffen eher überdurchschnittlich viele Schußwaffendelikte zu beobachten waren.

    Wie paßt das alles in das Bild, was uns manche selbsternannte “Waffenexperten” von Politikern nach jedem Waffenzwischenfall weismachen wollen, dass weniger legale Waffen mehr Sicherheit brächten?

    Das Gegenteil ist der Fall. Dafür gibt es Gründe: a) Wenn ein Verbrecher davon ausgehen kann, dass legaler Waffenbesitz aufgrund von immensen Steuern, Lagerung der Waffen außer Hause oder anderer Gründe nicht mehr nennenswert anzutreffen ist, der kann mit einer illegalen Waffe leicht und vor allem ohne(!) Risko zum Herrscher über Leben und Tod werden. Noch muß er mit einer Waffe in ca. jedem 10. Haushalt in Deutschland rechnen, gerade auch bei ansonsten wehrlosen, älteren Menschen. b) Wenn die Gesetze zwangsweise (wie auch immer) zu einem nennenswerten Abbau legaler Waffen führen, dann würden die, die bisher legal und streng überwacht Waffen sammelten oder sie für ihre Sicherheit als nötig empfunden haben (also weiterhin ganz gerne Waffen hätten), ganz ohne eigenes Zutun einen riesigen potentiellen(!) Markt für illegale Einfuhren von Waffen darstellen, so in England geschehen. Bei unseren offenen Grenzen könnten wir dem nichts entgegengesetzen; mehr als nur englische Verhältnisse wären uns gewiß – eine echte Gefahr !

    Unsere Politiker müssen sich frei machen von den Versuchen, mit durchschaubarem Aktionismus die Massen zu begeistern, denn sie werden scheitern. Wer dagegen die persönlichen Probleme im Umfeld der Menschen erkennt und gerade auch “kleine” Gruppen durch echtes Engagement mutig unterstützt – auch gegen vermeintliche Mehrheiten – wird am Ende Erfolg haben.

    Gruß Jogi

  25. Alex S. schrieb am

    Das Thema Waffenrecht ist insgesamt etwas, was sehr geeignet ist für die Piraten als Verfechter von Freiheit und Grundrechten.

    Für Sportschützen, Sammler und Jäger so wie alle anderen Besitzer ziviler Waffen haben sich hier bereits viele Betroffene mit stichhaltigen Argumenten zu Wort gemeldet.

    Bisher fand sich ein Vertreter der beiden Sportarten, die mit freien Waffen ausgeübt werden hier. Ich bin nun der Zweite.

    Das Thema Paintball und Airsoft bedarf ebenfalls starker Aufmerksamkeit der AG Waffenrecht der Piraten. Die Bestimmungen des WaffG enthalten kaum bis keine genaueren Bestimmungen über diese beiden Extremsportarten. Hier bestehen erhebliche rechtliche Grauzonen, die die rechtssichere Aussübung dieser beiden Sportarten erheblich erschweren. Als Beispiele seinen hier genannt:

    -unzureichende Regelungen zu den Sportstätten -unzureichende Regelungen zum individuellen Anpassen der Sportgeräte. -unzureichende Regelungen im Hinblick auf die Abgrenzung zu echten Waffen, hier wird oft der Paintballmarkierer und die Softairwaffe mit richtigen Schußwaffen in einen Topf geworfen. Das tut beiden Seiten nicht gut. – massive Behinderungen durch lokale Behörden und Ämter gegenüber den Sportausübenden – bei den ausführenden Behören (Polizeistreife) herrscht starke Verunsicherung und Unkentniss bezüglich der Rechtslage dieser Sportarten, hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben.

    Die Behinderungen und schlecht geregelten Bereiche zu Paintball und Airsoft behindern massiv den sportlichen Erfolg deutscher Mannschaften im europäischen Sportbetrieb, sowie deren Erfolge. Hier sehe ich ebenfalls starken Handlungsbedarf der Piraten.

  26. RolaND schrieb am

    Aus einer zeit des Jahres 2002. die Aussage könnte von Jedem Politiker einer Etablierten Partei Stammen. Ich Hoffe auf die Piraten die Einzige Bürgerrechtspartei die unseren Demokratischen Rechtsstaat zu Wahrer Demokratie zurückführt zumindest im Waffenrecht den Mündigen Bürger Rechte zugesteht.

    Sebastian Edathy, MdB, SPD, schrieb ,

    ,,Mit der Novellierung des Waffenrechts wird in der Bundesrepublik Deutschland ein gewachsenes Verständnis darüber, daß die Verwendung von Waffen primär dem Schutz der Rechtsordnung zu dienen hat und dieser Schutz als Kernbereich staatlichen Handelns dem Staat obliegt, ohne gravierende Brüche fortgeschrieben.”

    Falsch, Sie irren!

    Die Rechtsordnung besteht, weil sie dem üblichen sittlichen Empfinden des Volkes entspricht, dies freiwillig so handelt, nicht weil waffenstarrende staatliche Rechtsschützer dies mit Waffengewalt erzwingen. Ihre Äußerung zeigt selbstbezogenes Verwaltungsdenken, ohne Bezug zum wahren Leben. Staatskernigen Ordnungsschutz, wie Sie ihn wollen, konnte selbst Stalin, der alte Bluthund, nicht auf die von ihnen beschriebene Weise erreichen, obwohl der wahrlich Gewalt gegen seine Völker einsetzte, dabei in den Jahren von 1929 bis 1953 dem Gehorsam 20 Millionen Menschen opferte.

    Eine Regierung die derart, wie mit dem jetzigen Entwurf Anfang 2002 in die Rechte und Freiheiten des deutschen Volkes eingreifen will, ist für mich nicht mehr wählbar.

    Tatsächlich dienen Schußwaffen dem Zwecke zu schießen; bei Jagd, Sport, Notwehr und gelegentlich im Krieg. Polizeilich Schußwaffen zu gebrauchen ist ebenfalls nur in Notwehr oder Nothilfe geboten, nicht um Ordnung zu schaffen! Polizeilichen Mißbrauch gibt’s auch hier bei uns. Selbst Polizeistaaten können Verbrechen nicht verhindern. Sie als Staatsvertreter haben also eine unzutreffende Vorstellung wozu Waffen eigentlich gebraucht werden, verkennen deren Bestimmung.

    • RolaND schrieb am

      Anita die jagd ist nicht das Proplem die massentierhaltung und der massenmord ist wesentlich relevanter als im verhältniss und die Jagd ist die Älteste Kultur von anfang an niemand kann doch seine Natur Verleugnen. Wir sollten generel weniger bis gar kein fleisch essen aus Ethischen Gründen versteht sich,ichselbst verfolge diesen Grundsatz weniger fleisch zu Konsumieren.

  27. Harsch, Anita schrieb am

    Bitte, schafft endlich die Jagd ab!!!!!!! Hört auf die Tiere in Wald und Flur zu jagen. Die Jagd gehört ins Mittelalter und die Jäger ins Museum.

    im Namen der Tiere herzliche Grüße

    Anita

    • Axel schrieb am

      Hallo Anita, leider ist Deine Ansicht falsch. Ohne die Eingriffe von Forst und Jagd wäre der Wald in keinem brauchbarem Zustand. Gerade nach Windwurf aufgeforstete Flächen müssen vor Wildverbiß geschützt werden. Ohne Wildregulierung durch Abschuß würden noch deutlich mehr Verkehrsunfälle entstehen. Eine Vermehrung ohne Abschuß kann man dem Wald nicht zumuten! MfG Axel

  28. RolaND schrieb am

    An welche dunkle Zeit der deutschen Vergangenheit müssen Sie denken, wenn sie folgende Aussage lesen?

    „Bei der Abwägung ist zu berücksichtigen, daß der Gebrauch von Waffen zunächst dem Schutz der Rechtsordnung dient und dieser Schutz mit Waffengewalt als Kernbereich dem Staat obliegt. Aus diesem Grunde sind die Vorschriften des Gesetzes nicht nur bei Ausnahmeregelungen restriktiv auszulegen.”

    Man fühlt sich erst einmal in die Zeiten der „DDR” oder des Nationalsozialismus zurückversetzt. Doch stammt dieses Zitat aus einem offiziellen Verwaltungsvorschriftsentwurf des Jahres 2005, übrigens um die Verwaltungsvorschrift zum kürzlich verschärften Waffengesetz.

    Welches Bürgerbild hat unser Staat, bzw. dessen Verwaltung, die uns Deutsche nur noch als Subjekt betrachtet, das sich dem staatlichen Allmachtsanspruch unbedingt zu unterwerfen hat und ihm bei möglichen Unstimmigkeiten Waffengewalt androht. Daß dabei das Grundgesetz, insbesondere die Grundrechte bis hin zu Artikel 20(4) einfach mal vergessen werden, erschreckt dabei ebenso.

    Wir erinnern uns, das deutsche Waffengesetz betrifft Sportschützen, Jäger und Waffensammler, alles Bürger, die nicht nur sachkundig sondern auch zuverlässig sein müssen, sprich nicht vorbestraft. Bürger, die durch das Waffengesetz schon einer Überwachung unterliegen, die kriminell gesehen unbedenklich ist.

    Was traut unser Staat uns Bürgern – Verzeihung, man muß nun sagen, seinen Untertanen – zu? Umsturz? Bürgerkrieg? Und das ausgerechnet gegenüber Leuten, die schon ihre waffenrechtliche Zuverlässigkeit verlieren, wenn sie betrunken Auto fahren, die als gesellschaftliche Gruppe in der Kriminalstatistik deutlich weniger häufig vorkommt, als der Rest des Volkes. Wieso mißtraut er ihnen derart?

    Oder ist es nicht viel mehr wieder an der Zeit, daß wir uns vor dem solchem Staat fürchten müssen, der solche unbeschreiblich frechen, dem demokratischen Rechtsstaat spottende, Begründungen in seine Vorschriften hineinschreibt?

    So wenig wie wir es wollen, daß jeder psychopathische Rambo an Waffen kommt, wollen wir, daß ein paranoider deutscher Staat sich sein Volk zum Feind erklärt und ihm Waffengewalt androht.

    Siehe hierzu auch die Diskussion in Waffen-Online http://foren.waffen-online.de/index.php?showtopic=301912

    LM: In Deutschland war es immer der Staat, der mit Waffen Unheil anrichtete; sowohl im Ausland als gegen sein eigenes Volk. In solchen Aussagen entlarvt sich der heutige deutsche Staat als furchtbar. Die Staatler zittern. Mehr Gelassenheit wäre angebracht!

    • Axel Wahlen schrieb am

      Die sachliche und vernünftige Ausseinandersetzung mit dem WaffG war das Zünglein an der Waage,dass mich zu einem Wechsel von der FDP zu den Piraten veranlasst hat – weiter so!!! Deutschland braucht frische Politiker, die sich wieder an einer freiheitlich demokratischen Grundordnung orientieren und Bürgerrechte stärken. Für mich sind die Piraten ein Lichtblick!

      • Dieter schrieb am

        Alles mal “von außen” betrachtet, ergibt sich ein Bild, das leider nicht nur auf den Bereich der Waffen, sondern in allen Lebensbereichen Deutschlands präsent ist: Der Anspruch auf die uneingeschränkte Allmacht des Staates.

        Ist man erst mal weg aus Deutschland, stellt man fest, dass die viel propagierte Freiheit in Deutschland nichts weiter als eine Sprechblase ist.

        Ich lebe seit über 2 Jahren in Paraguay, einem Land mit etwas über 6,3 Millionen Einwohnern, wovon rund 600.000 Deutsche und Deutschstämmige sind. Und jedes Jahr werden es rund 20.000 mehr.

        Hier gibt es nur wenige, die KEINE Schusswaffe besitzen. Die meisten illegal, wie in Deutschland. Aber gerade hier sieht man, dass der Spruch “Waffen töten keine Menschen” seine Berechtigung hat. Es geschehen natürlich durch die hohe Anzahl von Waffen Verbrechen. Wie in Deutschland aber immer mit illegalen oder gestohlenen Waffen.

        Das zeigt deutlich, dass das gesamte deutsche Waffengesetz in Frage gestellt werden muss. Denn es betrifft nur diejenigen, die sowieso gesetzestreu sind oder es zumindest vorhaben. Alle anderen werden davon überhaupt nicht erfasst.

        Stellt man mal die Frage, wozu man eine Waffe benötigt, wird hier in Paraguay jeder sagen: Um sich verteidigen zu können. Ist hier akzeptabel, weil Waffen im Alltagsgebrauch gelegentlich nötig sind. Nicht nur um sich zu verteidigen, sondern auch, um vielleicht mal eine Schlange zu erschießen oder einen todkranken Hund.

        Interessant ist aber, dass trotz dieser für deutsche Verhältnisse haarsträubenden Situation in Sachen Schusswaffen praktisch nicht viel passiert. Liegt es daran, dass Paraguayer verantwortungsvoller mit Waffen umgehen können als Deutsche? Kein Ahnung. Wir werden es auch nicht rausfinden, wenn der Staat von vorn herein auch nur Eventualitäten ausschließen möchte und Menschen auf Verdacht kriminalisiert.

        Wie übrigens in vielen anderen Lebensbereichen auch.

        Würden in Deutschland Macheten verkauft werden können, würden viele Menschen feststellen, was für ein fantastisches Werkzeug das ist. Besser als jeder Rasenmäher oder um den Garten in Ordnung zu bringen. Ob es als Waffe eingesetzt wird, hängt doch nur von demjenigen ab, der dieses Wekzeug führt.

    • Marbel schrieb am

      @RolaND,

      “Das ist genau des Pudels Kern”

      Ich bin ebenfalls Waffenbesitzer und Sportschütze, sowie ich auch den Kriegsdienst verweigert habe und absolut nichts von der Jagd halte. Das ist aber jetzt nicht der Punkt.

      Was reitet unsere Politiker und Volksvertreter, dass sie so über das Volk denken. Was soll die Voratsdatenspeicherung, der Staatstrojaner, etc. und all die anderen Maßnahmen die uns im Namen der Sicherheit untergejubelt werden sollen. Kriminelle und kriminelle Vereinigungen/Organisationen, werden sich dadurch nicht beeintrucken lassen. Es ist aber ein tolles Mittel das Volk an der Kandarre zu halten. Es geht immer mehr in Richtung “gläserner Burger”, den man im Bedarfsfall staatlicherseits schnell und sicher aus dem Verkehr ziehen kann. Was soll das zentrale Waffenregister bezwecken. Wieso sollte sich die Polizei, bevor sie bei einem Bürger vorstellig werden, bei der entsprechenden Heimatbehörde nicht die Auskunft erteilen lassen können, ob es sich um einen Legalwaffenbesitzer handelt (obgleich von diesem keinerlei Gefahr droht). Ich sehe als einzigen Zweck dieses Zentralregisters die Möglichkeit, im Fall das das “Wahlvieh” irgendwann aufbegehrt, diese Menschen gezielt aus dem Verkehr zu ziehen.(Die könnten ja am Ende auf ihre Peiniger schießen!!!, undenkbar sowas) Meiner Ansicht nach ist die Verschärfung des Waffengesetzes nur ein Baustein von vielen, die auf die Entmündigung aller Bürger dieses Landes hinausläuft.Deswegen sollte jeder, auch wenn er sich nicht persönlich betroffen sieht, eine solche Maßnahme in ihrer Gesamttragweite betrachen. Man sollte sich mal im Internet ansehen was manche Parteien am liebsten alles verbieten würden. Ich bin neben Sportschütze auch noch Paddler und kann nur sagen, dass jedes Jahr immer mehr Befahrungsregeln in Deutschlabd eingeführt werden. Alles zum Schutz irgendwelcher seltener Tiere. Diese Einschränkungen gelten aber zum gewissen Teil nicht für Bootsverleiher. Jetzt frage ich mich doch ernsthaft, wer schädigt die Natur mehr, der Paddler, der sein Boot beherrscht und sich im Interesse der Natur darin bewegt(das ist ja seine Leidenschft beim paddeln, die Natur genießen)sich in dieser oder der Gelegenheitspaddler, der wegen der nicht vorhandenen Bootsbeherrschung gegen alls fährt was sich in seine Weg stellt. Es sind viele Steinchen, die zusammengenommen ein Ganzes ergeben. In der Politik scheint der Gedanke um sich zu greifen, der Bürger muss aufdiktiert bekommen, was für ihn das Beste ist. Aber dagegen müssen sich alle wehren. Es ist nicht unser Lebenszweck in das Weltbild irgend welcher Politclowns zu passen.

      MfG Marbel

  29. RolaND schrieb am

    Wußten Sie daß zu Kaiser’s Zeiten, als Deutschland am größten (Land und Leute) sowie zur Zeit der industriellen Revolution und dem schnellen Anwachsen der Großstädte im ganzen Reich gerade mal 400.000 Hoheitsträger langten, das ganze Reich einschließlich unserer Kolonien zu verwalten? Kennen Sie die Zahl heute? Heute sind 8 Millionen Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst damit beschäftigt Volk und Wirtschaft vorzuschreiben, wie wir zu leben haben. Von gut 32 Millionen Schaffenden ist das bereits jeder vierte. Zu Kaiser’s Zeiten lebte ich noch nicht. Aber ich frage mich, zu welcher Zeit in Deutschland zu leben wohl freiheitlicher war und auch so empfunden wurde.

    Damals, als z.B. Köln am schnellsten wuchs, genügten dort gerade mal 12 Mann in der Bauabteilung. Heute wühlen dort es 1200 Mann durch selbstgeschaffenen Aktenberge. Was machen die heute besser? Wann war ein Haus zu bauen wohl schneller, einfacher und günstiger möglich? Damals oder heute? Als der Kölner Dom gebaut wurde, zweifellos eine große und anspruchvolle Aufgabe mit einem Ergebnis, das Jahrhunderte dasteht und sogar englische Bomber überlebte! gab es in Köln noch überhaupt kein Bauamt!

    Ja wir müssen uns rühren! Sonst rauben uns die selbsternannten ,,guten Menschen“ jede Freiheit und verwalten bald alles, einschließlich uns insbesondere unser Geld. Schließlich beanspruchen unsere ,,Wohltäter“ gesicherte Versorgungsposten auf unser Kosten. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Wahrheit oder Sachlichkeit ranken dabei anscheinend nur noch ganz am unteren Ende der Werte.

    • Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen – außer, dass sich die Hoheitsträger immer mehr von ihren Untertanen entfernen. Oder sehen Sie schon mal ‘nen Politiker im offenen Wagen durchs Volk fahren wie weiland den Kaiser in der Kutsche? Na gut, ab und an wurde mal jemand gemeuchelt – er hatte ja auch nichts Gepanzertes um sich rum. Oder, ein paar Etagen tiefer: Hat irgend jemand mal Polizisten/Polizistinnen zu Fuß Streife gehen sehen? Die letzten sah ich vor Jahren bei einem Besuch in der DDR. Schutzleute gibt’s ja wohl schon lange nicht mehr, wie es scheint, und die Polizeireviere sehen eher aus wie Festungen. Also “bürgernah”.

  30. Was ich bis jetzt hier gelesen habe, ich muss sagen jeder hat etwas recht. Einen Weg zu finden was Jedem gerecht wird, wird schwierig sein. Generell bin ich gegen Waffen, nur kann ich sagen: Die Waffe ist ein Werkzeug, nicht die Waffe tötet es ist der Mensch. Wer wirklich töten will, besogt sich eine Waffe auf dem “Scharzmarkt”, ob nun mit Waffengesetz oder ohne. Als Sportschütze hat man, mit den heutigen Gesetzen, schon viele Eignungsprüfungen durch. Das sollte reichen. Die Tötungsdelikte in der jüngsten Zeit, konten nur begangen werden, weil die Waffen nicht dort aufbewahrt wurden wo sie im Grunde hingehörten, bzw. es konnten Angehörige an die Waffen gelangen die normal keinen Zutritt dazu haben durften. Also Fehler der Waffenbesitzer. Hier muss man ansetzen und mehr darauf achten.

  31. Alfred E. Neumann schrieb am

    “Manch ein Camper mit einem Messer wird so zu einem Straftäter.”

    Ich möchte mich hier mal zu diesem Satz auslassen. Er ist einfach nur stumpf falsch.

    Ich selbst nutze Messer verschiedener größen und Längen in der Natur und auch in meinem normalen Umfeld.

    Das führen eines Einhandmessers oder eines Messers mit mehr als 12cm Klingenlänge ist eine Ordnungswidrigkeit, also keine Straftat. Mal schön sachlich bleiben. 🙂

    Verboten sind Dolche, Spring- und Butterflymesser. Das ist auch okay so. Dolche sind Waffen, also zum Töten gebaut und der Rest ist auch nicht zum Brotschneiden erfunden worden.

    Die Einschränkung zu Einhandmessern jedoch ist völliger Schwachsinn. Dies als Ordnungswidrigkeit zu deklarieren schafft für jeden Bürger eine große Rechtsunsicherheit. Die Ausnahmen sind so schwammig formuliert, dass niemand vor der Polizei sicher sein kann. Einhandmesser sind Klappmesser welche sowohl arretieren als auch mit einer Hand geöffnet werden können. Dies ist in Gefahrensituationen (KEIN Messerkampf) unerlässlich für die Sicherheit. Ein einklappendes Messer verletzt Hände. Ein Messer das nicht eingesetzt werden kann, weil nur eine Hand frei ist (Verletzung, Sicherung des Körpers mit der anderen Hand, usw), ist einfach Zwecklos.

    Dies gilt sowohl für Rettungsdienste, Polizei, Ärzte als auch für potentielle Ersthelfer, Techniker, Industriekletterer, Verkäufer, Busfahrer etc etc.

    Das momentane Waffengesetz verbietet das Führen solcher in potentiellen Gefahrensituationen wichtigen Hilfsmittel bzw. schafft genügend Rechtsunsicherheit für jene die solche Messer mit sich führen würden.

    Im Gegensatz dazu, darf ich jedoch eine feststehende Klinge, sofern sie unter 12 cm Klingenlänge ist, mit mir führen? D.h. für mich, dass ich statt meinem 6cm Klappmesser nun mein 10cm Feststehendes Messer mit mir führen müsste, sofern ich keine Ordnungswidrigkeit begehen möchte.

    Das fühlt sich ziemlich falsch an.

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  33. Klaus schrieb am

    Ein hochinteressanter, gut geschriebener Artikel, der auch nicht die staatliche Willkür und Regelungswut aussen vor lässt. Nur eines wurde nicht beleuchtet: Wenn jemand mit unlauteren Absichten sich eine Schusswaffe besorgen will, bekommt sie auch. Nur ein paar Kilometer über die offene Grenze Richtung Osten und der Markt steht offen, bis zu Kriegswaffen und Vollautomaten ala Kalaschnikow. Und kein BGS oder Zoll kann dies auch nur so einigermassen in den Griff kriegen. Die veröffentlichen “Erfolge” in Sachen Waffen Rauschgift oder Menschenschmuggel oder auch – handel bewegen sich im einstelligen Prozentbereich. Auch hier findet sich gerade für die Piraten, eine Partei der Freiheit, ein ‘Ansatzpunkt in Sachen noch zu definierender Sicherheitspolitik, denn es stimmt schon: Wer Geld hat schafft an, auch Waffen oder “Koks”. Denn wenn wir die Freiheit wollen, müssen wir uns vor solchen nicht freimachenden, ja sogar abhängig machenden Machenschaften schützen.

  34. Popp Thomas schrieb am

    Hallo Leute in Deutschland mus keiner eine Waffe zu Hause haben .Wenn nämlich keiner eine hatt kann man sie auch nicht benutzen.

    • Roland schrieb am

      Lieber Herr Popp, Bitte Lesen Sie bitte nochmal weiter Oben den Beitrag von RolaND am: 6. April 2012.

      Es geht hier nicht um Waffen sondern um das Recht und den Rechtsstaat um die Demokratie. Bevor Sie noch mehr Unqualifizierte Äußerungen Tun, sollten Sie noch mehr Nachdenken.

    • Alter Rentner schrieb am

      Hallo Herr Popp, wer will denn jemanden zwingen (…muss keiner eine Waffe im Haus haben), eine Waffe im Haus zu haben? Wenn Sie keine haben wollen, ist das ja auch o. k. Ansonsten hilft ein Blick in die Medien und man erkennt, was alles als Waffe “benutzt” (mißbraucht) werden kann. Zur Freiheit gehört auch, daß man niemandem seine eigenen “Vorstellungen” aufzwingt.

  35. Roland schrieb am

    Zitat v. Guido Körber: ´´Auch wenn vieles im Argen liegt, man braucht in Deutschland keine Schusswaffe um sich gegen den Staat zu wehren, viel wirkungsvoller ist es eine Partei zu gründen, z.B. die Piraten´´

    Nur weil es Alte Denker oder Autoren sind können Sie diese nicht einfach mal so Wegwischen und in die Romantisierte Ecke Stellen. Es Existiert immer noch ein Rechtsstaat und ich bin Anhänger der Piraten aus Ausschließlich diesen Gründen nämlich für Freiheit, Individualismus, Selbstbestimmung Nicht- Erpressbarkeit. Der Staat ist ein Konstrukt aus Legislative ,Judikative und Exekutive und dieses Konstruckt ist vollkommen Gewissenlos. Frage:,, Würden Sie Jemanden völlig gewissenlosem etwas Anvertrauen?

  36. Roland schrieb am

    Die Zeiten haben sich geändert. Von diesen ursprünglichen, demokratischen Freiheitsidealen ist nicht viel geblieben. Im Europa des 20. Jahrhunderts haben Kommunismus, Nationalsozialismus und Faschismus nichts davon übergelassen. Diktatur und Totalitarismus etablierten sich immer über die Kontrolle der Rechtschaffenden, Medien und der Kommunikationseinrichtungen, aber vor allem über Waffenverbote für Privatpersonen. Dürften die Untertanen ihre Waffen behalten hätte kein Unrechtsregime schließlich Bestand. Man kann sich nicht vorstellen, daß wohlbewaffnete Menschen dazu gebracht werden können, Viehwaggons zu besteigen, Soldaten natürlich ausgenommen. Am Ende dieser Schrecknisse wurden die meisten Rechte – wenn auch vorsichtig und zaghaft – wieder eingeführt. Das Recht des freien Waffenbesitzes hat man (Österreich war bis 1996 eine rühmliche Ausnahme) ganz gerne vergessen. Verfassungsmäßig nicht garantierte Rechte haben leider auch in Demokratien die Tendenz, allmählich zu schwinden. Vor allem Deutschland und England sind Musterbeispiele dafür, wie mit fadenscheinigen, falschen Argumenten grundlegende Bürgerrechte einfach kassiert werden, ohne daß sich Widerstand regt. Das Trauma des Kriegs hat viele Menschen vergessen lassen, daß nicht die privaten Waffen, sondern die Waffen in staatlicher Hand die Blutwerkzeuge gewesen sind. „Waffen weg“ bedeutet immer auch „Rechte weg“; das ist heute nur den wenigsten bewußt.

  37. Alter Rentner schrieb am

    Nachzulesen 1847/1848 in “Die Forderung des Volkes in Baden” – Artikel 7 “Wir verlangen eine volkstümliche Wehrverfassung. Der waffengeüübte Bürger kann allein den Staat schützen. Man gebe dem Volk die Waffen und nehme ihm die unerschwingliche Last, welche die stehenden Heere ihm auferlegen. Der Gedanke wurde im Entwurf der Verfassungsurkunde für den preußischen Staat aufgenommen. Jeder Preuße ist nach dem vollendeten zwanzigsten Jahre berechtigt, Waffen zu tragen. Die Ausnahmefälle bestimmt das Gesetz. – Die lapidare Begründung dafür: Das Recht, Waffen zu tragen, gehört zu den Rechten eines freien Mannes. Auch später gab es Stimmen, die die Volksbewaffnung als Gegengewicht zum preußischen Militarismus gesehen haben. Auch wenn man es kaum glauben kann – es waren August Bebel und Wilhelm Liebknecht; die Gründer der Sozialdemokratie, die diese “Volksbewaffnung” forderten. Und wenn man sich noch etwas weiter mit der Historie des Waffenrechts beschäftigt, dann wurden die später eingeführten “Tatbestände” wie “Zuverlässigkeit”, “Bedürfnis”, “Erwerbsscheinpflicht” “persönliche Eignung” schändlich politisch mißbraucht. Seltsamerweise wird unsere Geschichte oft herangezogen, dieser Teil des Mißbrauchs (die oben genannten Begriffe finden auch heut noch Anwendung) wird gern “übersehen”

  38. guido kneis schrieb am

    Meine Intention ist es, mit meinen Sportwaffen Löcher in Pappscheiben zu stanzen. Ich habe meine Waffen ordnungsgemäß unter Verschluß und niemand außer mir hat Zugang. Sollte die Bundesregierung sich dennoch veranlaßt fühlen, den legalen Waffenbesitz zu verbieten, dann würde ich demzufolge umgehend ein illegaler Waffenbesitzer werden. Schon allein vor dem Hintergrund, daß ich ansonsten den anderen illegalen Waffenbesitzern ausgeliefert wäre. Denn die wissen ja jetzt, daß es kraft Gesetzes keine legalen Waffen mehr gibt, potentielle Einbruchsopfer also wehrlos sind.

  39. Pingback: Jahresrückblick 2012 und Ausblick auf 2013

  40. Lümmelheimer schrieb am

    Diese Mär von Notwehr / Nothilfe / Notstand § 32, 33ff StGB mit einer Waffe durchzusetzen geistert hier leider fälschlicherweise herum. Ein Einbrecher, welcher mit einem potentiell tödlichen Werkzeug, z.B. Schraubendreher, bei einem Waffenbesitzer durch eine legale Schusswaffe verletzt wird, erhält Schmerzensgeld und (je nach schwere der Verletzung) eine Rente. Der Waffenbesitzer mind. eine Anklage wegen schwerer Körperverletzung und ohne bester Strafverteidigung und mitfühlendem Richter, eine Verurteilung. In fast keinem Fall sieht das Gericht die verhältnismässigkeit der Mittel als gegeben. Überschreitet jedoch der Täter die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken, so wird er nicht bestraft! Dies gilt somit dann für beide Seiten. Die Waffe für den Schutz zu Hause, kann man also komplett vernachlässigen. Der Schutz von Hab und Gut, geht nicht vor dem Schutz der körperlichen Unversehrtheit, meint Justitia. Auch als Polizist im Einsatz gilt: Schiess oder Schiess nicht, du wirst es immer bereuen. Dass man Wohnungen von Sportschützen jederzeit durchsuchen kann, die von vermeintlichen Straftätern nur mit einem Durchsuchungsbefehl, widerspricht jeder freiheitlich demokratischen Rechtsordnung. Ich halte dies genauso für Verfassungswidrig wie z.B. Vorratsdatenspeicherung und Datenmissbrauch durch Staat und Internetkonzerne. Netter Austausch hier übrigens.

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