Zum Tod von Georg Kreisler – er sprach wie ein Pirat

Georg Kreisler in Ravensburg (gemeinfrei)

Kommentare

4 Kommentare zu Zum Tod von Georg Kreisler – er sprach wie ein Pirat

  1. Georg Kreisler hat auch Beiträge zu “sharing is caring” geliefert, die andere auch als Plagiat oder “piracy” bezeichnen. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Kreisler#Plagiatsvorw.C3.BCrfe – ich habe es selbst nachgecheckt am Beispiel von “Poisoning Pigeons in the Park” und “I Hold Your Hand In Mine”. Was mich aber auch auf Tom Lehrer aufmerksam, und von ihm begeistert, gemacht hat. Und der cool reagierte: ‘Tom Lehrer selbst sagte in einem Interview: „Ich möchte mich bei Georg Kreisler bedanken, dass er meine Lieder dem deutschen Publikum vorstellt.“’

    So geht halt Kultur.

  2. Birgit schrieb am

    Ein wunderbarer Mensch hat das Narrenschiff verlassen, vielleicht entert er ein besseres … Ich in froh, dass unsere Kinder ( 22 und 28 )ihm genauso zugehört haben wie wir ( 53 u. 54 ). Vielleicht können wir den Kurs des Narrenschiffes noch ändern. Fare well , Georg and RIP

  3. Peter Ringel schrieb am

    Ich bin hier in meiner Region (Rhein-Main)als Drehorgel-Peter bekannt. Die Texte und Lieder von Georg Kreisler trage ich gerne vor, am liebsten “Taubenvergiften im Park” Georg Kreisler steht in einer Reihe mit Heinrich Heine, Kurt Tucholsky und Werner Fink, um nur einige Wenige zu nennen. Er wurde 2010 im August in Bad Homburg geehrt! Peter Ringel, Bad Vilbel

  4. Widerspruch schrieb am

    Es ist schändlich, dass ihr einen toten Künstler für euch vereinnahmt. Da er tot ist, kann er dieser Vereinnahmung nicht widersprechen. Georg Kreisler war niemals Mitglied einer politischen Partei und er wäre auch niemals der Piratenpartei beigetreten. Als Anarchist hielt Kreisler von politischen Parteien und repräsentativer Demokratie wenig bis nichts.

    Auszug aus einem Interview mit Georg Kreisler (Thomas Wagner: “Wir leben in einer Unrechtsgesellschaft”. In: junge Welt. 14. November 2009 [Wochenendbeilage]):

    Thomas Wagner: “Sie haben früher einmal Sympa­thien für den Anarchismus geäußert.”

    Georg Kreisler: “Das stimmt noch heute. Anarchismus ist nicht unbedingt mit Gewalt verbunden. Das wird bloß so kolportiert. Anarchismus heißt einfach: Verwalten statt Regieren. Anarchismus heißt: Keine Macht für irgend jemand. Autorität ja, aber keine Macht. Das ist ein großer Unterschied. Das ist natürlich ein Idealzustand, der nicht so leicht zustande kommen wird. Aber ich glaube, jeder Künstler, der ernst genommen wird, ist ein Anarchist. Das gehört zum Beruf, daß man Macht nicht haben will. Autorität ist etwas anderes. Ein Schneider, der mir einen Anzug schneidert, hat Autorität, was den Anzug betrifft, aber keine Macht. In dieser Hinsicht bin ich auch heute noch Anarchist.”

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